Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
1 Einführung in die Kaizen-Philosophie 3
1.1 Kaizen in Japan und Kontinuierliche Verbesserung in Europa 3
1.2 Die Bedeutung von Kaizen 3
1.3 Die Ziele von Kaizen 3
1.4 Unterschiede und Wechselwirkung von Kaizen und Innovation 4
1.5 Die Geschichte von Kaizen 5
2 Kaizen baue Qualität in den Prozess 6
2.1 Prozessorientierte Verbesserungen mit Kaizen 6
2.2 Kaizen als Unternehmenskultur 6
2.2.1 Kaizen Philosophie als Verhaltensweise im Arbeitsleben 6
2.2.2 Probleme als Chancen für Verbesserung erkennen 6
2.2.3 Einbeziehung aller Mitarbeiter in den Verbesserungsprozess 7
2.3 Kaizen und Qualitätsmanagement 8
3 Umsetzung von Kaizen im Unternehmen 9
3.1 Interne Kunden-Lieferanten Beziehungen 9
3.2 Methoden zur Umsetzung von Kaizen im Unternehmen 9
3.2.1 Der PDCA-Kreis zur Steigerung der Kundenzufriedenheit 9
3.2.2 Standardisierung zur Verbesserung von Arbeitsabläufen 10
3.2.3 Kleingruppenarbeit in Qualitäts-Zirkeln 10
3.2.4 Six Sigma-Verbesserungsmethodik zur Fehlereliminierung 10
3.2.5 Teian Japanisches Vorschlagswesen 11
Anhang A 13
Anhang B 14
Abkürzungsverzeichnis 16
Abbildungsverzeichnis 17
Literaturverzeichnis 18
17.11.04 Kaizen und KVP Seite 2 von 18
als wichtiges Instrument im Qualitätsmanagement
1 Einführung in die Kaizen-Philosophie
1.1 Kaizen in Japan und Kontinuierliche Verbesserung in Europa
Wie kommt es, dass westliche Firmen Bahnbrechende Entwicklungen vorstellen und die asiatische Konkurrenz die marktfähigeren Produkte daraus entwickelt? Das Erfolgsrezept ist eine bereits vor hundert Jahren begonnenes und in Japanischen Unternehmen weit verbreitetes Konzept: Kaizen 1 . In Europa machte diese Philosophie seit Anfang der 90er Jahre unter dem Namen Continuous Improvement (CIP) bzw. Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP) Schlagzeilen. 2
1.2 Die Bedeutung von Kaizen
„ Es soll kein Tag ohne irgendeine Verbesserung im Unternehmen vergehen“ 3
KAIZEN setzt sich aus den japanischen Wörtern KAI = Veränderung und ZEN = gut,
besser zusammen und bedeutet „die Veränderung zum Besseren“. In einem Unternehmen, das Kaizen bzw. KVP eingeführt hat, wird immer daran gearbeitet, durch die Umsetzung von Verbesserungsvorschlägen die Qualität von Arbeit und Produkten schrittweise zu verbessern. Kaizen bzw. KVP ist also ein nicht endender, kontinuierlich ablaufender Prozess. 4 Die Verbesserungsideen werden von allen Mitarbeitern des Unternehmens – Geschäftsführung, Management und Arbeitern – entwickelt und von den Mitarbeitern an ihrem Arbeitsplatz in die Praxis umgesetzt. 5 Zusammengefasst bedeutet Kaizen die Kontinuierliche Verbesserung in kleinen Schritten unter Einbezug aller Mitarbeiter 6
1.3 Die Ziele von Kaizen
„Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein“ 7 Der Kunde entscheidet sich für das Produkt, welches seinen Wünschen und Anforderungen entspricht. Kaizen fordert daher absolute Kundenorientierung, dass alle Verbesserungen von Produkten und Geschäftsprozessen zu mehr Kundenzufriedenheit führen. 8
1 Imai, Kaizen, S. 22
2 Kamiske und Brauer, Qualitätsmanagement von A – Z, S. 63 3 Imai, Kaizen S. 24 4 Imai, Kaizen, S. 47ff 5 Imai, Kaizen, S. 245 6 Imai, Kaizen, S. 15 7 Linß, Qualitätsmanagement für Ingenieure, S. 423 8 Binner, Prozessorientierte TQM-Umsetzung, S. 150 und Imai, Kaizen, S. 78ff 17.11.04 Kaizen und KVP Seite 3 von 18
Der Kunde fordert günstige Produkte in höchster Qualität und in möglichst kurzer Lieferzeit. Die drei Erfolgsfaktoren eines Unternehmens sind deshalb Qualität, Preis und Liefertreue 9 . Anforderungen von Kunden an ein Produkt unterliegen heute einem ständigen Wandel. Ein Unternehmen, das langfristig am Markt überleben möchte, muss günstigere und qualitativ bessere Produkte als die Konkurrenz anbieten und schneller auf geänderte Anforderungen des Kunden reagieren.
Ziel von Kaizen ist daher die kontinuierliche Steigerung der Kundenzufriedenheit durch kontinuierliche Qualitätssteigerung, Senkung der Produktionskosten und kürzere Entwicklungs- bzw. Durchlaufzeiten. 10
1.4 Unterschiede und Wechselwirkung von Kaizen und Innovation
Kaizen und Innovation sind beides Veränderungsprozesse, mit denen Fortschritte erzielt werden. Sie unterscheiden sich in der Vorgehensweise.(vgl. Anhang A, Abb. 1) Während die Weiterentwicklung durch Innovation in sehr großen, sprunghaften Schritten erfolgt (vgl. Anhang B, Abb. 2), erfolgt sie bei Kaizen in kontinuierlichen, kleinen Schritten (vgl. Anhang B, Abb.3). Durch Innovationen werden große Fortschritte erreicht, die große Vorteile gegenüber der Konkurrenz zu Folge haben.
Um bedeutsame Innovationen verwirklichen zu können sind hohe Investitionen, die neueste Technologie und hoch qualifiziertes Personal erforderlich. Verbesserungen durch Kaizen kann mit einfachen Mitteln, ohne großen Einsatz von Geld und Technologie durchgeführt werden. 11 Obwohl es auf den ersten Blick so aussieht, als sind Kaizen und Innovation Gegensätze, können beide kombiniert werden um den Erfolg des Unternehmens zu steigern. Wie bei jedem System findet mit der Zeit auch bei einem durch Innovation aufgebautem System eine Verschlechterung statt (vgl. Abb. 4). Deshalb darf sich ein Unternehmen nicht mit dem eigenen Erfolg zufrieden stellen, sondern muss versuchen das erreiche Niveau durch den kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu halten oder gar zu steigern (vgl. Anhang B, Abb.5).
Maskaai Imai sagt, dass das Fehlen einer Philosophie der Verbesserung das krasseste und signifikanteste Versäumnis des westlichen Managements von heute ist. 12
9 Linß, S. 15
10 Binner, Prozessorientierte TQM-Umsetzung, S. 150 und Imai, Kaizen, S. 19 und S. 78ff 11 Steinbeck, CIP – Kaizen – KVP, S. 37ff 12 Imai, Kaizen, S. 49 - 54 17.11.04 Kaizen und KVP Seite 4 von 18
1.5 Die Geschichte von Kaizen
Der automatische Produktionsstopp wurde bereits 1902 in der Produktion von Toyoda Automatic Loom Works (später Toyota Motor Co.) eingeführt. So bald ein Arbeiter ein Fehler am Produkt entdeckt, stoppt er durch Ziehen an einer Reißleine das Band. Es bleibt so lange stehen, bis die Fehlerursache ermittelt, behoben und idealerweise ein System zur künftigen Vermeidung des Fehlers eingeführt wurde. Eine bessere Produktqualität war also von Anfang an Ziel der Kaizen-Philosophie.
Nach dem zweiten Weltkrieg führte Deming die von ihm entwickelte Philosophie der kontinuierlichen Verbesserung in japanischen Unternehmen ein. 13 In den folgenden Jahrzehnten wurden weitere Methoden wie zum Beispiel Jidoka, Just-In-Time-Produktion zur Steigerung von Produktqualität, Reduzierung der Durchlaufzeit und Senkung der Produktionskosten entwickelt. 14
Die japanischen Bestrebungen zur Verbesserung von Produktqualität fasste Masaaki Imai zum ersten Mal 1986 in einem Konzept zusammen und gab ihm mit seinem Werk „KAIZEN – Der Schlüssel zum Erfolg im Wettbewerb“ den heute bekannten Namen. 15
In Europa wurde KVP erstmals 1990 mit dem Opel-Produktionssystem bei der Opel Eisenach GmbH eingeführt. Die kontinuierliche Verbesserung ist als eines von fünf Prinzipien grundlegender Bestandteil des Produktionssystems. 16
13 Binner, Prozessorientierte TQM-Umsetzung, S. 31
14 o.V., Making Things: The Essence and Evolution of the Toyota Production System 15 Imai, Kaizen, S. 11 16 o.V., Spitzenklasse in puncto Produktivität, www.eisenachonline.de 17.11.04 Kaizen und KVP Seite 5 von 18
Quote paper:
Yvonne Kirner, Ahmet Palaz, 2003, Kaizen und KVP als wichtiges Instrument im Qualitätsmanagement, Munich, GRIN Publishing GmbH
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