Inhaltverzeichnis
Tabellenverzeichnis...........................................................................:.. III
Abbildungsverzeichnis.......................................................................... III
Abkürzungsverzeichnis IV
1 Einleitung 1
2 Begriffliche Abgrenzung 3
2.1 Definition: Arbeit 3
2.2 Definition: Arbeitslosigkeit 3
2.3 Definition: Arbeitslosenquote 5
3 Ursachen der Arbeitslosigkeit 6
3.1 Konjunkturelle Ursachen 6
3.2 Strukturwandel und Tertiarisierung 8
3.3 Mismatch und Hyterese 9
3.4 Globalisierung und Lohnkosten 10
4 Sozial-politische Konsequenzen von Langzeitarbeitslosigkeit 12
4.1 Ungleichverteilungen aus gesellschaftlicher Sicht 12
4.2 Entwicklung des Humankapital 12
4.3 Gesundheitliche Situation 13
4.3.1 Auswirkungen auf das persönliche Wohlbefinden 13
4.3.2 Ursachen im Zusammenhang von Gesundheit
und Arbeitslosigkeit 14
5 Arbeitslosenversicherung - Sozialpolitische Gegenmaß-
nahmen oder Ursache von Arbeitslosigkeit 15
6 Maßnahmen des Europäischen Sozialfonds 18
6.1 Kurzcharakteristika des Europäischen Sozialfonds 18
6.2 Beispielprogramme in Österreich und Dänemark 19
7 Ausblick Empfehlungen und Resümee 20
Literaturverzeichnis 22
Ehrenwörtliche Erklärung 23
II
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Langzeiterwerbslosenquote Deutschlands im
ausgewählten europäischen Vergleich 1
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Erwerbslose im April 2002 nach Dauer der
Erwerbslosigkeit und Altersgruppe 2
Abbildung 2: Langzeitarbeitslosenquote in Prozent in Europa 2002 6
Abbildung 3: Entwicklung der Arbeitslosigkeit 1970 2004 7
Abbildung 4: Weniger guter oder schlechter somatischer
Gesundheitszustand in Abhängigkeit von
Arbeitslosendauer bei Männern unter dem
Aspekt von Haupt- und Nebenverdiener 14
Abbildung 5: Registrierungs- und Moral-Hazard-Effekt einer
Bezugsdauerverlängerung 16
III
Abkürzungsverzeichnis
Abb. - Abbildung
bspw. - beispielsweise
bzgl. - bezüglich
bzw. - beziehungsweise
ca. - circa
d.h. - das heißt
ebd. - ebenda
EP - Erwerbstätige plus Arbeitslose
ESF - Europäischer Sozialfond
i.d.R. - in der Regel
Hrsg. - Herausgeber
sog. - sogenannt
SGB - Sozialgesetzbuch
Vgl. - vergleiche
z.B. - zum Beispiel
z.T. - zum Teil
1
1 Einleitung
Die Arbeitslosigkeit, dabei vor allem die Langzeitarbeitslosigkeit, ist das zentrale Problem der deutschen Wirtschafts- und Sozialpolitik. Mit 4% liegt die Quote der Langzeitarbeitlosen im Jahr 2002 weit über dem europäischen Durchschnitt (Vgl. Abbildung 2, Seite 6). Die unten aufgeführte Tabelle zeigt außerdem, dass sich die Zahl der Langzeiterwerbslosen in Deutschland über die letzten zwei Jahrzehnte signifikant konstant und zugleich hoch eingependelt hat. (Vgl. Tabelle 1) Allerdings zeigt diese Tabelle auch, dass trotz europäisch gesehen hoher Langzeiterwerbslosenquote Länder, wie Österreich oder Dänemark, nahezu verschwindend geringe Quote aufweisen. Gründe dieses Phänomens werden im Kapitel 6.2 genauer erläutert.
Tabelle 1: Langzeiterwerbslosenquote Deutschlands im ausgewählten europäischen
Vergleich
Quelle: Wirtschaftskammerstatistik Österreichs – Aktualisierung November 2003
http://wko.at/statistik/Extranet/Bench/lang.pdf (15. April 2004 - 23:25Uhr)
Der Grund für die in Deutschland vorzufindende hohe Quote von Langzeitarbeitslosen liegt in der Strukturschwäche der Wirtschaft, der es nicht gelingt, eine ausreichende Arbeitsnachfrage zu induzieren (Vgl. Kapitel 3). Wie aus Abbildung 1 erkennbar ist, steigt die Wahrscheinlichkeit von Langzeitarbeitslosigkeit mit zunehmenden Alter. Dass in den Altersgruppen 15-20 Jahren sowie 20-25 Jahren hauptsächlich Kurzzeitarbeitslosigkeit vorzufinden ist, lässt sich darauf zurück führen, dass junge Erwerbslose schneller wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden können (Vgl. 4.2). Eindeutig ist erkennbar, dass mit zunehmenden Alter die relative Häufigkeit von Kurzeitzeitarbeitslosigkeit durch die relative Häufigkeit von Langzeitarbeitslosigkeit eingeholt und übertroffen wird, während hier die relative Häufigkeit Kurzzeitarbeitslosigkeit wieder abnimmt. Signifikanter
2
Schlusszeitraum ist dabei die Altergruppe der 35-45-Jährigen, da hier
die relative Häufigkeit von Kurzzeitarbeitlosen sowie
Langzeitarbeitslosen annähernd gleich ist.
Abbildung 1: Erwerbslose im April 2002 nach Dauer der Erwerbslosigkeit und
Altersgruppe
Quelle: eigene Darstellung nach Daten des Statistischen Bundesamts „Leben und
Arbeiten in Deutschland - Ergebnisse des Mikrozensus 2002“
Die hohe Arbeitslosigkeit belastet das Land in mehrfacher Hinsicht:
Neben den Kosten der Arbeitslosigkeit fehlen der öffentlichen Hand die
Einnahmen, die sich aus einer Beschäftigung ergäben. Die gegenüber
dem Einkommen aus Erwerbstätigkeit deutlich niedrigeren
Transfereinkommen aus den Sozialleistungen bedeuten eine
Schwächung der Nachfrage, die sich wiederum negativ auf die
wirtschaftliche Entwicklung auswirkt. Die Bekämpfung der
Arbeitslosigkeit und damit einhergehend der Langzeitarbeitsl osigkeit ist
deshalb eines der zentralen Ziele bundesweiter Sozial- und
Arbeitspolitik und soll hier Gegenstand der Hausarbeit sein.
Im Nachfolgenden wird, nach der begrifflichen Abgrenzung, auf
Ursachen der Arbeitslosigkeit eingegangen, um darauf aufbaue nd,
sozial-politische Konsequenzen von Langzeitarbeitslosigkeit zu
betrachten. In kritischer Auseina ndersetzung wird danach die Wirkung
der Arbeitslosenversicherung diskutiert sowie anschließend
3 Maßnahmen des Europäischen Sozialfonds am Beispiel von Dänemark
und Österreich erläutert.
2 Begriffliche Abgrenzung
2.1 Definition: Arbeit
Für das Verständnis des Phänomens Arbeitslosigkeit bzw.
Langzeitarbeitslosigkeit ist es notwendig, den Begriff der ‘Arbeit’ zu erläutern. Etymologisch beschreibt Arbeit Mühsal bzw. Unlust sowie
schmerzverursachende körperliche Anstrengung. Diese abwertende Einschätzung der Arbeit beruht auf der Zwanghaftigkeit der Arbeit, die durch die biologische Abhängigkeit des Menschen von der Natur
gegeben ist. Historisch hat sich ein Verständnis von Arbeit als eines zentralen Lebenswertes entwickelt. Der Zwangscharakter der Arbeit
wird weniger betont, zugunsten der Ansicht, Arbeit als Möglichkeit zur
Selbstverwirklichung zu verstehen. 1
Arbeit ist allgemein als zielgerichtete Tätigkeit zur Befriedigung materieller, seelischer oder geistiger Bedürfnisse zu verstehen. Im
engeren Sinn beschreibt Arbeit jede Erwerbstätigkeit zur Sicherung des Lebensunterhalts, die in selbständiger oder abhängiger Form ausgeübt wird. Oftmals wird auch das Ergebnis der Erwerbstätigkeit als Arbeit
bezeichnet, wobei hier das engere Arbeitsverständnis zugrunde gelegt
wird. 2
2.2 Definition: Arbeitslosigkeit
Der Bezug von Einkommen durch Arbeit ist in modernen Gesellschaften ein zentraler Faktor zur Sicherung der Lebensgrundlage. Ist es aus
individuellen oder gesellschaftlichen Gründen nicht möglich, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, so ist die Existenzsicherung gefährdet. Die Ablösung des Feudalismus durch marktwirtschaftliche Systeme hat
1 Vgl. Bolte, K.M. (1993). S. 14 f.
2 Vgl. Meiser, C. (1996). S. 7
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Björn Spitzbarth, 2004, Arbeitslosigkeit in Deutschland unter besonderer Betrachtung von Langzeitarbeitslosigkeit und ihren sozial-politischen Folgen, Munich, GRIN Publishing GmbH
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