I
Inhaltsverzeichnis
Seite
Inhaltsverzeichnis I
Abk ürzungsverzeichnis. III
Abbildungsverzeichnis IV
Anhangverzeichnis V
A. Einleitung 1
B. Grundlagen der Due Diligence 1
I. Begriff der Due Diligence 1
II. Due Diligence im Vorfeld eines Unternehmenskaufs 2
1. Motive und mögliche Risiken eines
Unternehmenskaufs 2
2. Einordnung der Due Diligence im
Akquisitionsprozess 4
III. Funktionen und Ziele der Due Diligence. 4
1. Information und rechtzeitige Risikoermittlung 5
2. Wertermittlung 6
3. Dokumentation. 6
C. Financial Due Diligence als besonderer Teilaspekt der
Due Diligence 6
I. Begriff der Financial Due Diligence 7
II. Funktionen und Ziele der Financial Due Diligence 7
III. Analyse des Kaufobjektes in der Vergangenheit. 8
1. Inhalte und Ziele 8
2. Bereinigung um Vergangenheitsergebnisse 9
3. Analyse der Vermögens- und Ertragslage 10
a) Analyse der Bilanzen 10
b) Analyse der Gewinn- und
Verlustrechnung 12
4. Analyse der Finanzlage 13
a) Inhalte und Ziele 13
II
b) Kapitalflussrechnung als ausgewähltes
Analyseinstrument 14
5. Stärken-/Schwächenanalyse 16
IV. Analyse des Kaufobjektes in der Zukunft 17
1. Inhalte und Ziele 17
2. Bestandteile eines Business Plans 18
3. Ermittlung der Ertragserwartungen anhand der
Planungsrechnung 19
4. Plausibilität und Verlässlichkeit der Planung 19
D. Fazit 21
Anhang 23
Literaturverzeichnis 27
III
Abkürzungsverzeichnis
DRS Deutscher Rechnungslegungs - Standard GuV Gewinn- und Verlustrechnung HGB Handelsgesetzbuch Hrsg. Herausgeber IFRS International Financial Reporting Standards US-GAAP US Generally Accepted Accounting Principles
IV
Abbildungsverzeichnis
Seite
Abbildung: Der Akquisitionsprozess ..................................................4
V
Anhangverzeichnis
Seite
Anlage 2: Kapitalflussrechnung nach DRS 2 ...............................24
1
A. Einleitung
Der Kauf eines Unternehmens stellt sowohl aus
betriebwirtschaftlicher als auch aus rechtlicher Hinsicht einen der komplexesten Vorgänge dar. Der Unternehmenskauf bringt sowohl Chancen aber auch beträchtliche Risiken mit sich. Der frühzeitigen Erkennung von Risiken im Zusammenhang mit dem Kaufobjekt kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Dazu dient die Due Diligence als eine bewusste, systematische und zielorientierte Untersuchung des Kaufobjekts w ährend der Vertragsverhandlungen. Im Rahmen dieser Seminararbeit soll gezeigt werden, wie anhand der Financial Due Diligence als ein Schwerpunkt der Due Diligence im Rahmen eines Unternehmenskaufes Risiken - insbesondere finanzielle - frühzeitig und vor Abschluss des Kaufvertrages erkannt werden können.
B. Grundlagen der Due Diligence
Zunächst soll die Due Diligence in ihrer Funktion als kaufvorbereitende Prüfung vorgestellt werden.
I. Begriff der Due Diligence
Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff der Due Diligence „mit der gebührenden Sorgfalt“. 1 Er stammt aus dem US-amerikanischem Kapital- und Anlegerschutzrecht (securities laws)und beschreibt dort einen Sorgfaltsmaßstab für alle an der Akquisition eines Unternehmens beteiligten Personen, insbesondere das Management des Käuferunternehmens oder externe Berater (Rechtsanwälte und Wirtschaftsprüfer). 2 Allgemein wird Due Diligence als intensive und ganzheitliche Unternehmensanalyse im Rahmen von
Unternehmenstransaktionen, bei der alle in Betracht kommende Aspekte aufbereitet werden und Schwerpunkte identifiziert werden
1 Vgl. Binder/Lanz (1999), S. 2; Koch/Wegmann (1998), S. 3.
2 Vgl. Krüger/Kalbfleisch (1999), S. 174.
2
sollen, verstanden. 3 Sie umfasst demnach sämtliche Aktivitäten der Informationsbeschaffung und- aufbereitung, um so Chancen und Risiken sowohl auf betriebswirtschaftlicher als auch auf r echtlicher Ebene zu erfassen. Aufgrund der Ergebnisse einer Due Diligence kann der Käufer die Qualität seiner kaufrelevanten Entscheidungen wesentlich verbessern. 4
Um die Funktion und den Charakter der Due Diligence als eine ganzheitliche Unternehmensanalyse zu erfüllen, sind
Schwerpunktsetzungen notwendig. Die Due Diligence wird daher in einzelne Teilprüfungen aufgeteilt, mit dem Ziel, die Effizienz der Untersuchung zu steigern. Dabei werden in der Regel folgende Due Diligence- Arten unterschieden:
- Strategic Due Diligence
- Commercial Due Diligence
- Legal und Tax Due Diligence
- Financial Due Diligence
- Environmental Due Diligence
Generell sind möglichen Teilprüfungen keine Grenzen gesetzt. Durch ein straffes Projekt-Management und insbesondere den Zeitdruck, unter dem Due Diligence-Prüfungen stehen, ist es aber notwendig, sich auf die wesentlichen Punkte zu beschränken. 5
II. Due Diligence im Vorfeld eines Unternehmenskaufs
Hauptanlass einer Due Diligence ist der Kauf eines Unternehmens oder Teile eines solchen.
1. Motive und mögliche Risiken des Unternehmenskaufs
Die Motive für den Kauf eines Unternehmens sind vielfältig. Grundsätzliches Motiv ist die Verwirklichung von
3 Vgl. Wegmann/Koch (2000), S. 1027; Koch/Wegmann (1998), S. 3.
4 Vgl. Berens/Strauch (2002), S. 12.
5 Vgl. Binder/Lanz (1999), S. 8.
3
Wettbewerbsvorteilen in einem neuen Unternehmensverbund. 6 Ziel ist vor allem die Steigerung des Marktwertes. Dies wird etwa erreicht durch den Zukauf eines Produktportfolios, um so ein effizienteres Gesamtportfolio zu erhalten. Durch die Nutzung kaufbedingter Kooperationsvorteile können Synergieeffekte hervortreten und so der Gesamtmarktwert aller Akquisitionspartner gesteigert werden. 7
Ebenso wie vielfältige Motive sind auch zahlreiche Risiken mit dem Kauf eines Unternehmens verbunden. Dabei ist unter Risiko die Möglichkeit von negativen Abweichungen des tatsächlich erreichten Ergebnisses vom erwarteten Ergebnis, die aufgrund von Unsicherheiten und Informationsdefiziten im Entscheidungsprozess entstehen und so eine Zielverfehlung oder einen Verlusteintritt zur Folge haben können, zu verstehen. 8 Diese Unsicherheiten und mangelnde Informationen werden durch die beachtliche Komplexität einer Unternehmenstransaktion noch verstärkt. 9
Mögliche Risiken im Akquisitionsprozess sind zum einen das finanzielle Risiko, einen zu hohen Kaufpreis durch falsche oder unzureichende Wertermittlung zu zahlen (Preisrisiko). Zum anderen können sich die erhofften Synergieeffekte nicht einstellen oder sogar negativ wirken, was auf einer Fehleinschätzung des erwarteten Wertpotentials des Kaufobjektes beruht (Prognoserisiko). Weiterhin besteht das Risiko einer mangelhaften Integration des Kaufobjektes im neuen Unternehmensverbund, insbesondere wenn dessen strategische Ausrichtung nicht mit der des Käuferunternehmens vereinbar ist (Realisierungsrisiko). 10 Darüber hinaus können Größenunterschiede oder k ulturelle Unterschiede, die insbesondere beim Kauf einer ausländischen Gesellschaft in Betracht kommen, Risiken darstellen und die spätere Integration des Kaufobjektes erschweren. 11
6 Vgl. Berens/Mertens/Strauch (2002), S. 42.
7 Vgl. Rockholtz (1999), S. 127.
8 Vgl. Keller (2002), S.18; Schierenbeck/Lister (2001), S. 311.
9 Vgl. Blex/Marchal (1990), S. 87.
10 Vgl. Keller (2002), S. 27.
11 Vgl. Matuschka (1990), S. 106 ff.
Arbeit zitieren:
Markus Linke, 2003, Financial Due Diligence - Risiken beim Unternehmenskauf frühzeitig erkennen, München, GRIN Verlag GmbH
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