Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort Seite 2
2. Zeitalter und Entstehung des Manifestes Seite 2
2.1. Das Zeitalter Seite 3
2.2. Das Leben von Karl Marx und Friedrich Engels Seite 4
2.3. Die Entstehung des Manifestes Seite 4
3. Inhalt und Struktur des Manifestes Seite 6
4. Theoretische, philosophische Ansätze im Manifest Seite 6
4.1. Der historische Materialismus Seite 7
4.2. Der Geschichtsdeterminismus Seite 8
5. Die Bedeutung des Manifestes heute Seite 8
6. Literaturhinweis Seite 9
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1. Vorwort
Nach dem Ende des kommunistischen Systems in Osteuropa und in der Sowjetunion scheint die Aktualität des Kommunistischen Manifestes nicht mehr gegeben sein. Dennoch wird es als visionäres Geschichtswerk verstanden oder als Dokument einer historischen Zwangsläufigkeit.
In dieser Arbeit soll das Manifest auf seine Entstehung und Anwendung untersucht werden. Die zeitlichen Umstände damals und heute sind ein Teil der Betrachtung. Karl Marx und Friedrich Engels schufen das Werk parallel zum Siegeszug des Kapitalismus gegen welches es sich richtete. Nachdem der staatliche Dogmatismus der kommunistischen Lehren auf der Welt kaum mehr existiert, stellt sich die Frage auf, ob der politische Klassiker nicht auf die heutige und zukünftige Zeit anwendbar i st. Die Globalisierung, welche Gewinner und Verlierer hinterlässt, verlangt nach neuen Erklärungen. Das Manifest könnte eine Unterstützung sein. In welchem Ausmaß es sich eignet, will die folgende Arbeit beantworten.
2. Zeitalter und Entstehung des Manifestes
2.1. Das Zeitalter
Am Anfang des 19. Jahrhunderts begann das Industriezeitalter in England und den Vereinigten Staaten. Neue technische Innovationen, aufgrund der Erfindung der Dampfmaschine, wie Eisenbahn und Stahlerzeugung, veränderten grundlegend die Gesellschaft.
Im Laufe des 19. Jahrhunderts beginnt auch auf dem europäischen Kontinent die Umwandlung von der Agrar- zur Industriegesellschaft. Zwei Maßnahmen haben daran einen besonderen Anteil. Erstens, die Einführung der Gewerbefreiheit, die das überkommende Zunftsystem ablöst und somit den Unternehmen die Möglichkeit gibt, frei zu agieren. Dies lässt viele neue Fabriken in kürzester Zeit entstehen. Zweitens, die Bauernbefreiung, mit der man das Lehnwesen endgültig überwindet, bringt eine große Anzahl verarmter Menschen hervor, die der Industrie somit als billigste Arbeitskräfte
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zur Verfügung stehen. Die nun einsetzende Massenproduktion führt darauf hin ein Teil der kleineren und mittleren Handwerker ins Elend.
Zwei Begriffe sind für das dieses frühere Zeitalter prägend: Pauperismus zum einen bezeichnet die Massenverelendung der Arbeiter, die täglich ums bloße Überleben kämpfen. Proletariat, zum Anderen, wird zur Bezeichnung dieser Bevölkerung. 1
2.2. Das Leben von Karl Marx und Friedrich Engels
In dieser Zeit der gesellschaftlichen Veränderungen wuchsen Marx und Engels hinein. Marx 1818 in Trier geboren, nahm ein Studium der Rechtswissenschaften, Philosophie und Geschichte in Bonn und Berlin auf. Während seines Studiums beeinflusste ihn der Rechtsle hrer Eduard Gans. Dieser liberale Anhänger Hegels der „...besonders den Aspekt der Willensfreiheit und die Bedeutung der sozialen Fragen betonte...hieß die Julirevolution gut...“. 2 Er promovierte 1841 und begann als Redakteur für eine liberaloppositionelle Zeitung in Köln zu arbeiten. Nach seiner Heirat und dem Verbot der Zeitung 1843 emigrierte er nach Paris. Hier begann er seine kommunistische Tätigkeit zu vertiefen und lernte 1845 seinen späteren Lebensfreund Friedrich Engels kennen. Engels wuchs als Fabrikantensohn in Manchester auf und sammelte neben seiner kaufmännischen Ausbildung und Tätigkeit zahlreiche Erfahrungen bei sozialen Bewegungen.
2.3. Die Entstehung des Manifestes
Marx arbeitete in Paris an die Herausgabe der Deutsch- Französischen Jahrbücher, in welcher auch Engels Texte verfasste. Aus politischen Gründen ging er ins liberaler gehaltene Belgien, wo er Engels wiedertraf 3 und mit ihm gemeinsam sich weiterhin im Schreiben übte.
In der Brüsseler Zeit entstanden mehrere revolutionäre Schriften. Im Jahre 1847 traten sie den Bund der Kommunisten bei. Schon während des II. Kongress dieses Bundes
1 Vgl. www.dsg.ch/industri.htm Zugriff am 20.01.05
2 McLellan, David: Karl Marx - Leben und Werk. S. 32
3 vgl. Stammen, Theo (Hrsg.): Karl Marx - Manifest der kommunistischen Partei. S. 36.
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Arbeit zitieren:
2005, Das kommunistische Manifest- Eine kritische Auseinandersetzung und Wiedergabe aus heutiger Sicht, München, GRIN Verlag GmbH
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