2
Gliederung
1. Einleitung: Auffächerung der vorliegenden Arbeit
2. Leben und Werk des Komponisten Carl Maria von Weber unter
besonderer Berücksichtigung seiner Aufenthalte in Dresden
2. 1 Geburt und Kindheit
2. 1 1 Angaben zu den Vorfahren von Carl Maria von Weber
2. 1 2 Erläuterung der familiären Verhältnisse zur Zeit der Geburt Carl Marias
2. 1 3 Musikalische Erziehung und erste Kompositionen
2. 2 Der jugendliche Weber
2. 2 1 Erste Opernversuche und Dokumentation der Streitigkeiten um
„Das stumme Waldmädchen“ in Freiberg
2. 2 2 Weitere musikalische Studien in Salzburg und Wien
2. 2 3 Kapellmeister in Breslau und die Oper „Rübezahl“
2. 2 4 Webers Zeit in Stuttgart als „Geheimer Sekretär“ des Herzogs Ludwig von
Württemberg und seine „zweite Geburt“
2. 3 Wege zum Ruhm: der erwachsene Komponist
2. 3 1 Konzert- und Kunstreisen quer durch Deutschland und in die Schweiz
2. 3 2 Weber als Operndirektor in Prag
2. 3 3 Einsamkeit und Depression Weber zwischen zwei Frauen
2. 3 4 Lebensdaten zu Webers späterer Ehefrau Caroline Brandt
2. 3 5 Kuraufenthalt in Bad Liebwerda und die „Brautbriefe“
2. 3 6 Patriotische Freiheitsgesänge und Liebeskummer
2. 3 7 Kündigung in Prag Verlobung und Anstellung in Dresden
2. 4 „Beharrlichkeit führt zum Ziel“ Webers Zeit in Dresden
2. 4 1 Ausgangssituation für den neuen Musikdirektor der deutschen Oper und
dessen Zielsetzung
2. 4 2 „Kabale und Liebe“ neue Herausforderungen für Weber
3
2. 4. 3 Schilderungen zur Entstehung der romantischen Oper „Der Freischütz“
2. 4. 4 Heirat der Sängerin Caroline Brandt und Schilderung des gemeinsamen
Alltagslebens in Dresden
2. 4. 5 Beschreibung einiger Intrigen um Webers Neuerungen
2. 4. 6 Sommeraufenthalte in Dresden- Hosterwitz (1818/ 19 und 1822 – 24)
2. 5 Weber auf dem Höhepunkt seines Schaffens - Meisterjahre
2. 5. 1 Vollendung des „Freischütz“, Schauspielmusik zu „Preziosa“ und die Oper
„Die drei Pintos“
2. 5. 2 Kunstreise in den Norden
2. 5. 3 Uraufführung des „Freischütz“ in Berlin am 18. 06. 1821
2. 5. 4 Zeitgenössische Rezensionen zum „Freischütz“
2. 5. 5 Webers Innovationen in seiner romantischen Oper
2. 5. 6 Romantik und Realismus im „Freischütz“
2. 5. 7 Schlechte Stimmung nach der Rückkehr nach Dresden
2. 6 Die letzten Schaffensjahre von Carl Maria von Weber
2. 6. 1 Die Oper „Euryanthe“ und das Wiedersehen mit Wien
2. 6. 2 Uraufführung der „Euryanthe“ in Wien und kurze Analyse derselben
2. 6. 3 Erstaufführung der „Euryanthe“ in Dresden und das Musikfest in
Quedlinburg unter der Leitung von Weber
2. 6. 4 Webers letzte Oper: Komposition des „Oberon“ für London
2. 6. 5 Abschied von Dresden und Webers letzte Reise nach London
2. 6. 6 Tod des Komponisten in London am 05. Juni 1826 und Bestattung in der
Marienkapelle zu Moorfield
2. 7 Nachruhm
2. 7. 1 Überführung der sterblichen Überreste Webers nach Dresden
2. 7. 2 Webers schriftstellerische Ambitionen
2. 7. 3 Die Carl- Maria- von- Weber- Gedenkstätte in Dresden- Hosterwitz
3. Abschlusszitat über Webers Einstellung zur Musik
4
1.
Da ich vom 27. 02. 2002 bis zum 05. 04. 2002 ein Praktikum in Dresden und zwar hauptsächlich am Carl- Maria- von- Weber- Museum abgeleistet habe und mich die dortige einzigartige Atmosphäre berührt und die umfangreiche Sammlung an Materialien beeindruckt hat, liegt aufgrund vielfältiger Inspirationsmöglichkeiten neben dem geforderten schriftlichen Praktikumsnachweis auch diese Arbeit vor. Die wichtigsten Lebensstationen Carl Maria von Webers sollen genannt werden, die Schwerpunkte habe ich aber selbst festgelegt. Dies bedeutet, dass manche Zeitspannen genauer geschildert werden, während andere nur kurz zusammengefasst sind. Diese Gewichtung hat jedoch rein gar nichts mit der Wichtigkeit der einzelnen Lebensstationen zu tun, sondern wurden aus rein persönlichen Interessen meinerseits ausgewählt.
Ferner habe ich mich besonders an der Dauerausstellung des Carl- Maria- von-Weber- Museum orientiert, weshalb Webers Zeit in Dresden automatisch in den Vordergrund rückt. Dies bedeutet ferner, dass viele Zitate aus originalen Briefen und Quellen stammen, die als Faksimile im Carl- Maria- von- Weber- Museum in Dresden ausgestellt sind. Wird aus diesen Briefen zitiert, ist eine Quellenangabe, vom Datum abgesehen, nicht möglich, die Quellen sind nur direkt vor Ort einsehbar. Alle verwendeten Zitate, die also keinen Vermerk in Klammern besitzen, sind Original-Zitate aus ausgestellten Briefen des Museums.
Bei Persönlichkeiten, die in einer besonderen Beziehung zu Weber standen, hielt ich es für ratsam, eine kurze biographische Übersicht in den laufenden Text- optisch hervorgehoben- einzufügen, welche auch übersprungen werden kann.
5
2.
besonderer Berücksichtigung seiner Aufenthalte in Dresden
2. 1
2. 1. 1
Zu Beginn erscheint es mir hoch interessant, ein wenig auf die Abstammung Carl Maria von Webers einzugehen.
1926 konnte Friedrich Hefele beweisen, dass die Vorfahren des Komponisten nichtwie bis dahin angenommen - aus Österreich stammen, sondern dass die Ahnen mütterlicherseits in Marktoberdorf in Schwaben und die Vorfahren väterlicherseits in Stetten (Lörrach) beheimatet waren.
Irregeführt wurden die Forscher durch das Adelsprädikat, denn die einzige Familie „von“ Weber war ursprünglich in Österreich ansässig und hatte den Adel für treue Kriegsdienste im Dreißigjährigen Krieg verliehen bekommen. Hefele konnte jedoch beweisen, dass der Adelstitel durch Franz Anton (von) Weber, dem Vater Carl Marias, eingeführt wurde, der sich auf die österreichische Abstammung berufen hat, obwohl er wusste, dass dem nicht so war.
Der Urgroßvater Carl Marias, der Großvater von Franz Anton also, war Müller zu Stetten. Dieser verheiratete sich zweimal und zeugte insgesamt 15 Kinder. Zehn davon brachte seine erste Frau Kunigunde Herbster und Urgroßmutter Carl Marias auf die Welt, die er am 08. 07. 1678 in Stetten geehelicht hatte. Das achte Kind, Fridolin, das am 22. 06. 1691 das Licht der Welt erblickte, wurde Amtmann in Zell und verheiratete sich mit der sieben Jahre jüngeren Freiburgerin Maria Eva Schlar. Deren Vater stammte nachweislich aus Frankreich und hieß Lorenz Chelar aus Gingam (wahrscheinlich Bretagne). Chelar begab sich als Barbier und Perückenmacher nach Breisach, heiratete in Deutschland die Baselerin Susanna Orenritin und wurde 1695 in Freiburg ansässig. Dort kam also 1698 als drittes Kind Maria Eva Schlar zur Welt, die später Fridolin Weber geheiratet hat. Da ein Urgroßvater Carl Marias Franzose war, fließt so auch französisches Blut durch seine Adern.
Aus der Ehe der Großeltern gingen fünf Kinder hervor, darunter Franz Anton, der Vater von Carl Maria von Weber, der wahrscheinlich 1734 geboren wurde. Bis zu
6
diesem Zeitpunkt trug die Familie Weber keinen Adelstitel, der Bruder Franz Antons, Fridolin Weber II unterschrieb kurz vor seinem Tode 1779 in einem Gesuch an den Kurfürsten Karl Theodor von Bayern als „Hofmusikus Fridolin Weber“. Also musste sich sein Bruder Franz Anton später selbst geadelt haben.
Ferner ist heute erwiesen, dass das Ausüben von Musik in der Familie Weber durchaus üblich war.
Der Großvater Fridolin spielte Geige und Orgel, sein Sohn Fridolin wurde Hofmusikus, war an der Hofkapelle als Bassist angestellt, pflegte das Violinspiel und soll sogar ein eigenes Klavier besessen haben. Drei seiner vier Töchter, also die Cousinen Carl Marias, wurden Berufssängerinnen, eine von ihnen, Aloysia, war sogar an der Wiener Hofoper angestellt. Eine weitere dieser Cousinen des noch ungeborenen Carl Marias, die wahrscheinlich 1763 geborene Konstanze Weber, heiratete im Jahre 1782 Wolfgang Amadeus Mozart und der „Freischütz“- Komponist ist auf dieses angeheiratete verwandtschaftliche Verhältnis mit dem genialen Meister immer sehr stolz gewesen und bemühte sich sehr, Werke Mozarts auf die Bühne zu bringen. Der Bruder Fridolins, Franz Anton, war ebenfalls ein leidenschaftlicher Musiker, den seine Geige sogar aufs Schlachtfeld im Siebenjährigen Krieg begleitete. Die Musik lag der Familie Weber also schon im Blut, ebenso wie der ausgeprägte Wandertrieb.
Der Urgroßvater Johann Georg Weber war Müller und das Sprichwort:„das Wandern ist des Müllers Lust“ ist uns sogar heute noch geläufig. Es ist nicht bekannt, wann genau er in Stettin ansässig wurde. Sein Sohn Fridolin war als Amtmann fast sein ganzes Leben auf geschäftlichen Reisen unterwegs, dessen Sohn Fridolin, also Carl Marias Onkel, hängte den Beruf des Amtmannes an den Nagel und wird Hofmusiker, war aber vorher sehr viel auf Reisen. Sein Bruder Franz Anton wanderte sein ganzes Leben mit Sack und Pack umher, hielt und es selten länger als ein Jahr am gleichen Ort aus. Carl Maria wächst deshalb mehr oder weniger auf Pferd und Wagen auf und reist später als Komponist berufsbedingt ebenfalls sehr viel durch die Gegend. Sein Sohn Max Maria kam als Eisenbahner in der ganzen Welt herum. Eine „Unrast des Wesens“ [Hefele, 1926, S. 45] ist also durchaus festzustellen, gepaart mit Musikalität und einem außerordentlich ausgeprägtem Geschäftssinn.
7
Die Mutter Carl Marias, Genovefa Brenner, war eine sehr begabte Sängerin. Der Familienzweig der Brenners wurde erst von Hefele genau untersucht und zurückverfolgt. Genovefa stammte aus einem Ort in Schwaben namens Oberdorf bei Kaufbeuren, uns heute als Markt- Oberdorf bekannt. Durch die dortigen Kirchenbücher konnten die Vorfahren des Komponisten mütterlicherseits ermittelt werden. Genovefa wurde am 02. 01. 1764 in Oberdorf getauft. Ihr Vater, Markus Brenner, war das dritte von acht Kindern einer Bauernfamilie gewesen und erlernte den Beruf des Schreiners. Seine außerordentliche Begabung machten ihn sogar zum Hofschreiner der Bischöfe von Augsburg, die den Sommer meist im malerischen Oberdorf verbrachten. Hefele ermittelte ferner: „Am 24. Februar 1759 verheiratete er sich im Alter von achtundzwanzig Jahren mit der um zwei Jahre jüngeren Victoria Hindelang von Oberdorf“ [Hefele, 1926, S. 48]. Genovefa war das vierte Kind der Familie.
Markus Brenners Eltern, Johann Brenner und Maria Vierer, sind Bauern gewesen, der Vater von Victoria Hindelang, Georg Hindelang, übte den Beruf eines Jägers aus und war mit Barbara Kempter von Oberdorf verheiratet. Beide Familien könnten noch weiter zurückverfolgt werden, doch denke ich, dass dies hier nicht sinnvoll ist. Zusammenfassend kann man bemerken, dass Carl Marias Vorfahren einfache Leute waren. „Seine Urgroßväter waren ein Müller, ein Perückenmacher, ein Bauer und ein Jäger. Im niederen Volke schlummern die Kräfte höchster Kultur“ [Hefele, 1926, S. 52]. Eine schöne Übersicht geben die von Hefele erstellten und auf den folgenden Seiten gezeigten Stammbäume der Familien Weber und Brenner.
8
2. 1. 2
Franz Anton Weber war ein unruhiger Geist.
Seine berufliche Laufbahn beginnt als Leutnant der kurpfälzischen Garde während des Siebenjährigen Krieges, 1757 übernimmt er das Amt des Hofkammerrates und das eines Amtmanns in Hildesheim, welches ihm sein Schwiegervater – der Vater seiner ersten Frau Maria Anna Fumetti – vererbt hatte.
In der nächsten Zeit erhebt Franz Anton sich und seine Familie – die Ehefrau gebiert ihm acht Kinder – in den Adelsstand. Die Urkunde, die zum „von“ berechtigen soll, ist bis heute unauffindbar geblieben.
Da Franz Anton sich während der Dienstzeiten lieber den schönen Künsten zuwandte, wird er 1768 wegen Vernachlässigung der Ämter entlassen, 1773 kehrt die Familie Hildesheim den Rücken und schließt sich Wanderbühnengesellschaften an. Diese fahrenden Schauspieler hatten es sich zur Aufgabe gemacht, das Volk zu unterhalten, zu amüsieren, aber auch, es aufzuklären. Durch die Wanderbühnen konnte der gemeine Mann in der Regel erfahren, welcher politische Wind gerade durch die Lande wehte.
Ein längerer Aufenthalt kommt 1778 durch die Anstellung Franz Antons als Kapellmeister am Hofe des Fürstbischofs Friedrich August von Lübeck und Eutin zustande, doch der Tod Maria Fumettis und Gehaltskürzungen führen die Familie bald zurück auf die Straße. In Wien lernt Webers Vater 1784 die fast 30 Jahre jüngere Sängerin Genovefa Brenner kennen. Sie heiraten kurz darauf und Franz Anton kehrt mit seiner 21- jährigen Braut nach Eutin zurück, um es sich dort als Stadtmusikus bald mit den Bürgern und dem neuen Fürstbischof Peter Friedrich Ludwig zu verscherzen. In diese instabile Familiensituation wird Carl Maria Friedrich Ernst von Weber hineingeboren.
Carl Maria ist das neunte Kind von dem inzwischen 52- jährigen Franz Anton und das erste von Genovefa und erblickte wahrscheinlich am 18. oder 19. November 1786 in Eutin das Licht der Welt. Nachgewiesen werden kann jedoch nur das Taufdatum am 20. November 1786. Anscheinend hat es bereits zu Lebzeiten des Komponisten einige Verwirrung um dessen Geburtsdatum gegeben, denn er selbst gibt jahrelang den 20. Dezember 1786 als Geburtstag an. So berichtet Caroline Brandt dem Forscher Friedrich Wilhelm Jähns in einem Brief: „Als ich Weber anno 1813 kennen lernte und ich ihm schon ein klein wenig gut war, hörte ich von ihm mit Freuden, daß
9
er mit mir am gleichen Tage geboren sei. Als später nach langer Prüfung die Zeit unserer Verlobung herankam und die Taufzeugnisse verschrieben werden mußten, wies es sich leider aus, daß meine Eltern den Geburtstag meiner älteren Schwester als den meinigen gefeiert hatten und ich den 19. November geboren sei! Ich war untröstlich und Weber war böse, daß man nicht einmal meinen Geburtstag ordentlich gewusst hatte. Aber dann kam Webers Taufzeugnis an. Denken Sie sich mein Staunen, meine Freude, auch er ist nicht den 18. Dezember, sondern den 19. November geboren!!!“ Kurz nach der Geburt verlässt die Großfamilie Eutin und begibt sich nach Hamburg, wo sich Franz Anton einen Traum erfüllt und seine eigene Schauspieltruppe gründet. Kurz darauf wird er Mitglied der Freimaurerloge, nutzt daraus resultierende Privilegien und kann 1789 in Meiningen schließlich die „von Webernsche Schauspielergesellschaft“ begründen. Dadurch bleibt die Familie lange Jahre ununterbrochen auf Reisen und in dieser turbulenten Situation wächst Carl Maria heran.
2. 1. 3
Das erste Kind Genovefas ist ein schwächlicher Junge, der mit einem Hüftfehler geboren wurde und dadurch erst mit vier Jahren laufen lernt. Mit fünf Jahren erhält der kleine Carl Maria den ersten Musikunterricht von seinem Vater und von seinem 30- jährigen Stiefbruder Fridolin. Während Franz Anton hofft, aus Carl Maria ein Wunderkind à la Mozart machen zu können, behauptete Fridolin angeblich: „Carl, Du kannst vielleicht Alles werden, aber ein Musiker wirst Du nimmermehr!“ [vgl. Hellinghaus, 1924, S. 4]. Neben der musikalischen Ausbildung beschäftigt sich der Junge auch mit Malerei, die allerdings bald wegen der Musik auf der Strecke bleibt. Als Genovefa sehr krank wird, kommt es zu einem längeren Aufenthalt in Hildburghausen, wo Carl Maria den ersten pädagogisch und fachlich kompetenten Musikunterricht bei dem Kammermusiker Johann Peter Heuschkel erhält. Weber bemerkt zu diesem später in seiner „autobiographischen Skizze“: „...Den wahren besten Grund zur kräftigen, deutlichen und charaktervollen Spielart auf dem Klavier und gleicher Ausbildung beider Hände habe ich dem braven, strengen und eifrigen Heuschkel in Hildburghausen (1796 – 1797) zu verdanken“.
10
Ein Jahr danach gibt Franz Anton seinen Sohn zu Michael Haydn in Salzburg in die musikalische Lehre, doch „ der ernste Mann stand dem Kinde noch zu fern; ich lernte wenig bei ihm und mit großer Anstrengung“.
Um Carl Maria etwas aufzuheitern, veröffentlicht Franz Anton 1798 die ersten Kompositionen des Zwölfjährigen. Seine „Sechs Fugetten“ opus 1, werden von dem Herausgeber der „Leipziger Allgemeinen Zeitung“, Friedrich Rochlitz (1769 – 1842) positiv bewertet.
Kurz zuvor, am 13. März 1798 war Genovefa von Brenner verstorben. „Ein unersetzlicher Verlust für mich“, wie ihr ältester Sohn an Heuschkel schreibt. In seinem Roman- Fragment mit autobiographischen Zügen, „Tonkünstlers Leben“, schreibt er später über Genovefa: „der Himmel [hatte] mir in meiner Mutter einen Engel beigesellt [...], der mich von meiner Nichtigkeit zwar überzeugte, aber den strebenden Funken [...] nicht unterdrückte...“, und die ihm Grundsätze einprägte, „die ewig die Stütze meines Seins ausmachen werden“.
Inzwischen versetzen Napoleons Truppen die halbe Welt in Angst und Schrecken, weshalb sich die Schauspieltruppe um Franz Anton langsam auflöst. Vater und Sohn begeben sich nach München, wo Carl Maria Kompositionsunterricht bei Johann Nepomuk Kalcher erhält, dem er seine 1800 in München erschienenen „Sechs Variationen“ opus 2, widmet. Die „Allgemeine Musikalische Zeitung“ Leipzig, Breitkopf und Härtel, meint dazu: „Diese Variationen sind ohnstreitig besser gemeynt als abgefaßt....Kunstwerth haben sie nicht...“ In München lernt Franz Anton Aloys Senefelder kennen, der eben den Steindruck erfunden hat. Daraufhin schickt er Carl Maria in Senefelders Werkstatt, damit er dort das Litographieren erlerne. Der Geschäftsmann Franz Anton hat sich nämlich in den Kopf gesetzt, eine Konkurrenzanstalt zur Senefelder Werkstatt zu eröffnen und sich damit eine goldene Nase zu verdienen. Aus diesem Grunde macht sich die Familie auf den Weg nach Freiberg in Sachsen und erreicht es am 08. Mai 1800. Aus dem großen Geschäft wird jedoch nichts, da Carl Maria sich endgültig von seinen zeichnerischen Fähigkeiten abwendet und sich nur noch auf seine Musik konzentriert.
11
2. 2
2. 2. 1 „Das stumme Waldmädchen“ in Freiberg
Noch in München hatte der junge Komponist Gesangsunterricht bei Johann Evangelist Wallishauser, bekannter unter dem italienisierten Namen Valesi erhalten. Die Bekanntschaft mit dem Gesangsmeister ist für Carl Maria insofern bedeutend, da er Valesi „die für einen Opernkomponisten ebenfalls wichtige volle Beherrschung aller stimmlichen Ausdrucksmittel und auch wohl die ersten Kenntnisse der italienischen Sprache“ [Hellinghaus, 1924, S. 8] zu verdanken hat.
So ist noch in München neben der Jugendmesse, einigen Klaviersonaten und Violintrios auch seine erste Oper „Die Macht der Liebe und des Weins“ entstanden. Angeblich soll diese mit einigen anderen Kompositionsversuchen bei Kalcher verbrannt sein, Forscher vermuten jedoch eher, dass Weber sie möglicherweise später aus Scham vernichtet hat, da diese Oper für einen Zwölfjährigen natürlich ein etwas frühreifes Werk gewesen sein muss. Erhalten geblieben ist nur die oben genannte Jugendmesse.
Carl Maria komponiert seine zweite Oper „Das stumme Waldmädchen“ nach einem Text von Ritter Karl von Steinsberg in Freiberg und bringt diese dort am 24. 11. 1800 auch zur Uraufführung. Nach dieser entflammt ein heftiger Streit zwischen dem Stadtmusikus E. G. Siegert, dem Kantor J. G. Fischer und der Familie Weber, der in den „Freyberger Gemeinnützigen Nachrichten“ ausgetragen wird. Da mich dieser schriftliche Schlagabtausch gleichermaßen fasziniert wie amüsiert hat, sollen einige Vorwürfe der Kontrahenten in chronologischer Reihenfolge zitiert werden:
08. Januar 1801, S. 13
„Montags den 24. November. Das Waldmädchen, romantisch- komische Oper in zwei Aufzügen vom Ritter Karl von Steinsberg, in Musik gesetzt und Ihre churfürstliche Durchlaucht Maria Amalia Augusta, regierender Kurfürstin zu Sachsen, in tiefster Ehrfurcht gewidmet von Karl Maria von Weber, 13 Jahr alt, einem Zögling Haydns. Die Fabel des Stücks ist nicht so übel erfunden (...) nur die Aufführung lässt so manches zu wünschen übrig (...) die Oper gefiel weit weniger als man gehofft hatte (...)“.
12
15. Januar 1801, Nr. 3, S. 25
„Daß meine Komposition nicht gefallen dürfte, da prämeditirte niedrige, und vom bittersten Neide und Missgunst gespielte Kabalen die Stimmung zur Aufführung derselben gab (...) musste ich gewärtigen: Mein eigenes Bewusstsein und das unparteiische Zeugnis großer Männer und Contrapunktisten, die hier freilich etwas selten sein dürften, beruhigen mich (...). Übrigens steht meine Originalarbeit jedem zur stündlichen Einsicht offen, und unendlichen Dank dem, so mir meine Fehler zeigt und eines Besseren belehrt. C. M. v. W. Compositeur“
22. Januar 1801, Nr. 4., S. 39
„Abgenötigte Rechtfertigung Da der Compositeur C. M. v. W. den eingebildeten großen Beifall nicht erhielt [...und] mich und das hiesige Orchester einer Vernachlässigung seiner Composition [beschuldigt] und ich diese ungerechten Beschuldigungen lediglich auf mich und das hiesige Orchester deuten muß: So finde ich als Direktor (...) zu erklären für nöthig: daß von Seiten unserer alles mögliche gethan worden ist, um die gedachte Komposition gehörig und gut zu exekutieren (...). Ich überlasse es vielmehr dem Hrn. Cantor Fischer allhier (...) zu beurtheilen, in wie ferne der junge Componist auf contrapunktische Kenntniß Ansprüche zu machen befugt ist oder nicht (...) C. G. Siegert, Stadtmusikus“
29. Januar 1801, Nr. 5, S. 49
„Abgeforderte Erklärung zu Nr. 4 dieser Nacht, pag. 39 Man muß über die Dreistigkeit erstaunen, mit welcher der Herr Compositeur v. Weber seine Oper, das Waldmädchen, ausposaunte, um nur ein günstiges Urtheil zu erzwingen (...). Das Ganze war mehrenteils so angelegt, daß keine gute Wirkung erfolgen konnte, theils waren die Instrumente, theils der Text, so auch die Harmonie und der Rhythmus nicht gut behandelt, man hörte Fehler aller Art (...)“
Die zweiseitige Stellungnahme des Kantors Fischer ist negativ und fast beleidigend,
aber auf jeden Fall entblößend geschrieben. Er spricht Weber ab, etwas von
Notensatz, „Behandlung der Instrumente“, Harmonielehre, Textbehandlung und
Kontrapunkt zu verstehen. Besonders letzteren Punkt will
Fischer beweisen und zieht dazu Webers „Sechs Fughetten“, opus 2, heran:
„doch ist auch kein großer Contrapunktist darin wahrzunehmen, denn eben solches Exempel gebe ich meinen Schülern, wenn ich sie lehren will, was Dux und Comes ist (...), daß man auf Gedanken kömmt, ob diese Fughetten nicht etwa ebenso unter Leitung eines Lehrers möchten entstanden sein (...). Man kömmt in Versuchung zu glauben, daß es mit dieser Recension [gemeint ist die positive Kritik von Rochlitz] sein eigenes Bewandniß habe (...)“.
13
12. Februar 1801, Nr. 7
„1)Mein Herr Stadtmusikus! (...) nicht die braven Leute im Orchester waren schuld daran, sondern ihr schläfriger Anführer (...)“.
Im folgenden wirft Weber Siegert vor, das Stimmen der Instrumente vernachlässigt, die Dynamik völlig übergangen zu haben und
„dadurch dem Gemälde den gehörigen Schatten und Licht raubte, folglich alles verdarb, und also unmöglich gefallen konnte. Mithin hat Ihr Neid und Missgunst seinen gesuchten Zweck erreicht (...). Daß Sie in der Musikkenntniß und deren Contrapunkt kein Theoretiker nach Ihrem eigenen Bekenntnis sind, glaube ich recht gerne (...) und am allerbesten, wenn der Schuster bey seinem Leiste bleibt (...).
2)Auch muß ich über die große Dreistigkeit erstaunen, mit welcher der Herr Cantor Fischer meine Oper das Waldmädchen herunterzusetzen sich bemühte (...). Daß ich ferner von den größten Kapellmeistern der ersten Höfe und deren Hofkapellen als solcher anerkannt bin, der den Contrapunkt richtig und gründlich studiert hat, folglich die Instrumente sowohl als Text, Harmonie und Rhytmum nebst Singstimmen gehörig und regelmäßig zu behandeln weiß, dienet zu meiner Beruhigung, also hört nur der offenbare Neid und Missgunst Fehler! Mein Gott! Ich will ja kein Cantor und kein Stadtmusikus werden, und weiß gar wohl, daß zu diesen beiden Stellen, aus mancherlei Ursachen die gehörige Kenntniß und Geschicklichkeit mir fehle (...)“
Da Carl Maria zu diesem Zeitpunkt gerade 14 Jahre alt war, kann man vermuten, dass bei der Diskussion Franz Anton nicht unwesentlich seine Hand mit im Spiel hatte. Carl Maria vermerkt nämlich in seiner autobiographischen Skizze später, dass das Waldmädchen sich „weiter verbreitete, als mir lieb sein konnte, da es ein höchst unreifes, nur vielleicht hin und wieder nicht ganz von Erfindung leeres Produkt war“. Auch diese Opernpartitur gilt heute bis auf wenige Fragmente als verschollen. Möglicherweise hat Weber auch diese Oper selbst vernichtet, Experten sind sich heute recht sicher, dass er in seine Oper „Silvana“, die thematisch dem Waldmädchen sehr ähnelt, einige Motive der letzteren mit eingearbeitet hat. Da der Eklat mit den Musikern der Stadt viel böses Blut geschaffen hat, verlassen Franz Anton und Carl Maria von Weber am 17. Mai 1801 Freiberg.
14
2. 2. 2 Weitere musikalische Studien in Salzburg und Wien
Daraufhin machen Vater und Sohn zum zweiten Mal Station in Salzburg und Carl Maria setzt seine Studien bei Michael Haydn fort. Er vollendet bei ihm die Messe in Es- Dur, ferner entsteht seine dritte Oper „Peter Schmoll und seine Nachbarn“, die „meinen alten, durch manches Reue darin höchlich erfreuten Lehrer M. Haydn bewog, mir ein ungemein gütiges Zeugnis darüber zu erteilen“ (Autobiographische Skizze). Zur Uraufführung im März 1803 in Augsburg vermerkt Weber: „ohne sonderlichen Erfolg, wie natürlich“.
1807 wird sich Weber entschließen, Teile dieser komischen Oper umzuarbeiten. Die Ouvertüre ist heute als „Konzertouvertüre“ bekannt, der Schlusschor des „Oberon“ ist auf den Schlussgesang von „Peter Schmoll und seine Nachbarn“ zurückzuführen. In Salzburg freundet sich Carl Maria mit dem Jurastudenten und ausgezeichneten Flötisten Ignaz Susann an, der es versteht, Webers literarische Ambitionen zu unterstützen.
1802 begeben sich Vater und Sohn Weber wieder auf Reisen, in seiner Geburtsstadt Eutin trifft der junge Komponist auf den Anführer der protestantischen Aufklärung Norddeutschlands, Johann Heinrich Voß. In Hamburg entsteht sein erstes Lied, „die Kerze“ nach einem Gedicht Matthissons. In seiner autobiographischen Skizze vermerkt er: „Es drängte mich nach der Tonwelt Wiens“, 1803 realisiert er diesen Wunsch. Dort nimmt ihn Abbé Vogler unter seine Fittiche.
Abbé Vogler, eigentlich Georg Joseph Vogler;
Geboren in Würzburg am 15. 06. 1749, studierte Jura und Theologie, ehemaliger Schüler von Padre Giovanni Battista Martini in Bologna, der auch Mozart unterrichtet hatte; außerdem Studium der Theologie, Priesterweihe in Rom;
in Mannheim ab 1777 zweiter Hofkapellmeister, Gründung der „Mannheimer Tonschule“; in München ab 1784 erster Kapellmeister; zeitweise Kapellmeister in Stockholm; Qualifikationen: Orgelbauer und -virtuose, Komponist, Kapellmeister, Musikorganisator, Theoretiker; wird von Schikaneder in Wien als Komponist für das dortige Theater engagiert; bereiste viele Länder, u. a. auch Afrika; vermittelt seinen Schülern die Musik anderer Völker und interessiert sich besonders für Tonmalerei und Klangexperimente; erregt besonders durch sein transportables Orchestrion, welches Naturereignisse (Gewitter etc.) simuliert, großes Aufsehen; Tod am 06. 05. 1814 in Darmstadt;
Zu dem von Carl Maria sehr geschätzten und verehrten Lehrer schreibt er: „Hier lernte ich (...) den Abbé Vogler kennen, der mit der Liebe, die jedem großen Geiste eigen ist, dem wahrhaft ernstgemeinten Streben freudig zu helfen und mit der reinsten Hingebung den Schatz seines Wissens vor mir aufschloß (...). Auf Voglers
15
Rat gab ich, nicht ohne schwere Entsagung, das Ausarbeiten größerer Dinge auf und widmete mich dem emsigsten Studium der verschiedenartigsten Werke großer Meister“.
Vogler ist es unter anderem zu verdanken, dass Weber Einblick in Volksmusik anderer Länder bekommt, diese respektieren und schätzen lernt und fremdländische Einflüsse später in seine Werke mit einbringen wird, wie z. B. in den 15 Volksliedern „mit neuen Weisen versehen“ opus 54 und 64, aber auch in Klavierwerken und Opern. Außerdem lenkt Abbé Vogler das Interesse Carl Marias auf die Möglichkeit, sich durch Musik bildhaft ausdrücken zu können, d. h. mit Hilfe der Musik ein Bild im Kopf des Zuhörers entstehen zu lassen. Vielleicht ist Weber durch diese Inspirationen zu der Idee gelangt, Instrumenten einen symbolhaften Charakter zu verleihen.
In Wien nimmt Voglers Lieblingsschüler viele Gelegenheiten wahr, Konzerte, Theaterstücke und Opern zu besuchen und sich mit großen Musikern wie Joseph Haydn und Antonio Salieri u. a. auszutauschen. Genauso gerne durchzecht er mit Freunden die Wiener Nächte in Kneipen oder besucht die vornehmen Salons der Stadt. Durch die Abwesenheit Franz Antons, der geschäftlich außerhalb von Wien unterwegs ist, ist es Carl Maria möglich, einen Freundeskreis aufzubauen. Zu seinem ständigen Begleiter wird der 25- jährige Johann Baptist Gänsbacher, ebenfalls ein Schüler Voglers. Die innige Freundschaft hält bis zum Tode des Jüngeren an.
Johann Baptist Gänsbacher
Geboren am 28. Mai 1778 in Sterzing (Südtirol) Singknabe in Innsbruck, Hall und Bozen, dort Abschluss des Gymnasiums; 1795 – 1801 Studium der Philosophie und Jura in Innsbruck; beteiligt sich an vier Feldzügen gegen Napoleon; ab 1801 in Wien, 1803/ 04 Schüler Voglers, trifft dort auf Weber; weitere musikalische Studien bei Albrechtsberger in Wien; 1806 – 1813 vorwiegender Aufenthalt in Böhmen, gelegentliche Reisen; 1810 weiterer Unterricht bei Vogler, zusammen mit Weber und Meyerbeer; ab 1813 Oberleutnant beim Militär; ab 1824 Domkapellmeister von St. Stephan in Wien; Tod am 13. Juli 1844 in Wien;
Musikalisch bleibt der erfolgreiche Komponist der Frühklassik verpflichtet, nur formale Freizügigkeiten offenbaren romantische Tendenzen; insgesamt schlichte, gefällige Tonsprache; G. komponiert vor allem Kantaten, Lieder, Orchesterwerke und Wiener Kirchenmusik; von Weber gern als „unser musikalischer Körner“ bezeichnet;
1804 empfiehlt Vogler seine Schüler Gänsbacher und Weber für eine Opernkapellmeisterstelle am Theater in Breslau. Da Gänsbacher jedoch diese Möglichkeit ablehnt, bekommt Carl Maria als knapp 18- Jähriger dieses Amt zugesprochen und tritt dieses im November 1804 an.
16
2. 2. 3
Am Breslauer Theater arbeitet Carl Maria fast zwei Jahre und sammelt dort erste Praxiserfahrungen. Der junge Hitzkopf macht sich dort bei Künstlern und bei Verwaltungsangestellten bald ernsthafte Feinde, so wie es auch heute noch ist, will man Reformen einführen und gilt zudem noch als „Grünschnabel“. Der neue Opernkapellmeister versucht mit allen Mitteln, seine Neuerungen durchzusetzen, so veränderte er beispielsweise die Sitzordnung des Orchesters. In dem bis dato recht bunt zusammengewürfelten Haufen trennt Weber als erster die Klanggruppen voneinander und setzt die Bläser hinter die Streicher. Ferner entwirft er ein neues „Proben- System“, d. h. er führt eine General- und eine Sitzprobe ein, ebenso ordnet er Einzel-, Ensemble, und Hauptproben an. Außerdem mischt sich Carl Maria in die Inszenierung ebenso ein, wie er bei Bühnenbild etc. ein Wörtchen mitreden will. Musiker, die ihm nicht gut genug erscheinen, lässt er kündigen. Den Mitwirkenden des Theaters gegenüber ist er ausgesprochen streng und unerbittlich. In Breslau bringt Weber vorallendingen Mozartopern auf die Bühne und versucht, neuere Werke in das bestehende klassische Repertoire einzubinden. Durch dieses umfangreiche Programm bleiben allerdings die vom Publikum heiß geliebten, jedoch künstlerisch minderwertigen „Kassenknüller“ unberücksichtigt, weshalb die Breslauer Bürger immer unzufriedener mit dem neuen Opernkapellmeister werden. Auch dadurch sind Webers Opernprojekte bald nicht mehr finanzierbar.
Sein Amt lastet Carl Maria zeitlich voll aus, in seiner autobiographischen Skizze schreibt er: „Die vielen Dienstgeschäfte ließen mich nicht viel zu eigenen Arbeiten kommen“. So komponiert er in Breslau „lediglich“ den Großteil der Oper „Rübezahl“ nach einem Text von Professor J. G. Rhode, die nur fragmentarisch erhalten geblieben ist. Umso beliebter ist bis heute die von ihm 1811 umgearbeitete Ouvertüre des „Rübezahl“, die uns unter dem Namen „Beherrscher der Geister“ geläufig ist.
Der Experimentierfreudigkeit seines Vaters Franz Anton ist es zuzuschreiben, dass Carl Maria sich an einem Schluck Salpetersäure vergiftet, weil er in dieser Flasche Wein vermutet hatte. Dadurch kann er zwei Monate sein Krankenlager nicht verlassen und muss den Verlust seiner sehr schönen Singstimme beklagen. Diesen Ausfall nutzt der Breslauer Theaterausschuss, um den Kreis der Weber-Gegner zu vergrößern. Deshalb bittet Carl Maria im Frühling 1806 freiwillig um seine
Quote paper:
Sarah Chaker, 2002, Carl Maria von Weber. Willkürlich gewählte Schwerpunkte aus seinem Leben und Werk unter besonderer Berücksichtigung seiner Zeit in Dresden, Munich, GRIN Publishing GmbH
This text can be quoted and accessed from this url:
Embed
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 25 Pages
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 35 Pages
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 15 Pages
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 25 Pages
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 20 Pages
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Termpaper, 14 Pages
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Script, 46 Pages
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 39 Pages
Sarah Chaker has published the text Carl Maria von Weber. Willkürlich gewählte Schwerpunkte aus seinem Leben und Werk unter besonderer Berücksichtigung seiner Zeit in Dresden
Sarah Chaker has uploaded a new text
Valentin Tomberg. Band 1. Leben - Werk - Wirkung
Leben-Werk-Wirkung 1900-1944
Elisabeth Heckmann
Heinz Mack. Leben und Werk. Ein Buch vom Künstler über den Künstler 19...
Heinz Mack, Ute Mack
0 comments