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Inhaltsverzeichnis
Thema Seite
1. Einleitung 3
2. Definition Eifersucht 5
3. Normale und Pathologische Eifersucht 6
4. Emotionale Zustände bei Eifersucht 9
5. Aktivierungssituationen von Eifersucht in Partnerschaften 9
6. Eifersucht aus evolutionspsychologischer Perspektive 10
6.1 Prinzip der männlichen Eifersucht 12
6.2 Prinzip der weiblichen Eifersucht 13
6.3 Eifersucht als Präventivschlag 13
7. Produktives Umgehen mit der Eifersucht 14
7.1 Liebe im Modus des Habens 15
7.2 Liebe im Modus des Seins 16
7.3 Umgang mit dem Rivalen/der Rivalin 16
7.3.1 Beispiel für konstruktives Rivalisieren 18
8. Absichtlich hervorgerufene Eifersucht 20
8.1 Strategien der absichtlich hervorgerufenen Eifersucht 20
8.2 Gründe der absichtlich hervorgerufenen Eifersucht 21
9. Schluss 24
Literaturverzeichnis 25
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1. Einleitung
Warum werden wir Menschen eifersüchtig auf unsere Partner des anderen Geschlechts? Ergibt diese Eifersucht einen Sinn? Wie können wir mit der Eifersucht konstruktiv umgehen?
In dieser Hausarbeit gehe ich folgender Frage nach : Was ist der Sinn der normalen Eifersucht in einer heterosexuellen Partnerschaftlichen Beziehung in dem westlichen industrialisierten Kulturkreis?
In dieser Arbeit befasse ich mich mit der Eifersucht, die aus der Beziehung zum Partner gegenüber entspringt. Die Eifersucht, die durch die Liebe zu Objekten ausgelöst wird, ist nicht das Thema meiner Arbeit.
In allen Kulturen bestehen Regeln über sexuelle Kontakte. In den unterschiedlichen Kulturen wird jedoch Eifersucht auf unterschiedliche Weise erlebt. Das Kapitel “Eifersucht aus evolutionspsychologischer Perspektive“ betrifft die gesamte Menschheit. Alle übrigen Kapitel gelten nur für den westlichen industrialisierten Kulturkreis. Nachdem ich im zweiten Kapitel die Eifersucht definiert habe, grenze ich im dritten Kapitel die Normale von der Pathologischen Eifersucht ab. Darauf folgt das Kapitel vier , welches die innere Gefühlswelt des Eifersüchtigen zeigt. In Kapitel fünf beschreibe ich die Situationen, welche Eifersucht beim Partner auslösen.
Danach gehe ich auf die Frage ein, was der Sinn der Eifersucht ist. Ich betrachte den Sinn der Eifersucht aus drei Perspektiven : Im gesamten Kapitel sechs zeige ich, was die Eifersucht aus der Sicht der Evolutionstheorie für einen Zweck hat. Im ganzen Kapitel sieben erkläre ich, wie ein Mensch in der heutigen Zeit mit der Eifersucht produktiv umgehen kann, um sich selber weiterzuentwickeln. Schließlich verdeutliche ich in Kapitel acht den großen Nutzen der absichtlich hervorgerufenen Eifersucht für die Partnerschaft.
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Ich habe mich bei meinen Ausführungen auf die aktuellste Literatur und Daten von drei Psychologen gestützt. Diese Psychologen zählen in der Gegenwart zu den Spezialisten auf dem Gebiet der Eifersucht. Ihre Namen sind : Annette Schmitt, David M. Buss und Verena Kast.
Mit dieser Arbeit lege ich keinen Anspruch darauf, die zentrale Fragestellung umfassend zu beantworten. In Kapitel sieben zeige ich z.B. nur einen Teil der Möglichkeiten für produktives Umgehen mit der Eifersucht.
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2. Definition Eifersucht
In diesem Kapitel werde ich den Begriff Eifersucht definieren, um bei ihnen ein tieferes Verständnis meiner Fragestellung zu bewirken. Ich stütze mich dabei auf die Definitionen von drei Psychologen, welche auf dem Gebiet der Eifersucht große Kompetenz aufweisen. Annette Schmitt ist als Diplompsychologin in der Lehre in den Bereichen Emotion und Kommunikation an der Universität Oldenburg tätig ( Schmitt,2000,S.2). Sie definiert Eifersucht folgendermaßen: „Eifersucht ist eine Reaktion auf den Verlust des Liebespartners an eine andere Person - . . . .“ (Schmitt,2000,S.53) David M. Buss ist Professor für Psyc hologie an der University of Texas in Austin. Er hat auf den Gebieten Sexualität, Gefühle und Strategien der Partnerwahl intensiv geforscht (Buss,2000/2003,S.2). Seine erste Definition der Eifersucht lautet, dass Eifersucht ein Gefühl von Missfallen ist, dass sich entweder als Angst vor dem Verlust des Partners äußert oder als Unbehagen über eine reale oder eingebildete Erfahrung, welche der Partner mit einer dritten Person hatte. (Buss,200/2003,S.46) Verena Kast promovierte in Jungscher Psychologie und is t Professorin und Dozentin an der Universität Zürich. Sie schreibt, dass die Angst vor dem Verlust des Partners sich zu leidenschaftlichem Hass steigern kann. In der Eifersucht hassen wir den Menschen, den wir gleichzeitig lieben. Wir werden zwischen Hass und Liebe hin- und hergerissen. (Kast,2002,S.157f.)
Kast schreibt : „Eifersucht stellt sich in Situationen ein, in denen drei Menschen beteiligt sind oder zwei Menschen und ein attraktives Gut. Es geht also immer in irgendeiner Weise um eine Dreiecks-Situa tion.“ (2002,S.158) Buss fügt eine weitere Definition hinzu. Nach dieser Definition ist Eifersucht ein Zustand, welcher durch eine wahrgenommene Bedrohung einer wertvollen Beziehung oder
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Stellung hervorgerufen wird. Menschen verspüren selten Eifersucht, wenn eine lockere Bekanntschaft oder eine vorübergehende Verbindung gefährdet ist. (Buss,2000/2003,S.46 f.)
Eifersucht motiviert ein Verhalten, welches die Bedrohung einer wertvollen Beziehung oder Stellung bekämpfen soll. Eifersucht ist damit eine Reaktio n auf die Bedrohung einer wertvollen Beziehung. Eifersucht führt zu Handlungen, die zum Problemlösen beitragen sollen. (Buss,2000/2003,S.46 f.) Buss erklärt, dass Eifersucht eine vergängliche Erfahrung und kein durchgehend andauernder Kummer ist. (2000/2003,S.46 f.)
Bei Eifersucht befürchten wir, dass eine Person uns etwas wegnimmt, was uns in der Phantasie oder in der Realität gehört. Mit dem Gefühl der Eifersucht verbinden wir die Vorstellung dass das, was anscheinend uns gehört oder worauf wir meinen, dass es uns zusteht, verloren haben. (Kast,2002,S.158)
Kast zeigt eine weitere Möglichkeit der Eifersucht. Stellen sie sich vor, dass Person A sich in seinen Träumen und Wünschen eine von ihm ersehnte Beziehung vorstellt und keine Vorkehrungen trifft, diese Vision zu erreichen. Wenn er Person B trifft, welcher diese Beziehung zustande gebracht hat, so kann Person A darauf eifersüchtig reagieren. (Kast,2002,S.158)
3. Normale und Pathologische Eifersucht
In diesem Kapitel erkläre ich den Unterschied zwischen normaler und krankhafter Eifersucht. Diese Unterscheidung ist aus folgendem Grund wichtig. Ich gehe in dieser Arbeit der Fragestellung nach, was der Sinn der Eifersucht in einer normalen heterosexuellen partnerscha ftlichen Beziehung ist.
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Es gibt einen fließenden Übergang zwischen normaler Eifersucht und Eifersucht als psychische Störung. Es gibt drei Gründe für die Schwierigkeit, normale von der krankhaften Eifersucht zu unterscheiden.
Der erste Grund ist der, dass Normalität ein Begriff mit fließenden Grenzen ist. Es existieren keine objektiven Kriterien für normales und gestörtes Verhalten. Normal ist, was der Norm entspricht. Norm wird erklärt als vernünftige und nachvollziehbare Handlungsweisen, welche die Mehrheit einer kulturellen Gemeinschaft vertritt. Normen geben nur Verhaltensrichtlinien vor und sind keine Verhaltensregeln. Normen werden von einer Gesellschaft unterschiedlich ausgelegt. (Schmitt,2000,S.54) Es folgt ein Beispiel für diese Unterschiedliche Auslegung: Eine Frau reagiert eifersüchtig auf ihren Mann, weil er mit einer alten Freundin zum Abendessen aus war. Ein Mensch, der eine traditionelle Sicht der Ehe besitzt, beurteilt diese Eifersuchtsszene als berechtigt. Zu einer Ehe gehört für den traditionellen Typen, dass keiner der Partner mit einer Person des anderen Geschlechts ausgeht. (Schmitt,2000,S.54) Eine Person der liberalen Auffassung wertet das Verhalten der eifersüchtigen Frau als übertrieben. Der liberale Typ argumentiert, dass der Mann die Ehefrau nicht betrogen hat und dass es an einer Verabredung allein nichts Schlimmes gibt. (Schmitt,2000,S.54 f.) Der zweite grund, normale von krankhafter Eifersucht zu trennen, ist der, dass es Situationen gibt, welche nicht eindeutig die Treue des Partners beweisen. Es ist problematisch, begründete und unbegründete Eifersucht deutlich zu erkennen. Therapeutisch arbeitende Psychologen und Psychiater unterscheiden normale und pathologische Eifersucht danach, ob sie einen vernünftigen, nachvollziehbaren Anlass hat oder nicht. (Schmitt,2000,S.55)
Schmitt zeigt ein Beispiel für unbegründete Eifersucht einer Ehefrau: Ihr Mann kommt regelmäßig nach Feierabend 15 Minuten zu spät nach Hause. Er begründet es damit,
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Arbeit zitieren:
Harun Salman, 2003, Sinn der Eifersucht, München, GRIN Verlag GmbH
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