Inhalt
Abkürzungsverzeichnis 2
1 Einleitung 3
2 Begriffsbestimmungen und Vorbemerkungen 4
3 Sozialpädagogische Familienhilfe 4
3.1 Entstehungsgeschichte 4
3.2 Aufgaben Organisation und Methoden 5
3.3 Vor und Nachteile der Sozialpädagogischen Familienhilfe 8
4 Die Beziehung des Familienhelfers zu der Familie 9
4.1 Anforderungen an die Qualifikation des Familienhelfers 9
4.1.1 Berufserfahrene Fachkräfte mit Zusatzqualifikation 10
4.1.2 Fachkräfte ohne Zusatzqualifikation 10
4.1.3 Ehrenamtliche Fachkräfte 11
4.1.4 Ehrenamtliche Laienkräfte 11
4.2 Anforderungen an die Persönlichkeit des Familienhelfers 11
4.2.1 Beziehungsfähigkeit 11
4.2.2 Vorbild und Identifikation: Lernen am Modell 13
4.2.3 Geduld und Zuverlässigkeit 14
4.2.4 Kooperationsbereitschaft 14
4.2.5 Der Familienhelfer als Wegbegleiter 15
4.3 Ba lance von Distanz und Nähe 16
5 Reflexion Fazit 20
Literaturverzeichnis 22
Abkürzungsverzeichnis
ABM Arbeitsbeschaffungsmaßnahme
Aufl. Auflage
BMFSFJ Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
bzw. beziehungsweise
ca. circa
d.h. das heißt
DJI Deutsches Jugendinstitut
ebd. ebenda
etc. et cetera
f., ff. folgend(e, en, er), fortfolgend(e, en, er)
Hrsg. Herausgeber
i.d.R. in der Regel
KJHG Kinder- und Jugendhilfegesetz
S. Seite(n)
SGB VIII Sozialgesetzbuc h, Achtes Buch (Kinder- und Jugendhilfe)
SPFH Sozialpädagogische Familienhilfe
u.a. und andere oder unter anderem
vgl. vergleiche
z.B. zum Beispiel
z.T. zum Teil
zit. n. zitiert nach
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1 Einleitung
Die vorliegende Hausarbeit handelt von der Sozialpädagogischen Familienhilfe und der Beziehung des Familienhelfers zu der Familie. Sie hat nicht den Anspruch, die gesamte Thematik darzustellen, sie soll einen Überblick zum Thema liefern. Ich habe mich für dieses Thema entschieden, weil mich insbesondere die Beziehung des Familienhelfers zu der Familie näher interessiert, da ich sie für die Arbeit in der Sozialpädagogischen Familienhilfe als sehr wichtig ansehe. Das Thema wurde im Blockwochen- und Methodenseminar „Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH)“ zwar hier und da angesprochen, aber aus Zeitgründen konnte leider nicht ausführlicher darauf eingegangen werden. Zunächst werden die beiden Begriffe „Sozialpädagogische Familienhilfe“ und „Beziehung“ bestimmt. Im dritten Kapitel wird die Sozialpädagogische Familienhilfe skizziert. Zuerst wird die Entstehungsgeschichte kurz vorgestellt, anschließend richtet sich der Blick auf die Aufgaben, Organisation und Methoden und abschließend auf die Vor- und Nachteile der Sozialpädagogischen Familienhilfe. Das vierte Kapitel handelt von der Beziehung des Familienhelfers zu der Familie. Zunächst werden die Anforderungen an die Qualifikation des Familienhelfers nachgezeichnet und es wird auf die berufserfahrenen Fachkräfte mit Zusatzqualifikation, Fachkräfte ohne Zusatzqualifikation, ehrenamtlichen Fachkräfte und ehrenamtlichen Laienkräfte näher eingegangen. Dann werden die Anforderungen an die Persönlichkeit des Familienhelfers beleuchtet und es wird auf „Beziehungsfähigkeit“, „Vorbild und Identifikation: Lernen am Modell“, „Geduld und Zuverlässigkeit“, „Kooperationsbereitschaft“ und „Der Familienhelfer als Wegbegleiter“ als wichtige Persönlichkeitsmerkmale des Familienhelfers ausführlicher eingegangen. Abschließend des letzten Kapitels wird die Balance von Distanz und Nähe besonders fokussiert. Hauptsächlich stützt sich diese Hausarbeit auf die Werke zur Sozialpädagogischen Familienhilfe von Marga Rothe (1999), Richard Günder (1999) und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (1999).
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2 Begriffsbestimmungen und Vorbemerkungen
In diesem Kapitel werden die Begriffe „Sozialpädagogische Familienhilfe“ und „Beziehung“ bestimmt. Auf den Familienhelfer und dessen Anforderungen an die Qualifikation und Persönlichkeit wird im vierten Kapitel ausführlich eingegangen. „SPFH ist eine ambulante, intensive und längerfristig angelegte Maßnahme zur Hilfe der Erziehung. Der Schwerpunkt der SPFH liegt in der Unterstützung und Stärkung der Erziehung innerhalb der Familie. Mit Hilfe einer kompetenten, von außen kommenden Person – der Familienhelferin – soll die Familie entstandene Probleme unter Nutzung der vorhandenen Ressourcen selbständig lösen, wobei die Beachtung der sozioökonomischen und sozioökologischen Lebensbedingungen wichtige Komponenten der Arbeit darstellen“ (Blömer/ Garz 1994/ zit. n. Stimmer/ van den Boogaart/ Rosenhagen (Hrsg.) 1994, S. 473). Beziehung ist eine „durch Verhalten oder Einstellung konstituierte, positional (Arzt – Patient) oder personal (A mag B) motivierte Verbindung zwischen mindestens zwei Personen. (...) In der Sozialen Arbeit stellt die helfende Beziehung als spezifische Form professioneller Beziehung zentrale Voraussetzung und zentrales Medium der Arbeit dar“ (Stimmer/ van den Boogaart/ Rosenhagen (Hrsg.) 1994, S. 77).
Im folgenden Text wird der Einfachheit halber für „Sozialpädagogische Familienhilfe“ die Abkürzung „SPFH“ gebraucht und „Familienhelfer“ überwiegend als männliche Ausdrucksform verwendet.
Die SPFH ist Inhalt des nächsten Kapitels. Besonders fokussiert werden soll die Entstehungsgeschichte, die Aufgaben, Organisation und Methoden und abschließend des dritten Kapitels die Vor- und Nachteile der SPFH.
3 Sozialpädagogische Familienhilfe
3.1 Entstehungsgeschichte
Den Anstoß für die Einrichtung der SPFH gaben die Ende der 60er Jahre geführten Diskussionen um die Heimerziehung, u.a. die Frankfurter Heimkampagne. 1969 führte die `Berliner Gesellschaft für Heimerziehung´ die erste SPFH durch. 1971/72 richtete das Jugendamt Kreuzberg als erstes Jugendamt mit eigener Konzeption die SPFH ein. 1978
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hatte sich die SPFH in allen zwölf Jugendämtern in West-Berlin etabliert. 1977 setzte die Institutionalisierung der SPFH im Bundesgebiet ein. Im `Modellversuch zur Vorbereitung der Jugendhilferechtsreform´ wurden Projekte bei den Caritasverbänden Ibbenbüren und Rheine sowie dem Diakonischen Werk in Kassel aus Mitteln des Bundesjugendplans gefördert. Die quantitative Ausweitung dieser Hilfeform für Familien war zunächst begrenzt. 1980 hatten ca. 10% aller Jugendämter die SPFH in ihrem Leistungsangebot. Fünf Jahre später, 1985, wurde die SPFH bereits in 52% aller Jugendamtsbezirke durchgeführt. Dies geschah z.T. in Zusammenarbeit mit freien Trägern der Wohlfahrtspflege. Seit Inkrafttreten des KJHG am 1. Januar 1991 ist die SPFH gesetzlich verankert. Im Abschnitt vier, `Hilfe zur Erziehung´, erfasst der § 31 die SPFH wie folgt (vgl. Blömer/ Garz 1994/ nach Stimmer/ van den Boogaart/ Rosenhagen (Hrsg.) 1994, S. 473-474): „Sozialpädagogische Familienhilfe soll durch intensive Betreuung und Begleitung Familien in ihren Erziehungsaufgaben, bei der Bewältigung von Alltagsproblemen, der Lösung von Konflikten und Krisen sowie im Kontakt mit Ämtern und Institutionen unterstützen und Hilfe zur Selbsthilfe geben. Sie ist in der Regel auf längere Dauer angelegt und erfordert die Mitarbeit der Familie“ (Sozialgesetzbuch (SGB), Achtes Buch (VIII), Kinder- und Jugendhilfe 2003. In: Gastiger Gesetzestexte für Sozialarbeit und Sozialpädagogik 2003, S. 19).
3.2 Aufgaben, Organisation und Methoden
Die SPFH ist ein intensiv begleitendes Angebot für Alleinerziehende, Familien, Familien bei und nach Trennung und Scheidung sowie junge Eltern. Die Betroffenen müssen Bereitschaft zeigen, sich in Konfliktsituationen beraten zu lassen und Hilfe anzunehmen. Diese beratende Hilfestellung und Begleitung wird besonders bei Schwierigkeiten und Problemen notwendig (vgl. Günder 1999, S. 86-87)
(1) „in Erziehungsfragen
beispielsweise zum Auffangen von Entwicklungsstörungen der Kinder und Jugendlichen, zu Veränderungen bei auffälligen Verhaltensformen und zur Lösung von Krisen zwischen Eltern und Kindern,
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Quote paper:
Melanie Winzer, 2004, Sozialpädagogische Familienhilfe und die Beziehung des Familienhelfers zu der Familie, Munich, GRIN Publishing GmbH
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