Mobile Musik-Distribution III
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis III
Abbildungs - und Tabellen-Verzeichnis. V
Abk ürzungsverzeichnis. VII
1. Einleitung. 8
1.1. Vorbemerkungen 8
1.2. Problemstellung 10
1.3. Abgrenzung. 11
1.4. Lösungsansatz 11
2. Grundlagen. 13
2.1. MusicLens 13
2.1.1. MediaLens und Fuzzy Logic. 14
2.1.2. MusicLens Interface 15
2.2. Evaluierung 17
3. Mobiles Interfacedesign 21
3.1. Technische Randbedingungen von Mobil-Geräten. 21
3.1.1. Technische Standards. 21
3.1.2. Markt-Bestandsaufnahme 24
3.2. Machbarkeits-Analyse. 26
3.2.1. Grundlagen für mobiles Interface-Design. 26
3.2.1.1. Mobile Usability 26
3.2.1.2. Interaktions-Konzepte 27
3.2.1.3. Gestaltungskonzepte 29
3.2.1.4. Navigationskonzepte. 33
3.2.1.5. Schrift-Gestaltung 33
3.2.1.6. Farb- und Symbol-Gestaltung 36
3.2.2. Portierung von Web-Interfaces auf Mobil-Geräte 40
3.2.3. Marktübersicht mobiler Musik-Anwendungen. 41
3.2.3.1. O 2 Music Download. 41
3.2.3.2. Vodafone MusicDownloads. 45
3.2.3.3. Sony StreamMan 46
4. Konvertierung des MusicLens Interfaces. 53
4.1. Vorüberlegungen. 53
4.2. Problemstellung und Abgrenzung. 54
4.2.1. Primär- und Sekundär-Funktionalitäten. 55
4.3. Konzeption 56
Mobile Musik-Distribution IV
4.4. Attrappe. 58
4.4.1. Attrappen der Suchmasken-Bildschirme 59
4.4.2. Attrappe des Suchergebnis-Bildschirms. 62
4.4.3. Attrappe des Detail-Info-Bildschirms 63
4.5. Implementation 65
4.5.1. Entwürfe der Suchmasken-Bildschirme. 65
4.5.2. Entwürfe der Suchergebnis- und Detail-Info-Bildschirme. 70
5. Marktlage für mobile digitale Musik-Distribution. 73
5.1. Digitale Musik-Distribution über das Internet. 73
5.1.1. Markt-Übersicht 74
5.1.1.1. Karstadt, Tiscali, Mediamarkt, Kontor und MTV (OD2/Loudeye) 75
5.1.1.2. Musicload, Bild.T-Online, RTL, ProSieben, WOM und AOL (DWS /
Siemens ) 77
5.1.1.3. Apple iTunes Music Store 78
5.1.2. Fazit für mobile Dienste. 79
5.2. Mobile Musik-Distribution. 84
5.2.1. Technische Voraussetzungen 84
5.2.2. Trends und Ausblick 86
5.3. Bestandsaufnahme des Mobilfunk-Marktes 89
5.3.1. Technologie-Verbreitung im Markt 89
5.3.2. Nutzungs-Bereitschaft für mobile Musik-Dienste. 92
5.3.3. Bezahl-Bereitschaft für mobile Musik-Dienste. 96
6. Fazit und Ausblick 99
7. Anhang. 101
7.1. Umfrage zu mobilen Musik-Downloads. 101
7.1.1. Fragebogen 101
Glossar. 103
Literaturverzeichnis 108
Danksagungen 111
Mobile Musik-Distribution
Abbildungs - und Tabellen-Verzeichnis
Abbildungen
Abb. 1: Verteilung von heruntergeladenen Bezahl-Inhalten
Abb. 2: Web-Interface der MusicLens Anwendung.
Abb. 3: Schrift-Beispiele des MusicLens Interfaces.
Abb. 4: Zentrale Bedien-Elemente des MusicLens Interfaces
Abb. 5: Diverse Funktionen des MusicLens Interfaces.
Abb. 6: Gitter-Ansicht eines Musik-Profils im MusicLens Interface
Abb. 7: Definition von Usability
Abb. 8: Tastatur-Layout eines Nokia 6220 Mobiltelefons
Abb. 9: Übliche Soft-Key Benutzung auf Mobiltelefonen
Abb. 10: Tastatur-Layouts verschiedener Mobiltelefone.
Abb. 11: Navigations-Diagramm einer mobilen Spiel-Anwendung
Abb. 12: Zoomprinzip - Lupendarstellung einer unteren Navigationsebene.
Abb. 13: Navigation in einer mobilen Radio-Anwendung.
Abb. 14: Raster-Layout einer Pixel-Schriftart.
Abb. 15: Pixel-Schrift „Mini 7“ mit und ohne Kantenglättung
Abb. 16: Pixel-Schriften Mini 7, Atom, Shrimpton und Minimicra
Abb. 17: Icon Entwürfe von Agentur Ocean Observations für Mobilfunkanbieter „3“
Abb. 18: Siemens SX1 für O 2 Music Download
Abb. 19: Benutzung von O 2 Music Download
Abb. 20: Display-Aufteilung des O 2 Music Download Interfaces
Abb. 21: Benutzung von Vodafone MusicDownload.
Abb. 22: Interface und Menu-Führung von StreamMan.
Abb. 23: Erstellen eines eigenen Channels in StreamMan.
Abb. 24: Erstellen eines Channels über „Discover Dial“ in StreamMan
Abb. 25: Abspielen, Bewerten und weitere Optionen eines StreamMan-Channels
Abb. 26: Der Interface Design-Prozess.
Abb. 27: Nokia 6600 Mobiltelefon
Abb. 28: Bildschirmaufteilung des mobilen MusicLens Interfaces.
Abb. 29: Prototyping einer mobilen Applikation durch Papier-Attrappen.
Abb. 30: Papier-Attrappen für Suchmaske Variante 1
Abb. 31: Papier-Attrappe für Suchmaske Variante 2
Abb. 32: Papier-Attrappe für Suchmaske Variante 3
Abb. 33: Papier-Attrappen für Suchergebnisse
Abb. 34: Papier-Attrappen für Detail-Info
Abb 35: Interface-Entwurf für Suchmaske Variante 1
Mobile Musik-Distribution
Abb. 36: Vergrößerte Detailansichten Suchmaske Variante 1
Abb. 37: Interface-Entwurf für Suchmaske Variante 2.
Abb. 38: Vergrößerte Detailansichten Suchmaske Variante 2
Abb. 39: Interface-Entwurf für Suchmaske Variante 3.
Abb. 40: Vergrößerte Detailansichten Suchmaske Variante 3
Abb. 41: Interface-Entwürfe für Suchergebnisse und Detail-Ansicht.
Abb. 42: Vergrößerte Detailansichten der Suchergebnisse und Detail-Ansicht
Abb. 43: Absatz der Musikindustrie von 1994 bis 2003
Abb. 44: Antworten auf Umfrage zu Handy-Features
Abb. 45: Alters-Struktur der Umfrage zu mobilen Musik-Downloads.
Abb. 46: Verteilung des Handy-Typs laut connect Leserumfrage
Abb. 47: Verteilung der zukünftigen Nutzungs-Wünsche laut connect Leserumfrage
Abb. 48: Ausgaben für mobile Datendienste laut Umfrage zu mobilen Musik-Downloads.
Abb. 49: Gründe für Nicht-Akzeptanz mobiler Datendienste laut AT Kearney Studie.
Abb. 50: Nutzung mobiler Entertainment Dienste laut AT Kearney Studie.
Abb. 51: Nutzung mobiler Entertainment Dienste nach Alter laut AT Kearney Studie
Abb. 52: Preisbereitschaft laut Umfrage zu mobilen Musik-Downloads
Tabellen
Tab. 1: Marktübersicht der Display-Funktionen verschiedener Mobiltelefone
Tab. 2: Marktübersicht deutscher Online-Shops für Musik-Downloads.
Tab 3: Marktübersicht der Daten-Funktionen verschiedener Mobiltelefone
Mobile Musik-Distribution VII
Abkürzungsverzeichnis
UMTS Universal Mobile Telecommunication Service PDA Personal Digital Assistant DRM Digital Rights Management WAP Wireless Application Protocol WML Wireless Markup Language HTML Hypertext Markup Language AAC Advanced Audio Coding MP3 MPEG-Layer 3 MMC Multi Media Card GSM Global System for Mobile Communications GPRS General Packet Radio Service SMS Short Message Service MMS Multimedia Messaging Service WMA Windows Media Audio AAC Advanced Audio Coding MMC Multimedia Card DSL Digital Subscriber Line
Mobile Musik-Distribution 8
1. Einleitung
1.1. Vorbemerkungen
„Musikverkauf übers Handy soll Riesengeschäft werden“ lautet eine Schlagzeile aus dem Handelsblatt. 1 Ferner heißt es dort:
„Die Mobilfunkanbieter wollen das Handy als neue Vertriebsform für Musik etablieren und damit den Internetshops wie I-Tunes die Kunden wegschnappen. Ganz nebenbei soll der Musik-Download auch UMTS zum Erfolg verhelfen.“
Vor einiger Zeit lief bereits die digitale und legale Distribution von Musik im Internet an. Als eines der dabei weltweit erfolgreichsten Unternehmen hat sich die Firma Apple mit dem iTunes Music Store 2 im Markt etabliert, der im April 2003 in den USA und ein Jahr später in Europa startete.
Nachdem der illegale Download von Musik-Dateien über das Internet in den letzten 6 Jahren der Musik-Industrie ungefähr 40 Prozent an Umsatzeinbußen bescherte, ist das Anbieten legaler Alternativen zum Herunterladen von Musik ein erster Schritt, diesem Trend entgegen zu wirken. Dennoch steckt dieser Vertriebsweg noch in den Kinderschuhen. Der Anteil von legalen Musik-Downloads am Gesamtgeschäft im deutschen Musikmarkt beträgt Mitte 2004 gerade mal 1 bis 2 Prozent. Das Wachstum sei aber rasant, so Phonoverbandschef Gerd Gebhardt anlässlich der popkomm Messe in Berlin.
Noch weiter in die Zukunft gedacht liegt der Gedanke nah, in der heutigen von ständiger Informations-Verfügbarkeit und größtmöglicher Mobilität geprägten Gesellschaft, über mobile Geräte Musik-Angebote zu durchsuchen, Musik zu bezahlen, herunterzuladen und zu konsumieren. Dieser mobile Weg ist in vielerlei Hinsicht die logische Konsequenz aus den bisherigen Entwicklungen. Zum einen ist der Mobilfunkkunde daran gewöhnt, für Dienste Geld zu bezahlen, während im Internet seit jeher eine Art „Kostenlos-Mentalität“ der Nutzer herrscht, die schwer
1 o.V., 2004: Musikverkauf übers Handy soll Riesengeschäft werden: Handelsblatt.com, 2004, Internet
http://www.handelsblatt.de/pshb/fn/relhbi/sfn/buildhbi/cn/GoArt!200104,202403,790880/SH/0/depot/
0/, Stand 2004-09-15, Abruf 2004-10-18
2 Siehe auch http://www.apple.de/itunes/
Mobile Musik-Distribution 9
umkehrbar ist. Dazu kommen die auf den modernen Menschen ständig einströmenden Reizeinflüsse und daraus resultierende spontane Kaufimpulse, die eine mobile Musik-Distribution besser befriedigen könnte als die Distribution über das stationäre Internet auf dem Computer. „In der Zukunft wird man mit digitalen Musik-Playern telefonieren oder mit Handys Musik digital speichern und abspielen“, so der Trendforscher Andreas Steinle.
Ein weiteres positives Indiz für einen potentiellen wirtschaftlichen Erfolg von mobiler Musik-Distribution ist, dass schon jetzt das Handy ein starker Umsatzbringer im Musikbereich ist. Im vergangenen Jahr wurden erstmals mehr Klingeltöne verkauft als CD-Singles (Single-Absatz in Deutschland: 23,8 Millionen Stück); auf zwei bis drei Milliarden Euro schätzen Experten den weltweiten Umsatz durch den Verkauf von Klingeltönen in 2003.
Mit Fragen wie mobiler Musik-Konsum in der Zukunft aussehen kann und welche Voraussetzungen dafür nötig wären, beschäftigt sich diese Arbeit. Den Stellenwert von Musik auf dem digitalen Distributionsweg, verdeutlicht folgendes Ergebnis einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung 3 .
3 Zeh, Christoph, 2004: GfK Media Scope Download, Nürnberg: GfK Panel Services Consumer
Research GmbH, 2004, Internet http://www.gfk.de/produkte/eigene_pdf/DownloadMonitor.pdf,
Stand 2004-03-18, Abruf 2004-10-18
Mobile Musik-Distribution 10
1.2. Problemstellung
Grundanforderung an diese in Zusammenarbeit mit der Firma DDD System durchgeführte Diplomarbeit ist es, festzustellen, ob und wie die digitale Musik-Distribution (im weiteren auch als Download bezeichnet) über mobile Endgeräte (d.h. in der Regel Mobiltelefone oder auch PDAs) funktionieren kann. Ferner soll das noch sehr junge Thema der Musik-Empfehlungs-Technologien untersucht werden, die bei digitaler Musik-Distribution mit vielen 100.000 Titeln für Endkunden eine immer stärkere Rolle spielen werden. Die Firma DDD System hat ein Produkt namens MusicLens entwickelt, welches eine Datenbank von entsprechend katalogisierten Musik-Stücken trotz ungenauer Suchanfragen und subjektiven Such-Kriterien nach konkreten Ergebnissen durchsuchen kann. Die Frage, ob dieses Produkt auf mobile Geräte übertragbar ist, führte zu der generellen Frage wie mobile Musik-Downloads überhaupt funktionieren können und somit letztendlich auch zu dieser Diplomarbeit.
Diese Arbeit beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit zwei Problemfeldern. Im ersten Teil geht es darum wie das Interface- und Screen-Design für Musik-Download-Anwendungen und Musik-Empfehlungs-Systeme auf den vergleichsweise kleinen Displays von Mobilgeräten funktionieren könnte. Von der Benutzbarkeit und der Akzeptanz im Massenmarkt derartiger Systeme ist letztlich das gesamte Geschäftsprinzip abhängig. Die Untersuchung der technologischen
Voraussetzungen auf Mobil-Geräten und die geeignete Darbietung der Inhalte sind einleitende Fragestellungen in diesem Teil. Fallbeispiel dieser Untersuchung ist die konzeptionelle Fragestellung wie das bisherige Interface der MusicLens Anwendung vom Internet auf das Mobil-Gerät übertragen werden könnte und welche Einschränkungen dabei eventuell zu machen sind.
Der zweite Teil dient als wirtschaftlicher Ausblick dazu, die aktuelle Marktlage für ein derartiges mobiles Produkt zu skizzieren. Es gilt, aus den konzeptionellen Fehlern der Musik-Download-Dienste im Internet zu lernen und deren Stärken auf den mobilen Markt zu übertragen. Es stellen sich hierbei die Fragen, wie weit die Verbreitung der dazu nötigen mobilen Technologien im Mobilfunk-Markt vorangeschritten ist und wohin sich die technologischen Trends in den nächsten Jahren entwickeln. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Untersuchung der Nutzungs- und Bezahlbereitschaft für einen mobilen Musik-Download Dienst.
Mobile Musik-Distribution 11
1.3. Abgrenzung
Aufgrund der mannigfaltigen Ausprägungen, die eine Arbeit von derartigem Forschungs-Charakter in einem wenig erprobten Markt annehmen kann, sollen im Folgenden weitere Themen genannt werden, die ebenfalls entscheidend für einen Erfolg mobiler Musik-Download-Dienste sein können, aber nicht oder nur beiläufig in dieser Diplomarbeit untersucht werden:
• Die software-technische Umsetzung oder Portierung von Musik-Anwendungen für mobile Geräte.
• Die DRM-Technologien zum Schutz der Urheber-Rechte der digitalen Musik-Stücke.
• Entwicklung eines Geschäfts- und Bezahl-Modells für einen mobilen Musik-Download-Dienst.
• Betrachtung der Content-Anbieter/Musik-Labels und eventueller
Schwierigkeiten in der Content-Beschaffung für einen mobilen Musik-Download Service.
• Vermarktung oder Gestaltung eines späteren Produktes.
In dem Kapitel über mobiles Interfacedesign wird der Fokus auf Mobiltelefone gelegt und die Portierung des MusicLens Interfaces auf Mobilgeräte exemplarisch für ein Mobiltelefon durchgeführt. Die beschriebenen Konzepte und Überlegungen sind auch auf PDAs und andere mobile Geräte übertragbar. Aufgrund des Entertainment-Charakters einer mobilen Musik-Download Anwendung ist die spätere Anwendung auf Mobiltelefonen, welche im Markt am stärksten verbreitet sind, aber am wahrscheinlichsten.
1.4. Lösungsansatz
Zur Bearbeitung der Fragestellungen im Bereich des Interfacedesigns auf Mobil-Geräten sollen eingangs grundlegende Informationen zu den besonderen Anforderungen an Screen- und Interface-Design auf den sehr kleinen Bildschirmen von Mobilgeräten zusammengestellt werden. Bei den Bildschirmauflösungen, welche einen Bruchteil der Größe normaler Computer-Monitore betragen, sind besondere Interface- und Gestalt-Konzepte von Nöten. Im Anschluss an die Grundlagen wird der Versuch unternommen, das bestehende Web-Interface der
Mobile Musik-Distribution 13
2. Grundlagen
2.1. MusicLens
„MusicLens“ ist eine so genannte Musik-Empfehlungsmaschine, die in Web-Shops, Musik-Archiven und anderen media-intensiven Internet-Applikationen eingesetzt werden kann. Sie vereinfacht die Suche nach CDs, Alben, Songtitel oder Interpreten. Durch die Suche mittels teils subjektiver Eigenschaften von Musik können große Datenbestände trotz ungenauer Eingaben mit konkreten Ergebnissen durchsucht werden.
MusicLens ist ein Produkt, das von der Firma DDD System - basierend auf Fuzzy Logic Algorithmen - entwickelt wurde. Die Frage nach der Nutzbarkeit dieser Musik-Empfehlungs-Technologie auf mobilen Geräten, die bisher nur im Internet funktioniert, ist Anlass dieser Diplomarbeit.
MusicLens löst die Anforderung einer Suche, auch bei vagen Vorstellungen vom Gesuchten ein Ergebnis zu erhalten, durch geschickte Abstraktionen und ein intelligentes Interface. Auf diese Weise erhält der Benutzer immer Vorschläge, die seiner Suche entsprechen. Der Nutzer kann seinen Musikgeschmack in dem Web-Interface der MusicLens mittels einer Schieberegler-Navigation beschreiben. Voraussetzung ist, dass im Hintergrund eine Datenbank mit digitaler Musik besteht, worin jeder Musik-Titel vorher manuell mit Meta-Daten für die verfügbaren Suchkriterien profiliert wird. Diese manuelle Arbeit sollte idealer Weise von verschiedenen Musik-Experten (im Weiteren auch als „Profiler“ bezeichnet) vorgenommen werden. Die Profiler generieren Musikprofile in Verbindung mit den digitalen Musik-Stücken. Bei dieser neuen Art der Suche wird immer der Gesamtbestand an Musikprofilen durchsucht bzw. umsortiert. Darüber hinaus hat der Nutzer die Möglichkeit, ein Genre oder einen Interpreten anzugeben und die Suche somit zu begrenzen. Durch eine so genannte „Find-More-Like-This“ Funktion können weitere - einem bestimmten Titel ähnliche - Musik-Stücke über Abgleich der Musikprofile gefunden werden. Das Besondere und Neue an MusicLens gegenüber herkömmlichen Such-Technologien ist, dass der User keine Suchworte benötigt. Überhaupt braucht er keinerlei sprachliche Definitionen. Die Suche kann rein über die Angabe
Mobile Musik-Distribution 14
verschiedener Eigenschaften oder Kategorien erfolgen. Diese können z.B. Tempo, Stimmung oder subjektive Lautstärke von Musik sein. Neben aktuellen oder bekannten Titeln werden so auch Songs aus dem Musik-Bestand erreicht, die bei textueller Suche unter Umständen nie oder nur sehr selten erreicht worden wären. Mit der MusicLens hat der Benutzer so die Möglichkeit, sein persönliches Musikrepertoire zu erweitern.
Mit einer intuitiven Bedienung und klarem Design kann auf diese Weise ein positives (Kauf-) Erlebnis erzielt werden, das zu einer baldigen Rückkehr des Users in einen Musik-Download-Shop führt. Dies begünstigt die Verkäufe digitaler Musik-Distributionen, erweitert gleichzeitig den musikalischen Horizont des Benutzers und eröffnet ganz neue Weisen der Recherche auch für Geschäfts-Anwendungen wie beispielsweise das Art-Buying in der Werbe-Industrie.
2.1.1. MediaLens und Fuzzy Logic
„Fuzzy-Logik (englisch: fuzzy = ungenau, verschwommen, unscharf) ist eine Verallgemeinerung der zweiwertigen (boolschen) Logik, die Wahrheitswerte zwischen WAHR und FALSCH zulässt. Damit können auch unscharfe Mengenabgrenzungen mathematisch behandelt werden. … Nicht zu verwechseln mit der Fuzzy-Logik ist die Fuzzy Suche, die eine unscharfe Suche in Datenbanken ermöglicht, zum Beispiel, wenn die genaue Schreibweise eines Namens oder Begriffes nicht bekannt ist. “ 4 „Die Fuzzy-Suche ermöglicht eine „unscharfe“ Suche in Datenbanken. Sehr verbreitet ist die Phonetische Suche, die nach Wörtern sucht, die gleich klingen: das erlaubt es, Einträge auch dann zu finden, wenn die genaue Schreibweise eines Namens oder Begriffes nicht bekannt ist.“ 5 Die MusicLens basiert auf der MediaLens Fuzzy Logic-Suchtechnologie. Das Interface von MediaLens liefert dem Benutzer auch ohne Verwendung oder Kenntnis einer Abfragesprache und auch ohne genaue Vorstellungen über seine Suchanfrage gezielte Resultate.
4 o.V., 2004: Fuzzy-Logik: Wikipedia, 2004, Internet http://de.wikipedia.org/wiki/Fuzzy-Logik, Stand
2004-07-09, Abruf 2004-10-20
5 o.V., 2004: Fuzzy-Suche: Wikipedia, 2004, Internet http://de.wikipedia.org/wiki/Fuzzy_Suche, Stand
2004-10-04, Abruf 2004-10-20
Mobile Musik-Distribution 15
Die mit Fuzzy Logic-Technologie zu verarbeitenden Daten einer Suchanfrage können vage, unklar und sogar widersprüchlich sein. Wie auch immer die Suchanfrage aussieht, eine Fuzzy-Logic Suchmaschine liefert immer Ergebnisse. Diese Ergebnisse sind in der Regel sinnvoller, als die von einer vergleichbaren textuellen Suchanfrage, welche in den meisten Vergleichen oft auch gar keine Ergebnisse liefert. Bei der Suche nach einem bestimmten Begriff, dessen genaue Schreibweise aber unbekannt ist, liefert eine Text-Suche sehr wahrscheinlich kein passendes Ergebnis im Gegenteil zu einer „unscharfen“ Suche über die Definition von Eigenschaften wie bei MediaLens und MusicLens. 6
2.1.2. MusicLens Interface
Die MusicLens Anwendung wird bisher (Stand Oktober 2004) noch nicht kommerziell eingesetzt und existiert momentan in einer frei verfügbaren und nicht grafisch an Dritt-Firmen angepassten Version 7 . Das bestehende MusicLens Interface ist komplett in der Internet Animations-Technologie „Macromedia Flash“ erstellt. Dies bringt große Freiheit und Flexibilität in der grafischen Gestaltung des Benutzer-Interfaces mit sich, wobei die einzelnen Interface-Elemente so pixel-genau genau angeordnet werden können im Gegensatz zu einer Realisierung in HTML. Damit hat die Benutzung von Flash auch den Vorteil, dass ein konsistentes Erscheinungsbild auf unterschiedlichsten Web-Browsern, sofern diese Flash unterstützen, gewährleistet ist. Dies ist auch ein erster Anhaltspunkt für den späteren Versuch, ein derartiges Interface auf die vielfach kleineren Displays eines Mobilgerätes zu portieren: Die optische Darstellung sollte idealer Weise auf verschiedenen Geräten gleich sein. Das heißt, eine von einem Browser interpretierbare WML-Seite, das mobile Gegenstück zu einer HTML-Seite, wäre sicher keine geeignete technische Implementation für ein derartiges Interface auf Mobiltelefonen. Durch verschiedene WML- bzw. WAP-Browser in Mobiltelefonen wäre keine geräte-übergreifende konsistente Darstellung eines Interfaces gewährleistet.
Im Folgenden ist das komplette Web-Interface der MusicLens Anwendung dargestellt:
6 Siehe auch Vorlesung „Medieninformationssysteme“ Thema „Visual Information Retrieval“ von Prof.
Dr. Kolb aus Wintersemester 2002/2003 an der FH Wedel: http://www.fh-wedel.de/~ko/
7 Siehe auch: http://www.musiclens.de
Mobile Musik-Distribution 16
Über die Schieberegler werden Eigenschaften definiert, nach denen Musik gesucht werden soll. Das so entstehende Musik-Such-Profil wird dabei zusätzlich in einer Gitter-Darstellung links neben den Schiebereglern visualisiert. Parallel bzw. zur weiteren Einschränkung einer Suchanfrage können auch textuelle Eingaben zur Suche gemacht werden.
Unterhalb der Suchmaske befindet sich die Suchergebnis-Liste der gefundenen Titel zur aktuellen Suchanfrage. Von jedem Titel kann eine Hörprobe abgespielt werden. Über die Bestell-Funktion kann ein Titel, sofern er im Angebot eines (bisher nur externen) Musik-Shops im Internet vorhanden ist, gleich gekauft und heruntergeladen werden. Eine nahezu prädestinierte Verwendung der MusicLens wäre also der Einsatz innerhalb eines (Internet) Musik-Shops. Momentan nimmt die (beige hinterlegte) Suchmaske des MusicLens Interfaces alleine eine Größe von 750 x 225 Pixel ein. Zusammen mit der darunter befindlichen Suchergebnis-Liste sind es insgesamt etwa 750 x 425 Pixel. Da das durchschnittliche Display eines aktuellen Mobiltelefons eine Bildschirm-Auflösung von 128 x 128 Pixel hat, legt dies schon eine Grund-Problematik für die spätere Portierung auf Mobil-Geräte nahe.
Mobile Musik-Distribution 12
MusicLens Anwendung so weit wie möglich für die Benutzung auf Mobil-Displays optisch zu portieren. Abschließende Usability-Tests schließen die Machbarkeits-Analyse ab und stellen eventuell nötige Einschränkungen gegenüber dem Internet heraus.
Bei der Analyse eines potentiellen Marktes für eine mobile Musik-Download Anwendung soll anhand von Musik-Portalen im Internet die bisherige Weise der digitalen Musik-Distribution vorgestellt werden, um davon Anforderungen und Potentiale eines mobilen Dienstes abzuleiten. Im Weiteren werden Daten aus diversen Studien über den Mobilfunk- und Mobilgeräte-Markt sowie aus einer eigens durchgeführte Umfrage zu mobilen Musik-Downloads dazu dienen, Informationen über technologische Voraussetzungen und Nutzungs-Bereitschaft eines mobilen Musik-Download Dienstes zu liefern.
Eine nicht unerhebliche Schwierigkeit beim Erstellen dieser Arbeit ist die bisher mangelnde Erprobung bzw. wissenschaftliche Erforschung dieses sehr jungen Marktes. Da es kaum fundierte Literatur-Quellen zu Interface-Design oder Markt-Forschungen im Bereich mobiler Entertainment- und Musik-Anwendungen gibt , sind in gewissen Bereichen oft nur Mutmaßungen oder das Skizzieren einer denkbaren Zukunft möglich.
Mobile Musik-Distribution 17
2.2. Evaluierung
Das MusicLens Web-Interface in seiner momentanen Form ist für ein Internet-Interface sehr kompakt ausgefallen.
Unter anderem die Verwendung einer sehr klein noch gut lesbaren Bitmap-Schriftart, wie in diesem Fall der „Mini 7“, trägt zur kompakten Darstellung des Interfaces bei. Die Schrift ist selbst bei einer Buchstaben-Höhe von 5 Pixeln noch gut lesbar. Für die Titel-Ergebnis Liste wurde die Schriftart „Verdana“ verwendet, welche bei einer Höhe von 8 Pixeln ebenfalls sehr gut lesbar ist. Es wurde auf eine optische Glättung der Schrift durch Interpolations-Algorithmen verzichtet, welches die Lesbarkeit in dieser geringen Schriftgröße verschlechtert hätte. Dies ist bereits ein sinnvoller Ansatz für die Schrift-Gestaltung auf den noch viel kleineren Mobil-Displays.
Alle Bedienelemente des Web-Interfaces sind ebenfalls auf das Wesentliche reduziert. Die zentralen Bedienelemente sind Schieberegler, über die das Musik-Profil angepasst wird und anhand dessen Musikstücke ausgesucht werden können. Ein Schieberegler gibt einer Eigenschaft der zu suchenden Musik einen Wert. Von vorneherein sind alle Schieberegler inaktiv und werden erst in dem Moment aktiv, in dem ein Wert definiert wird. D.h. es wird nur nach diesen Eigenschaften gesucht, die überhaupt definiert werden. Weitere Bedienelemente sind ein Text-Eingabe Feld und eine Drop-Down Box unterhalb der Schieberegler, durch die auf traditionelle Weise ein Suchwort eingegeben werden kann, bzw. ein vordefiniertes Musik-Genre gewählt werden können. Auch diese Felder sind in ihrer Größe minimal gehalten.
Mobile Musik-Distribution 18
Weitere Funktionen, die innerhalb des Interfaces optisch sehr dezent untergebracht sind, so dass sie erst nach etwas längerer Benutzung auffallen, sind:
• Wahl des Download-Shops für den Kauf von Musik-Titeln
• Zurücksetzen der bisher gemachten Eingaben auf Standard
• Suche mit zufälligen Parametern
• Such-Profile abspeichern
• Rückkehr zu vorherigen Suchanfragen
• Vor- und Zurück-Navigation in Suchergebnissen
• Probe-Hören eines Titels
• Kauf eines Titels
• Suche ähnlicher Musik anhand eines Titels („Find-More-Like-This“ Funktion)
Alle diese Funktionen sind über den Klick des entsprechenden Wortes oder Symbols im Interface erreichbar. Ob alle diese Funktionen den Weg in das spätere Mobil-Interface finden müssen, ist noch fraglich. Die Übernahme aller Funktionalitäten würde jedenfalls enorme Anforderungen an ein intelligentes Interface auf den begrenzten Mobil-Displays stellen.
Mobile Musik-Distribution 19
Die Gitter-Ansicht des aktuellen Musik-Profils ist als einziges Element des Interfaces unmittelbar verzichtbar, da es lediglich eine zweite visuelle Repräsentation des eingestellten Such-Profils darstellt und selber keine unmittelbare Funktion erfüllt.
Für die Verwendung im Internet jedenfalls ist dieses Interface mehr als geeignet. Die kompakte Größe sollte es nicht allzu schwer machen, die MusicLens in andere Web-Umgebungen zu integrieren. Sowie das Interface auch auf niedrigeren Bildschirmauflösungen wie den kaum noch benutzten 800 x 600 Pixel in den
Mobile Musik-Distribution 20
meisten Browsern ohne Scroll-Balken darstellbar ist. Ein weiterer nicht zu vernachlässigender Faktor ist die sehr schnelle Reaktionszeit des Interfaces auf Benutzer-Eingaben, bedingt dadurch, dass die gesamte Anwendung aus einem Flash-Film besteht, welcher immer komplett vor der Benutzung geladen wird. Ob dies auch auf mobilen Geräten in ähnlicher Weise erreichbar ist, steht in Frage. Eine technische Implementation ist aber ohnehin nicht Gegenstand dieser Arbeit und wird dementsprechend auch nicht weiter untersucht.
Mobile Musik-Distribution 21
3. Mobiles Interfacedesign
3.1. Technische Randbedingungen von Mobil-Geräten
Eingangs ist es wichtig zu erwähnen, dass teilweise schon große Unterschiede in den Interface-Design Prinzipien zwischen Produkt-Serien eines Mobiltelefon-Herstellers bestehen, geschweige denn von den Unterschieden zwischen verschiedenen Herstellern. Daher bieten die meisten größeren Mobiltelefon-Hersteller auf speziellen Entwickler-Plattformen „Style-Guides“ und weitere technische Dokumentationen für das Interface Design auf ihren Geräten an, die bei der Entwicklung von Applikationen für verschiedene Mobil-Geräte eine Hilfe sein können:
• http://www.forum.nokia.com/
• http://www.siemens-mobile.com/developer
• http://developer.sonyericsson.com/
• http://developer.samsungmobile.com/
• http://www.motorola.com/developers
Im Folgenden werden allgemeine und größtenteils hersteller-unabhängig gehaltene Informationen für mobiles Interface-Design aufgezeigt, die in Teilen in Anlehnung an die sehr ausführlichen Usability-Informationen des finnischen Mobiltelefon-Herstellers Nokia zusammengestellt sind.
3.1.1. Technische Standards
Zum besseren Verständnis dieses Kapitels sollen vorab einige Begriffe aus dem Bereich der Mobiltelefone soweit erkläutert werden wie es für Überlegungen zum mobilen Interface Design und Entertainment Applikationen als notwendig erachtet werden kann: WAP
„Das WAP (Wireless Application Protocol) bezeichnet eine Sammlung von Technologien und Protokollen, deren Zielsetzung es ist, Internetinhalte für
Mobile Musik-Distribution 22
die langsame Übertragungsrate und die langen Antwortzeiten im Mobilfunk sowie für die kleinen Displays der Handys verfügbar zu machen.“ 8 WAP wird oft auch als das „mobile Internet“ bezeichnet. Es werden im WAP so genannte WML (Wireless Markup Language) Seiten zum Mobilgerät übertragen. WML ist eine XML-basierte Seitenbeschreibungssprache, die aufgrund der geringen Displaykapazität und schwachen Rechenleistung von Mobilgeräten eine stark reduzierte Fassung von HTML darstellt. Genau wie bei HTML-Seiten im Internet enthält eine WML-Seite eine Layout-Beschreibung, welche durch einen WAP-Browser in eine visuelle Repräsentation umgesetzt wird. Java (MIDP 1.0/2.0)
“MIDP (Mobile Information Device Profile) ist ein Profil der Java 2, Micro Edition (J2ME), das speziell auf die Fähigkeiten kleiner mobiler Endgeräte wie Mobiltelefon oder Pager ausgelegt ist. Es umfasst daher Funktionen zur Ansteuerung und Abfrage von ITU-T Einhandtastaturen,
Miniaturbildschirmen, flüchtigen und nicht-flüchtigen Speicher im Kilobyte-Bereich etc.“ 9
Anwendungen, die diesem Standard entsprechen, werden MIDlets genannt. J2ME (Java 2 Platform, Micro Edition) ist eine Technologie, die es Programmierern erlaubt, die Java Programmier-Sprache für die Anwendungs-Entwicklung auf mobilen Geräten (Mobiltelefonen) zu verwenden. In Mobiltelefonen gibt es in der Regel einen speziellen Bereich in der Telefon-Menu-Struktur, in dem MIDlets installiert und aufgerufen werden können. Dies wird im Markt momentan meistens für Spiele benutzt. Symbian OS
„Symbian OS ist ein Betriebssystem für Smartphones und PDAs, das von der Firma Symbian angeboten wird. … Symbian OS hat vieles mit Desktopbetriebssystemen gemein, z.B. präemptives Multitasking,
Multithreading und Speicherschutz. … Auf Symbian basiert auch die "Series
8 o.V., 2004: Wireless Application Protocol: Wikipedia, 2004, Internet
http://de.wikipedia.org/wiki/Wireless_Application_Protocol, Stand 2004-09-23, Abruf 2004-10-25
9 o.V., 2004: MIDP: Wikipedia, 2004, Internet http://de.wikipedia.org/wiki/MIDP, Stand 2004-07-24,
Abruf 2004-10-25
Mobile Musik-Distribution 23
60"-Benutzeroberfläche, die bei einigen Handys von Nokia (3650, 7650, 6600, N-Gage, ...), Siemens (SX1) und anderer Hersteller eingesetzt wird.“ 10 Es ist damit die Software-Basis für viele Mobiltelefone und weist einige Eigenschaften von Desktop-Betriebssystemen auf. Die „Series 60“-Version ist in vielen Smartphones vertreten und die Voraussetzung für viele komplexe Anwendungen auf Mobil-Geräten wie bspw. Routenplaner oder Wörterbücher, welche teilweise nicht mit Java MIDP und den damit verbundenen Restriktionen realisierbar wären. Symbian OS Series 60 wäre damit eine geeignete Plattform für eine Musik-Download Anwendung inkl. Empfehlungs-System auf einem Mobiltelefon.
Neben Symbian OS beginnt sich langsam auch „Windows mobile“ 11 in Handys und vor allem PDAs zu etablieren. Die grundsätzlichen Eigenschaften entsprechen in etwa denen von Symbian OS. Dazu kommen der Vorteil von Kompatibilität und Ähnlichkeiten zum weit verbreiteten Windows-Betriebsystem auf Desktop-PCs, wobei die Verbreitung in Mobiltelefonen noch sehr gering ist. GSM
GSM (Global System for Mobile Communications) bezeichnet den momentanen Standard für Mobilfunknetze, die digitale Datenübertragungs-und
Vermittlungstechnik nutzen. Die europäischen Mobilfunknetze entsprechen diesem Standard. GPRS
GPRS (General Packet Radio Service) ist eine Erweiterung des GSM-Standards. Der Daten-Service basiert auf paketvermittelter Datenübertragung und eignet sich besonders für die Anbindung mobiler Endgeräte an das Internet. Bei GPRS werden die zu übertragenden Daten in kleine Datenpakete aufgeteilt und die Funkkanäle nur kurzfristig belegt, was zu einer Übertragungsgeschwindigkeit von 53,6 kbit/s (bei Vodafone) führt, die in etwa der Geschwindigkeit eines analogen Computer-Modems entspricht.
10 o.V., 2004: Symbian OS: Wikipedia, 2004, Internet http://de.wikipedia.org/wiki/Symbian_OS, Stand
2004-09-14, Abruf 2004-10-25
11 Siehe auch http://www.microsoft.com/germany/mobile/
Arbeit zitieren:
Matthias Krappitz, 2005, Mobile Musik-Distribution - Voraussetzungen, mobile Interface-Gestaltung und Marktlage, München, GRIN Verlag GmbH
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