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Inhaltsverzeichnis
Einleitung. 3
I. Der synoptische Vergleich zwischen Mt 9,9-13 par Mk 2,13-17 4
1. Feststellen der Gemeinsamkeiten zwischen der Mt - und Mk-Fassung. 4
2. Die Unterschiede zwischen Mt 9,9-13 par Mk 2,13-17. 5
3. Die Bewertung der festgestellten Unterschiede zwischen Matthäus und Markus 7
Bilanz. 10
1. Gemeinschaft mit Jesus in der Nachfolge: 10
2. Gemeinschaft mit Jesus im Mahl: 11
3. Die Lehre Jesu: 11
II. Die theologischen Akzente des Evangelisten Mt 12
1. Einleitung: 12
2. Ruf in die Nachfolge, Gemeinschaftsmahl und Gemeinde als Lernort von Barmherzigkeit
12
III. Planung eines Besinnungstages mit dem Pfarrgemeinderat. 14
1. Einleitung. 14
2. Programmablauf des Besinnungsstages 15
Literaturverzeichnis 17
Quellenverzeichnis. 17
A N L A G E 1 Textblatt Mt 9,9-13 18
ANLAGE II Unterteilung der Perikope in Abschnitte mit Handlungsgefüge 19
ANLAGE III ,,Wir werden leben“ von Alois Albrecht. 20
ANLAGE IV Die Perikope in Mt 9,9-13 mit Blick auf die Sakramente der Taufe und
Firmung 21
ANLAGE V Das Mahl der Sünder, Gemählde in Villa San Pastore bei Palestrina, Latium 21
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Einleitung
Mit meiner Arbeit möchte ich an einem ausgewählten Text des Matthäusevangeliums, nämlich an Mt 9,9-13 par Mk 2,13-17, verdeutlichen, wie sich der Evangelist Matthäus das Leben in se iner christlichen Gemeinde im Sinne Jesu vorgestellt hat. Die Perikope von der Berufung des Zöllners Matthäus mit dem sich anschließenden Zöllnergast mahl habe ich gewählt, weil mich die vorbehaltlose und bedingungslose Annahme der Zöllner und Sünder durch Je sus beeindruckt hat. Mein Anliegen ist es, hier weiter nachzuforschen und eine Antwort auf die Frage zu finden, wie meine Arbeit als Gemeindereferentin einerseits und das Wirken des Pfarrgemeinderates, dem ich als Gemeindereferentin angehöre, andererseits aussehen müsste, wenn sie im Sinne solcher von Jesus und vom Matthäusevangelium gleichermaßen propagierten Barmherzigkeit erfolgt. Die Erarbeitung der Perikope Mt 9,9-13 par Mk 2,13-17 geschieht wie folgt: - Beginnen werde ich mit einem synoptischen Vergleich der Mt -Fassung mit der älteren, dem Evangelisten Matthäus vorgegebenen Fassung des Markusevangeliums. Dabei we rden die
- Übereinstimmungen, aber vor allem die Unterschiede zwischen beiden Textfassungen festgestellt.
- Anschließend versuche ich eine Bewertung der festgestellten Unterschiede, die Mt nach sachlich-theologischen Gesichtspunkten vorgenommen hat. Dadurch wird die theologische Absicht des Evangelisten, die er mit seiner Bearbeitung dem Mk-Text aufprägte, am deutlichsten zu fassen sein.
- Im nächsten Arbeitsschritt vergleiche ich dann meine Feststellungen mit den einschläg igen Kommentierungen der Perikope durch verschiedene Exegeten. Durch die Meinungen der Forscher werden meine eigenen Textbeobachtungen gestützt, ergänzt und ggf. korrigiert.
- An Hand der dann verantwortbaren exegetischen Interpretation der Zöllnergastmahl-Perikope versuche ich, aus ihrer spezifischen Verkündigungsabsicht geistliche Impulse für die ehrenamtliche und hauptberufliche pastorale Arbeit in der Gemeinde zu gewinnen. - Das legt sich vor allem deshalb nahe, weil die Perikope vom Zöllnergastmahl auf den er sten Blick erkennen lägt, dass hier die Gemeinschaft mit Jesus - im übertragenen Sinn also die christliche Gemeinde - von Matthäus thematisiert wird und unverzichtbare Lebensgesetze dieser Gemeinde genannt werden.
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I. Der synoptische Vergleich zwischen Mt 9,9 -13 par Mk
2,13-17
1. Feststellen der Gemeinsamkeiten zwischen der Mt- und Mk-Fassung
1.1 Im nachfolgenden Arbeitsschritt werde Ich die Ge meinsamkeiten der beiden Textvarianten von der Berufung des Levi-Matthäus und dem Gastmahl mit den Zöllnern und Sü ndern aufzeigen. Es geht also darum, diejenigen Textpassagen zu erkennen, die Matthäus von Markus übernimmt. Die Gemeinsamkeiten sind in der folgenden Textgegenüberste llung in brauner Schrift geschrieben. Als deutsche Übersetzung habe ich die Syn opse des Münchener Nt aus dem Patmos-Verlag Düsseldorf gewählt. 1.2 Der Synoptischer Vergleich
1.3 Im folgenden Schritt werde ich die durch die farbige Unterstreichung hervorgehobenen Gemeinsamkeiten noch einmal benennen.
1.3.1 Beide Evangelisten sprechen vom ,,Weitergehen“ Je su. Während des Weitergehens kommt es zur Berufung des Zöllners, der ,,bei der Zollstelle sitzt“. Der Gegensatz zw ischen dem ,,Weitergehen“ und dem ,,Sitzen“ macht deutlich, dass das Nachfolgen des
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Zöllners etwas mit ,,Bewegung“ zu tun hat. Der Berufene reiht sich sozusagen in die Bewegung Jesu ein.
Matthäus übernimmt im Übrigen den Vers 14 der Mk-Vorlage fast unverändert.
1.3.2 Sowohl Matthäus als auch Markus sprechen vom Mahl Jesu und seinen Schülern mit vie-
len Zöllnern und Sündern im Haus. Matthäus übernimmt also den Gemeinschaftschara kter des Mahls aus der mk Erzählung, der durch die abgesonderte Atmosphäre des Hauses noch einmal besonders betont wird.
1.3.3 In beiden Textfassungen wird das Verhalten Jesu gegenüber Zöllnern und Sündern von
den Pharisäern bzw. den Schriftkundigen der Pharisäer nicht verstanden. Beide Evangelisten drücken dies in einem Streitgespräch aus.
1.3.4 Matthäus folgt Mk 2,17b wörtlich: ,,Nicht nötig haben die Starken den Arzt, sondern die,
denen es schlecht geht“. Jesus weiß sich zu den Kranken und Schwachen gesandt. Das gleiche gilt, auf die ,,Gerechten“ und ,,Sünder“ bezogen, für Mt 9,13c par Mk 2,17c. 1.3.5 Ergebnis:
In Erzählstruktur und Grundaussagen ist Matthäus dem vorgegebenen Mk -Text weitgehend gefolgt. Das wird noch einmal in folgender Übersicht darge stellt.
Beide Evangelisten machen deutlich, dass Jesus Menschen aller Herkunft unterschiedslos in seine Nachfolge beruft. Nachfolge Jesu bedeutet weiterhin, Gemeinschaft im Mahl mit ihm und vielen anderen Gerufenen zu haben. Jesus weiß sich zu denen gesandt, die am Rande der Gesellschaft stehen. So machen Matthäus und Markus gleichermaßen deutlich, die christliche Gemeinde solle sich um diejenigen kümmern und sich ihrer annehmen, die sozial und religiös ,,am Rande“ stehen und als Außenseiter gelten. Ihnen, den Sündern, Kranken und Schwachen soll die ganze Sorge der Gemeinde gelten.
2. Die Unterschiede zwischen Mt 9,9-13 par Mk 2,13-17
2.1 Mit Hilfe der folgenden synoptischen Vergleichung werden nun die Unterschiede zw ischen Mt 9,9-23 und Mk 2,13-17 herausgestellt. Die Änderungen des Matthäus gege nüber dem vorgegebenen Mk-Text sind in grüner Schrift geschrieben. 2.2 Der Synoptische Vergleich
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2.3 Im nächsten Arbeitsschritt werden die Unterschiede nochmals zusammenfassend benannt. 2.3.1 Mt streicht den mk Vers 13 und damit die Exposi tion der Mk-Fassung: die genaue Ortsangabe und die Belehrung des Volkes durch Jesus. Als Ortsangabe fügt Mt „von dort“ ein. Mit diesem Hinweis schließt er an 9,1 an. Dort ist als Ortsangabe Kafarnaum gemeint.
2.3.2 Während Mk sofort den Berufenen vorstellt, spricht Mt zuerst von einem ,,Menschen“, den ,,Jesus“ sieht, und nennt dann den Namen des Zöllners. Diesen ändert er von ,,Levi“ in ,,Matthaios“ und nennt im Gegensatz zu Mk den Vater des Berufenen und damit dessen Herkunft nicht.
2.3.3 In den Versen 15 und 17 benutzt Mk bei allen Verben die Gegenwartsform und Mt in seinen Parallelversen 10 und 12 die Vergangenheitsform.
2.3.4 Gegenüber Mk spricht Mt in Vers 10 sehr auffällig von ,,dem Haus“ und meint damit offensichtlich ein bestimmtes Haus.
2.3.5 Mt fügt in Vers 10 ein ,,und siehe“ vor Nennung der Tischgäste ein. 2.3.6 Mt kennzeichnet die Tischgemeinschaft Jesu als aus Zöllnern und Sündern bestehend, die zu Jesus ,,kommen“. Mt streicht die Anmerkung des Mk, dass Jesus viele nachfolgten. Ob das ,,Kommen“ der Tischgäste Jesus bei Mt dem ,,Nachfolgen“ der Tischgäste bei Mk entspricht bleibt zu prüfen. 2.3.7 Mt streicht ,,die Schriftkundigen“ der Pharisaier.
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Arbeit zitieren:
Gabriele Tschöpe, 1992, Aufstehen-Nachfolgen-Feiern - Unser Leben in der Gemeinschaft mit Jesus. Eine Bibelarbeit zu Mt 9,9-13, München, GRIN Verlag GmbH
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