II
Inhaltverzeichnis
Abbildungsverzeichnis. III
Abk ürzungsverzeichnis. IV
1 Einleitung. 1
2 Begriffliche Abgrenzung. 2
2.1 Definition: Qualität und Qualitätssicherung. 2
2.2 Definition: Qualitätszirkel. 5
2.3 Ursprünge der Qualitätszirkel. 6
2.4 Typen von Qualitätszirkeln. 7
2.4.1 Regelmodifizierende Zirkel. 7
2.4.2 Forschungszirkel. 7
2.4.3 Supervisionszirkel. 8
2.5 Leitlinien und Standards vs. Richtlinien. 8
3 Implementierung und Durchführung von Zirkelarbeit. 10
3.1 Voraussetzungen. 10
3.2 Moderation. 12
3.3 Durchführung der Qualitätszirkelarbeit anhand der Erstellung
eines klinischen Behandlungspfades. 14
3.3.1 Die erste Gruppensitzung. 14
3.3.2 Die zweite Gruppensitzung. 16
3.3.3 Die dritte und weiter folgende Gruppensitzungen. 17
4 Wirkungen von Qualitätszirkeln. 19
5 Ausblick und Resümee. 20
Literaturverzeichnis. 22
Ehrenw örtliche Erklärung 23
III
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Kreislauf der Qualitätssicherung.
Abbildung 2: PDCA-Zyklus eines Klinischen Behandlungspfades
IV
Abkürzungsverzeichnis
Abb. - Abbildung
bzgl. - bezüglich
bzw. - beziehungsweise
d.h. - das heißt
ebd. - ebenda
Hrsg. - Herausgeber
sog. - sogenannt
SGB - Sozialgesetzbuch
Vgl. - vergleiche
z.B. - zum Beispiel
z.T. - zum Teil
- 1 - 1 Einleitung
Der Qualitätsgedanke steht bereits seit vielen Jahren in industriellen Unternehmen an oberster Stelle, nicht zuletzt mit Inkrafttreten des Gesundheitsstrukturgesetzes zum 01. Januar 1993 auch rechtsbindend in Einrichtungen gesundheitlicher Dienstleistungserstellung. Hier heißt es im § 135 a SGB V exemplarisch:
„Die Leistungserbringer sind zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität der von ihnen erbrachten Leistungen verpflichtet [...](welche) dem jeweiligen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse entsprechen und in der fachlich gebotenen Qualität erbracht werden (müssen).“ 1
Trotz dieser gesetzlichen Verpflichtung war in der Bundesrepublik eine bisher nur zögerliche Entfaltung von Qualitätssicherung in der Gesundheitsversorgung zu verzeichnen. Gründe, wie der Mangel an Standards, Normen und Richtlinien, aber vor allem der erhebliche personelle und finanzielle Mehraufwand sind dafür zu nennen. Spätestens jedoch seit der Einführung der Gesundheitsreform und dem neuen Krankenhausfinanzierungsgesetz zum Januar 2004 kommen auch diese Krankenhäuser, welche sich bislang hinter o.g. Gründen „versteckt“ hatten, nicht umhin, um wettbewerbsfähig zu bleiben, effektive und effiziente Qualitätssicherung zu implementieren. Medizinische und pflegerische Standards sollen den Prozess der Dienstleistungserstellung im Krankenhaus visualisieren und zur kurzfristigen Prozessoptimierung und damit zur mittel - sowie langfristigen Kostendämpfung beitragen. Meist sind es nur Kleinigkeiten, hervorgerufen durch
Kommunikationsdissonanzen, die Prozesse oft unnötig verzögern - hier setzt der Qualitätszirkel an, der unter Einbeziehung aller im Krankenhaus tätigen Berufsgruppen die Schwierigkeiten bei der täglichen Leistungserstellung aufspüren und lösen soll.
Diese Hausarbeit beleuchtet daher nach einigen begrifflichen Abgrenzungen sowie geschichtlichen Ursprüngen, die Voraussetzungen von Qualitätszirkelarbeit und visualisiert die Durchführung, die Arbeitsweise sowie die Wirkungsweise der Arbeit von Qualitätszirkeln speziell im Krankenhaus. Dabei beziehe ich mich z.T. auf Erfahrungen meiner Praxissemestertätigkeit in der Asklepiosklinik Birkenwerder.
1 § 135a SGB V
- 2 - 2 Begriffliche Abgrenzung
2.1 Definition: Qualität und Qualitätssicherung
Wie bereits der Name offeriert, beschäftigt sich d er Qualitätszirkel mit dem Grundgedanken von Qualität und Qualitätssicherung. Qualität wird nach DIN ISO 9004 als die „Gesamtheit von Eigenschaften und Merkmalen eines Produkts oder einer Dienstleistung, die sich auf deren Eignung zur Erfüllung festgelegter oder vorausgesetzter Erfordernisse beziehen“ definiert. Davon lässt sich ableiten, dass sich Qualitätsdefinitionen primär nach Art der Leistung bzw. Leistungserbringung richten, für die die Qualität charakterisiert werden soll, sowie sekundär von den an diese Leistung bzw. Leistungserbringung gestellten Anforderungen ab. Vereinfacht gesagt, ist Qualität demnach das Verhältnis zwischen realisiertem Zustand sowie gefordertem Zustand und resultiert aus der Fähigkeit einer Leistung, vorher eindeutig definierte Anforderungen, zu e rfüllen. 2
Auch lässt sich Qualität im Gesundheitswesen zum einen auf der technischen Ebene und zum anderen auf der Beziehungsebene unterscheiden. Betrachtet man die technische Ebene nun genauer, so wird hier der Einsatz optimaler und nach neuestem wissenschaftlichen Stand entwickelter klinischen Methoden und Technologien beschrieben. Doch auch das räumliche und zeitlich angesetzte Umfeld, in welchem die medizinische und pflegerische Leistungserbringung im Krankenhaus erfolgt, findet hier Ansprache, da auch dieser Aspekt maßgeblich zur Qualitätssicherung beiträgt. 3
Wie bereits erwähnt, definiert man Qualität auf der Beziehungsebene, v.a. zwischen Arzt und Patient, welche wiederum nach den Dimensionen Struktur, Prozess und Ergebnis bewertet werden kann. Diese müssen jedoch miteinander harmonisiert betrachtet werden. Unter Strukturqualität versteht man die quantitative und qualitative Gesamtheit an g esundheitspolitischen, organisatorischen, finanziellen,
2 Vgl. Viethen, G.: Qualitätssicherung in der Medizin, in: QualiMed 2, 4, 1994, S. 10 ff.
3 Vgl. Szecsenyi, J.: Was will Qualitätssicherung?, in: Ärztliche Qualitätszirkel, 1996, S. 45 ff.
Arbeit zitieren:
Björn Spitzbarth, 2004, Die Arbeit von Qualitätszirkeln im Krankenhaus am Beispiel der Erstellung eines klinischen Behandlungspfades, München, GRIN Verlag GmbH
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