Inhalt
VERZEICHNIS DER ABKÜRZUNGEN 4
EINLEITUNG 5
1. WAHRUNG DES WELTFRIEDENS - HAUPTZIEL DER VN 7
2. DER UN-SICHERHEITSRAT 8
3. INSTRUMENTE DES SICHERHEITSRATS IM KONFLIKTFALL 9
3. 1. Maßnahmen nach Kapitel VI - Friedliche Streitbeilegung 9
3. 2. Maßnahmen nach Kapitel VII - Zwangsmaßnahmen 9
3. 3. Schwierigkeiten bei der Anwendung 11
3. 4. Maßnahmen nach Kapitel „VI “ - Peacekeeping Operations 11
4. NEUE SICHERHEITSPOLITISCHE HERAUSFORDERUNGEN 15
5. REFORMBEDARF 17
6. SCHLUSSBEMERKUNGEN 21
LITERATURVERZEICHNIS 22
3
Verzeichnis der Abkürzungen
Art. Artikel Aufl. Auflage bearb. bearbeitet bzw. beziehungsweise d. h. das heißt DGVN Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen erw. erweitert f folgende Seite ff folgende Seiten GV Generalversammlung Hrsg. Herausgeber Kap. Kapitel NGO Non Governmental Organization o. O. ohne Ort o.g. oben genannt S. Seite sog. sogenannt u. und UN(O) United Nations (Organisaion) USA Vereinigte Staaten von Amerika vgl. vergleiche VN Vereinte Nationen Ziff. Ziffer
4
Einleitung
In der vorliegenden Arbeit werde ich mich mit der Fragestellung beschäftigen, welches Instrumentarium den Vereinten Nationen zur Wahrung von Frieden und Sicherheit zur Verfügung steht und untersuchen, inwiefern dieses den globalen Herausforderungen gerecht wird bzw. welcher Reformbedarf sich davon ableiten lässt. Überprüft werden soll die These, dass dieses Instrumentarium einer gründlichen Erneuerung und Anpassung an die sicherheitspolitischen Herausforderungen des zwanzigsten Jahrhunderts bedarf, um erfolgreich umsetzbar zu sein.
Da der zu bearbeitende Themenkomplex umfangreich ist, kann diese Hausarbeit keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben, es sollen vielmehr wesentliche Aspekte betrachtet werden, um einen groben Überblick zu geben und die meines Erachtens wichtigsten Zusammenhänge in Hinblick auf die Ausgangsthese aufzuzeigen:
Im ersten Teil wird die Ausgangsbasis verdeutlicht, nämlich dass die Wahrung von Frieden und Sicherheit die Hauptaufgabe der Vereinten Nationen darstellt und welches System kollektiver Sicherheit dazu eingerichtet wurde.
Im zweiten Kapitel werden Aufbau und Funktionsweise des VN-Organs umrissen, dem die Hauptkompetenz zur Erfüllung dieser Aufgabe auferlegt ist - dem Sicherheitsrat. Diesem stehen zur Umsetzung verschiedene Instrumente zur Verfügung, die zum einen auf den Festlegungen in der UN-Charta beruhen und zum anderen im Laufe der Zeit aufgrund der politischen Zustände entwickelt wurden. Neben deren Vorstellung werden jeweils Beispiele benannt, Operationen, bei denen das sog. Peacekeeping erfolgreich eingesetzt wurde, aber auch gescheiterte Missionen, welche illustrieren, mit welchen Schwierigkeiten das Peacekeeping der VN zu kämpfen hatte und hat.
Diese sind bereits erste Hinweise auf die neuen sicherheitspolitischen Herausforderungen, mit denen die VN konfrontiert sind, auf welche im darauf folgenden Kapitel näher eingegangen wird. Können die VN diese Herausforderungen des 20. Jahrhunderts bewältigen und wo besteht Veränderungsbedarf? Ausgehend von dieser Überprüfung wird im letzten Kapitel die Notwendigkeit der Reform und Erneuerung des Systems der VN, vor allem des Sicherheitsrates, verdeutlicht. Wichtige Reformvorhaben und -inhalte werden vorgestellt, aber auch Schwierigkeiten, mit denen die Umsetzung verbunden ist.
Aus der Fülle der Literatur, die zum Thema zur Verfügung steht, habe ich hauptsächlich folgende Quellen verwendet: Die Standartwerke zur UNO von Günther UNSER, Sven
5
GAREIS und Johannes VARVICK, Publikationen der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen, die Homepage der Vereinten Nationen, Publikationen von Kofi ANNAN und Boutros BOUTROS GHALI, aktuelle Zeitungsartikel sowie ausgewählte Aufsätze und Bücher zu spezielleren Bereichen der Arbeit.
6
1. Wahrung des Weltfriedens - Hauptziel der VN
Nach dem Scheitern des Völkerbundes als erste Weltfriedensorganisation gründeten sich die Vereinten Nationen im Jahre 1945 noch während des Zweiten Weltkrieges mit dem Hauptziel, die Welt vor einem erneuten Krieg dieser Art zu bewahren. Im ersten Kapitel ihrer Charta, einem zeitlich nicht begrenzten völkerrechtlichen Vertrag zwischen souveränen Staaten 1 , formulieren die Vereinten Nationen ihr Hauptziel, „den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren und zu diesem Zweck wirksame Kollektivmaßnahmen zu treffen, um Bedrohung zu verhüten und zu beseitigen, Angriffshandlungen und andere Friedensbrüche zu unterdrücken und internationale Streitigkeiten oder Situationen, die zu einem Friedensbruch führen könnten, durch friedliche Mittel nach den Grundsätzen der Gleichberechtigung und des Völkerrechts zu bereinigen oder beizulegen“ 2 . Doch welcher Frieden ist hiermit gemeint? Diese Frage wird von der Charta nicht beantwortet, so dass hier viel Argumentationsspielraum bleibt 3 . Um einen positiven und gerechten Frieden zu erreichen, ist die weltweite Lösung von ökonomischen und sozialen Problemen von Nöten, welcher weitaus mehr beinhaltet, als die bloße „Abwesenheit von Krieg im Sinne der direkten Gewaltanwendung (traditioneller negativer Friedensbegriff)“ 4 .
Um das Ziel der Gewaltfreiheit zu erreichen, wurde von den VN durch die freiwillige Einbindung der UN-Mitgliedsstaaten ein System „kollektiver Sicherheit“ geschaffen mit der Grundlage eines allgemeinen Gewaltverbots: „ Alle Staaten unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbaren Androhungen oder Anwendung von Gewalt“ 5 . Damit verpflichtet sich jeder Mitgliedsstaat, in den gegenseitigen Beziehungen die Erstanwendung und die Androhung von militärischer Gewalt zu unterlassen 6 .
Dennoch schließt die UN-Charta Gewaltanwendungen nicht völlig aus. Diese sind nach Artikel 51 der UN-Charta zugelassen zur Selbstverteidigung eines angegriffenen Staates und als kollektive Maßnahmen gegen Friedensstörer unter Beachtung des Kapitel VII. Damit es zu Gewaltanwendungen kommt, müssen letztere Maßnahmen zuvor vom Sicherheitsrat legitimiert werden. Der Sicherheitsrat wird dadurch zum Träger des
1 vgl. UNSER, Günther, Die UNO. Aufgaben und Strukturen der Vereinten Nationen, 6., neu bearb. u. erw. Aufl., München: Verlag C. H. Beck/ Deutsch er Taschenbuch Verlag, 1997, S. 25.
2 Charta der Vereinten Nationen, Kap. 1, Art. 1, Ziff. 1.
3 vgl. UNSER 1997, S. 28f.
4 UNSER 1997, S. 29.
5 Charta der Vereinten Nationen, Kap. 1, Art. 2, Ziff.4.
7
Arbeit zitieren:
Kirsten Freimann, 2004, Das Instrumentarium der Vereinten Nationen zur Wahrnehmung von Frieden und Sicherheit, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Notwendigkeit staatlicher Ordnung - Aristoteles vs. Hobbes
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Hausarbeit (Hauptseminar), 21 Seiten
Die Zukunft des Verfassungsstaates und der Herrschaft des Rechts in de...
Jura - Öffentliches Recht / Staatsrecht / Grundrechte
Rezension / Literaturbericht, 8 Seiten
Ausführen einer farbverändernden Behandlung am Haaransatz (Unterweisun...
Unterweisung / Unterweisungsentwurf, 9 Seiten
Problematik des internationalen Personaleinsatzes von hochqualifiziert...
BWL - Personal und Organisation
Hausarbeit, 35 Seiten
Aktuelle Formen von Korporatismus in der Bundesrepublik Deutschland: D...
Politik - Politische Systeme - Politisches System Deutschlands
Seminararbeit, 21 Seiten
Elemente der Demokratie in der gemischten Verfassung bei Aristoteles u...
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Hausarbeit (Hauptseminar), 23 Seiten
Ciceros Staatsverständnis - Res publica und populus im Dienste der Ger...
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Seminararbeit, 18 Seiten
Demographischer Wandel am Beispiel geringer Fertilitäten - Handlungsmö...
Diplomarbeit, 120 Seiten
"Il ne se passe rien en somme" - Machiavellis Verfassungszyk...
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Hausarbeit, 24 Seiten
Unterrichtseinheit: Bestandteile der Milch
Experimente bezüglich der Best...
Unterrichtsentwurf, 27 Seiten
Der Wandel von Souveränität unter dem Eindruck humanitärer Interventio...
Politik - Internationale Politik - Thema: Völkerrecht und Menschenrechte
Hausarbeit (Hauptseminar), 29 Seiten
Die Friedenseinsätze der Vereinten Nationen im Wandel – Ein gescheiter...
Grundlagen, Entwicklung, Persp...
Politik - Internationale Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit
Bachelorarbeit, 64 Seiten
Verwaltungsvorschriften als staats- und verfassungsrechtliches Problem
Jura - Öffentliches Recht / VerwaltungsR
Hausarbeit (Hauptseminar), 19 Seiten
Die Anthropologie im "Leviathan" von Thomas Hobbes
Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts
Seminararbeit, 14 Seiten
Kirsten Freimann hat den Text Das Instrumentarium der Vereinten Nationen zur Wahrnehmung von Frieden und Sicherheit veröffentlicht
Kirsten Freimann hat einen neuen Text hochgeladen
Die Reform der Vereinten Nationen - Bilanz und Perspektiven
Johannes Varwick, Andreas Zimmermann
Die Regierung von Konfliktgebieten durch die Vereinten Nationen
Simon Friedrich Wilhelm Wollenberg
0 Kommentare