2
Inhalt
3 I Einleitung
4 II Der Genesis-Mythos
II. 1 Das Paradou
1.1 Der Name „Paradou“
1.2 Das Paradou und der Garten Eden
5 1.3 Die Dichotomie Paradou - Les Artauds
6 II. 2 Serge und Adam
7 II. 3 Albine und Eva
8 II. 4 Die Natur als Verführer
4.1 Der Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen
9 4.2 Der Sündenfall
11 II. 5 Frère Archangias
II. 6 Der nicht existente Gott
12 III. Konklusion
13 Bibliographie
Religion und Natur sind die zwei zentralen Themen in Emile Zolas fünften Roman der Reihe der Rougon-Macquart, „La Faute de l´Abbé Mouret“.
Darin lebt der Hauptprotagonist Serge Mouret als Priester im Dorf Les Artauds, dessen Bewohner dem Christentum nicht viel abgewinnen können. Der Priester flüchtet sich in ekstatische Gebete, bis er am Ende des ersten Buches ohnmächtig vor dem Altar zu Boden sinkt. Sein Onkel bringt ihn daraufhin in das Paradou, einen unermesslich großen Garten in der Nähe des Dorfes, wo die junge Albine ihn gesund pflegt.
Sein Priesterdasein vergessen, wandelt sich Serge unter dem Einfluss des paradiesartigen Gartens in einen völlig neuen Menschen. Nach einer zunächst kindlichen Freundschaft verlieben sich Serge und Albine. Unter einem mit Legenden behafteten Baum schlafen sie miteinander. Anschließend erblickt Serge jedoch durch ein Loch in der den Garten umgebenden Mauer das Dorf und erinnert sich schlagartig seiner Priestervergangenheit. Der frauenverachtende Frère Archangias entdeckt die beiden, führt Serge zurück zur Kirche und Albine bleibt allein im Paradou zurück.
Im dritten Buch widmet sich Abbé Mouret der Kirche mehr als zuvor und Albine entscheidet sich mit gebrochenem Herzen für den Freitod in einem Meer aus Blumen.
Im Folgenden werde ich das Kernstück, den Mittelteil des Romans, mit der Genesis vergleichen, wobei ich hoffe, auf interessante Parallelen zwischen der Schöpfungsgeschichte und der Schöpfung Zolas zu stoßen. Es werden die Figuren Serge und Albine mit Adam und Eva verglichen, die Rolle der Natur untersucht und der Sündenfall beleuchtet werden. Außerdem interessiert die Funktion Gottes im Roman.
Als Ergebnis erhoffe ich mir unter anderem ein Bild von Zolas Verhältnis zu Religion, zum Christentum und zur katholischen Kirche.
II.1 Das Paradou
II.1.1 Der Name „Paradou“
Das Wort „Paradou“ kommt aus dem Provenzalischen und ist keine eigene Erfindung von Zola. Ein Dorf im Vallée des Baux-de-Provence trägt bis heute diesen Namen.
Etymologisch gehen „Paradou“ und „Paradies“ auf griechisch paràdeisos zurück, das vom mittelpersischen pardez, „Einzäunung“, stammt. Diese mittelpersische Wortbedeutung ist für Zolas Roman bezeichnend, ist doch das Paradou von einer festen Mauer umgeben.
II.1.2 Das Paradou und der Garten Eden
Zolas Paradou ist ein wundervoller, fruchtbarer und scheinbar unendlicher Garten inmitten der kargen und trockenen Umgebung Südfrankreichs. Zwar ist er von einer hohen Mauer umgeben, doch selbst Albine, die ihn seit frühester Kindheit durchstreift, hat den Garten noch nicht vollständig entdeckt. Exotische Pflanzen, Tiere, Hügel, angelegte Teilgärten, Bäche und Wälder bilden das Paradou.
Die biblische Schilderung ist zwar wesentlich kürzer, aber dennoch anwendbar auf das Paradou: „Und Gott der Herr ließ aufwachsen aus der Erde allerlei Bäume, lustig anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen“ (Mose 1, 2.9)
Zolas Paradou basiert in den meisten Aspekten auf dem biblischen Paradies, doch gibt es zwei gravierende Unterschiede. Auf die Rolle des Baums des Lebens und des Baums der Erkenntnis des Guten und des Bösen wird in Kapitel II.4.1 eingegangen.
Arbeit zitieren:
Marianne Strauss, 2005, "La Faute de l´Abbé Mouret" - Der Genesis-Mythos in Zolas Paradou, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Zola / Les Rougon-Macquart: Nanas destruktive Natur
Romanistik - Französisch - Literatur
Seminararbeit, 24 Seiten
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Marianne Strauss's Text "La Faute de l´Abbé Mouret" - Der Genesis-Mythos in Zolas Paradou ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Marianne Strauss hat den Text "La Faute de l´Abbé Mouret" - Der Genesis-Mythos in Zolas Paradou veröffentlicht
Marianne Strauss hat einen neuen Text hochgeladen
Emile Zola - Novelist and Reformer - An Account of His Life and Work
Ernest Alfred Vizetelly
0 Kommentare