Inhalt
1NFORMATIONS - FLUT
Vorwort. 5
INFORMATIONS QUELLEN gezielt nutzen
B örsen Nachrichten
Meldungen - Berichte - Kurse - Diagramme - Charts. 6
Print Medien
Überregionale Zeitungen - Wirtschaftszeitungen. 9
Online Ausgaben. 13
B örsenzeitschriften - Wirtschaftsmagazine. 14
B örsenbücher. 18
B örsenbriefe - Newsletter. 21
Elektronische Medien
H örfunk. 26
Fernsehen - Videotext. 27
Faxdienste - Hotlines. 32
Videos - Kassetten - CDs. 34
Internetportale - Communities - Foren - Chats 35
B örsensoftware. 39
Events
Hauptversammlungen. 42
Vorträge - Seminare. 45
B örsenbesuche - Messebesuche - Anlegerreisen. 48
B örsenspiele - Musterdepots. 50
B örsenstammtische - Investmentclubs. 52
B örsennotierte Unternehmen
Publizit ät - Investor Relations. 55
Gesch äftsberichte - Jahresabschlüsse. 57
Bilanzen - Gewinn- und Verlustrechnungen. 59
Kennzahlen. 64
Quartalsberichte - Halbjahresberichte. 71
Ad -hoc Meldungen. 73
Emissionsprospekte - Verkaufsprospekte. 76
Aktion ärsmitteilungen - Aktionärsbriefe. 79
B örsen
Handelssysteme - Börsenplätze. 81
Marktsegmente - Indizes. 84
Kurszettel -Börsenberichte. 87
B örsenumfeld
Konjunkturen - Konjunkturprognosen. 90
Indikatoren - Statistikwerte - Kennzahlen. 93
Privates Umfeld 91
Banken
Anlageberatungen. 98
Analystenempfehlungen. 104
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Fondsgesellschaften Investrnentzertifikate - Fonds.....108 Rating - Ranking.....113 Kennzahlen Indizes - Informationen.....116 Fondsprospekte - Fondsberichte.....123 Kauf - Verwa1tung.....124 Kosten - Gebühren.....128
Anleihe Emittenten Anleihen.....131 Anleihe Rating.....136 Kennzahlen - Information - Kauf.....138
Wertpapier Analysen
Globalanalysen - Branchenanalysen - Einzelwertanalysen.....141 Chartanalysen - Indikatorenanalysen.....144 Depot Kennzahlen.....148 Depot Strategien.....151
FALSCH - INFORMATIONEN erkennen Mangelhafte Aufklärung - Fehlerhafte Beratung.....154 Börsenprospekt-, Hauptversammlungs-, Internet- Falschinformationen.....158 Verstöße gegen Ad-hoc Mitteilungen - Insidergeschäfte.....160 Manipulierte Wertpapieranalysen.....163 Bilanzfälschungen.....166 Anlagebetrug.....170 Anlegerschutz.....173
UMGANG mit INFORMATIONEN Abschließende Rat(h)schläge.....178 AUTOR.....179
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INFORMATIONS-QUELLEN gezielt nutzen
Börsen Nachrichten
Meldungen - Berichte - Kurse - Diagramme - Charts Nachrichten Grundlagen aller Börseninformationen sind Nachrichten in Worten, Zahlen, Grafiken und Bildern. Übermittelt werden Nachrichten als Meldungen und Berichte, Bilder und Filme oder Zahlenangaben. Besonders Zahlenwerte spielen als Informationsquelle an der Börse eine wichtige Rolle, z. B. Kurse, Preise als Kurse in Euro bei Aktien und in Prozent bei Anleihen, als Preise bei Fonds sowie bei Dividenden und Kennzahlen. Nachrichten sollen vollständig, objektiv und verständlich sein. Anforderungen an die Vollständigkeit werden durch die Beantwortung der folgenden W-Fragen erfüllt: was geschah (Ereignis)?, wo (Ort)?, wann (Zeit)?, warum (Grund)?, wie geschah etwas (Begleitumstände)? und wer und was waren beteiligt (z. B. Personen)? Verständlichkeit kann erreicht werden durch eine Sprache, die klar, kurz und treffend im Ausdruck ist und nicht ständig ein Nachschlagewerk erfordert. Für Wirtschaftsjournalisten ist diese Forderung nicht leicht zu erfüllen, da sie oft komplizierte wirtschaftliche Sachverhalte darzustellen haben und sich dabei bestimmter Fachausdrücke bedienen müssen, die nicht täglich neu erklärt werden können. Die Objektivität einer Meldung ist gewährleistet durch sachlich, wahrheitsgemäße Aussagen, die frei von Wertungen sind. Berichte Im Bericht werden einer Nachricht weitere - für das Thema wichtige - Informationen hinzugefügt, Zusammenhänge hergestellt und Hintergründe aufgezeigt. In Kommentaren werden persönliche Meinungen vertreten zu bestimmten Nachrichten und Themen, die erläutert und kritisch bewertet werden. Kurze Kommentare, die auch polemisch abgefasst sein können, bezeichnet man als Glossen. Eine Kolumne ist ein kurzer Meinungsartikel, der regelmäßig unter gleicher Überschrift und an gleicher Stelle erscheint.
Der umfangreiche Kommentar zum wichtigsten Tagesthema ist der Leitartikel. Er ist die wichtigste Meinungsäußerung und wird mit vollem Namen gekennzeichnet. Eine Reportage kann Nachricht und Kommentar beinhalten und gibt neben Fakten auch Stimmungen wieder. Der wichtigste Bericht wird als Aufmacher bezeichnet. Er behandelt das Thema des Tages oder der Woche. Früher wurden Nachrichten ausschließlich in Form einerdem zeitlichen Ablauf folgenden - Schilderung dargeboten. Heute werden die Inhalte der Nachrichten nach ihrer Wichtigkeit geordnet, dargestellt in Form einer umgedrehten Pyramide. Im ersten Absatz, der oft optisch herausgehoben wird, ist das wichtigste aus dem gesamten
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Inhalt der Nachricht in wenigen Sätzen zusammengefasst. Hier ist die Informationsdichte am größten. Die folgenden Lead-Stil Absätze beinhalten Einzelheiten und Erläuterungen. Für Leser hat dieser sog. Lead-Stil den Vorteil, dass er sich vorab schnell über den wichtigsten Inhalt informieren kann. Eine wichtige Rolle spiele auch Überschriften. Die Leser können bereits anhand der Überschrift entscheiden, ob sie einen bestimmten Beitrag lesen oder nicht. Oft besteht eine Überschrift aus mehreren Teilen: eine Dachzeile, einer Hauptzeile (Schlagzeile) - die als Blickfang dient und möglichst treffend auf den Inhalt hinweisen sollsowie einer Unterzeile, in der bereits wichtige Einzelheiten genannt werden.
Der Wert von Informationen kann u. a. daran gemessen werden, ob einwandfreie Trennungen zwischen Nachrichten und Kommentaren vorgenommen werden. Einige Zeitungen trennen Nachrichten und Kommentare bereits äußerlich sichtbar voneinander, wie die FAZ mit einer senkrecht über die ganze Seite verlaufenden Linie zwischen der vierten und fünften Spalte auf der ersten Wirtschaftsseite. Aus einer Nachricht soll auch hervorgehen, ob sie von einer Nachrichtenagentur (z. B. vwd = Vereinigte Wirtschaftsdienste) oder von einem eigenen Mitarbeiter (Autorenkennzeichen) stammt. Diagramme Während Tabellen nur Zahlenwerte enthalten, werden Werte in Schaubildern (Diagrammen) mit Säulen, Feldern oder Linien (Graphen) optisch anschaulich dargestellt. Dafür verwendet man Kreise oder Systeme mit zwei Achsen: Flächenstreifen-Schaubilder, auch Säulen- oder Balkenschaubilder genannt, zeigen gut zeitliche Änderungen wirtschaftlicher Größen an. Soll eine Veränderung besonders herausgestellt werden, beginnt der Maßstab auf der senkrechten Achse nicht bei Null, sondern höher oder tiefer.
Kreis-Schaubilder eignen sich vor allem zur übersichtlichen Darstellung der Aufteilung eines Ganzen in seine Anteile. Die Größe der Kreissektoren wird entsprechend den gegebenen Prozentsätzen berechnet: 100 Prozent = 360 Grad (Vollkreis); 52 Prozent = 360 °:100 x 52 = 187,2 Grad Linien-Schaubilder zeigen Funktionen. In der Wirtschaft sind Größen oft voneinander abhängig. Diese Abhängigkeit bezeichnet man als Funktion. Funktionen werden im Koordinatensystem dargestellt, die waagerechten und senkrechten Achsen werden dabei mit entsprechenden Charts Maßstäben versehen.
Charts sind spezielle Börsenschaubilder, die in grafischer Form die Entwicklung von Wertpapierkursen oder Indizes aufzeigen. Charts sind meistens so aufgebaut, dass auf der waagerechten Achse der Zeitablauf dargestellt wird und auf der senkrechten Achse die Kurshöhe. Wenn langfristige Kursbewegungen von Interesse sind, wird die Zeiteinheit
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entsprechend groß gewählt, z. B. Monate oder Vierteljahre. Bei Charts unterscheidet man Liniencharts und Balkencharts. Liniencharts berücksichtigen nur einen Kurs und ergeben daher eine durchgehende, übersichtliche Linie. In Balkencharts können mehrere verschiedene Kurse wie Eröffnungs-, Höchst-, Tiefst- und Schlusskurse gleichzeitig dargestellt werden.
Für die Analyse und Prognose von Kursverläufen benötigt man Chartbilder, die uneinheitliche und unübersichtliche Kursbewegungen im Trend klarer anzeigen. Hierzu werden gleitende Durchschnitte aufgetragen, die aus Mittelwerten berechnet werden. Durch die fortlaufende Eintragung der Mittelwerte - berechnet aus der Summe der Kurswerte dividiert durch die Anzahl der Kurse - ergibt sich eine Linie mit entsprechendem Trend für eine Zeitperiode von z. B. 200 Tagen. Im Kapitel Chartanalysen wird das Thema ausführlich behandelt.
Der redaktionelle Teil von Wirtschaftszeitungen, Börsenzeitschriften und Börsenbriefen wird ergänzt durch Anzeigen. Verlage sind auf das Anzeigengeschäft angewiesen: Zeitungen erwirtschaften i. d. R. über 50 % ihrer Einnahmen aus Anzeigen, d. h. diese Zeitungen wären ohne Anzeigen doppelt so teuer. Finanzanzeigen Für Anleger sind besonders Finanzanzeigen informativ. Unternehmen zeigen Aktien- und Anleiheemissionen an, geben Firmenübernahmen und Fusionen bekannt, laden zu Hauptversammlungen ein, veröffentlichen ihre Geschäftsbereichte, Bilanzen, Dividendenzahlungen undnach Vorschrift des Börsengesetzes - mehrseitige Finanzprospekte.
Gefahr besteht, dass kleine Verlage z. B. von Börsenbriefen als „Gegenleistung“ für geschaltete Anzeigen spezielle Mitteilungen und Berichte von Presseabteilungen einzelner Unternehmen komplett übernehmen bzw. umschreiben oder direkte und indirekte Empfehlungen aussprechen für Wertpapierkäufe. Oft werden in Anzeigen Anschriften angegeben, bei denen Anleger zusätzliche Informationen anfordern können. Rat(h)schläge - Prüfen Sie die strikte Trennung von Nachrichten und Kommentaren und ob Kolumnen und Meinungen als solche gekennzeichnet sind.
- Achten Sie bei allen Nachrichten, Berichten, Zahlen und Grafiken auf die Quelle.
- Überblättern Sie die Finanzanzeigen nicht, sondern suchen Sie nach interessanten Informationen. TOP-Rat(h)schlag - Achten Sie bei Grafiken und Charts besonders auf die Maßstäbe!
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Print Medien
Überregionale Zeitungen -Wirtschaftszeitungen
Bei einer Umfrage von Infratest - zu Informationsquellen für Geldentscheidungen lagen Zeitungen mit 42 % an 1. Informationsquelle Zeitung
Stelle. Viele private Anleger nutzen den Wirtschaftsteil der Zeitung für ihre Börseninformationen. Kurzinformationen und aktuelle Meldungen werden in den elektronischen Medien zwar schneller - teilweise in Echtzeit - verbreitet, für eine erfolgreiche Anlageentscheidung ist aber entsprechendes Hintergrundwissen erforderlich. Dieses Know-how erhalten Anleger durch Berichte und Kommentare zur Lage der Gesamtwirtschaft, zu speziellen Branchen, einzelnen Unternehmen und zum Börsengeschehen. Durch diese Informationen kann der Anleger wirtschaftliche Zusammenhänge und Abhängigkeiten erkennen und ihre Einflüsse, z. B. auf die Kurs- und Preisentwicklung einzelner Wertpapiere. Selbst Lokal- und Regionalzeitungen bringen die wichtigsten Wirtschaftsmeldungen vom Vortag und berichten speziell über die regionale Wirtschaft. In überregionalen Zeitungen gibt es separate Wirtschaftsteile. Eigene Wirtschaftsredakteure an den weltweit wichtigsten Börsen und Wirtschaftszentren sorgen für eine unabhängige, objektive Berichterstattung. Zusätzlich beziehen auch diese Zeitungen Nachrichten von nationalen und internationalen Presseagenturen wie Associated Press (AP), Reuters Ltd. (Reuter oder rtr), Deutsche Nachrichten-Agenturen
Presseagentur (dpa) oder den auf Wirtschaftinformationen spezialisierten Vereinigte Wirtschaftsdienste (vwd). Nach ihrer Verbreitung und ihrer eigenen Berichterstattung sind die wichtigsten überregionalen Tageszeitungen mit Wirtschaftsteil
umfangreichem Wirtschaftsteil die Süddeutsche Zeitung Überregionaler Tageszeitungen
(SZ), die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), Die Welt (DW) und die Frankfurter Rundschau (FR). Zu den speziellen Wirtschaftszeitungen, die auch vom Finanzamt als Werbungskosten anerkannt werden, gehören das Handelsblatt (HB), die Financial Times Deutschland (FT) und die Börsen-Zeitung. Diese 7 Zeitungen sind von der Wirtschaftszeitungen
Börsenzulassungsstelle als Börsenpflichtblatt anerkannt, in denen Unternehmen ihre nach dem Börsengesetz vorgeschriebenen Veröffentlichungen vornehmen müssen. Mit einem umfangreichen Wirtschaftsteil und den Wochenschluss-Kursen vom Freitag erscheinen sonntags die Welt am Sonntag, die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und als spezielle Anlegerzeitung Euro am Sonntag. In allen überregionalen Zeitungen sind die Wirtschaftsseiten zum sog. Wirtschaftsteil
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„Paket“ Wirtschaftsteil zusammengefasst. Dieses separate „Paket“ liegt hinter dem politischen Teil und kann mit einem Griff herausgenommen werden. Alle Zeitungen versuchen, ihren einmal gewählten Aufbau im Wirtschaftsteil beizubehalten, damit der Anleger die für ihn wichtigsten Nachrichten und Kurse - ohne lange zu suchen - auf Anhieb findet. Das schließt nicht aus, dass Wirtschaftsteile von Zeit zu Zeit aktualisiert, ergänzt und optisch übersichtlicher gestaltet werden. Wirtschaftsteil der FAZ In der FAZ besteht der Wirtschaftsteil aus den 2 Teilen Wirtschaft und Finanzmarkt. Auf der ersten Seite des „Pakets“ Wirtschaft stehen die wichtigsten Nachrichten, Berichte und Kommentare zum aktuellen Wirtschaftsgeschehen, zur Wirtschafts- und Währungspolitik sowie zur Konjunktur. Die Trennung zwischen Nachrichten und Meinungen ist konsequent durchgeführt: links zweispaltig Glossen und Leitartikel, rechts daneben vierspaltig - mit einer durchgehenden Linie abgetrennt - die Nachrichten. Die nächsten Seiten sind der Volks- und Weltwirtschaft vorbehalten. Einmal wöchentlich erscheinen Berichte über die internationalen Finanzmärkte und Wirtschaftsberichte der Auslandskorrespondenten. Es folgen mehrere Seiten mit Nachrichten und Berichten über Unternehmen und Branchen. Den Abschluss bildet Markt & Meinung mit Kommentaren zu den wichtigsten Berichten. Im „Paket“ Finanzmarkt stehen auf den ersten Seiten Berichte zu den nationalen und internationalen Börsen und Finanzmärkten sowie Informationen zur Geldanlage. Der umfangreiche Börsenteil setzt sich zusammen aus den Aktienkursen der einzelnen deutschen Marktsegmente einschließlich ihrer entsprechenden Indizes und Börsenberichte, den Options- und Genussscheinen., den europäischen Aktienmärkten wiederum mit Börsenberichten, den internationalen Aktien-, Devisen- und Warenmärkten mit Kursen und Berichten, den Euro-Anleihemärkten mit Kursen und dem Rentenmarktbericht, den Anleihe- und Finanzmärkten und den Investmentfonds mit ihren Preisen. Handelsblatt Der relativ kurze politische Teil des Handelsblatt ist Bestandteil im „Paket“ Wirtschaft und Politik. Sehr umfangreich und kompetent (das Handelsblatt unterhält 23 eigene Auslandsredaktionen in den Wirtschaftszentren) sind dagegen die Zeitungsteile Unternehmen und Märkte, Finanzzeitung mit Finanzmärkten, Devisen-Zinsen-Indizes, Aktien, Rohstoffe, Optionsscheine, Anleihen sowie mit wichtigen Themen über Börsen und Geldanlagen und die Anlegerzeitung u. a. mit Investmentfonds und Immobilien sowie freitags mit der Seite Investor, speziell für den privaten Anleger. Financial Times Deutschland Seit Anfang 2000 gibt es die Financial Times Deutschland, wie das Original in England auf rosa Papier gedruckt. Der
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Aufbau ist ähnlich wie im Handelsblatt mit den Teilen Politik und Wirtschaft, Unternehmen, Finanzen u. a. mit Finanzmärkten, Aktien, Fonds und Agenda mit Kommentaren, Reportagen und Hintergründen. Börsen-Zeitung Die Börsen-Zeitung ist die einzige deutsche Wirtschaftszeitung die ausschließlich über Finanzmärkte, Unternehmen und Kreditwirtschaft berichtet. Die Börsen-Zeitung ist das amtliche Publikumsorgan der deutschen Wertpapierbörsen mit dem umfangreichsten Kurs- und Tabellenteil. Sie ist weniger für private, sondern mehr für professionelle Anleger geeignet, außerdem sehr teuer. Wall Street Journal Das Wall Street Journal (kein Journal im deutschen Sinne) ist die älteste, mit 1,8 Millionen Exemplaren auflagenstärkste und einflussreichste Wirtschaftszeitung der Welt. Äußerlich fällt auf, dass keine Fotos veröffentlicht werden, sondern nur Portraitzeichnungen, die sich aus Punkten und kleinen Strichen zusammensetzen. In Bezug auf den Inhalt werden bei keiner anderen Wirtschaftszeitung Nachrichten und Kommentare so strikt getrennt: Wirtschaftsjournalisten verfassen entweder nur Nachrichten, Meldungen und Berichte oder ausschließlich Kommentare, aber niemals beide. Wall Street Journal Europe Die europäische Ausgabe - The Wall Street Journal Europe
- wird in Brüssel verlegt. Anleger mit fundierten Englischkenntnissen, die ihren Schwerpunkt auf den amerikanischen Markt legen, erhalten sehr gute Informationen in den Zeitungsteilen News, Politics & Economy, Companies, Editoriales & Option, Money & Investing sowie European Markets und U.S. Markets. Rat(h)schläge - Vergleichen Sie Ausgaben verschiedener überregionaler Tageszeitungen und Wirtschaftszeitungen vom gleichen Tag miteinander. Suchen Sie sich „Ihre Zeitung“ heraus, die Ihnen vom äußeren Aufbau gefällt, über die Themen am besten informiert, die für Sie als Anleger von Interesse sind und in deren Kursteil Sie Ihre Wertpapiere am schnellsten finden.
- Planen Sie, eine Zeitung zu abonnieren, testen Sie sie vorher mit einem kostenlosen Probe-Abo (Anschrift im Impressum).
- Kaufen Sie sich um entsprechende - oft englisch/amerikanische - Fachausdrücke nachzuschlagen, jeweils ein Finanz-/Börsenlexikon und ein Banking Dictionary.
- Versuchen Sie sich im rationellen Diagonallesen. Blättern Sie die Zeitung zuerst durch und überfliegen Sie dabei die Seiten von links unten nach rechts oben, lesen Sie die Schlagzeilen und markieren Sie diese, wenn sie Ihnen wichtig erscheinen. Lesen Sie die gekennzeichneten Nachrichten und Berichte anschließend in Ruhe durch.
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TOP-Rat(h)schlag - Kaufen Sie die Freitag/Samstag Ausgabe vom Handelsblatt! Sie erhalten vom Preis-Leistungsverhältnis hervorragende Informationen. Fordern Sie dazu beim Handelsblatt Leserservice, Postfach 102716 in 40018 Düsseldorf ein oder mehrere Scheckhefte mit Lesertickets an. Sie erhalten zu den einlösbaren Bons eine Rechnung, die Sie beim Finanzamt als Werbungskosten einreichen können.
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Online Ausgaben
Zusätzlich zu ihren Printausgaben erstellen überregionale Online-Ausgaben Tageszeitungen und Wirtschaftszeitungen Online-Ausgaben, die der Anleger im Internet einsehen kann. Der Vorteil ist, dass während des Tages laufend aktuelle Wirtschafts-, Finanz- und Börseninformationen ergänzt werden.
Gute Möglichkeiten zur Recherche bieten dem Anleger die Online-Archive Online-Archive der Zeitungen. Einige Zeitungsverlage erlauben die kostenlose Nutzung ihrer Archive, andere bieten nur ihren Abonnenten kostenfreien Zugang. Die Financial Times erlaubt einen kostenlosen Zugang zu ihrem englischen Archiv, während die Financial Times Deutschland Gebühren verlangt. Die FAZ gestattet die Nutzung nur gegen Gebühr. Im FAZ-Archiv sind über 1 Million Berichte abrufbar pro Artikel tagsüber für 1,50 Euro, ab 20.00 Uhr und am Wochenende für 0,75 Euro und mit einer Grafik jeweils 1,00 Euro mehr. Als registrierter Kunde kann der Anleger für 15,- Euro im Jahr jeden Monat bis zu 5 Beiträge ohne zusätzliche Berechnung abrufen. Nicht registrierte Anleger können für mindestens 4,- Euro mit Kreditkarte bezahlen. Umfangreiche kostenlose Informationen im Internet bieten dem Anleger Nachrichten-Agenturen wie Vereinigte Wirtschaftsdienste (vwd): u. a. aktuelle Nachrichten, Adhoc Meldungen, Kurse, Chart Analysen, Marktberichte und Datenbanken Geschäftsberichte. Datenbanken sind i. d. R. kostenpflichtig und sollten Anleger nur nutzen, wenn sie woanders nicht fündig geworden sind. Internetadressen: www.faz.de, www.faz-archiv.de; www.sueddeutsche.de; www.welt.de; www.handelsblatt.de, www.handelsblatt.com; www.ftd.de (Financial Times Deutschland); www.vwd.de; www.reuters.de; www.bloomberg.de. Rat(h)schläge - Vergleichen Sie verschiedene Internetadressen und entscheiden Sie, auf welche Sie zukünftig zurückgreifen werden.
- Achten Sie darauf, dass bei Nachrichten und Analysen Eingabezeiten angegeben sind.
- Prüfen Sie, ob Kursangaben in Echtzeit oder mit Zeitverzögerung erscheinen. TOP-Rat(h)schlag - Klären Sie vorab, ob der von Ihnen vorgesehene Online-Zugang zur Ausgabe und zum Archiv einer Zeitung, zur Datenbank oder zu Informationen von Nachrichtenagenturen kostenpflichtig ist!
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Börsenzeitschriften -Wirtschaftsmagazine
Im Zeitschriftenhandel werden über 20 verschiedene Börsenzeitschriften Zeitschriften angeboten zum Thema Börse und Geldanlage. Gegenüber den elektronischen Medien sind Börsenzeitschriften und Wirtschaftsmagazine natürlich noch weniger aktuell als Zeitungen, da sie entweder wöchentlich erscheinen wie Börse Online, Wirtschaftsmagazine WirtschaftsWoche, Der Aktionär, Focus Money ...., vierzehntägig wie Capital, Wertpapier, Geld Idee ..., monatlich wie Cash, DM Euro, Finanzen, Finanztest, Aktien Research, Nebenwerte Journal ... oder zweimonatlich wie Der Fonds .... Um so mehr kommt es Hintergrundberichte bei Zeitschriften an auf Hintergrundberichte aus Wirtschaft und Unternehmen, von Märkten und Börsen, auf Analysen, Charts und Statistiken und Berichte aus Randgebieten wie Steuern und Recht. Oft erscheinen Kolumnen von bekannten Fernsehmoderatoren wie Markus Koch, Friedhelm Busch und Carola Ferstel.
Die meisten Zeitschriften und Magazine führen Musterdepots mit unterschiedlichen Anlageschwerpunkten für verschiedene Risikoklassen und geben entsprechende Kauf- und Verkaufsempfehlungen für Wertpapiere. Fast keine Zeitschrift ist aber in der Lage, eigene gründliche und fundierte Analysen durchzuführen über Unternehmen, deren Aktien, Geschäftsberichte und Bilanzen. Kauf- und Empfehlungen werden oft von Bankenanalysten Verkaufsempfehlungen übernommen, aber nicht immer als solche gekennzeichnet. Pressemitteilungen von Firmen werden teilweise direkt übernommen, oder etwas umgeschrieben. Gängige Praxis ist, im nachhinein nur erfolgreiche Tipps herauszustellen. Dabei ist aufgrund der Wahrscheinlichkeitsrechnung bei vielen Tipps einer, der erfolgreich war, die restlichen werden nicht mehr erwähnt. Generell werden in Zeitschriften mehr Kauf- als Verkaufsempfehlungen gegeben. Die Wirtschaftsredaktion der WDR Fernsehsendung Markt hat Mitte 2000 in einer (1!) Woche in zehn Börsenzeitschriften über tausend Tipps gezählt. In Bezug auf die Tippgeber lautete das Urteil: „mal sind sie mit Namen genannte Börsenexperten der einschlägigen Banken, mal Experten von irgendwas, irgendwo“. Beispiele für „Empfehlungen“ Unter der Überschrift „Zu Unrecht abgestraft“ empfahl Börse Online, eine der auflagenstärksten Magazine in seiner Ausgabe vom 25. Oktober 2001 auf einer Seite gleichzeitig die Aktien Bayer („Der Boden hält“), Deutsche Bank („Die Richtung stimmt“) und Siemens („Langfristig alles o. k.“). Bereits zu diesem Zeitpunkt stand fest, dass Bayer
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- nach dem bereits vorher das Medikament Lipobay aufgrund von Todesfällen vom Markt genommen werden musste - von der amerikanischen Regierung gezwungen wurde, sein Antibiotikum gegen Lungen- und Hautmilzbrand Ciprobay für unter 1 US-Dollar zu liefern, da sonst die Patentrechte aufgehoben werden; die Deutsche Bank in USA mit ihrer Brokerfirma und im Private Banking allein 2001 rund 600 Millionen DM Verlust macht und bei Siemens 8 von 13 Firmenbereichen ihre Planvorgaben im laufenden Geschäftsjahr nicht erreichen. Die Zeitschrift Finanzen aus dem Finanzen Verlag von Michael Kölmel stellte in ihrer Ausgabe vom September 1999 die „weltweit 15 besten Medienaktien“ vor , darunter auch Kinowelt Medien AG. Die Familie Kölmel hielt zum damaligen Zeitpunkt 50,3 % der Kinowelt Medien Aktien. Kinowelt ging im Dezember 2001 in Konkurs und wurde von zwei ehemaligen Managern als Neue Kinowelt Medien GmbH weitergeführt. Die alte Aktiengesellschaft wurde vom Kurszettel gestrichen, die Aktionäre gingen leer aus. Michael Kölmel wurde angeklagt wegen Untreue und Insolvenzverschleppung. Insider-Vergehen Nach den Grundsätzen des Deutschen Presserates „dürfen Journalisten Insiderinformationen nicht nutzen, indem sie für eigene oder fremde Rechnung, für sich oder einen anderen Wertpapiere erwerben oder veräußern“. Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass die Börsenaufsicht und/oder die Staatsanwaltschaft einschreiten muss. Bernd Förtsch ist gleichzeitig Verleger der Börsenmedien AG, Chefredakteur vom Aktionär und Fondsmanager. Wenn er Freitagsabend im Börsenspiel der 3Sat-Börse spezielle Aktien vom Neuen Markt in sein Musterdepot aufnahm oder rauskippte, hatte das montags ernorme Auswirkungen auf die entsprechenden Börsenkurse und die von ihm beratenden Investmentfonds. Förtsch damaliger stellvertretender Chefredakteur Sascha Opel wurde im November 2000 verhaftet, weil er zusammen mit einem Finanzdienstleister Anlegern empfohlen hatte, bestimmte Aktien zu kaufen, die er dann im Aktionär besonders herausstellte und damit deren Kurse puschte. Online Ausgaben Genau wie bei den Zeitungen bieten die gängigen Börsenzeitschriften im Internet entsprechende Onlineausgaben an mit Kursinformationen, Analysen, Wertpapierempfehlungen und Berichten über Unternehmen, Börsen, Aktien, Optionsscheine, Fonds, Neuemissionen. Einige Börsen Magazine bieten darüber hinaus Foren an, Depotverwaltung und Zugang zu Archiven. Das Abrufen von Archivberichten ist bei einigen Zeitschriften kostenpflichtig. So kostete z. B. beim Finanztest-Archiv jeder Artikel 0,50 Euro und eine 14-seitige „Warnliste Grauer Kapitalmarkt“ 2,50 Euro.
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Börse Online, das wöchentliche erscheinende auflagenstarke Magazin bietet auf seiner Homepage Textsuche, Kursabfragen, Kurslisten und Marktinformationen (Intraday-Charts vom DAX und NEMAX 50, Topthemen, Marktsegmente, Charttechnik, Aktiencheck ...) und Links zu folgenden näheren Informationen: Börse heute (Märkte, Termine ...), Empfehlungen (Aktien, Branchen, Charttechnik, Kaufempfehlungen, Neuemissionen, Graumarkt ...), Analysen (Aktien, Fonds, Zertifikate, Optionsscheine ...), Musterdepots (Money Management ...), Meinungen (Brokeranalysen, Fonds-Newscenter, Interviews ...), Comunity (Foren, Expertentalk, Newsletter ...), Special (Riesterrechner, Zinsspiegel ...), Service (Börsenlexikon, Einsteigertipps ...) und Events (Börsenseminare, Anlegermessen ...). Foren Verschiedene Börsenzeitschriften bieten auf ihren Websites Chats Diskussions-Foren (Newsgroups) an. Hier kann der Anleger Fragen und Antworten wie an einem schwarzen Brett (darum werden Foren englisch auch Boards genannt) veröffentlichen oder auch nur Beiträge lesen. Meistens werden Foren zu verschiedenen Themen angeboten wie Blue Chips oder Optionsscheine. Daneben gibt des Chats (englischer Begriff für Geplapper), bei denen die Teilnehmer live miteinander kommunizieren. Gelegentlich laden Experten ein zum Gespräch oder zur Beantwortung spezieller Fragen. Internet-Adressen von Börsenzeitschriften und Wirtschaftsmagazinen: Die Telebörse: www.teleboerse.de; Der Aktionär: www.deraktionaer.de; Wertpapier: www.wertpapier.de; Börse Online: www.boerse-online.de; Focus Money: www.focus-money.de; Finanztest: www.stiftungwarentest.de; Finanzen: www.finanzen.net; DMEuro: www.dmeuro.com; WirtschaftsWoche: www.wiwo.de; Capital: www.capital.de. Rat(h)schläge - Lesen Sie ergänzend zum Wirtschaftsteil der Zeitung eine Börsenzeitschrift.
- Testen Sie einzelne Magazine, fordern Sie kostenlose Probehefte an, bestellen Sie vor dem Bezug ein preisgünstiges Probeabo. Wenn Sie eine Zeitschrift abonnieren, erhalten Sie ihr Exemplar oft 1 bis 2 Tage vor Erscheinen am Kiosk, so dass Sie einen kleinen Informationsvorsprung haben.
- Wenn Sie kein Börsenmagazin abonnieren wollen, können Sie alle ein bis zwei Wochen im Zeitschriftenhandel oder im Internet Titelseiten und Inhaltsverzeichnis der einschlägigen Hefte einsehen und die betreffende Ausgabe zu kaufen oder einzelne Berichte zu Hause aus dem Internet ausdrucken.
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- Denken Sie daran, Quittungen und Rechnungen beim Finanzamt als Werbungskosten einzureichen. TOP-Rat(h)schlag - Achten Sie bei Anlageempfehlungen auf das Datum und die Quelle! Vertrauen Sie nicht blind irgendwelchen Empfehlungen! Besorgen Sie sich - wie in diesem Buch beschrieben - zusätzliche Informationen und bilden Sie sich ihr eigenes Urteil!
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Börsenbücher
Um sich entsprechendes Grundwissen anzueignen über Fachbücher spezielle Börsen, Anlageformen, Anlagestrategien oder Lexika Analysemethoden wie Chart-Technik sind Fachbücher unentbehrlich. In gut sortierten Buchhandlungen findet der Anleger heute meterweise Bücher und Ratgeber zum Thema Börse und Geldanlage. Unverzichtbar sind ein Lexikon und Dictionary, ggf. auf CD-Rom. Irreführende Buchtitel In vielen Buchtiteln wird dem Käufer suggeriert, dass er an der Börse mühelos und ohne Risiko schnell reich wird. Als Beispiel drei Bücher von Bodo Schäfer: „Der Weg zur finanziellen Freiheit - In sieben Jahren die erste Million“ (über eine halbe Million verkaufte Exemplare!), „Money oder das 1 x 1 des Geldes - spielend zu Erfolg und Wohlstand“, „Wohlstand ohne Stress - Wie Sie mit Fonds Ihr Geld in vier Jahren verdoppeln“, in dem er für 2008 einen DAX von 28.000 (!) Punkten voraussagt. Seine eigene Firma die Bodo Schäfer Finanz Coaching GmbH ging - wenige Monate nachdem er sie verkauft hatte - Mitte 2000 in Konkurs. Schäfers Bücher sind aber weiterhin auf den Bestsellerlisten zu finden. Börsenbücher für Frauen Speziell Frauen wird in vielen Büchern vorgegaukelt, dass sie an der Börse viel erfolgreicher investieren können als Männer. Zusammen mit Carola Ferstl von n-tv hat Schäfer auch das Buch verfasst „Geld tut Frauen richtig gut - so managen Sie Ihre Finanzen selbst und sind dabei viel erfolgreicher als die meisten Männer“. Daneben hat Carola Ferstl noch „Frauen sind die besseren Anleger!“ geschrieben. Sie und ihre n-tv Kollegin Clarissa Ahlers waren privat wohl doch nicht die „besseren Anleger“, beide steckten nennenswerte Summen in die inzwischen insolvente BEV Music AG.
Die Moderatorin der 3sat-Börse Dorette Segschneider hat das Buch verfasst „Geld macht doch glücklich“. Auch andere Autorinnen und Autoren bieten Börsenbücher für Frauen an wie Kuschel „Geld steht jeder Frau“, de Paoli „Rendite ist weiblich“, Selers „Die Börse für fitte Frauen“ (Klappentext: Frauen verstehen mehr vom Geld - und von der Börse) und Müller/Haupt-Rechter „Erfolg an der Börse: Männer zocken - Frauen legen clever an“. In den USA wurden die Beardstown Ladies, ein Frauen-Börsenclub aus dem kleinen Ort Beardstown in Illinois, berühmt mit ihren vier Büchern, in denen sie ihre Börsenstrategien beschrieben mit durchschnittlichen Renditen von 23,4 % im Jahr. Das erste Buch „Commom-Sense Investment Guide“ und deren deutsche Übersetzung „Die Beardstown Ladies - Anlageerfolg durch gesunden Menschenverstand“ (Werbung des Rentrop Verlages „Möchten Sie Jahr für Jahr eine sagenhafte Rendite von 23,4 % mit ihren Aktien erzielen?“) waren Bestseller.
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Aufgrund des großen Erfolges wurden in Amerika drei weitere Bücher nachgeschoben. Inzwischen hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Price Waterhouse nachgewiesen, dass die jährliche Rendite nur 9,1 % betrug. Es ist legitim, wenn Fernsehmoderatoren ihre Popularität ausnutzen und Börsenbücher schreiben oder einige sogar schreiben lassen. Frank Lehmann, Chefredakteur des Ressorts Wirtschaft beim Hessischen Rundfunk, Moderator von plusminus und bekannt von seinen lockeren Präsentationen der Börse im Ersten vor der ARD Tagesschau, hat ein Buch verfasst mit dem Titel „Wie stehen die Aktien?“. Börsenbücher von Prominenten n-tv Moderator Friedhelm Buschs „Greife nie in ein und „Experten“ fallendes Messer“ wird im Verlagsprospekt vom Campus angekündigt als „Packende Reportage des deutschen Börsengurus“. Mitautor ist Busch auch vom „Börsenlexikon“, angepriesen im Verlagsverzeichnis als „Das ultimative Lexikon der Börsengurus. Geballtes Expertenwissen dafür steh die Börsenquadriga von Campus: n-tv Starmoderator Friedhelm Busch, Börsenpfarrer Uwe Lang, Aktienprofi Werner Schwanfelder und Finanzexperte Werner Esser“. Auch andere Verlage sind in ihren Buchbeschreibungen und Verlagsankündigungen sehr vollmundig, oft sogar unseriös. Hierzu einige Beispiele: Die TM Börsenverlag AG schrieb in ihrem Verlagsverzeichnis „Millionär in 2 Jahren mit 40.000 DM Startkapital? Das ist machbar, wie Willi H. Grün in seinem Aktienbuch (Anm. „Mehr Geld verdienen mit Aktien“) nachweist“. Der Econ Verlag kündigt Markus Fricks „Ich mache Sie reich“ an mit „... das beste Beispiel dafür, dass jeder Börsenmillionär werden kann ob alt oder jung, unabhängig von der Vorbildung.“ „Die unbeschreibliche Leichtigkeit des Geldverdienens“ von Raimund Brichta, n-tv Telebörse, beschreibt der Finanzbuch Verlag mit „Brichta zeigt Ihnen ein klares System, das unkompliziert und ohne viel Aufwand hilft, außergewöhnliche Investmentchancen wahrzunehmen“. Im selben Verlag erscheint auch „Erfolgrezepte vom BörsenKoch“ von Markus Koch, der live für n-tv von den New Yorker Börsen berichtet. Hochgelobt vom Verlag mit „In seinem brillanten Erstlingswert verbindet der Jungstar der Generation Geld geschickt die eigene Erfolgsgeschichte mit den Abläufen an der Leitbörse“. Auf dem Buchcover von Bernd W. Klöckners „Systematisch reich - was sie tun müssen, damit das Geld zu Ihnen kommt“ vom Goldmann Verlag steht „Seine Ratschläge und Erklärungen rund ums Geld sind unbezahlbar“.
Christoph Gottschalk, bekannt aus der Fernsehwerbung für die Deutsche Post (zusammen mit seinem Bruder dem Entertainer Thomas), hat für Hoffman und Campe ein
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„Börsen Lexikon“ geschrieben, das angekündigt wird mit „Werbespots zeigten ihn als kompetenten Mann an der Seite seines Bruders. Jetzt gibt Christoph Gottschalk sein Wissen und seine Börsentipps an alle weiter“. Selbst Schüler schreiben heute Börsenbücher, wie Bastian Timm „Börse ist geil! - Kopfüber ins Abendteuer“, vom Campus Verlag herausgestellt mit „Vom Gymnasiasten zum Börsencrack“. Rat(h)schläge - Bedenken Sie, dass Verlagsankündigungen maßlos übertreiben. Viele Börsenbücher sind vom Titel her irreführend und enthalten für den Anleger wenig konkrete Informationen.
- Gehen Sie in eine gut sortierte Buchhandlung und lassen Sie sich unverbindlich beraten. Suchen Sie sich aus den laufenden Metern einige Bücher heraus zum Basiswissen oder zu Spezialthemen. Studieren Sie die Inhaltsverzeichnisse, lesen sei ein Kapitel zur Probe. Lassen Sie sich eine Rechnung für das Finanzamt ausstellen.
- Gehen Sie in die Schulbuchabteilung und lassen Sie sich Börsenbücher für Bankklassen zeigen, die meist verständlich geschrieben und preiswert sind. Wenn Sie in einem teuren Buch nur an wenigen Seiten oder Kapiteln interessiert sind, leihen Sie das Buch in einer Bücherei. Über Fernleihe wird man Ihnen jedes gewünschte Buch in angemessener Frist besorgen.
- Interessant vom Inhalt und vom Preis-Leistungsverhältnis können für Sie folgende Bücher sein: Rühle „Börse für Einsteiger“, Falken Verlag; Schwanfelder „Aktien für Fortgeschrittene“, Campus Verlag; Thiel „Börseninvestment mit System“; Falken Verlag; Islinger „Investmentfonds“, Mosaik bei Goldmann; Kewenig/Fuchs „Der Frauen-Finanzatlas“, Econ Taschenbuch (nicht nur für Frauen zu empfehlen!); Sambul „Der Charttechnik-Leitfaden“, Börsenverlag; Beike/Potthoff „Optionsscheine“; Bestmann „Finanz- und Börsenlexikon“, DTV; „Banking Dictionary“, Verlag Paul Haupt. TOP-Rat(h)schläge - Informative Basisinformationen und gute - oft kostenlose Fachbücher - erhalten Sie beim Bank-Verlag, Postfach 450209, 50877 Köln; dem Deutschen Sparkassenverlag, Am Wallgraben 115, 70565 Stuttgart; der Deutschen Börse AG, 60485 Frankfurt und dem Deutschen Aktieninstitut, Börsenplatz 5, 60313 Frankfurt. Als Beispiel sei hier genannt „Vermögensanlagen in Wertpapieren - Grundlagen, wirtschaftliche Zusammenhänge, Chancen und Risiken“ vom Sparkassenverlag.
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Börsenbriefe - Newsletter Börsenbriefe Verlage, spezielle Informationsdienste, Banken und Sparkassen bringen Börsenbriefe heraus: relativ teure, einfach aufgemachte mehrseitige DIN 4 Blätter oder Hefte, die ein- oder mehrmals wöchentlich oder monatlich durch Post, Fax oder E-Mail zugestellt werden. Börsenbriefe sind nur im Abonnement zu beziehen und kosten teilweise über 500 Euro im Jahr.
Oft wird den Abonnenten vorgegaukelt - mit Hinweisen wie „intern“, „vertraulich“, „Recherchen aus den Top-Etagen (Platow Brief)“ - exklusive Informationen zu erhalten. Dies ist allein aufgrund der gesetzlichen Insiderregel, die gewinnbringende Nutzung und Weitergabe von Informationen verbietet, nicht möglich. Die Stiftung Warentest hat von 1993 bis 1995 Informationsbriefe und Börsenbriefe im Test Börsenbriefe von Banken ausgewertet und kam zu dem Ergebnis, dass die meisten mit ihren Aktienempfehlungen schlechter abschnitten , als der Deutsche Aktienindex (DAX). Spitzenreiter war damals der Aktienfocus der Dresdner Bank (Trefferquote 53 %), Schlusslicht der Börsenbericht der BfG-Bank (Trefferquote 20 %). Es ist nicht anzunehmen, dass sich bis heute daran etwas geändert hat. Das gilt besonders für Börsenbriefe von privaten Informationsdiensten, die im Gegensatz zu den Banken meist keine eigenen Analysten beschäftigen. Oft wird mit Gewinnen geworben aus langen Zeiträumen mit vielen „guten“ Börsenjahren. Wenn ein Tipp im nachhinein ein Volltreffer war, wird er später immer wieder groß rausgestellt, die weniger erfolgreichen einfach nicht mehr erwähnt. Auch hier gilt: Wenn die Empfehlung wirklich 100 %ig sicher wäre, würden die Experten sie für sich behalten. Die Wirtschaftsredaktion des WDR wollte die Frage klären „Sind Börsenbriefe in schwierigen Börsenzeiten eine Hilfe, die unter dem Strich dem Anleger Geld rettet?“ und ließ dazu von März 2000 bis 2001 die Musterdepots von 3 bekannten Börsenbriefen überprüfen. Das Ergebnis wurde in der Sendung markt am 19.03.2001 bekannt gegeben: Das Depot vom Hanseatischen Wirtschaftsdienst verlor in 12 Monaten ca. 30 % seines Wertes, das Platow Brief/Platow Börsen-Depot ca. 40 % und das vom Neuer Markt Inside ca. 50 %. Im Vergleichszeitraum verlor der DAX „nur“ 17 %! Als grobe Fehleinschätzung wurde folgendes Beispiel in der Fernsehsendung gezeigt: Der Börsenbrief Neuer Markt Inside erklärte in seiner Ausgabe vom 30.03.2000 die Aktie der Abit AG zur „Top Kaufgelegenheit mit 100 % Kurspotential auf Sicht von 12 Monaten“. In diesem Zeitraum verlor die Aktie 95 % ihres Wertes, ohne dass der Börsenbrief in der Zwischenzeit seine Abonnenten gewarnt hat.
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Börsenbriefe im Bis 1997 ließ das Manager Magazin jährlich von der DAX Vergleich Wirtschaftsfakultät er Universität Halle Börsenbriefe untersuchen in Bezug auf Rendite und Risiken ihrer Aktienempfehlungen. Ausgewertet wurden 1997 27 (1996: 22) verschiedene Börsenbriefe mit insgesamt über 20.000 (1996: 13.800) Empfehlungen. Dabei schnitt kein Börsenbrief mit seinen Tipps besser ab, als der DAX (1997 + 18,7 %, 1996 + 5 %). Im Durchschnitt erzielten die Börsenbriefe 1997 eine Rendite von 9,25 %, d. h. weniger als die Hälfte, 1996 machten sie durchschnittlich 3 % Verlust. Das Manager Magazin kam damals zu dem Schluss: „je mehr Aktien hochgejubelt werden, um so größer die Chance, einen Treffer zu landen. In der Werbung wird dieser sogenannte Erfolg dann ausgeschlachtet“. In dieser Untersuchung belegte Börse aktuell 1996 bei den Empfehlungen für internationale Aktien Rang 1 (1997 Rang 7), die Fuchsbriefe Rang 8 (1997 Rang 2). Noch im Jahr 2002 (!) hat Börse aktuell mit dem 1. Platz aus 96 geworben („... bereits 1996 hat Börse aktuell die Konkurrenten klar distanziert“).
Der Herausgeber der Prior Börse Egbert Prior nahm in den Jahren 1997 und 98 mit „großem Erfolg“ am Börsenspiel der 3-Sat-Börse teil. Prior hat inzwischen mehrere Prior Börse Verfahren hinter sich wegen sog. Frontrunning (Journalisten decken sich mit Aktien ein, die sie später zum Kauf empfehlen) und Insiderhandel mit Aktien der Lobster Technologie, SCM, Mobilcom und EM.TV. Alle Verfahren wurden bislang von der Börsenaufsicht bzw. der Staatsanwaltschaft eingestellt: entweder wegen Verjährung oder weil man Prior nicht schlüssig nachweisen konnte, dass er im voraus plante Aktien, die er für sein privates Depot orderte später im Fernsehen zum Kauf zu empfehlen. Fest steht allerdings, dass Abonnenten von Priors Börsenbrief (damaliger Werbeslogan „Prior Börse - besser als die Polizei erlaubt“) bereits am Freitagmorgen nach der Postzustellung im Börsenbrief lesen konnten, was Prior abends in der 3-Sat-Börse zum Kauf oder Verkauf empfahl. Es blieb ihnen also genügend Zeit bis Börsenschluss entsprechend zu disponieren, während die Fernsehzuschauer erst am Montagmorgen agieren konnten und in vielen Fällen die Kurse dann gewaltig stiegen oder fielen. Aktualität und Research Mitte der 90er Jahre hat Christian Röckemann „Börsendienste und Anlegerverhalten“ wissenschaftlich untersucht. Er kam in seiner Dissertation zu dem Ergebnis, dass „Börsenbriefe Informationen übermitteln, die am Markt bereits bekannt sind und fundiertes Research durch die Vielfalt der Empfehlungen unwahrscheinlich ist.“ Viele Fax- und Mailbezug Börsenbriefe können statt oder zusätzlich zur Lieferung mit der Briefpost - meistens gegen Aufpreis - mittels Fax und/oder E-Mail bezogen werden. Beim Fuchsbrief kostet
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das Jahresabo per Post oder E-Mail jeweils 365,- Euro, per Fax 470,- Euro. Die Prior Börse wird mittwochs und freitags mit der Post zugestellt und kostet jährlich 353,-Euro, der Fax-Service Dienstag- und Donnerstagabend zusätzlich 205,- Euro. Effekten Spiegel Der Effekten Spiegel erscheint wöchentlich mit einem Umfang von 28 Seiten, das Jahresabo kostet unter 100,-Euro. Herausgeber ist Bolko Hoffmann, bekannt von seinen ganzseitigen Anzeigen in den überregionalen Zeitungen gegen die Einführung des Euro. Im Effekten Spiegel werden keine Anzeigen veröffentlicht, damit sind von vornherein irgendwelche Abhängigkeiten ausgeschlossen. Der Börsenbrief bietet Informationen zu folgenden Inhalten an: Im Spiegel der Kritik, Börsenbericht, Bankgespräch, Börsengerüchte, Chartanalysen, Optionsschein - Auswahl, Aktien im Blickpunkt, Strategie mit Börsenfavoriten, Halte-und Verkaufspositionen, Meinungen (Presseschau), Aktienkurse aus aller Welt, Ausland mit Auslandsnachrichten und der internationalen Aktie der Woche, Meinungen (Pressestimmen), Musterdepots, Aktuelles mit Neues aus Unternehmen und Börsensplitter. Das Musterdepot des Effekten Spiegel hat im schwierigen Börsenjahr 2000 einen Gewinn von 2,2 % erwirtschaftet (DAX: - 22 %, Nemax 50: - 75 %, Dow Jones: - 10 %, Nasdaq 100: - 55 %). Insgesamt bietet der Effekten Spiegel ein gutes Preis-Leistungsverhältnis in Bezug auf seine Informationen.
Einen teilweise anderen Ansatz als die meisten Börsenbriefe Swingtrend verfolgt Swingtrend, herausgegeben wie die Finanzwoche von Dr. Jens Erhardt, der oft im Fernsehen auftritt. Neben der Einschätzung zur konjunkturellen Entwicklung und zu den Aussichten der Aktien-, Anleihe- und Währungsmärkte, den Kauf- und Verkaufsempfehlungen sowie dem Thema der Woche ist das andere in diesem Börsenbrief eine Europäische und Internationale Aktienliste mit jeweils 100 Aktien auf der Basis des Swingtrend-Programms. Die Kauf-und Verkaufsempfehlungen aller 200 Aktien - einzelne ggf. ersetzt durch sog. „Neuaufnahmen“ - werden wöchentlich exakt verfolgt. Dabei wird für jede Aktie ausgerechnet um wie viel der Kurs seit der Aktienempfehlung gestiegen bzw. gefallen ist. Beispiele für Börsenbriefe: Fuchsbriefe, Postfach 7777, 33310 Gütersloh, Beispiel für Neuer Markt inside, Hoferstr. 20, 95326 Kulmbach Börsenbriefe Börsenberater und Aktien aktuell, Deutscher Sparkassenverlag, 70547 Stuttgart Börse aktuell, Postfach 100409, 70003 Stuttgart DMEuro Fonds aktuell, Postfach 3753, 90018 Nürnberg Fondsletter, Hamborner Str. 53, 40472 Düsseldorf Prior Börse, Mendelsonstr. 72, 60325 Frankfurt
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Finanzwoche und Swingtrend, Postfach 710380, 81453 München
Frankfurter Börsenbriefe, Frankfurter Tagesdienst und Frankfurter Börsenexpress, Postfach 2653, 32716 Detmold Die Actien Börse (Düsseldorfer Börsenbrief), Der Aktionärsbrief und Die Termin-Börse, Steinstr.1, 40212 Düsseldorf
Platow Brief und Platow Börse, Postfach 111924, 60054 Frankfurt
Effekten Spiegel, Postfach 102243, 40013 Düsseldorf Hanseatischer Börsendienst, Grasweg 70, 22303 Hamburg Toptrading, Postfach 5133, 58101 Hagen Börse Inside, Ersteinerstr. 21, 79346 Endingen Neben Börsenbriefen werden dem Anleger Newsletter Newsletter angeboten, die täglich oder mehrmals täglich aktuelle Börsennachrichten per E-Mail liefern. Newsletter sind meistens kostenlos, da sie sich durch Werbung finanzieren. Bei einigen kann der Bezieher entscheiden, zu welcher Uhrzeit er den Newsletter empfangen will. Auf der Homepage des Anbieters ist ersichtlich, welche Informationsangebote der Newsletter beinhaltet und wie oft er erscheint. Bei einigen kann man auch nur bestimmte Informationen oder Teillieferungen beziehen, z. B. ausschließlich Infos über Investmentfonds oder Neuemissionen. Das hat den Vorteil, dass der Anleger nur Informationen erhält, die er für seine Anlageentscheidung benötigt.
Newsletter müssen grundsätzlich abonniert werden, können aber jederzeit abbestellt werden, beides einfach per Mausklick. Eine Abbestellung empfiehlt sich z. B. für die Urlaubszeit, damit die Mailbox nicht überquillt. Es besteht auch die Möglichkeit, Newsletter ohne Angabe persönlicher Daten anonym zu beziehen, indem man sich eine (evtl. zusätzliche) E-Mail-Adresse mit einem Pseudonym zulegt. Beispiele für Beispiele für Newsletter: www.aktienwelt.de; Newsletter www.finacial.de; www.finanzen.net Rat(h)schläge - Gemessen am oft dünnen Umfang und dürftigem Inhalt liefern Ihnen Börsenbriefe meist sehr teure Informationen. Wenn Sie nicht gezielte Börseninformationen benötigen, z. B. über Optionen oder über spezielle Anlageprodukte wie Derivate, sind Sie i. d. R. mit entsprechenden Börsenzeitschriften preiswerter und besser bedient.
- Fordern Sie bei verschiedenen Verlagen zuerst Probehefte an, bestellen Sie anschließend Probeabos. Suchen Sie sich einen Börsenbrief, der Ihnen in Aufmachung und Inhalt solide erscheint, klare Kauf- und Verkaufsempfehlungen mit Limit vorgibt und angibt, aus welchen Quellen seine Informationen und
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Empfehlungen stammen, bzw. auf welchen Grundlagen sie basieren.
- Beschränken Sie sich bei Newsletter auf ausgewählte Informationen, damit ihre Mailbox nicht überquillt. TOP-Rat(h)schlag - Begegnen Sie vollmundigen Empfehlungen in Börsenbriefen mit äußerster Vorsicht und vertrauen Sie ihnen niemals blind! Besorgen Sie sich zum Vergleich Informationen aus anderen - in diesem Buch beschriebenen
- Quellen. Lassen Sie sich nicht von Musterdepots und Tipps blenden, die mit Gewinnen aus der Vergangenheit werben.
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Elektronische Medien Hörfunk
Anleger, die privat oder geschäftlich viel mit dem Auto oder im Ausland unterwegs sind, können sich mittels Radio über die Börsentendenz informieren. Insbesondere die 1. Programme der öffentlich-rechtlichen Landesrundfunkanstalten bringen täglich - wenn auch zu Börsennachrichten im Radio
unterschiedlichen Zeiten - entsprechende Wirtschafts- und Börsennachrichten, z. B.: Südwestfunk SWR 1 um 10.00, 14.00 und 18.00 Uhr Nachrichten und Börse; Deutschlandfunk - auch innerhalb Europas zu empfangenum 13.35 Uhr, 17.05 und 20.07 Uhr Börse heute; Deutsche Welle - weltweit zu empfangen über Kurzwelle - um 6.05, 10.05, 14.05, 18.05 und 22.05 Uhr Wiso; AFN nachmittags Tendenzen und um 24.00 Uhr Schlussbericht von den amerikanischen Börsen mit den wichtigsten Kursen. Der Privatsender Klassik Radio sendet von 6.30 Uhr bis 20.30 Uhr halbstündlich Börseninformationen. Der Sender ist bundesweit nur über Kabel und in wenigen Städten mit Antenne zu empfangen. Informationen zum Empfang unter www.klassikradio.de.
- Wann entsprechende Börseninformationen gesendet Rat(h)schlag
werden, können Sie den Programmzeitschriften entnehmen.
- Nutzen Sie die Gelegenheit, sich unterwegs im Auto oder TOP-Rat(h)schlag
in entfernten Gegenden über das Börsengeschehen kostenlos zu informieren!
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Fernsehen - Videotext
Börsensendungen Anleger erhalten heute im Fernsehen kostenlos viele Börseninformationen. Selbst normale Nachrichtensendungen bringen immer mehr Berichte aus dem Börsen-, Finanz- und Wirtschaftsbereich und nennen wichtige Indizes wie den DAX. Bereits seit Jahren senden die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten ZDF Wiso Wirtschaftsmagazine wie ZDF-Wiso und ARD-Plusminus. ARD Plusminus Schwerpunkt beider Sendungen ist allerdings weniger die Börse, sondern Verbraucherinformationen, Rechtsfragen, sowie Wirtschafts- und Finanzthemen. Auch sind die Sendezeiten montags um 19.25 Uhr Wiso und dienstags 21.50 Uhr Plusminus nicht gerade zuschauerfreundlich. Neu aufgenommen hat die ARD im November 2000 die Börse Börse im Ersten im Ersten, unmittelbar vor der Tagesschau um 20 Uhr. Je nachdem, wie viel Werbezeit der Sender zu dieser Zeit (ein 20 Sekunden Werbespot kostet über 35.000 Euro) verkauft hat, dauert die Sendung 2 ¼ bis 4 ½ Minuten. Locker und unterhaltsam moderiert wird die Sendung direkt aus der Frankfurter Börse von den Wirtschaftsredakteuren des Hessischen Rundfunks, besonders launig vom Leiter Frank Lehmann und vom Börsenkorrespondenten Dieter Möller. Seit August 2002 präsentiert das ZDF während seiner 19 Uhr Nachrichten am unteren Bildschirm ein Laufband Aktienkurse in Deutschland. Beide Sender stellen die wichtigsten Beiträge ihrer Wirtschaftssendungen ins Internet unter www.das-erste.de/plusminus und www.zdf.de/ratgeber/wiso. In den wichtigsten Nachrichtensendungen werden die Indizes DAX und Dow Mittagsmagazin Jones genannt. Das gemeinsame Mittagsmagazin von ARD und ZDF bringt börsentäglich nach 13.30 Uhr das Wirtschaftstelegramm und Geld & Börse mit einer Lifeschaltung zur Frankfurter Börse. ZDF-Wiso bietet gegen Bezahlung Faxabruf, monatliches Begleitheft, CD-ROM und einen Steuerbrief an. Außerdem werden Bücher im Wirtschaftsverlag Ueberreiter, Wien/Frankfurt verlegt, z. B. „Aktien-Fonds-Futures“, herausgegeben vom Leiter der ZDF-Wirtschaftsredaktion und Wiso Moderator Michael Jungblut. Das öffentlich rechtliche deutsch/österreichische/schweizer Fernsehen 3sat sendet seit 1989 Freitagabend um 21.30 Uhr 3sat-Börse die 3sat Börse. Wie der Name sagt, geht es vorrangig um Informationen von Börsen, Märkten und Unternehmen. 3sat-Börsenspiel Beliebt ist die Sendung wegen des Börsenspiels: jeweils 3 Banker, Analysten oder Wirtschaftsjournalisten führen über ein halbes Jahr ein Aktienmusterdepot und begründen jede Woche ihre Käufe und Verkäufe. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die Experten nicht immer erfolgreich
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waren mit ihren Anlagenentscheidungen. So lagen die Schlussstände der 3 Aktiendepots am 26.07.2002 - im zugegeben schwierigen Börsenumfeld - 6 Monate nach einem Anfangsbestand von fiktiven 100.000 Euro bei 71.626,45 Euro (Götz Albert, Independent Research), bzw. 74.787,50 Euro (Gerd Wenger, Euro am Sonntag) und 91.425,50 Euro (Michal Gollits, Bankhaus Maffei & Co.). Das gefährliche an diesem Börsenspiel ist, dass viele Anleger in der Vergangenheit empfohlene Aktien unkritisch in ihr eigenes Depot übernommen haben. Sie orderten bereits außerbörslich am Wochenende oder spätestens Montagmorgen die entsprechenden Aktien. Das führtebesonders bei marktengen Werten vom Neuen Marktschnell zu Kurssteigerungen. Oft war das nur ein Strohfeuer, bereits wenige Tage später mussten die Anleger, die auf hohem Niveau eingestiegen waren, erhebliche Verluste hinnehmen. Hinzu kam, dass teilweise außerhalb der Legalität gearbeitet wurde. Wie bereits beschrieben, teilte Egbert Prior den Abonnenten in seiner Prior Börse mit, welche Aktien er Freitagabend empfehlen würde. So konnten sich Abonnenten bei Interesse in aller Ruhe mit den betreffenden Aktien eindecken und bereits montags beträchtliche Gewinne einstreichen. Test Börsenmagazine Im August 2000 veröffentlichte die Fernsehzeitung TV Today einen Test über Börsenmagazine im Fernsehen. Dabei schnitten die privaten Sender deutlich besser ab, als die öffentlich rechtlichen. Am besten beurteilt wurde der Sender N24, danach folgten in der Reihenfolge n-tv (Telebörse), Bloomberg TV, 3sat (3sat Börse), ZDF (Wiso) und ARD (Plusminus). N24 wurde Testsieger, weil „der Sender Wirtschafts- und Börsenthemen breit und kompetent abdeckt“. Die Telebörse von n-tv wurde für ihre „kompakte Berichterstattung“ gelobt. Nachrichtensender N-TV Der private Nachrichtensender n-tv bringt - neben dem reinen Wirtschaftssender Bloomberg - die meisten Börseninformationen. Dabei stehen im Mittelpunkt die Sendungen Telebörse, montags bis freitags um 12.30, 13.30, 15.15, 19.15 und 22.15 Uhr, die auch Live-Schaltungen zur Frankfurter und New Yorker Börse beinhalten. Davor und danach gibt es börsentäglich jeweils Sendungen zu Konjunktur und Steuern, Anlegertipps, News und Meldungen, Analysen und Hintergrundberichte, Firmenportraits und Interviews mit Börsenhändlern und Analysten. Freitagabend um 22.15 Uhr können Fernsehzuschauer in der Sendung Call in dem Moderator und einem eingeladenen Experten direkt Fragen stellen zu speziellen Aktien und anderen Wertpapieren sowie zu Anlagestrategien. Samstag 18.15 Uhr wird die Sendung
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Geld ausgestrahlt und sonntags 19.15 Uhr die Sonntagsbörse mit einer Aufarbeitung der vergangenen Börsenwoche und einem Ausblick auf die kommende. Alle Sendungen sind aktuell, informativ und leicht verständlich. Aktuell sind auch die 2 Laufbänder am unteren Bildschirm: eines mit Kursen und Indizes in Echtzeit, das andere mit Nachrichten aus Wirtschaft und Politik. Im Internet bietet n-tv aktuelle Wirtschafts- und Börsennachrichten, Börsenberichte, Kurse und Ad-hoc Meldungen, sowie Hinweise auf Teletext und Livechats. Interessant ist auch die Möglichkeit, Videos von Vortagssendungen auf dem PC abzuspielen. Internetadresse: www.n-tv.de . N24 Der Nachrichtensender N24, der teilweise nur über Kabel und Satellit zu empfangen ist, sendet - wie der Name sagt -24 Stunden. Rund um die Uhr gibt es zu jeder vollen Stunde Nachrichten. Jeweils 15 Minuten vorher und nachher sendet der Börsenreport Wirtschafts- und Börseninformationen, aktuelle Börsendaten und Liveberichte von den Börsen in Singapur, New York, London und Frankfurt. Daneben gibt es weitere Sendungen wie Cash & Service mit interessanten Themen wie z. B. „Bilanzen verstehen und nutzen“. Börsengeflüster, eine Talkrunde mit Wirtschafts- und Finanzanalysten, Capitalk, ein Wirtschaftstalk mit Schwerpunkt deutsche Unternehmen und World of Business sowie World of Business Spezial. Kurse, Indizes und topaktuelle Meldungen können rund um die Uhr während des laufenden Programms auf 2 Laufbändern am unteren Bildschirm verfolgt werden. Im täglichen Chat können Zuschauer und Online-User dem jeweiligen Moderator und Experten Fragen stellen. Alle Sendungen werden mehrmals täglich wiederholt, die Sendezeiten können im Internet abgerufen werden. Selbstverständlich gibt es im Internet - ähnlich wie bei n-tv - aktuelle Meldungen, Nachrichten und Kurse. Internetadresse: www.n24.de . Bloomberg TV Bloomberg TV ist ein reiner Wirtschafts- und Börsenkanal, der jeden Tag rund um die Uhr sendet. Bloomberg Deutschland ist nur über Satellit und Kabel zu empfangen. Der Bildschirm ist aufgeteilt in verschiedene Bereiche und vollgepackt mit Informationen: 2 Laufbänder mit unterschiedlicher Geschwindigkeit mit Kursen aus verschiedenen Märkten, Börsen und Ländern, 1 weiteres Laufband für aktuelle Meldungen, zusätzlich weitere Anzeigen für Indizes, Charts, Warenpreise von Gold bis Öl. Die wichtigsten Sendungen sind Blick auf die Märkte ab 6.00 Uhr morgens u. a. mit Live-Berichterstattung von der Börse Tokio, ab 12.00 Uhr Bulle&Bär mit Live-Schaltungen zur Frankfurter Börse alle 30 Minuten, Börsennachrichten aus dem In- und Ausland, Kursen, Interviews, Analysen, Eröffnung des US-Marktes; ab 17.00
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Uhr Kassensturz mit Live-Berichten aus Frankfurt und New York wiederum alle 30 Minuten, Fondsrating, Nasdaq aktuell, Optionsscheinen, Interviews, Unternehmen, Märkte, Analysen; ab 24.00 Uhr Kassensturz-Nacht-Ticker u. a. mit Rückblick auf die Börsen und ab 5.00 Uhr morgens wieder mit Märkten in Asien. Das Programm, aktuelle Kurse und Nachrichten sowie die Sendefrequenzen, auf denen man den Sender empfangen kann, ist abrufbar im Internet. Das internationale Programm von Bloomberg in Englisch ist ebenfalls in Deutschland zu empfangen. Internet-Adresse: www.bloomberg.de . CNBC Europe CNBC Europe, die Tochtergesellschaft von NBC, berichtet als reiner Wirtschaftssender am 5.00 Uhr morgens bis Mitternacht ausschließlich über Wirtschaft, Finanzen und Börsen mit vielen Live-Reportagen, natürlich in Englisch. Der Bildschirm ist noch voller als bei Bloomberg: zusätzlich zu den Laufbändern werden ständig noch Charts CNN eingeblendet. Die amerikanischen Sender CNN und CBS CBS sind auch in Deutschland zu empfangen, wobei besonders die Finanzseiten der beiden Sender im Internet ein breites Informationsangebot darstellen. Internet-Adressen: www.cnnfn.com ; www.cbs.marktwatch.com . Videotext Eine zusätzliche, kostenlose und aktuelle Informationsquelle bieten Fernsehsender mit ihrem Videotext (technisch genau: Teletext) - Programmen. Unabhängig von den Sendezeiten erhält der Anleger im Videotext rund um die Uhr Börseninformationen, die komplett aufbereitet sind. Moderne Fernsehgeräte sind serienmäßig für den Empfang vorbereitet. Die Textinformationen stehen auf durchnummerierten Seiten (Videotexttafeln), die mittels Fernbedienung aus dem Inhaltsverzeichnis aufgerufen werden: von Informationsübersichten z. B. Wirtschaft über Börse zu angezeigten Seiten mit Indizes, aktuellen Börsenkursen, Fondspreisen und Optionsscheinen. Je nach technischer Geräteausstattung ist es möglich, vor-und zurückzublättern, einzelne Seiten direkt anzuwählen, beliebige Seiten auf Speicherplätze zu legen, um damit einen schnellen Zugriff zu haben auf interessante Seiten, und während des normalen Fernsehprogramms automatisch als Untertitel aktuelle Meldungen oder Börsenkurse anzuzeigen. Aufgrund der heutigen Technik beschränkt sich das Videotextangebot meist auf Textinformationen, Grafiken und Charts sind technisch kaum darzustellen. Videotexttafeln sind bei der ARD zu finden ab Seite 700 (Indizes 701, aktuelle Börsenkurse Frankfurt 730 und New York 748, Fondspreise 760....), beim ZDF ab Seite 600 und bei n-tv ab Seite 200.
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Rat(h)schläge - Lassen Sie - wie bei Profis und in USA auch bei privaten Anlegern üblich - den Sender Bloomberg Deutschland mit abgedrehtem Ton laufen, während Sie anderen Beschäftigungen nachgehen.
- Nutzen Sie kostenlose Videotext-Informationen, besonders wenn Sie keinen Internetzugang haben.
- Aus der Bedienungsanleitung Ihres Fernsehgerätes ersehen Sie, wie Sie die für Sie wichtigen Seiten für einen schnellen Zugriff programmieren können, z. B. durch Speicherplatzbelegung. TOP-Rat(h)schlag - Seien Sie äußerst vorsichtig bei Wertpapier-Empfehlungen von marktengen Werten. Kurse wie Preise können durch Order von Hunderttausenden Fernsehzuschauern extrem steigen oder fallen! Erteilen Sie - wenn überhaupt - nur limitierte Aufträge!
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Faxdienste - Hotlines
Telefax Eine weitere Informationsquelle kann sich der Anleger erschließen durch fernkopieren (= faxen). Technische Voraussetzung ist ein extra Telefaxgerät (Fernkopierer) oder ein PC mit eingebautem bzw. separatem Modem. Ist für Telefon/Anrufbeantworter und Faxgerät nur ein gemeinsamer Telefonanschluss vorhanden, wird eine zusätzliche Faxweiche benötigt. Betrieben werden Faxdienste für Börseninformationen von Fernsehanstalten und Zeitschriftenverlagen. Der Bezug von Fax-Informationen Börsenbriefen per Fax wurde bereits beschrieben. Bei Börsensendungen im Fernsehen wird oft zum Schluss darauf hingewiesen oder eingeblendet, dass wichtige Informationen per Fax abgerufen werden können mit Angabe der entsprechenden Faxnummer. In Börsenzeitschriften werden jeweils verschiedene Faxnummern angegeben, unter denen aktuelle Börsenkurse, -meldungen und Charts abzurufen sind. Die meisten Faxabrufe bedienen sich der Vorwahl 0190 und können, je nachdem, welche Ziffer als nächst folgt, sehr teuer werden.: 0190/0....ist grundsätzlich frei tarifierbar. Faxkosten 0190/4....oder /6 kosten 0,41 Euro je Minute 0190/1.... /2 ..../3....oder /5....kosten 0,62 Euro je Minute. 0190/7....oder /9.... kosten 1,24 Euro je Minute 0190/8....kostet 1,86 Euro je Minute. So kann der Anleger z. B. bei der Zeitschrift Capital Informationen über Fonds aus 17 verschiedenen Kategorien abrufen: von 0190/588858-101 (Fonds Aktien Deutschland) über -112 (Mischfonds konservativ) bis -116 (Fonds Anleihen Europa). Alle Faxabrufe über Fonds kosten somit 0,62 Euro je Minute. Im Börsenfax der Zeitschrift Geld Idee kann man täglich ab 13.30 Uhr aktuelle Wirtschafts- und Börsennews erhalten unter 01902/19180, d. h. für 62 Cent je Minute. Außerdem kann der interessierte Anleger Informationen erhalten über das Aktiengeschäft (3 Teile je 3 Seiten), z. B. Die richtige Aktie finden oder Strategien für Anleger (11 verschiedene Teile) z. B. Candlestick-Analyse (3 Seiten) mit jeweils eigenen Faxnummern ebenfalls für 62 Cent/Minute. Börsentelefon Der direkte Ansagedienst der Telekom mit Börsennachrichten und Kursen wurde Ende 2001 eingestellt. Es ist nur noch möglich, über den umständlichen und teuren Sprach-Informationsdienst 0190 055555 (nach 15 Sekunden 45 Cent/Minute) Informationen abzurufen. Bei der Nachrichtenagentur Vereinigte Wirtschaftsdienste (vwd) kann der Anleger unter 0190 580580 für 0,62
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Telefonische Abfragen Euro/Minute Realtime-Aktienkurse, Fondspreise, Optionsscheine und Indizes abfragen. Auch die Zeitschrift Geld Idee bietet eine gezielte Abfrage von Wertpapierkursen an unter 0190 219181 ebenfalls für 62 Cent je Minute. Vorbedingung für eine telefonische Abfrage ist immer die Wertpapieridentifikationsnummer (ISIN) und ein Telefon mit Tonwahlverfahren. Mobilfunk Abfragen Im Mobilfunk besteht die Möglichkeit - je nach Anbieteraktuelle Kurse aufs Handydisplay zu projizieren, oder wie bei T-D1 als SMS zu empfangen. UMTS in Verbindung mit der neuen Handygeneration (WAP Handys) eröffnen dem Anleger in Zukunft direkten Zugriff zu Börseninformationen aus dem Internet. Hotlines Neben diesen rein technischen Abfragen werden vielfach Börsentipps per Telefon-Hotline angeboten, teilweise von „Experten“. Oft werden diese Telefongespräche bewusst verzögert, weil die Anbieter über 40 Prozent der anfallenden Gebühren kassieren. Es gelten dabei für die 0190er Nummern dieselben Kosten wie bei den Fax- und Kursabfragen. Die erhaltenen Tipps und Informationen sind meistens das Geld nicht wert. Rat(h)schläge - Da alle Anbieter gesetzlich verpflichtet sind, ihre jeweilige Abrufgebühr im Faxangebot auszuweisen, kontrollieren und vergleichen Sie, für welchen Zeitraum die Cent- oder Euroangaben gelten (1 Sekunde, 10 Sekunden, 30 Sekunden, 1 Minute...).
- Informieren Sie sich bei Ihrem Mobilfunkanbieter über mögliche Börsen-Informationen und deren Kosten. Unterwegs und bei Auslandsaufenthalten können Ihnen telefonische Kursabfragen nützlich sein. TOP-Rat(h)schlag - Bedenken Sie, dass Faxabrufe für Sie zu einer teuren Informationsquelle werden können! Lassen Sie die Finger von Telefon-Hotlines, die teuren Tipps und Informationen sind i. d. R. nicht ihr Geld wert!
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Videos - Kassetten - CDs
Heute werden Börseninformationen auch in Form von Kassetten und Videobändern angeboten. Die n-tv-Edition vertreibt folgende Videos: Aktien- Börsenerfolg leicht Videobänder gemacht, Fonds - erfolgreicher Vermögensaufbau mit Investmentfonds und Börse für alle. Vom Bundesverband Deutscher Investmentgesellschaften (BVI) kann der interessierte Anleger das Video Der gemanagte Erfolg -Investmentsparen in Deutschland beziehen. Einen neuen Weg der Börseninformationen versucht das Kapitalanlage Magazin Cash mit seinem Internet-TV-Sender. Über 100 Videos zu unterschiedlichen Anlagethemen können angeklickt und angesehen werden. Internetadresse: www.cashtv-channel.de .
Der Campus-Verlag verkauft das Buch von Bodo Schäfer Der Weg zur finanziellen Freiheit - in sieben Jahren die erste Million auch als Kassetten-Seminar mit 4 Hörkassetten Hörkassetten (insgesamt 200 Minuten) für über 60,-- Euro. Das Buch Greife nie in ein fallendes Messer von Friedhelm CDs Busch bietet Campus zusätzlich auf 2 CDs an für rund 30,--Euro. Rat(h)schläge - Bedenken Sie, dass Ihnen Videos i. d. R. für dasselbe Geld weniger Informationen bieten als entsprechende Fachbücher.
- Vergleichen Sie die Preise: das Video über Fonds kostet bei n-tv 35,-- Euro, beim BVI (Bundesverband Deutscher Investmentgesellschaften, Eschenheimer Anlage 28, 6000 Frankfurt 1) nur eine Schutzgebühr von ca. 10,-- Euro. TOP-Rat(h)schlag - Verzichten Sie auf teure Videos und Kassetten, meistens genügen gedruckte Informationen!
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Internetportale - Communities-Foren - Chats
Nach einer Umfrage von Infratest Burke benutzen bereits Mitte 2000 20% aller Anleger das Internet als Informationsquelle und 10% zur Abwicklung ihrer Wertpapiergeschäfte. Anleger können heute aus dem Internet Informationen Internet schnell und kostengünstig Börseninformationen abrufen, die früher nur Bankern, Börsianern und institutionellen Anlegern zur Verfügung standen. Selbst von unterwegs ist es möglich, über Handy aus dem Internet Nachrichten, Kurse und Charts abzurufen, Depots einzusehen und Wertpapiere zu kaufen oder zu verkaufen. Onvista bietet z. B. ein Börsen-Informationssystem an mit einem Börsenticker, der auf Wunsch permanent über das Handy läuft. Mit entsprechender Software wie z. B. Micorsoft Passport erhält der Anleger nur Kurse von Aktien aus seinem Depot übermittelt oder Informationen aus Branchen, die ihn speziell interessieren. Die derzeitige WAP-Technologie ist relativ langsam und teuer, wird aber zukünftig von der UMTS-Technik abgelöst, die mit über 200facher Geschwindigkeit arbeitet. Bereits heute ist es möglich, Realtime-Kurse zu beziehen und sich per E-Mail oder SMS benachrichtigen zu lassen, wenn die im Depot gesetzten Limits erreicht sind. Folgende Börsen-Informationen beziehen interessierte Anleger bereits heute aus dem Internet: die Hälfte rufen Chart-Analysen, Wertpapier-Empfehlungen und Börsenberichte ab, nutzen Depotverwaltung und Analystenurteile, ca. 1/3 suchen Indizes, Geschäftsberichte und Musterdepots und rund ¼ nutzen Ad-hoc-Mitteilungen, Neartime-Kurse und Anlagestrategien.
Die große Anzahl angebotener Finanzportale lässt sich Finanzportale einteilen in 3 Bereiche: unabhängige Finanzdienstleiser, die sich durch Werbung finanzieren (onvista.de, finanztreff.de....), Sites von Online-Banken und -Brokern (comdirect.de, consors.de....) und Finanzportalen von Zeitungen, Zeitschriften und Nachrichtenagenturen (handelsblatt.com, boerse-online.de, vwd.de...). Communities In Online-Communities können Anleger sich virtuell treffen, Fragen stellen, ihre Meinungen mitteilen und Erfahrungen austauschen. Foren werden auch Boards (engl. Tafel) genannt, weil sie mit schwarzen Brettern Foren (Boards) vergleichbar sind. Unter einer Internetadresse gibt es meistens Boards zu verschiedenen Themen wie Neuemissionen und Optionen. Der interessierte Anleger kann Informationen finden, selber Fragen stellen und auf Antworten hoffen, auf Fragen anderer Teilnehmer antworten und sich an Diskussionen beteiligen.
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Chats Im virtuellen Chatroom können Anleger live miteinander, mit einem Moderator oder Experten kommunizieren (engl. chatten = plaudern). Als Anleger kann man auch selber über seine eigene Homepage ein Board oder ein Chat einrichten und betreiben, bei einigen Providern kostenlos, wie bei www.kostenlos.de . Bei der Community der Zeitschrift Börse online gibt es beispielsweise ein Börsenforum mit den Thermenbereichen Deutsche Standardtitel, Deutsche Nebenwerte, Auslandsaktien, Optionen & Futures und Fonds-Zertifikate-Anleihen sowie ein Expertentalk für Diskussionen im Chat mit Börsenexperten und Falschinformationen Vorstandsmitgliedern.
Jeder Teilnehmer kann in Foren und Chats anonym bleiben, indem er sich ein Pseudonym zulegt. Bei den verbreiteten Informationen ist daher größte Vorsicht geboten: sie können stammen von selbsternannten Insidern und Experten, Aufschneidern und Besserwissern oder von Laien und Unbedarften. Jeder Anleger kann versuchen, mit Gerüchten, Tipps und gezielten Falschinformationen Wertpapiere aus seinem eigenen Depot hochzujubeln. Ein Online-Daten Board sollte zumindest betreut werden, damit unseriöse Beitrage gelöscht werden. Online-Datenanbieter wie Bloomberg, Reuters, VWD oder Teledata beliefern auch private Anleger mit Börseninformationen. Da jedoch eine Standleitung zum Computer geschaltet sein muss, ist diese Art von Informationsbeschaffung für den normalen Anleger zu teuer. Internet Anwendungen Bereits heute dann sich der Anleger seine benötigten Informationen aus dem vielfältigen Angebot so zusammenstellen, dass er nur solche Kurs- und Preisinformationen , Börsennachrichten und Ad-hoc-Meldungen erhält, die speziell ihn interessieren, weil er die Wertpapiere bereits in seinem Depot hält, oder sich an einem bestimmten Markt, wie z. B. USA engagieren will. Das Anlegerdepot lässt sich selbsttätig ca. 15 Minuten zeitverzögert verwalten mit entsprechenden automatischen Hinweisen für die gesetzten Limits. Die Informations-Software wird bedienungsfreundlicher und preisgünstiger werden. So kann die Software Newsblaster der Columbia University bereits verschiedene Inforationen aus dem Internet heraussuchen und in 5 Sätzen zusammenfassen. Genutzt wird das Internet von Anlegern nicht nur für Börsen-Informationen, sondern zunehmend für den Kauf von Wertpapieren, der oft weniger als die Hälfte kostet bei Online-Brokern wie Comdirect, Consors und Entrium. Dafür erhält der Anleger keine Beratung oder nur gegen Suchmaschinen Aufpreis.
Im Februar 2003 hat die Stiftung Warentest ein Testergebnis von Internet-Suchmaschinen veröffentlicht.
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Arbeit zitieren:
Hauke Rath, 2004, BÖRSEN - Informationen für private Anleger, München, GRIN Verlag GmbH
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