- II -
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis. III
Abk ürzungsverzeichnis. IV
1 Einleitung. 1
1.1 Problemstellung. 1
1.2 Gang der Untersuchung. 1
2 Grundlagen der zwischenbetrieblichen Integration 1
3 Standardisierung im B2B-Datenaustausch 4
3.1 Katalogstandards 5
3.2 Klassifizierungsstandards 5
3.3 Transaktionsstandards 7
3.3.1 EDIFACT / ANSI X.12. 7
3.3.2 openTrans. 8
3.3.3 xCBL 9
3.4 Prozessstandards. 9
4 Fazit 10
Literaturverzeichnis V
Ehrenw örtliche Erklärung VII
- III -
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: eCl ss-Hierarchie anhand des Beispiels Promotionartikel
Abbildung 2: Anfang einer EDIFACT-Nachricht
- IV - Abkürzungsverzeichnis
AG Aktiengesellschaft B2B Business-to-business BME Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. CSV Comma Separated Values eBSC eBusiness Standardisation Committee EDI Electronic Data Interchange EDIFACT Electronic Data Interchange for Administration, Commerce and Transport Fraunhofer IAO Fraunhofer Institut Arbeitswirtschaft und Organisation IT Informationstechnologie TDCC Transportation Data Coordinating Committee UN/SPSC Universal Standard Products and Services Classification xCBL Common Business Library XML Extensible Markup Language
- 1 - 1Einleitung
1.1 Problemstellung
Integration ist eines der Schwerpunktthemen heutiger IT-Landschaften in Unternehmen. Angetrieben durch ständig fortschreitende Entwicklungen der Technik und veränderte Rahmenbedingungen passen Unternehmen ihre traditionellen Arbeitsmethoden diesem Wandel an. Betrachtet man das Unternehmen als System, so sind eine Vielzahl von Subsystemen, Komponenten und Schnittstellen erkennbar. Diese Elemente müssen miteinander verknüpft werden, um ein Ganzes zu schaffen und das Ziel des Unternehmens, Gewinne zu erwirtschaften, zu erreichen. Jedoch reicht die Integration mittlerweile weit über die Unternehmensgrenze hinaus. Zwischenbetriebliche Prozesse werden mit Hilfe informationstechnologischer Lösungen automatisiert. Die vorliegende Seminararbeit soll einen Überblick über die zwischenbetriebliche Integration unter besonderer Beachtung der hierbei verwendeten Standards geben.
1.2 Gang der Untersuchung
Die Arbeit beginnt mit der Erläuterung der Grundlagen der zwischenbetrieblichen Integration. Die historische Entwicklung wird kurz beleuchtet, anschließend werden
Anwendungsmöglichkeiten und Anforderungen der zwischenbetrieblichen Integration erläutert, wobei besonderes Augenmerk auf der Problematik der Standardisierung liegt. Kapitel 3 stellt verbreitete Standards in verschiedenen Bereichen des B2B-Datenaustauschs vor und erläutert kurz deren Aufbau, Anwendungsmöglichkeiten und Charakteristika. In einem abschließenden Fazit werden die Zukunftsaussichten der zwischenbetrieblichen Integration beurteilt.
2 Grundlagen der zwischenbetrieblichen Integration
Die Unterstützung von Geschäftsprozessen durch IT-Anwendungen hat in der Vergangenheit mehrere Phasen durchlaufen. Lag bis Ende der 1970er-Jahre der Fokus auf der Gestaltung abteilungsinterner Geschäftsprozesse, verschob sich der Betrachtungswinkel mit der
- 2 -zunehmenden Bedeutung datenintegrierter Lösungen (SAP) in den 1980er-Jahren und des „Business Process Reengineering“ in den 1990er-Jahren hin zu unternehmensweiten Geschäftsprozessen. 1 Unternehmensübergreifende Geschäftsprozesse (B2B) als dritte Entwicklungsstufe entstanden erst durch die „zunehmende Bedeutung elektronischer Kommunikationsnetzwerke in Verbindung mit generellen Trends, wie Globalisierung, Mobilität und Vernetzung“ 2 , auch wenn Unternehmen bereits seit den 1970er-Jahren Dokumente auf elektronischer Basis austauschen.
B2B-Commerce stellt heute die Form des E-Commerce dar, die die größten Umsätze auf diesen Gebiet vorweisen kann. Schätzungen zufolge macht diese bis zu 90% des gesamten elektronisch erzielten Umsatzes aus. 3 Auch wenn diverse Studien zu sehr unterschiedlichen Prognosen bezüglich des Umsatzes im B2B-Bereich gelangen, ist ihnen ein starker Wachstumstrend gemeinsam. 4 Diese Umsätze werden nicht nur über Online-Shops und somit auf den Websites erzielt, sondern primär durch die Schaffung unternehmensübergreifender Geschäftsprozesse, die elektronisch abgewickelt werden. Durch die Integration vorhandener Informationssysteme lassen sich Wettbewerbsvorteile erzielen, da zwischenbetriebliche Prozesskosten minimiert werden und die Markttransparenz erhöht wird. Speziell das Kostensenkungspotential, das sich durch die elektronische Abwicklung der Geschäftsprozesse bei der zwischenbetrieblichen Integration ergibt, stellt ein wesentliches Argument für E-Commerce-Projekte im B2B-Bereich dar. 5
In der Wirtschaftsgeschichte waren die letzten Jahrzehnte von einem zunehmenden Grad an Spezialisierung und Arbeitsteilung geprägt. Die Leistungstiefe des einzelnen Unternehmens hat abgenommen, da man sich auf seine Kernkompetenzen konzentriert und weniger Teile der Wertschöpfungskette selbst erbringt. Der Zukauf der Vorprodukte bzw. das Outsourcing geschieht primär unter dem Kostenaspekt. 6 Durch diesen erhöhten Grad an Spezialisierung agieren wesentlich mehr Teilnehmer in einer Wertschöpfungskette und an jeder Schnittstelle
1 Vgl. Brenner, W./Zarnekow, R. (2001), S. 489.
2 Brenner, W./Zarnekow, R. (2001), S. 489.
3 Vgl. Göschka, K. M. (2003), S. 42.
4 Vgl. Mattes, F. (2001), S. 66.
5 Vgl. Amor, D. (2004), S. 115.
6 Vgl. Schubert, P./Dettling, W. (2004), S. 4.
- 3 -der Supply Chain fallen Informationen an, die mit übergeben werden müssen. Je mehr Prozesse innerhalb oder außerhalb einer Organisation aus der ursprünglichen Prozesskette ausgelagert werden, „umso wichtiger werden Integrationswerkzeuge auf der Informationsebene“. 7 Die Integration von Geschäftsprozessen kommt jedoch ebenso zwischen Unternehmen zur Anwendung, die nicht durch Outsourcing o.ä. eigenständige Unternehmen wurden. Übergeordnetes Ziel der Integration ist die „Verbindung von Geschäftsprozessen und Informationssystemen mit dem Ziel, in einer verteilten Wertschöpfungskette eine zusammenhängende Leistung (für den Kunden) zu schaffen“. 8
Möglichkeiten zur zwischenbetrieblichen Integration bieten sich in allen Funktionsbereichen eines Unternehmens und stellen neue Anforderungen an die beteiligten Partner, da definiert werden muss, „welche Prozessschritte an welcher Stelle durch welchen Partner durchgeführt werden sollen, um einen für alle Seiten effizienten Gesamtprozessablauf zu erreichen“. 9 Im Folgenden einige Beispiele zur Anwendung von zwischenbetrieblichen Prozessen auf elektronischem Wege: E-Procurement umfasst die Integration elektronischer Kommunikationsprozesse in die betrieblichen Beschaffungsabläufe und bietet Unternehmen ein enormes Kostensenkungs-, Zeitersparnis- und Qualitätssteigerungspotential. 10 Dies kann vom Internet als Instrument zur Beschaffungsmarktforschung und elektronischen Produktkatalogen über Auktionen und internetbasierten Marktplätzen bis hin zu einer kompletten Internet Supply Chain reichen. 11 Sowohl Beschaffungsmarketing als auch Beschaffungslogistik können komplett elektronisch abgewickelt werden. Auch im Bereich des Absatzes finden vielfältige Möglichkeiten der zwischenbetrieblichen Integration Anwendung, wie beispielsweise durch Online-Shops oder die Auftragsannahme und -abwicklung auf elektronischem Wege. Zu beobachten ist bei vielen dieser unternehmensübergreifenden Prozesse, dass Unternehmen versuchen, einen möglichst hohen Anteil an Prozessschritten an ihre Geschäftspartner zu delegieren, wie im Falle des von der Siemens AG betriebenen
7 Schubert, P./Dettling, W. (2004), S. 16.
8 Schubert, P./Dettling, W. (2004), S. 2.
9 Brenner, W./Zarnekow, R. (2001), S. 490.
10 Vgl. Brenner, W./Zarnekow, R. (2001), S. 490f.
11 Vgl. Brenner, W./Zarnekow, R. (2001), S. 492ff.
- 4 -Einkaufsportals click2procure, bei dem zentrale Prozessschritte wie Stammdatenpflege an den Lieferanten ausgelagert werden. 12
Um die Vorteile der zwischenbetrieblichen Integration nutzen zu können, werden standardisierte Verfahren und Formate benötigt, um Unternehmensgrenzen zu überbrücken. Denn nicht lediglich die technische Verbindung zwischen Lieferanten und Kunden, sondern „die inhaltlich korrekte Weiterverarbeitung der jeweils empfangenen Daten im Sinne einer automatischen Lösung“ 13 ist Anforderung und somit Hauptproblem der zwischenbetrieblichen Integration. Damit einher geht die Problematik der Standardisierung. Für verschiedene Teilbereiche der zwischenbetrieblichen Integration gibt es eine Vielzahl von Standards, so dass ein reibungsloser Ablauf nicht möglich ist, wenn Unternehmen verschiedene Standards verwenden. Harmonisierungsbemühungen gestalten sich hierbei schwierig, da sich kein Standard bisher uneingeschränkt durchsetzen konnte und es immer eine Koexistenz allein schon aufgrund unterschiedlicher Anforderung, insbesondere in verschiedenen Branchen, geben wird. Angemerkt werden muss auch, dass Standardisierung nicht nur unter dem positiven Aspekt der vereinfachten Kommunikation und Kosteneinsparung gesehen werden kann, sondern es auch durchaus negative Auswirkungen gibt. Denn die Einführung von auf Standards basierenden Informationssystemen führt „zu einer gewissen Harmonisierung und Konvergenz von Geschäftspraktiken“ 14 , so dass mögliche Wettbewerbsvorteile durch die Nutzung dieses Standards verschwinden.
3 Standardisierung im B2B-Datenaustausch
Das folgende Kapitel soll einen Überblick über ausgewählte Standards und deren Verbreitung geben, wobei eine Systematisierung gemäß der fachlichen Art erfolgt.
12 Vgl. Brenner, W./Zarnekow, R. (2001), S. 490.
13 Thome, R. (2001), S. 286.
14 Müller-Lankenau, C./Klein, St. (2004), S. 45.
Arbeit zitieren:
Silke Zisowsky, 2005, Zwischenbetriebliche Integration, München, GRIN Verlag GmbH
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