Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Das spanische Kolonialreich 4
2.1 Die Eroberung Mexikos 4
2.2 Die Zerstörung des Inkareiches 5
3. Die spanische Handelsstruktur 6
3.1 Sevilla 7
3.2 Der Güterverkehr zwischen Spanien und der Neuen Welt 8
4. Flottenorganisation in die Neue Welt 1543 1564 9
4.1 Änderung des Konvoisystems 1564 10
4.2 Konvoistruktur 11
5. Rückfahrt nach Spanien 12
6. Resümee 13
7. Anhang 1 : Karte der Karibik (fehlt) 14
I. Quellenverzeichnis 14
II. Literaturverzeichnis 14
2
1. Einleitung
Die Erschließung der Neuen Welt jenseits des großen Ozeans kennzeichnete den Anfang eines neuen Kapitels der Weltgeschichte, bei dessen Gestaltung die Spanier eine maßgebliche Rolle spielten. Die spanischen Conquistadores brachten Reichtümer nach Europa, dessen Ausmaße das Abendland noch nie gesehen hatte. Mit dem Glauben, man hätte das sagenhafte Land Ophir 1 gefunden, beutete man den neuen Kontinent mit enormen Anstrengungen aus. Das Ergebnis war eine wahre Flut von Reichtümern, die die Bäuche der europäischen Schiffe füllten. Doch um der Aufgabe eines ökonomischen, sicheren und kontrollierbaren Handelssystems gerecht zu werden, war die kastillische Krone gezwungen, eine Transportstruktur zu entwickeln, wie sie es vorher noch nie gegeben hatte. Diese Arbeit soll Einblick in die Organisation und die Form des spanischen Konvoisystems geben und dessen Auswirkungen auf die Welt des 16. und
17. Jahrhunderts aufzeigen.
1 Ein sagenhaftes Goldland; im Alten Testament das Land, aus dem die Flotten Salomons große Reichtümer in ihre Heimat mitbrachten
3
2. Das spanische Kolonialreich
Die Territorien der spanischen Krone auf dem neu entdeckten Kontinent erstreckten sich zeitweise von Santa Fe in Nordamerika (1610 gegründet) bis hinunter nach Santiago im heutigen Chile (1541 gegründet) . Doch schon bevor Spanien ein Gebiet von solcher Größe sein eigen nennen konnte, endete eine Entwicklung, welche die spanischen Ländereien zum größten Kolonialreich in der Geschichte der Menschheit werden ließ: Zwischen 1519 und 1533 eroberten und unterwarfen die Conquistadores zwei mächtige Zivilisationen, das Reich der Atzteken und die Kultur der Inkas.
2.1 Die Eroberung Mexikos
Das erste Opfer des konquistadorischen Eroberungsdrangs waren die Atzteken, dessen Reich aus mehreren Stadtstaaten bestand und sich über Mexiko und die umliegenden Territorien erstreckte. Im Jahr 1519 drangen die Spanier unter der Führung des damals vierunddreißigjährigen Hernán Cortés in das Territorium der Atzteken ein und erreichten am 8. November vom Río Tabasco aus deren auf einer Insel im Texcoco-See gelegene Hauptstadt Tenochtitlán. Obwohl von den Atzteken freundlich empfangen, versuchten die Spanier, getrieben von Goldgier und Bekehrungsdrang, die Kultur der Ureinwohner nach ihren Wünschen zu formen und sich die Atzteken Untertan zu machen.
Dies endete mit der Noche triste 1 , der sog. traurigen Nacht, in der die Spanier sich
unter dem Pfeilhagel der Einwohner Tenochtitláns unter großen Verlusten aus der Stadt zurückziehen mußten (30.6.1520). Doch die Spanier gaben nicht auf und erneut brach Cortés am 25. Dezember 1520 mit einem neuen Heer auf, um die größte Metropole Mittelamerikas für die spanische Krone zu erobern. Nach unzähligen Schlachten, 107 Tagen Belagerung der Stadt 2 und immensen Opfern fiel Tenochtitlán
den Spaniern zum Opfer.
1 Vgl.: Disselhoff, H.D.: Cortés in Mexiko. S. 66.
2 Vgl.: Disselhoff, H.D.: S. 75
4
Der 13. August 1521 (Tag Eins Schlange unter dem Jahreszeichen Drei Haus; atztekische Zeitrechnung 1 ) kennzeichnete das Ende des einst großen Atztekenreichs.
Mexiko und seine umliegenden Territorien wurden 1535 zum Vizekönigtum von Neuspanien erklärt und der Oberherrschaft der kastillischen Krone unterstellt.
2.2 Die Zerstörung des Inka-Reiches
Auch das gigantische Reich der Inkas, welches sich über das Gebiet des heutigen Peru, Bolivien, Chile, Venezuela, Paraguay, Kolumbien, Ecuador und umgrenzende Landstriche erstreckte, wurde Opfer des spanischen Eroberungsdrangs. Francisco Pizarro, der 1529 von Karl V. zum Statthalter des zu erobernden Peru ernannt worden war, landete am 13. Mai 1531 mit einer Armee bei Tumbes am Golf von Guayaquil und begann im Folgejahr mit dem Zug in das peruanische Hochland, nachdem frühere Expeditionen nach Südamerika weitgehend gescheitert waren. Durch die gezielte Ausnutzung der indianischen Gottgläubigkeit und der Instabilität des Reiches (Die Inkas Huáscar und Atahualpa befanden sich im Kampf um die Regentschaft) war es den Spaniern möglich, das riesige Imperium mit relativ geringem Widerstand zu erobern. Am 15. November 1533 zog Pizarro in Cuzco, der Hauptstadt der Inkas, ein. Damit war die Herrschaft der Spanier über die Ureinwohner besiegelt, doch ging der Kampf um den Titel des Vizekönigs von Peru noch einige Jahre weiter, allerdings nur noch auf spanischer Seite.
1 Vgl.: Behringer, Wolfgang: Lust an der Geschichte: Amerika. Die Entdeckung und Entstehung einer neuen Welt. S. 182.
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Arbeit zitieren:
Eike Michl, 2001, Das spanische Konvoisystem, München, GRIN Verlag GmbH
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