- Hamburg -
Weltstadt der Logistik in Deutschlands Norden
Projektarbeit der EMA 18, Internationale Betriebswirtschaftslehre
Fachgebiet: Logistik
von:
Jan Oster
2005
Danksagung
Diese Projektarbeit widme ich meiner geliebten Heimatstadt Hamburg. Ich hatte das Glück hier geboren und aufgewachsen zu sein und mittlerweile 21 Jahre meines Lebens hier zu verbringen. In dieser Zeit habe ich viele Städte dieser Welt gesehen, doch keine begeistert so sehr wie Hamburg noch heute. Kaum eine Stadt kann eine solch interessante Geschichte aufweisen. Hamburg erlebte Napoleon, sah sich brennen im großen Brand von 1842 oder im Feuersturm des Krieges und ertrinken in der entfesselten Sturmflut der Elbe. Doch wurde Hamburg nach jedem Neuanfang nur noch schöner. Hamburg, das sind in erster Linie die Menschen die diese Stadt schon immer geliebt haben, und seit 21 Jahren bin ich einer von ihnen!
Dort wo Elbe und Alster sich treffen liegt Hamburg, die schönste Stadt der Welt!
Abkürzungsverzeichnis:
TEU – Twenty Foot Equivalent Unit (20 Fuß Standardcontainer)
HHLA – Hamburger Hafen- und Lagerhaus AG
dB(A) – Maßeinheit für Lärmbelastung
HK – Handelskammer
EU – Europäische Union
Inhaltsverzeichnis
Danksagung
Abkürzungsverzeichnis
1 Einleitung 01
1.1 Gang der Untersuchung 02
2 Der Elbtunnel – Die vierte Röhre 03
3 Luftfahrt 04
3.1 Allgemeines 04
3.2 Flughafen Hamburg – Projekt ,,Ham21“ 04
3.2.1 Allgemeines 04
3.2.2 Die einzelnen Baustufen 05
3.2.3 Die infrastrukturelle Anbindung des Flughafens 06
3.2.4 Luftfracht 06
3.3 Airbuswerk Finkenwerder 07
3.3.1 Allgemeines 07
3.3.2 Das Mühlenberger Loch 08
3.3.3 Start- und Landebahnverlängerung 09
4 Der Hafen Hamburg 11
4.1 Geschichtliches 11
4.2 Vorbetrachtung 12
4.3 Hamburg-Antwerp Range 14
4.4 Die Entwicklung der Containerschiffe 14
4.5 Thema Elbvertiefung 15
4.6 Beispiel Container Terminal Altenwerder 16
4.7 Beispiel für aktuelle Hafeninvestitionen 16
4.8 Die weitere Containerdistribution 17
4.9 Binnenschifffahrt 19
4.10 Probleme des Hamburger Hafens 20
5 Fazit 21
Anhang
1 Einleitung – Die allgemeine Lage
Anlässlich des Zusammenwachsens der Weltwirtschaft gewinnt die Logistik als Mittel zur Vernetzung der Welt eine immer größere Bedeutung. Die Weltwirtschaft wächst so schnell wie schon seit 25 Jahren nicht mehr. Ausgehend von Asien - insbesondere China - und den USA können selbst die stark gestiegenen Rohstoffpreise diese Entwicklung nicht entscheidend hemmen, denn zum Großteil resultieren sie aus eben dieser Wachstumsentwicklung. Es kommt insbesondere dem deutschen Export zugute, der wieder Deutschlands Konjunktur stützt. Doch auch ein starker Export hilft nur begrenzt, wenn der bedeutsamere Faktor Binnennachfrage weiter schwächelt, zumal der Export in Länder außerhalb der Euro-Zone sich mehr und mehr durch den steigenden Euro verteuert.
Einen nachhaltigen Aufschwung kann es aber erst geben, wenn inländische Investitionen und der private Konsum anziehen. Aber danach sieht es bislang nicht aus: Unsichere (auch politische) Rahmenbedingungen verunsichern Unternehmen und Verbraucher, mit der Folge von verhaltenen Investitionen und steigender Sparquote. So ist beispielsweise die von 2005 auf 2004 vorgezogene Steuersenkung weitgehend wirkungslos geblieben.
Hinzu kommt der defizitäre Staatshaushalt der auch 2004 die Maastrichtkriterien zum dritten Mal in Folge verletzen wird. Auch 2005 wird mit voraussichtlich 75 Milliarden Euro das Stabilitätsziel deutlich verfehlt. Die Staatsschulden des Bruttoinlandsproduktes werden etwa 67% erreichen.1 Die mangelnde Konsolidierung der Staatsfinanzen führt aufgrund der Schuldentilgung und Zinszahlungen zu ständig rückläufiger staatlicher Investitionsquote.
Die geplanten Investitionen für 2005 belaufen sich auf 22,7 Milliarden Euro und liegen nur knapp über der geplanten Neuverschuldung von 22 Milliarden Euro2, d.h. bedenklich nahe zur Verfassungswidrigkeit gem. Artikel 115 GG: ,,Die Einnahmen aus Krediten dürfen die Summen der im Haushaltsplan veranschlagten Ausgaben für Investitionen nicht überschreiten“.
Die Kassenlage des Bundes wirkt sich auch unmittelbar auf die Verkehrsinvestitionen aus. Bis 2008 wird erwartet, dass dem Verkehrsetat jährlich etwa 2,6 Milliarden Euro fehlen. Beim Straßenbau sieht es noch düsterer aus. Noch im Februar wurden von den Bundesländern eine Anhebung der Straßenbaumittel von 5,1 auf 5,8 Milliarden Euro gefordert, stattdessen sollen nun die Investitionen um 20 Prozent gekürzt werden.1 Die Folgen sind klar. Wichtige Straßenbauprojekte entfallen und vorhandene Geldmittel werden immer mehr gestreckt und auf Substanzerhaltung konzentriert. Auch die nun endlich anlaufenden Mauteinnahmen von schätzungsweise 3 Milliarden Euro werden den dargestellten Zustand nicht wesentlich ändern, denn: Durch die Erweiterung der EU ist Deutschland noch stärker zur zentralen Verkehrsdrehscheibe Europas geworden. Inzwischen ist Deutschland der größte Außenhandelspartner der zehn EU-Neulinge, die für die deutsche Wirtschaft zusammen heute schon wichtiger sind als die USA.
Besonders auch Hamburg kann und wird davon profitieren. Als Drehscheibe Nord-Deutschlands konnte Hamburg trotz der bundesdeutschen Probleme viele zentrale Projekte realisieren. So konnte als Beispiel der Altenwerder Containerterminal realisiert werden, auch der Flughafenausbau und die Modernisierung und Schaffung seiner Verbindungswege geht voran, die vierte Elbtunnelröhre steht und selbst im Streit um die Startbahnverlängerung des Airbuswerkes in Finkenwerder zeichnet sich eine Einigung ab. Aber was genau macht Hamburg nun zur ,,Weltstadt der Logistik“ und zur ,,Drehscheibe des Nordens“?
1.1 Gang der Untersuchung:
Im Folgenden wird sich diese Arbeit mit solchen Großprojekten und deren Auswirkungen auf die Zukunft Hamburgs als logistischer Knotenpunkt befassen. Da der Umfang der Projektarbeit limitiert ist, wird sie sich nur mit ausgewählten Themen befassen. Als erstes wird die vollzogene Erweiterung des Elbtunnels um eine Röhre beschrieben. Weiter geht es mit der Luftfahrt mit den Beispielen Airbuswerk Finkenwerder und Flughafen Hamburg. Im Anschluss komme ich zum Kernpunkt der Arbeit und Herzstück der Hansestadt, dem Hafen. Dabei wird stets versucht, auch Geschichtliches mit einfließen zu lassen, was schließlich ein unlösbarer Teil Hamburgs ist.
2 Der Elbtunnel – Die vierte Röhre1:
Der Elbtunnel ist mit Sicherheit der wichtigste Tunnel Deutschlands und zugleich der meistbefahrenste. Als Nadelöhr des nördlichen Straßenverkehrs muss ihn praktisch jeder der die Elbe in einem weiträumigen Radius um Hamburg überqueren will durchfahren. Dabei kommt es an Werktagen nicht selten zu über 100.000 Fahrzeugen die gezählt werden. Ursprünglich, mit seiner Fertigstellung im Jahre 1975, war er jedoch nur für maximal 70.000 Autos ausgelegt. Die vermehrten Staus durch diese Überbelastung waren in den letzten Jahren die Folge. Um einen drohenden Verkehrskollaps zu verhindern, begannen Mitte der 90er die Planungen für den Bau der vierten Elbtunnelröhre. Die Kosten sollten sich auf etwa eine Milliarde Mark belaufen. Mit der Fertigstellung Ende 2003, knapp einen Monat hinter dem Zeitplan, wurde die neue Röhre eingeweiht. Auch die Kosten waren im Endeffekt höher als ursprünglich veranschlagt, sie lagen bei etwa 530 Millionen Euro. Beides wurde damit begründet, dass der Elbtunnelbohrer ,,Trude“ auf seinem Weg unter der Elbe von 1997 bis März 2000 auf manches hartnäckige Hindernis stieß, welches die Bohrarbeiten verzögerte. Mit dem Bohren des Rohtunnels hatte Trude ihren Zweck erfüllt und genießt nun ihren wohlverdienten Ruhestand im Hof des Museums für Arbeit in Hamburg-Barmbek.
[....]
1 ,,Deutschlands Konjunkturmotor stottert“, Deutscher Speditions- und Logistikverband e.V. (im Folgenden zitiert als: DSLV) Jahresbericht 2004, Seite 7
2 ,,Bundeshaushalt 2005 im Vermittlungsausschuss“, Internet-Link Nr. 1 (Siehe Anhang)
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1 ,,Verkehrsinfrastruktur verkommt immer mehr“, DSLV Jahresbericht 2004, Seite 7
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1 Erarbeitet aus: Internet-Link Nr.2
Quote paper:
Jan Oster, 2005, Hamburg - Weltstadt der Logistik in Deutschlands Norden, Munich, GRIN Publishing GmbH
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