Inhaltsverzeichnis
1. Zusammenfassung. 4
2. Einleitung. 4
3. Einführung in das Thema 4
3.1 LRS- Eine kurze Erklärung dieser Störung 4
3.2 Interventionsmöglichkeiten bei LRS 5
4. Die Studie 1: Das Marburger-Rechtschreib-Training - Kurzzeit-Intervention. 5
4.1 Theoretischer Hintergrund der Studie 1. 5
4.2 Fragestellung/Hypothesen. 6
4.3 Methoden 6
4.3.1 Überblick. 6
4.3.2 Versuchspersonen und Versuchsdesign 7
4.3.3 Durchführung/Vorgehen. 7
4.3.4 Material/Datenerhebung. 8
4.4 Ergebnisse 9
5. Die Studie 2: Profitieren Legastheniker und allgemein lese-rechtschreibschwache
Kinder in unterschiedlichem Ausmaß von einem Rechtschreibtraining? 9
5.1 Theoretischer Hintergrund der Studie 2. 9
5.2 Fragestellung/Hypothesen. 10
5.3 Methoden 10
5.3.1 Überblick. 10
5.3.2 Versuchspersonen und Versuchsdesign 11
5.3.3 Durchführung/Vorgehen. 11
5.5.4 Material/Datenerhebung. 12
5.4 Ergebnisse 12
6. Diskussion beider Studien und Bewertung 13
8. Literaturverzeichnis 15
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1. Zusammenfassung
In dieser Seminararbeit wird eine kurze Einführung in das Lese-Rechtschreib-Syndrom (LRS) gegeben. Außerdem gibt sie einen Einblick, worauf bei Interventionen und -studien zu achten ist. Darauf aufbauend werden nacheinander zwei Interventionsstudien bei lese-rechtschreibschwachen- bzw. Legasthenie-Kindern auf die wichtigsten Aspekte hin beschrieben. Am Ende der Seminararbeit werden die beiden Studien im Vergleich diskutiert und bewertet.
2. Einleitung
Im Rahmen des Hauptstudiums der Diplom-Psychologie nahm i ch am Kernfachseminar „Phänomenologie psychischer Störungen im Kindes- und Jugendalter“ bei Frau Dr. Rosner teil und hielt mit einer Kommilitonin zusammen ein Referat zum Thema „Das Lese-Rechtschreib-Syndrom". Deshalb suchte ich mir für diese Seminararbeit folgende Interventionsstudien aus: Studie 1 zum Thema „Das Marburger Rechtschreib-Training - Ergebnisse einer Kurzzeit-Intervention“ wurde an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters der Philipps-Universität Marburg durchgeführt und 2001 veröffentlicht. Studie 2 beinhaltet die Frage „Profitieren Legastheniker und allgemein leserechtschreibschwache Kinder in unterschiedlichem Ausmaß von einem Rechtschreibtraining?“. Diese Studie stammt von der Universität Würzburg und wurde im Jahr 2002 publiziert.
3. Einführung in das Thema
3.1 LRS- Eine kurze Erklärung dieser Störung
Das Lese-Rechtschreibsyndrom, kurz LRS genannt, ist eine Beeinträchtigung des Erlernens der Schriftsprache bzw. des Lesens. Es ist eine Entwicklungsstörung und eine Teilleistungsstörung, d.h. eine diagnostizierbare isolierbare Schwäche beim Erlernen des Lesen und Rechtschreibens. Somit ist LRS kein Verlust einer erworbenen Lese- und/oder Rechtschreibfähigkeit. Im deutschen Sprachgebrauch wird meist LRS mit Legasthenie bezeichnet und kein Unterschied gesehen. Es kann bei Kindern während des Sprechenlernens und im Vorschulalter bereits Hinweise auf diese Schwäche geben. Wirklich deutlich wird LRS meist erst während des ersten Schuljahres. LRS ist zudem die häufigste Entwicklungsstörung im Kindesalter.
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3.2 Interventionsmöglichkeiten bei LRS
Da LRS das Kind sowohl in der Schule als auch in anderen Lebensbereichen beeinträchtigt und belastet, sind Hilfestellungen, z.B. in Form von Interventionen und Therapien relevant. Eine Form von Therapiemöglichkeit sind Trainings, z.B. ein Regeltraining, in dem den lese- und/oder rechtschreibschwachen Kindern, die Regeln in Form von Merksätzen beigebracht werden.
Zur Überprüfung der Wirksamkeit diverser Trainings oder neu entwickelter Methoden werden Trainingsstudien durchgeführt. Jedoch gibt es viele Probleme, sowohl bei der Durchführung, als auch in der Interpretation der Ergebnisse und auch im Nachweis empirisch substanzieller Trainingseffekte im Bereich des Rechtschreibens. Bei den Studien muss auch der erhebliche zeitliche, personelle und materielle Aufwand mit eingeplant werden.
Dies bedeutet konkret, dass für eine Vergleichbarkeit der Trainings das Training in kleinen Gruppen, für alle Kinder gleich und über einen längeren Zeitraum stattfinden sollte. Dem wiederspricht die praktische Erfahrung, dass das Training individuell auf das Kind abgestimmt sein sollte. Zudem ist eine nicht-trainierte Kontrollgruppe Voraussetzung für eine objektive Leistungsbeurteilung, was aus ethischen Gründen nicht vertretbar ist, d.h. eine spätere Intervention ist auch bei der Kontrollgruppe nötig und damit keine spätere follow- up Erhebung mehr möglich. Zudem sind bei der Feldforschung viele störende Einflussfaktoren vorhanden, z.B. durch sozioökonomische Statusunterschiede.
Nachstehend werden beide Studien dargestellt und zum Schluss kritisch beleuchtet.
4. Die Studie 1: Das Marburger-Rechtschreib-Training - Kurzzeit-Intervention
4.1 Theoretischer Hintergrund der Studie 1
Durch die schlecht e Schriftsprachkompetenz bei LRS werden alle Leistungsbereiche in der Schule beeinträchtigt. Aufgrund von immerwährenden Leistungsversagen kann dies zu emotionale Störungen und Verhaltensstörungen bei LRS-Kindern führen. Da bekannt ist, dass besonders die Rechtschreibstörung bis ins hohe Erwachsenenalter erhalten bleibt, ist eine frühe Intervention notwendig. In dieser Studie werden neu erforschtere Trainings der symptomspezifischen Trainings (wie. z.B. das Regel- und das Phonologie- Training) angewandt. Im Gegensatz dazu gibt es noch das Training basaler kognitiver Funktionen oder die Re-
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Programmierung neurologischer Defizite, die in dieser Studie nicht erwähnt werden. Bei symptomspezifischen Trainings ist ein direkter Zusammenhang zur Symptomatik erkennbar und ihre Wirksamkeit ist bereits gut belegt. Da der Schriftspracherwerb nach Frith (1985) 1 in drei Entwicklungsstufen: (zuerst die logographische, dann die alphabetische/phonologische und zuletzt die orthographische Stufe) stattfindet, kann ein Regeltraining erst nach der phonologischen Stufe sinnvoll angewendet werden, weil die Kinder die Buchstaben-Laut-Beziehungen können müssen und zudem die nötigen kognitiven Fähigkeiten zum Regeln lernen aufweisen. Deshalb ist eine Anwendung eines Regeltrainings ab der zweiten bzw. dritten Klasse erst möglich. Phonologietrainings haben hingegen ab diesem Zeitpunkt kaum eine Wirkung, weil die phonologischen Fähigkeiten bereits gut entwickelt sein dürften.
4.2 Fragestellung/Hypothesen
Mit dieser Studie werden folgende Ziele verfolgt:
Zum einen soll überprüft werden, ob ein rascherer Therapieeffekt durch ein intensives Training im Gegensatz zum Elterntraining von Schulte-Körne et al. (1997, 1998) 2 erzielt werden kann. Zum anderen, ob ein Therapieeffekt bei diesem Marburger-Training, das ein Einzeltraining ist, auftritt. Dies ist von Interesse, da möglicherweise bei den Elterntrainings ein Therapieeffekt bezüglich der Rechtschreibleistung z.B. durch eine veränderte Elter-Kind-Interaktion entstanden sein könnte. Es werden keine Hypothesen genannt
4.3 Methoden
4.3.1 Überblick
Es gab eine Experimental- und eine Kontrollgruppe. Die Rechtschreib- und Lesefähigkeit wurden zu verschiedenen Zeiten getestet und zudem der Leidensdruck als zusätzliche Variable erhoben.
1 Vgl. Schulte-Körne et al., Das Marburger-Rechtschreibtraining (2001), S. 8
2 Vgl. Schulte-Körne et al., Das Marburger-Rechtschreibtraining (2001), S. 8
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Arbeit zitieren:
Petra Bußmann, 2004, Kann man lese-rechtschreibschwachen Kindern wirklich helfen?, München, GRIN Verlag GmbH
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