I. Inhaltsverzeichnis
1. Problemstellung 3
Kulturelle Unterschiede
1. Kultur - Was ist das? 3
4
2.1 Dimensionen von Kulturen
4
2.2 Ebenen von Kulturen
2. Machtdistanz 5
4. Kulturstandards 6
4.1 Raumerleben 7
4.1.1 Raumkonzepte 7
4.1.2 Umgang mit Raum 8
6. Fazit 12
II. Literaturverzeichnis 13
III. Anhang
- 2 -
Die Gesellschaft, in der ein Mensch aufwächst, prägt seine Überzeugungen, Werte-vorstellungen und Normen. Kultur, besonders wenn es als Abgrenzungskriterium zwischen verschiedenen Ländern, Nationen, Religionen oder sozialen Gruppen betrachtet wird, ist viel zu allgemein um menschliches Verhalten zu erklären. In jeder Gesellschaft gibt es bestimmte Grundwerte und -Überzeugungen, die sich im Allgemeinen als sehr beständig erweisen. Kulturbedingte Unterschiede, wie z.B. nationale Traditionen, religiös bestimmte Einstellungen oder geographische Verteilung der Länder, die mit einer klimatischen Unterscheidung von den kollektivistischen warmen Mittelmeerländern über die gemäßigten zu den individualistischen eher kälteren nördlichen Ländern übereinstimmt und verbunden ist, verursachen Hindernisse in der Kommunikation. Um die Voraussetzung zur zwischen kulturellen Kommunikation zu erfüllen, müssen sie berücksichtigt und erkannt werden. Die kulturellen Unterschiede spiegeln sich in den Kulturstandards und somit in der räumlichen Wahrne hmung wieder, die auch für die Entstehung der Missverständnisse verantwortlich sind. Zielsetzung dieser Seminararbeit soll es daher sein, den Prozess des Verstehens einer fremden Kultur genauer zu untersuchen, Faktoren ausfindig zu machen, die den Prozess fördern oder behindern. Anhand von Beispielen werden wesentliche Einflüsse dieser Problematik dargestellt.
2. Kultur- Was ist das?
Nach wie vor wird Kultur je nach wissenschaftlicher Ausrichtung und Absicht and eres definiert. Geert Hofstedes Ansicht von Kultur stützt sich auf einer der umfangreichsten empirischen Studien über kulturelle Unterschiede, die im Auftrag IBM ent-standen sind. Dieser multinationale Konzern stand schon vor dreißig Jahren vor dem Problem, dass die Durchsetzung der weltweiten Verfahrensweisen und Standards der Firma in verschiedenen Ländern nicht reibungslos erfolgte und beauftragte Hofstede,
die kulturellen Differenzen in den verschiedenen Unternehmensniederlassungen zu untersuchen. 1
Diese Gegensätze manifestieren sich in der Sprache, in der Kleidung, in der Nahrung, in sozialen Vorschriften und Benimm-Regel. Unter dieser sichtbaren Ebene gibt es eine Vorstellung von Werten und Prinzipien, die das Verhalten der Angehörigen einer Kultur steuern. Diese Schlussfolgerungen und Werte werden in einer kulturellen Umwelt vermittelt und erworben. 2 Deshalb sagt Hofstede, dass die Kultur „…die kollektive Programmierung des Geistes [ist], die die Mitglieder einer Gruppe oder Kategorie von Menschen von einer anderen unterscheidet.“ 3 Als Folge dieser kollektiven Form haben Menschen, die der gleichen Kultur angehören, in der Regel weniger Verständnisprobleme und verfügen über einen gemeinsamen Hintergrund an Wissen und Sittenverständnis. 4
2.1 Dimensionen von Kulturen
Aus den Ausführungen des Kapitels 2. geht hervor, dass Kultur die Werte und das Verhalten der Menschen prägt.
In der Definition von Hofstede wird die Kultur hauptsächlich über die Differenz definiert und hat also hier wie auch bei vielen anderen Theorien eine zentrale Bedeutung. Allen Kulturen ist seiner Meinung nach gemein, dass sie mit vier Grundproblemen der Menschheit zu tun haben, die vor ihm schon von anderen Sozialwissenschaftlern erläutert waren und nun durch seine empirischen Studien bestätigt wurden. Diese kulturellen Dimensionen, die jeweils ein Aspekt der Kultur bilden, sind: Machtdistanz (von gering bis groß), Kollektivismus/Individualismus, Femininität/Maskulinität, Uns icherheitsvermeidung. 5
1 Vgl. Hofstede, Geert: Interkulturelle Zusammenarbeit. Wiesbaden. Th. Gabler GmbH Verlag,
1993. S. 7, S. 24.
2 Vgl. Färber, Christiane u.a.: Kooperation Wissenschaft Arbeitswelt Geschichte, Theorie und Praxis
. der Kooperationsstellen. 2003.
In: http://www.rrz.uni-hamburg.de/kooperationsstelle-hh/content/arbeitsgebiete/projektmanagement/proinno/culture.htm
3 Hofstede, Geert: a.a.O., 1993. S. 19.
4 Vgl. Färber, Christiane u.a.: a.a.O., 2003. Online im Internet.
5 Vgl. Hofstede, Geert: a.a.O., 1993. S. 27ff.
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Arbeit zitieren:
Elena Karsten, 2004, Hindernisse in der Kommunikation - Kulturstandard Raumerleben, München, GRIN Verlag GmbH
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