Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Buch und Schreibwesen vor Gutenberg 2
2.1 Frühe chinesische Drucke 2
2.2 Papier und Pergament 2
2.3 Der Weg zum Buch 3
2.4 Die ersten gedruckten Bücher 3
2.4.1 Gesellschaftliche Veränderungen 3
2.4.2 Die Blockbücher 4
3. Gutenbergs Leben und Werk 4
3.1 Kindheit und Jugend 4
3.1.1 Die Geburt 4
3.1.2 Die Eltern und der Name Gutenberg 5
3.1.3 Schulbildung 5
3.2 Studium 6
3.3 Exil und Arbeit in Straßburg 6
3.4 Zurück in Mainz 7
3.4.1 Die Suche nach Geldgebern 7
3.4.2 Die Druckerwerkstatt 8
3.5 Die Erfindung 8
3.5.1 Motivation und Ziele 8
3.5.2 Werkzeug und Arbeitstechnik:
Vom Stempel zum gedruckten Buch 9
3.6 Die Werke 10
3.6.1 Eine perfekte Kopie der Handschrift 10
3.6.2 Kleindrucke 11
3.6.3 Die Gutenbergbibel 12
3.7 Ohne den Erfinder zum Erfolg 13
3.8 Gutenbergs letzten Jahre 13
4. Die Bedeutung der Erfindung 14
Literatur- und Quellenverzeichnis 17
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1. Einleitung
1997 hat das amerikanische „Time-Life Magazin“ eine Rangfolge der wichtigsten Persönlichkeiten des vergangenen Jahrhunderts aufgestellt und den Erfinder des Buchdrucks, Johannes Gutenberg, zum „ man of the millenium“ gekürt. Ende letzten Jahres lief auf dem ZDF die Sendung „Unsere Besten“ bei der die Zuschauer aus den hundert wichtigsten Deutschen aller Zeiten Gutenberg immerhin auf den achten Platz wählten. Grund genug, sich mit Leben und Werk dieses außergewöhnlichen Mannes zu beschäftigen. In meiner Hausarbeit möchte ich der Frage nachgehen, warum Johannes Gutenberg den Menschen in der heutigen Zeit ein wichtiger Begriff geblieben ist, welches Vermächtnis er der Welt hinterließ und warum seine Erfindung so bedeutend ist. Zunächst werde ich einen Überblick darüber geben, wie vor der „Gutenberg-Ära“ Schriftgut übermittelt wurde, und ob Johannes Gutenberg wirklich der Erste war, der gedruckt hat. Über die Biographie des „Jahrtausendmannes“ gibt es nur wenig erhaltene und brauchbare Dokumente. Geschichtswissenschaftler und Germanisten streiten sich nach wie vor über Gegebenheiten in seinem Leben.
Ich versuche, seinen Lebenslauf einerseits an Hand von gesicherten Daten, andererseits von Vermutungen, die mehreren Forschern gemeinsam entsprechen, wiederzugeben. Im Schlussteil gehe ich auch im Hinblick auf unser Seminarthema auf die direkte Bedeutung seines Werkes auf „die wissenschaftliche Revolution der frühen Neuzeit“ ein. Vor allem aber beruht mein Hauptaugenmerk auf der Frage, wie es Gutenberg gelang mit nur einer Erfindung die ganze Menschheit zu prägen.
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2. Buch und Schreibwesen vor Gutenberg
2.1 Frühe chinesische Drucke
Während Gutenberg in Schulbüchern der westlichen Welt eindeutig als Erfinder des Druckens ausgezeichnet wird, wird er diesem Titel in der chinesischen Kultur wohl nie gerecht. Denn tatsächlich ist das Verfahren der Druckkunst viel älter und reicht bis ins alte China zurück. Die Chinesen kannten das System der „beweglichen Lettern“ bereits im 5. Jahrtausend vor Christus und verzierten Knochen, Bronzen, Keramik oder Steine mit ihren mit Holzstäbchen aufgedruckten Schriftzeichen. Ein noch bedeutenderer Fortschritt gelang den Chinesen vor rund 2200 Jahren mit einer weiteren Erfindung. Das Papier, anfangs noch aus Hanffasern, dann aus Seidenlumpen oder Maulbeerrinde und ähnlich exotischen Grundstoffen bestehend, ermöglichte ein stetiges Reproduzieren von Schrift. 1
2.2 Papier und Pergament
Die Ägypter, Römer und Griechen verwendeten für ihre Niederschriften die Sumpfpflanze Papyrus, aus der sie durch ein Reibverfahren weißes, bereits hochwertiges Papier herstellen konnten. Das beschriftete Papier wurde zu langen Rollen zusammengefügt, bei denen man immer das Stück frei ließ, welches man gerade lesen wollte. Später verwendeten Römer und Griechen auch das in Pergamon gefertigte Pergament, welches aus gegerbter Tierhaut gewonnen und mit Bimssteinen geglättet wurde. „Ganze Bibliotheken bestanden aus solchen Schriftrollen. Sie wurden in Kapseln aufbewahrt, und kleine Schildchen, die so genannten Tituli, sagten, was darin zu lesen war.“ 2
1 Vgl. Team "Mainz. Gutenberg 2000". Frühe chinesische Drucke. http://www.gutenberg.de/erfindu2.htm (download: 4.3.2004).
2 Vgl. Pressler, Helmut: Gutenberg. 1967. S.33.
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2.3 Der Weg zum Buch
Seit dem 2. Jahrhundert nach Christus trat der Wandel des beschrifteten Pergaments von der Rollenform hin zu der uns bekannten Buchform ein. Die Codices (Bücher zum Blättern) wurden von Mönchen in Klöstern gefertigt und galten als sehr kostbar. Die Einbände bestanden oft aus Metall oder Elfenbeinplatten, die Texte wurden mit farbigen Illustrationen oder schmückendem Rankenwerk ausgestattet. Als die Nachfrage nach Büchern größer wurde, richtete man ganze Schreibwerkstätten ein, bei denen ein Mann, der so genannte Diktator, einer großen Anzahl von Schreibern den gewünschten Buchtext diktierte, welchen diese dann durch Niederschreiben reproduzierten. Man kann hier schon von einer frühen Kommerzialisierung des Buches sprechen. Als man merkte, dass Bücher Absatz fanden, wurde immer schneller und zahlreicher diktiert, was zweifelsohne zu einem Sorgfaltsverlust führte. So waren Hörfehler vorprogrammiert und auch die Verzierungen der Texte waren längst nicht mehr so aufwändig gestaltet wie bei den Klosterschreibern. Das Buchwesen des Mittelalters blieb weitgehend in den Klöstern, „die sich nach dem Verfall des Römischen Reiches als Pflegestätten der Kultur erwiesen hatten.“ 3
2.4 Die ersten gedruckten Bücher
2.4.1 Gesellschaftliche Veränderungen
Das Verfahren der Papierherstellung gelangte über die arabischen Länder erst im späten 12. Jahrhundert nach Europa. In Nürnberg entstand 1390 die erste Papiermühle und so hatte die erste wichtige Vorraussetzung zum Drucken das deutsche Reich erreicht.
Durch das zunehmende Streben der Menschen nach Wissenschaft und Entdeckungen im Zeitalter des Humanismus und der Renaissance des frühen
15. Jahrhunderts wurde auch die Nachfrage nach Büchern und den darin gesammelten Erkenntnissen immer bedeutender. Es wurden immer wieder neue Technologien, die das Leben der Bürger vereinfachten, erfunden oder aus anderen Kulturen übernommen. So hielt neben Wasserrad, mechanischer Uhr, Fernrohr und Getreidemühle auch der erste Buchdruck Einzug in die Gesellschaft.
3 Vgl. Kapr, Albert: Johannes Gutenberg. Persönlichkeit und Leistung. 1986. S. 11.
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2.4.2 Die Blockbücher
Mittels des Holzschnitts wurden die ersten Bücher, so genannte Blockbücher, gedruckt. Zur Fertigung der Blockbücher wurde eine ganze Seite in eine Holztafel eingeschnitten. Nach dem Einfärben dieser Platte wurde dann das feuchte Papier aufgelegt und durch Abreiben mit einem Stoffballen der Inhalt einer Seite abgedruckt. Das Blockbuch hat seinen Namen wahrscheinlich daher, dass Vor- und Rückseite stets aneinandergeklebt wurden, um dem unvermeidbaren Effekt des „Durchdrückens“ zu entgehen. Natürlich war dieses Verfahren noch recht umständlich, da immer genauso viele Holzplatten gefertigt werden mussten, wie das Buch Seiten haben sollte. Jedoch konnte durch dieses Druckverfahren bereits Arbeitszeit reduziert und im Sinne der Zeit wesentlich produktiver gearbeitet werden. Ein wesentlicher Unterschied zwischen dem Holzschnitt und dem Bahnbrechenden Erfolg Gutenbergs war, dass sich der Holzschnitt immer nur auf die Anfertigung eines Einzelstückes anfertigen ließ. Nachdem ein Buch bedruckt war, waren die Holzplatten praktisch wertlos.
3.Gutenbergs Leben und Werk
3.1 Kindheit und Jugend
3.1.1 Die Geburt
Johannes Gutenberg wurde als Johannes Gensfleisch (Im Folgenden Gutenberg) zwischen 1393 und 1403 in der Stadt Mainz geboren. Ein genaues Geburtsjahr lässt sich anhand der verbliebenen Quellen nicht nachweisen. Ebenso wenig der Geburtstag. Von Buchdruckern aus der ganzen Welt wird der Geburtstag auf den 24. Juni, den Johannistag festgesetzt. Dafür spricht, dass es damals nicht unüblich war, dem geborenen Kind den Namen seines Namenspatrons zu geben. Dagegen spricht, dass der Name Johannes (In Mainz Henne, Hengin oder Henchen) um 1400 ein sehr beliebter Name war und oft ausgewählt wurde. So bleiben genaues Geburtsjahr und -tag Spekulation. Der Einfachheit halber wurde
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Christian Hardinghaus, 2003, Johannes Gutenberg - Sein Leben, sein Vermächtnis, Munich, GRIN Publishing GmbH
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