Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis III
1. Aristoteles - ein Porträt 1
1.1 Die Biographie als Skizze. 2
1.2 Der Philosoph - Freund der Weisheit 4
1.3 Politischer und kultureller Hintergrund 5
2. Der Chronos - die fließende Zeit 5
3. Zeitbegriff und Verständnis von Zeit des Aristoteles. 6
3.1 Einheit der Zeit 7
3.2 Existenz der Zeit 8
3.3 Die Existenz des Jetzt 9
3.4 Definition der Zeit 10
3.5 Zeit und Seele 11
4. Implikationen für das 21. Jahrhundert 13
4.1 Erlebte Gegenwart 13
4.2 Die Wahrnehmung von Zeit und Dauer. 14
4.3 Die Glückskonzeption nach Aristoteles. 15
5. Schlussbetrachtungen. 16
Anhang 18
Literaturverzeichnis 19
Internetseiten. 20
II
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Kopf des Aristoteles
Abb. 2: Schemata zum möglichen Ablauf der Zeit
III
Der Zeitbegriff des Aristoteles zu Stagira
1. Aristoteles - ein Porträt
"Es zeichnet einen gebildeten Geist aus, sich mit jenem Grad an Genauigkeit zufrieden zugeben, den die Natur der Dinge zulässt, und nicht dort Exaktheit zu suchen, wo nur Annäherung möglich ist." (Aristoteles, Nikomachische Ethik) 1
Hier soll Aristoteles in der Weise eines Porträts dargestellt werden. Die
offensichtlich unmöglich alles zu wissen. Man kann aber auch versuchen, die Prinzipien von allem zu wissen und erhält auf diese Weise eine sinnvolle Möglichkeit das Wesen zu verstehen. Unter diesem Gesichtspunkt ist die Darstellung dieses Porträt zu sehen. Statt „alles“ was Aristoteles gedacht und geschrieben hat, darzustellen, steht hier der Versuch das Wesen seiner Welt und Intentionen, vor allem in Hinblick auf die Erschließung seines Begriffes und dem Verständnis von Zeit, darzulegen. Dennoch ist eine einigermaßen befriedigende Darstellung eines so vielseitigen Denkers wie Aristoteles wohl kaum zu leisten. Sein Einfluss war vor allem auf das Geistesleben des Mittelalters von entscheidender Bedeutung. Zusammen mit Alexander dem Grossen wird
1 http://www.net-lexikon.de/Liste-der-Zitate-von-Aristoteles.html
2 Vgl. Grosse Philosophen (2001), S.81
3 Ebenda, S.81
1
Der Zeitbegriff des Aristoteles zu Stagira
Aristoteles wie kein anderer antiker Philosoph häufig in den mittelalterlichen Sagen und Dichtungen erwähnt. 4
1.1 Die Biographie als Skizze
Aus den „unsicheren biografischen Informationen“ 5 lässt sich skizzenhaft ein Überblick zum Lebenslauf des Aristoteles erstellen. Er wurde im Jahre 384 v. Chr. im makedonischen Teil von Griechenland, in Stagira, geboren. 6 Er entstammte einer Medizinerfamilie, sein Vater war Leibarzt des makedonischen Königs Amyntas III. 7 In den Jahren 367 bis 347 war erzunächst als Student, später als Lehrender - Mitglied der platonischen Akademie in Athen. Nach dem Tod seines Lehrers, dem g rossen Philosophen Platon (ca. 427-347 v. Chr.) im Jahr 347, begannen für Aristoteles aufgrund antimakedonischer Stimmungen in Athen die so genannten Wanderjahre. Im Laufe dieser kam er unter anderem nach Assos, Lesbos und brachten im Jahr 342 das spektakulärste Ereignis im Leben des Philosophen: König Philipp II. von Makedonien rief ihn an seinen Hof als Lehrer für den Prinzen Alexander - den späteren Alexander den Grossen. Er kehrte 335 nach Athen zurück. Dort gründete Aristoteles seine eigene Schule, das Lykeion. 323 musste er, nach dem Tod Alexander des Grossen, erneut aus Athen fliehen und starb 322 in Chalkis. Seine Schule wurde von seinem Freund und Schüler Theophrast weitergeführt. Prägend für ihn ist natürlich die Philosophie seiner Lehrers Platon. Nach einem antiken Schriftenkatalog (Diogenes Laertius V 21ff.) hat Aristoteles eine fast unglaubliche Zahl von Schriften abgehandelt, nämlich über 150 Titel in etwa 500 so genannten Büchern. Demnach wären von seinen Werken nicht mehr als ein Drittel erhalten. Das hinterlassene Schriftwerk umfasst die Gebiete der Logik und Erkenntnistheorie, der Naturphilosophie, der Metaphysik, der Ethik, Politik, Rhetorik und Kunsttheorie. 8 Sie werden eingeteilt in 9
4 Vgl. Die Großen der Welt (1985), S. 115
5 Rapp, Cristof (2001), S.8
6 Zum Leben des Aristoteles vgl. Jonathan Barnes (1999)
7 Vgl. Der Brockhaus, Philosophie (2002), S.114
8 Ebenda, S.115
9 Vgl. http://home.tiscalinet.ch/biografien/biografien/aristoteles.htm
2
Der Zeitbegriff des Aristoteles zu Stagira
• Organon ("Werkzeug"), Abhandlungen über die Logik,
• Physik, naturwissenschaftlichen Arbeiten über Astronomie, Meteorologie, Pflanzen und Tiere,
• Metaphysik sind Schriften über Natur, Zweck und Eigenschaften der Dinge (da sie in der ersten veröffentlichten Ausgabe um 60 v. Chr. unmittelbar hinter der Physik standen),
• Nikomachische Ethik ist eine Schrift, die Aristoteles seinem Sohn Nikomachos widmete,
• De Anima (Erkenntnisse über die Seele),
• Rhetorik (unvollständig erhalten) und
• Poetik (unvollständig erhalten).
Die erhaltenen Schriften haben den Charakter von Abhandlungen. Ihr trockener Stil und der Anschein von Unabgeschlossenheit haben den Eindruck erweckt, es handle sich hierbei um Vorlesungsaufzeichnungen. Dies kann aber auch durch den Umstand bedingt sein, dass die Schriften mehrfach überarbeitet worden sind. 10
Seine Schriften sind immer argumentativ, problemorientiert und nüchtern, aber auch viele Wiederholungen und Brüche. Dies hat zu der These geführt, dass seine Philosophie eine Entwicklung durchlaufen hat. Das unterstellt, dass alle frühen Schriften des Aristoteles eine besondere Nähe zu Platon aufweisen und sie um so später zu datieren sind, je weiter sie von Platons Denken entfernt scheinen. 11 Die griechischen Texte des Aristoteles werden bis in die Zeit des Hochmittelalters vor allem in Byzanz gelesen und kommentiert. Die erste gedruckte Gesamtausgabe erscheint in den Jahren 1495-1498 in Venedig, die für die moderne Aristoteles-Forschung grundlegende kritische Gesamtausgabe wird zwischen 1831 und 1837 von Bekker erstellt. 12
10 Vgl. Rapp, Cristof (2001), S.11
11 Vgl. Jaeger, Werner (1930)
12 Vgl. Rapp, Cristof (2001), S.13
3
Arbeit zitieren:
Maik Keppel, 2004, Der Zeitbegriff des Aristoteles zu Stagira - Implikationen für das 21. Jahrhundert, München, GRIN Verlag GmbH
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