1. Thema und Groblernziel der Stunde in der Religionsklasse 5. 2
2. Analyse des didaktischen Bedingungsfeldes 2
3. Sachanalyse 3
4. Richtlinien und Lehrpläne 4
5. Didaktische Analyse 4
6. Lernziele 5
7. Reflexion über die Stunde. 6
9. Literaturverzeichnis 7
1. Thema und Groblernziel der Stunde in der Religionsklasse 5
Das Thema „ Die christliche Urgemeinde und die heutige Gemeinde im Vergleich“ gliedert
sich in die Unterrichtseinheit „ Christen leben in der Gemeinde“ Das Lernziel dieser
Stunde ist es, dass die Schüler Parallelen und Unterschiede der früheren und der heutigen
Gemeinde erkennen und herausarbeiten.
2. Analyse des didaktischen Bedingungsfeldes
Ich hielt meine Stunde am Donnerstag, 17.07.03 von 8:05 bis 8:50 Uhr mit dem Thema:
„Die christliche Urgemeinde und die heutige Gemeinde im Vergleich.“
Die Klasse 5a der Realschule Im Hasental setzt sich aus 20 Schülern zusammen, davon
13 Mädchen und 7 Jungen. Die zuständige Klassenlehrerin ist Frau Röttgen.
Aufgrund der verschiedenen Konfessionen ist der Religionsunterricht ökumenisch
ausgerichtet d.h, katholische und evangelische Schüler lernen hier zusammen.
Schüler die keiner der Konfessionen angehörig sind, brauchen erst zur zweiten Stunde zu
kommen. Der Unterricht findet im Klassenraum statt.
Die anthropogenen Voraussetzungen sind durch eine rege Teilnahme und lebhaftes
Auftreten der Schüler gegeben.
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3. Sachanalyse
Die erste Christengemeinde der Welt in der Stadt Jerusalem war nur eine kleine Gruppe von Männern und Frauen. Ohne Macht und Geld, aber erfüllt von dem unbesiegbaren Glauben, dass der Gekreuzigte lebt und in ihrer Mitte gegenwärtig ist, feierten sie Christus Auferstehung. Diese erste Urgemeinde (deren Mitglieder unter anderem die Apostel waren) zog immer mehr Menschen an. Als geheimes Zeichen wählten sie den Fisch, dessen griechischen Anfangsbuchstaben der Wörter Jesus Christus Gottes Sohn Erlöser , das Wort Fisch ergeben: I =(J)= Jesus, X=(Ch)=Christus, 2=(Th)=Theu=Gottes,
Y=(Y)=Hyios=Sohn, Ε=(S)=Soter=Erlöser.
Im Laufe der Zeit wurde die Gemeinde immer größer und bot ein facettenreiches Bild: Arme und reichere Leute, Arbeiter und Sklaven trafen sich meist in Privathäusern um gemeinsam zu beten und die Eucharistie zu feiern. Aufgenommen wurde alle „ [...]die gläubig geworden waren.“ (Apg. 2,44). Schon früh kristallisierte sich ein wichtiger Standpunkt des Gemeindelebens heraus: Alle sind gleich zu behandeln. Jeder einzelne ist Teil der Gemeinde.
Die heutige Gemeinde ist der christlichen Urgemeinde nicht ganz unähnlich. Auch heute kommen Menschen aus allen Schichten zusammen, um die Eucharistie zu feiern.
Der frühere „ Vorsteher“ wird durch den „ Pastor“ ersetzt, der wiederum mit seinen „Messdienern“ die Messe gestaltet.
Das Prinzip der Nächstenliebe ist wie früher, wichtiger Bestandteil des christlichen Glaubens:
„ Wer zwei Hemden hat, soll dem eins geben, der keines hat. Und wer etwas zu essen hat, soll es mit dem teilen, der hungert.“ (Lk 3, 11)
Anderen zu helfen, Bedürftige durch Spenden zu unterstützen- was in der Urgemeinde begann- ist heute unter dem Begriff „ Diakonie“ vollendet.
Und in all den Dingen ist das zu finden, was auch für diese Unterrichtseinheit wichtig zu vermitteln war: In einer Gemeinde zu sein, heißt in einer Gemeinschaft zu sein. Jeder kann dazu beitragen diese Gemeinschaft/Gemeinde durch Glaube, Nächstenliebe und Verkündigung aufrechtzuerhalten.
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Neu hinzugekommen ist in unserer heutigen Gemeinde, die Konzentration auf die Jugend: Durch vielfältige Angebote für Jung und Alt (Lern-, Spiel-, Musik-, Sportgruppen) und Aktionen die auch außerhalb der Gemeinde reifen (Ferienlager, Reisen) ist der Gemeinschaftsbegriff allgegenwärtig.
4. Richtlinien und Lehrpläne
Das Thema dieser Unterrichtseinheit steht im Kontext des „ Miteinander leben-miteinander glauben: in der Kirche Gemeinschaft entdecken“ und ist in den „ Richtlinien und Lehrplänen für die Realschule in NRW: katholische Religionslehre“ manifestiert und für die 5 Jahrgangsstufe vorgesehen.
Im Lebensraum der Familie menschlich-religiöse Grunderfahrungen und Grundhaltungen zu vermitteln und einzuüben, sind die Lernziele dieses Themas. Sich in einer Gemeinschaft einzuleben und diese zu ihrem Besten mitzugestalten, sind wichtige Aufgaben der Schüler. Die Klasse als Mikrokosmos einer Gemeinschaft (Gemeinde) zu sehen, die durch ständige Veränderungen ( Klassenwechsel, neue Mitschüler) geprägt ist- die Aufgabe des Lehrers besteht darin, dies den Schülern zu vermitteln.
5. Didaktische Analyse
Gemeinschaft spiegelte sich für die Menschen damals in ihrer Gemeinde wieder. Sie aßen und tranken zusammen, beteten und redeten über ihre Sorgen und Freuden. Gemeinschaft heute, erleben Jugendliche in ihren Freundschaftskreisen, Sportgruppen oder speziellen Vereinen. Die Gemeinde spielt für viele nur noch eine untergeordnete Rolle. Dies wird verstärkt, wenn die Vorbilder ( Eltern und Großeltern) nicht mehr zur Kirche gehen und dem Kind die Besonderheit des Gemeindelebens nicht vermitteln. Wenn die Gemeinde jedoch sehr engagiert ist, gelingt es ihr mit Hilfe von interessanten Angeboten die Jugend für sich zu gewinnen und an sich zu binden. Der vorliegende Unterrichtsentwurf versucht eine Brücke zwischen Urgemeinde. -früher-und heutiger Gemeinde zu schaffen, um das verschwommene Bild der Gemeinde (aufgrund der fehlenden Auseinandersetzung mit dem Thema) klarer zu umreißen. Der vorliegende Unterrichtsentwurf ist durch die Schülerreflexion an die vorigen Stunden und durch die Erarbeitung der aktuellen Stunde geprägt.
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Arbeit zitieren:
Nanna Dresbach, 2004, Christen in der Gemeinde (Religionsunterricht in der Klasse 5), München, GRIN Verlag GmbH
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