1. Zielgruppe 1.1 Hintergrund
Es handelt sich bei diesem Konzept um die fiktive Unterweisung der drei Auszubildenden der Net-Profi AG. Die Net-Profi AG ist ein IT-Dienstleistungsunternehmen mit den Schwerpunkten Beratung und IT-Lösungen. Darüberhinaus vertreibt sie eigenentwickelte Softwareprodukte (Stand-Alone Produkte). Alle Auszubildenden werden im Beruf "IT-Systemkaufmann/-frau" ausgebildet.
1.2 Alter und Schulische Vorbildung der Auszubildenden
Die Auszubildenden Markus W. und Simone C. sind beide 20 Jahre alt und besitzen die allg. Hochschulreife. Der Auszubildende Tim T. ist 19 Jahre alt und verfügt über die Fachhochschulreife. 1.3 Ausbildungsstand
Die drei Auszubildenden wurden zeitgleich eingestellt und befinden sich im 2. Halbjahr des 1. Ausbildungsjahres (10. Monat).
Die Auszubildenden werden seit ca. 1,5 Monaten in der Marketingabteilung der Net-Profi AG eingesetzt und verfügen daher über Grundkenntnisse im Bereich Marketing. In der Berufsschule wird das Thema Marketing z.Z. ebenfalls besprochen. Die Notwendigkeit von Marketing sowie die verschiedenen Marketingformen sind ihnen grundsätzlich bekannt. Alle drei gelten als "sehr aufgeweckt und interessiert". Ihre Leistungen in der Berufsschule sind bislang durchgehend "sehr gut" bis "befriedigend" gewesen.
2. Didaktische Analyse
2.1 Ausbildungsrahmenlehrplan
Der Ausbildungsrahmenlehrplan sieht für die Auszubildenden im 2. Halbjahr des 1. Ausbildungsjahres die Vermittlung von Fertigkeiten und Kenntnissen im Bereich Marketing vor.
2.2 Betrieblicher Ausbildungsplan
Der betriebliche Ausbildungsplan wurde nach den sachlichen und zeitlichen Vorgaben des Ausbildungsrahmenlehrplanes erstellt. Der Ausbildungsplan wird individuell auf den Auszubildenden zugeschnitten. Die Auszubildenden werden zur Vermittlung der unter Punkt 2.1 beschriebenen Fertigkeiten und Kenntnisse für den Zeitraum von 4 Monaten in der Marketingabteilung des Unternehmens eingesetzt. 2.3 Fachlicher Inhalt
Im Rahmen der o.g. Teile des Ausbildungsberufsbildes (Ausbildungsrahmenlehrplan § 16 Abs. 1 Nr. 6.2 und 6.3) wurde die Bedeutung des Marketinginstrumentes "E-Mail Marketing" als ein modernes und zielgruppengerechtes Werbemittel herausgegriffen. Vorteile und Ziele des E-Mail Marketings sollen vermittelt werden. 2.4 Bedeutung für die Auszubildende
Die Auszubildenden sollen die Vor- und Nachteile sowie Sinn und Zweck von E-Mail Marketing erkennen und für sich nutzen können. Mittelfristiges Ziel ist, dass die Auszubildenden in der Lage sind, selbst E-Mail Marketingaktionen durchzuführen. Hierbei wird der Schwerpunkt weniger auf die technische Durchführung, als auf die konzeptionelle Tätigkeit gelegt. 2.5 Zusammenhang mit dem Berufsschulunterricht
Die Bedeutung der in der Berufsschule erworbenen Kenntnisse sind nicht zu unterschätzen. Die didaktische Parallelität und die Vor- und Nachbearbeitung der Lerninhalte ist zwar i.d.R. nicht realisierbar, der Themenbereich Marketing wird jedoch im Berufsschulunterricht zeitnah behandelt, so dass ein Bezug zur Praxis im Unternehmen gewährleistet ist.
3. Lernziele
3.1 Leitlernziel
Die Auszubildenden sollen am Ende ihrer Ausbildung über alle Fähigkeiten und Kenntnisse verfügen, die notwendig sind, um den Beruf des IT-Systemkaufmanns /-frau selbstständig und sicher auszuüben. 3.2 Richtlernziel
Die Auszubildenden sollen die wesentlichen Marketinginstrumente und Verkaufsförderungsmaßnahmen kennen und selbstständig nutzen können.
3.3 Groblernziel
Groblernziel ist, gemäß Ausbildungsverordnung, die Werbeziele unter Berücksichtung des Produktsortiments, der Stellung des Produkts im Markt und der Zielgruppen zu definieren und entsprechende Werbemaßnahmen, insbesondere Werbemittel, -träger und -kosten zu planen. 3.4 Feinlernziel
Die Auszubildenden sollen die Vor- und Nachteile des E-Mail Marketings kennenlernen. Sie sollen lernen, wann es sinnvoll ist, sich für diese Methode zu entscheiden. Sie sollen den Aufbau einer Werbemail verstehen und umsetzen können. Die Auszubildenden sollen in der Lage sein, selbst E-Mail Marketingaktionen planen und durchführen zu können. 3.4.1 Kognitive Feinlernziele
In dieser Unterweisung stehen die kognitiven Feinlernziele eindeutig im Vordergrund (vgl. 3.4). 3.4.2 Affektive Feinlernziele
Die affektiven Feinlernziele sind für die Umsetzung der kognitiven Erkenntnisse notwendig. In dieser Unterweisung das Durchführen einer E-Mail Marketingaktion, die von der Planung bis zur eigenständigen Ausformulierung einer Werbemail reicht. 3.4.3 Psychomotorische Feinlernziele
Bei dieser Unterweisung werden psychomotorische Fähigkeiten nicht explizit geschult. Die psychomotorischen Feinlernziele werden daher nicht ausformuliert. Die handschriftliche Umsetzung wird bei Auszubildenden mit diesem Bildungsstand vorausgesetzt. 3.5 Qualifikation 3.5.1. Kernqualifikation
Im Erreichen der kognitiven Feinlernziele liegt die Kernqualifikation der Auszubildenden. 3.5.2 Schlüsselqualifikation
Die Schlüsselqualifikationen sind eng mit den affektiven Feinlernzielen verbunden, wobei die Förderung der beruflichen und sozialen Handlungskompetenz der Auszubildenden im Vordergrund steht. 3.5 Lernzielkontrolle
Die Lernzielkontrolle dient der Reflexion der gerade vollzogenen Übung und gibt sowohl dem Ausbilder als auch den Auszubildenden eine Rückmeldung über den Erfolg der Unterweisung. Die Lernzielkontrolle wird nach der Unterweisung stattfinden. Die Auszubildenden werden hierbei die Aufgabe bekommen, eigenständig eine Werbe-E-Mail zu formulieren, die die Bewerbung und den Verkauf eines Produkts des Unternehmens zum Ziel hat. Um die Motivation zu steigern, sollen diese E-Mails tatsächlich nach evtl. Überarbeitung durch die Fachkräfte an Interessenten versendet werden.
Arbeit zitieren:
Thomas Sabel, 2004, E-Mail-Marketingaktionen planen und durchführen (Unterweisung IT-Systemkaufmann / -kauffrau), München, GRIN Verlag GmbH
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