Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung S 2
2. Verlauf des Seminars:
2.1 1 Sitzung: 02 05 2003 S 2
2.2 2 Sitzung: 16 05 2003 S 5
2.3 3 Sitzung: 30 05 2003 S 8
2.4 4 Sitzung: 21 06 2003 S 10
2.5 5 Sitzung: 04 07 2003 S 13
3. Fazit S 15
4. Literaturverzeichnis S 16
1
Einleitung
Das Mittelseminar „Interaktionsspiele“ konzentrierte sich auf deren gemeinsame, praktische Umsetzung und thematisierte sie in ihrer theoretischen Form nur am Rande. Die meisten Spiele wurden im Anschluss mittels eines Gruppenblitzlichtes reflektiert. Im Vordergrund stand dabei die selbst erlebte Erfahrung mit ihren subjektiven Empfindungen und der Wahrnehmung von sich selbst und der gesamten Gruppe.
Interaktionsspiele lassen sich dem Begriff des sozialen Lernens zuordnen. „Es geht um ernsthaftes soziales Lernen, gleichzeitig um das, was Spiele im allgemeinen kennzeichnet: Freude, Lust, eine entspannte Atmosphäre (Gudjons 1998, S.6). Interaktion ist wechselseitig aufeinander bezogenes Handeln. Es soll in spielerischer Form erlebt und nicht theoretisch vermittelt werden. Ziel ist die Entwicklung, Förderung und Festigung von Kommunikationsfähigkeit, Teamarbeit, Kooperationsbereitschaft sowie die Entfaltung der eigenen, individuellen Persönlichkeit.
In der folgenden Hausarbeit stelle ich den Verlauf und Inhalt des Seminars anhand der einzelnen Interaktionsspiele und meinen dazu gehörenden Erlebnissen, Eindrücken und Gefühlen dar. Die Hausarbeit ist in die fünf Sitzungen gegliedert, welche sich jeweils aus den einzelnen Interaktionsspielen zusammen setzen. Direkt im Anschluss an jedes Interaktionsspiel habe ich meine subjektive Sichtweise angefügt. Die Hausarbeit wird mit einem Fazit abgerundet, welches meinen persönlichen Gesamteindruck und mein aus dem Seminar gezogenes Resultat enthält.
Verlauf des Seminars
1. Sitzung: 02.05.2003
Namenskette: Alle Seminarteilnehmer stellten sich in Reihenfolge der Anfangsbuchstaben ihrer Namen nebeneina nder. Danach sprachen alle ihre Namen hintereinander von A-Z.
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Meines Erachtens war dies eine ausgezeichnete Übung, um das Seminar zu beginnen. Beim Suchen der eigenen Position innerhalb der A-Z-Kette kam ich mit ersten Seminarteilnehmern, die ich zuvor noch nicht kannte, ins Gespräch und lernte darüber hinaus einige Namen kennen.
Namen rhythmisch sprechen: Nun wurde aus der A -Z-Kette ein Stehkreis
gebildet. Herr Meueler leitete einen Rhythmus aus klatschen und mit dem Fuß über den Boden streichen an. Die erste Person aus der Namenskette begann nun, ihren Namen gemäß dem vorgegebenen Rhythmus und in getrennten Silben zu sprechen. Die Seminarteilnehmer wiederholten den Namen alle zusammen zweimal. Anschließend folgte der zweite Seminarteilnehmer und sprach seinen Namen im Rhythmus. Der Name wurde wiederum vom kompletten Seminar zweimal wiederholt. Nun wurde erneut bei der ersten Person der Namenskette begonnen. Auf diese Weise wurde fortgefahren, bis jeder Teilnehmer seinen Namen gesprochen hatte.
Zu Anfang eines Seminars herrscht oft eine angespannte Atmosphäre, nicht alle, aber viele Teilnehmer sind sich fremd etc.. Dies spürte ich auch in dieser Sitzung. Das Spiel schuf eine lockere Atmosphäre und nahm mir meine anfängliche Unsicherheit. Als Gruppe sammelten wir erstmals gemeinsame Erfahrungen. Gelang der Rhythmus etc., so hatten wir gemeinsam etwas erreicht, gelang er nicht, lachten wir zusammen. Ich hatte das Gefühl, den anderen Teilnehmern erging es ähnlich, und wir waren gemeinsam für dieses Interaktionsspiel zu begeistern. Zudem lernte ich den größten Teil aller Namen kennen, insbesondere der mir gegenüber stehenden Personen, da ich bei der Wiederholung der Namen stets das jeweilige Gesicht sehen konnte. Dies fiel mir bei den Personen neben mir schon wesentlich schwerer.
Sprechkanon Mehdorn-Song: Die Gruppe blieb im Kreis stehen und lernte
folgenden sechszeiligen Kanon: Drunten am Bahnhof - stehen die Züge – all in einer Reihe – kommt der Schaffner – dreht an einem Rädchen – hui, weg sind sie! Der Kanon wurde inhaltsgemäß mit Bewegungen begleitet.
Diese Übung war für mich sehr schön, und ich gewann den Eindruck, dass die anderen dies genau so empfanden.
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Konzentrationsübung Zählen von Peter Brook: Für diese Übung bildeten wir
einen Stuhlkreis, bei dem sich jeder so entspannt wie möglich hinsetzen sollte. Ziel war das gemeinsame Zählen bis zwanzig, bei dem ein beliebiger Teilnehmer eins sagte, etwas Zeit verstrich, und irgendwann irgendein Teilnehmer spontan zwei sagte. Sagten zwei oder mehrere Teilnehmer die nächste Zahl gleichzeitig, musste erneut bei der Zahl eins begonnen werden. Wir mussten mehrmals wieder bei eins beginnen, bis wir tatsächlich die Zahl zwanzig erreichten.
Dieses Interaktionsspiel fand ich sehr spannend und interessant. Zudem entstand meines Erachtens ein Wir-Gefühl. Auch ich hoffte, dass wir es gemeinsam schaffen würden, bis zwanzig zu zählen. Wobei mir auffiel, dass sich oftmals die gleichen Personen beteiligten während sich ein Teil der Gruppe relativ passiv zeigte.
Akrosticho n: Diese Übung bestand daraus, den eigenen Vornamen, bei kurzen evtl. noch den Zweit- oder Nachnamen, von oben bis unten auf ein Blatt zu schreiben. Mit jedem Buchstaben sollte ein Wort gebildet werden mit dem Ziel, aus den Wörtern einen mehr oder weniger sinnvollen Satz zu konstruieren. Am Ende las jeder Teilnehmer sein Akrostichon vor. Es waren teils langweilige, teils sehr amüsante Sätze entstanden.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Seminarteilnehmern, die an dieser Übung anscheinend viel Freude hatten, lag sie mir leider gar nicht. Die Vorstellung, mir auf diese Weise einen Satz auszudenken, bereitete mir schon kein Vergnügen und folglich verließ mich auch jegliche Kreativität. Dem entsprechend fiel auch mein Resultat aus.
Grimassenrunde: Bei dem darauf folgenden Interaktionsspiel blieben wir im Stuhlkreis sitzen. Ein Seminarteilnehmer begann, seinem Nachbarn eine Grimasse zu ziehen. Der wiederholte die Grimasse, dachte sich eine neue aus und zeigte sie dem Nächsten. Das Grimassenziehen machte auf diese Weise seine Runde bis zum Anfang zurück.
Dieses Spiel empfand ich als sehr unangenehm. Zum Einen liegt mir das Grimassenziehen nicht, ich fasse mir nicht mal gerne ins Gesicht, wenn ich unterwegs bin. Zum Anderen schaue ich mir nicht gerne Grimassen von anderen an.
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Arbeit zitieren:
Petra Jung, 2003, Interaktionsspiele, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
DOI
Interaktionsspiele in der Erlebnispädagogik
Ein kurzer Überblick
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