2
Gang der Untersuchung. 3
1. Erläuterung und Präzisierung der Aufgabenstellung. 3
2. Die Methode des Ursache -Wirkungs-Diagramm. 4
2.1 Kaoru Ishikawa - der Erfinder des Ursache-Wirkungs-Diagramm. 4
2.2 Erstellung eines Ursache-Wirkungs-Diagramms. 5
2.2.1 Problemformulierung. 5
2.2.2 Ermittlung von möglichen Ursachen. 6
2.2.3 Festlegen der Ursachengruppen. 7
2.2.4 Eintragung der ermittelten Ursachen ins Diagramm entsprechend
der entwickelten Struktur. 9
2.2.5 Untersuchung der Ursachen auf Wahrscheinlichkeit und Richtigkeit. 9
2.2.6 Ermittlung der wesentlichen Ursache-Wirkungs-Beziehungen. 10
2.2.7 Festlegung weiterer Untersuchungen. 10
3. Lösung der Aufgabenstellung durch ein Ursache -Wirkungs-Diagramm. 11
3.1 Problemformulierung. 11
3.2 Ermittlung der möglichen Ursachen. 13
3.3 Festlegen der Ursachengruppen. 14
3.4 Eintragung der ermittelten Ursachen ins Diagramm entsprechend
der entwickelten Struktur. 15
3.5 Untersuchung der Ursachen auf Wahrscheinlichkeit, Wichtigkeit
und Richtigkeit. 16
3.6 Ermittlung der wesentlichen Ursache-Wirkungs-Beziehungen. 20
3.7 Festlegung weiterer Untersuchungen. 21
4. Interpretation der Ergebnisse. 21
5. Management Summary. 22
Quellenverzeichnis. 23
2
Im Rahmen der vorliegenden Seminararbeit werde ich folgende fünf Arbeitsschritte mit den jeweiligen Unterpunkten vornehmen.
Nach einer kurzen Erläuterung und Präzisierung der Aufgabenstellung kommt der zweite vorerst sehr theoretische Schritt, die Erläuterung der Methode der Ursache-Wirkungs-Diagramme. In dem anschließenden praktischen Teil der Arbeit wird eine Lösung der Aufgabenstellung durch ein Ursache-Wirkungsdiagramm erarbeitet. Diese Ergebnisse werden in einem vierten Arbeitsschritt interpretiert und ganz am Ende steht noch ein wertende Meinung in Form eines kurzen Management Summaries.
Das Ziel dieser Seminararbeit ist die Erläuterung der Methode der Ursache-Wirkungs-Diagramme und die Anwendung dieser Methode auf ein spezielles Problem. Das Problem, im dritten Kapitel dieser Arbeit genau definiert, wird durch die Anwendung der Methode dargestellt und gelöst wird. Grob umschrieben befasst es sich mit der erheblichen Verbesserung von Patrick Schneider in seinem Studium in Dortmund gegenüber seines früheren Studiums in Aschaffenburg. Die Ergebnisse des Lösungsprozesses sind verschiedene Ursache-Wirkungs-Beziehungen, welche im vierten Kapitel mit der Wirklichkeit verglichen und dahingehend interpretiert werden. Abschließend wird die Arbeit mit der Methode in einem Management Summary kurz resümiert, bewertet und eine Empfehlung ausgesprochen.
3
2.1 Kaoru Ishikawa - der Erfinder des Ursache-Wirkungs-Diagramm 1
Im Jahre 1915 wurde der Erfinder des Ursache-Wirkungs-Diagramm in Japan geboren. Nach
Probleme zu lösen. Die anderen 6 Werkzeuge neben dem Ursache-
Wirkungs-Diagramm lassen sich in Fehlerfassung- und Ursachenanalysetools unterscheiden:
2. Das Histogramm
3. Die Qualitätsregelkarte
4. Das Pareto-Diagramm
5. Das Korrelationsdiagramm
6. Das Brainstorming
7. Ursache-Wirkungs-Diagramm
1 vgl. Kamiske / Brauer (1999), S. 40f
4
Ein wichtiger Meilenstein im Leben des Kaoru Ishikawa war sein Eintritt in die Japanese Union of Scientists and Engineers (JUSE), in der er schwerpunktmäßig, neben seiner Lehrtätigkeit an der Universität Tokio, im Bereich Qualitätssicherung forschte. In der JUSE - Forschungsgruppe begann Ishikawa nur wenige Jahre später ein gruppenarbeitsorientiertes Konzept zu implementieren, welches später als Qualitätszirkel Weltruhm erlangte. Seine Büchern, wie zum Beispiel: „What is Total Quality Control? The Japanese Way” (1985)oder „Guide to Quality Control” (1986), gelten noch heute als Standardwerke des Qualitätsmanagement und sind bei Amazon.com gefragte Handelsware. Am 16. April 1989 verstarb Kaoru Ishikawa im Alter von 73 Jahren hochgelobt und vielfach ausgezeichnet als einer der wichtigsten Qualitätsmanagementgurus der japanischen Geschichte.
2.2 Erstellung eines Ursache-Wirkungs-Diagramms
Nach Kamiske/Brauer ist das Ursache-Wirkungs-Diagramm eine Technik zur Problemanalyse, bei Ursachen und die Wirkung voneinander losgelöst werden. Dabei werden mögliche Ursachen bzw. Einflüsse, welche zu einer bestimmten Wirkung bzw. einem Problem führen, in Haupt- und Nebenursachen aufgegliedert, getrennt von einander betrachtet und anschließend graphisch dargestellt. 2
Im Folgenden wird die Arbeit dieses Vorgehen in 7 Schritten erläutern.
2.2.1 Problemformulierung
Der Grundpfeil ist das Fundament des Ursache-Wirkungs-Diagramms und an dessen Ende steht das formulierte Problem (Wirkung). Nach Binner soll die Pfeilrichtung dabei auf das Problem zeigen, dessen Ursachen qualitativ analysiert werden sollen. 3
2 vgl. Kamiske/Brauer (1999), S. 180
5
Abb. 2 - Der Grundpfeil
Das möglichst präzise beschriebene Problem, das von den einzelnen Arbeitsgruppenmitgliedern gleich verstanden wird, ist die Ausgangsbasis für die Gruppenarbeit. Sollte die zu analysierende Wirkung zu komplex sein, empfiehlt Mehlberg eine Untergliederung in mehrere sinnvolle Teilprobleme um die Übersichtlichkeit zu erhöhen. Das Resultat der Untergliederung sind dann unabhängig voneinander bearbeitbare Analysen. 4
2.2.2 Ermittlung von möglichen Ursachen
Die optimalen Vorraussetzungen für ein ergiebige Suche nach möglichen Ursachen bildet eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe mit Teilnehmern aus den unterschiedlichsten Bereichen. Eine Team, bestehend aus Kunden, Lieferanten, Maschinisten, Ingenieuren und Service-Technikern, wäre zum Beispiel die optimale Besetzung für ein Problem mit einer Produktionsmaschine. Stauss / Seidel nennen diese Teams „cross-funktionale Teams“. 5 Bei der Ursachenermittlung gibt es zwei Alternativen:
Bei der ersten Alternative prüft man alle „Ms“ (siehe Kapitel 2.2.3) nach einander ab und ermittelt so die dazugehörigen Unterursachen.
Bei der zweiten Alternative kommt vor dem obenbeschriebenen strukturierten Schritt noch ein freies Brainstorming, bei dem so viele Ursachen wie möglich gesammelt werden. Erst im Anschluss daran wird mit der strukturierten Vorgehensweise begonnen und die Ursachen der Reihe nach den einzelnen „Ms“ (siehe Kapitel 2.2.3) oder den entsprechenden Ursachengruppen zugeordnet
3 vgl. Binner (1996), S. 163
4 vgl. Mehlberg (1997), S. 909f.
5 vgl. Stauss / Seidel (1999), S. 201
6
Nach Masing ist es besonders wichtig in dieser Phase sorgfältig und vollständig zu arbeiten, da Fehler, die in dieser Phase unterlaufen, nicht mehr korrigiert werden können. 6 Die gefundenen Ursachen bilden als horizontale kleinere Gräten das Gerüst des Diagramms. Stauss/Seidel weisen darauf hin, dass in dieser Phase der Entwicklung des Ursache-Wirkungs-Diagramm lediglich Fehlerursachen ermittelt und nicht schon Lösungsmöglichkeiten gefunden werden müssen. 7
2.2.3 Festlegen der Ursachengruppen
Nach einer Festlegung der einzelnen Kategorien werden sie in das Diagramm eingezeichnet. Die allgemeingültigste Lösung stellen die 4 „Ms“ dar: Mensch, Maschine, Methoden, Material. Diese Hauptursachen werden laut Stauss / Seidel „Gräten“ genannt u nd in das Ishikawa-Diagramm eingezeichnet (siehe Abb. 3). 8
Die Wahl der „Ms“ als Überkategorien sind aber nur Vorschläge und können durch jede andere Überkategorie ergänzt oder sogar ersetzt werden. Kamiske/Brauer empfiehlt z.B. entweder nur die 4 Ms (Maschine, Mensch, Material und Methode) einzusetzen oder aber zu den 4 Ms noch die Felder Messung und Milieu einzuführen (6 Ms). 9
6 vgl. Masing (1999), S. 393
7 vgl. Stauss / Seidel (1998), S. 227
8 vgl. Stauss / Seidel (1998), S. 227
9 vgl. Kamiske / Brauer (1999), S. 181
7
Arbeit zitieren:
P. Schneider, 2004, Eine Einführung in die Methode des Ursache-Wirkungs-Diagramms anhand eines Beispiels, München, GRIN Verlag GmbH
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