Universität Osnabrück
Martin Suter : “Lila, Lila “
Der Roman in der Kritik –
Rezensionen zu „Lila, Lila“ im Vergleich
Neuerscheinungen 2004: Ausgewählte Romane
Wintersemester 2004/2005
von
Juliane Ziegler
1. INHALT 1
2. EINLEITUNG 3
3. DER AUTOR MARTIN SUTER 3
3.1 SEINE BIOGRAPHIE 3
3.2 SEIN WERK 4
4. DER ROMAN 5
4.1 INHALT 5
4.2 ÜBER DEN ROMAN 6
5. DER ROMAN IN DER REZENSION 7
5.1 ALLGEMEINES ÜBER DEN ROMAN 7
5.2 DIE FIGUREN 10
5.3 DIE KRITIK AM LITERATURBETRIEB 12
5.4 SUTERS STIL 13
6. FAZIT 15
7. LITERATUR 17
2. Einleitung
„‘Lila, Lila‘“ ist radikal. Ein Buch über die Liebe, Treue, Verrat und Tod. Keine Literatur für zwanghaft Junggebliebene. Nicht im lockeren Parlando der Lifestylemagazine geschrieben. ‚Lila, Lila‘ ist der Roman, auf den wir so sehnlich gewartet haben: Das Ende der Knabenwindelprosa.“1 Diese Buchkritik sorgt für den Aufstieg des Jungautoren David Kern in dem Roman „Lila, Lila“ von Martin Suter. Die folgende Ausarbeitung befasst sich mit diesem im Jahr 2004 erschienenen Werk. Den Schwerpunkt bildet die Darstellung des Romans in der Rezension. Wie die Arbeit zeigen wird, fallen die Buchkritiken sehr kontrovers und vielfältig aus. Gegliedert in die Aspekte „Allgemeines über den Roman“, „Die Figuren“, „Kritik am Literaturbetrieb“ und „Suters Stil“ wird ein Vergleich der zahlreichen Rezensionen zu „Lila, Lila“ angestellt.
Zunächst wird der Werdegang des Schriftstellers Martin Suter, der als einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Autoren dieser Zeit gefeiert wird,2 beschrieben und sein Werk vorgestellt. Anschließend folgt eine ausführliche Inhaltsangabe des Romans „Lila, Lila“, in dem es um die Liebe, um Ehrlichkeit und um Anerkennung geht.
3. Der Autor Martin Suter
3.1 Seine Biographie
Martin Suter ist 1948 in Zürich geboren. Seine Karriere begann er als Werbetexter und Creative Director. Schon während dieser Tätigkeiten übte er sich im journalistischen und schriftstellerischen Schreiben: so schrieb er zum Beispiel GEOReportagen und verfasste zahlreiche Film- und Fernseh-Drehbücher unter anderem für den „Tatort“. Seit 1991 arbeitet Martin Suter als freier Schriftsteller und lebt mit seiner Frau abwechselnd auf Ibiza und in Guatemala.
3.2 Sein Werk
Zunächst verfasste Martin Suter die monatlichen Erzählungen über Geri Weibel, einem „Möchtegern-Szenekenners“3 im NZZ-Folio und Kolumnen über die Welt des mittleren Managements für die Weltwoche, „die man zusammenfassend als reizend und bösartig bezeichnen kann.“4 Gesammelt unter dem Titel „Business Class“ waren sie ein großer Erfolg. 1995 erhielt Martin Suter dafür den Preis der österreichischen Industrie im Joseph-Roth-Wettbewerb in Klagenfurt.5 Seit dem Jahr 1997, in dem sein Roman „Small World“ erschien, ist Suter regelmäßig auf den Bestsellerlisten zu finden. In dieser Erzählung geht es um einen Mitte Sechzigjährigen, der an Alzheimer erkrankt. Je mehr ihm diese Krankheit an Erinnerung nimmt, desto stärker besinnt er sich auf Bilder seiner Kindheit. Für diesen Roman wurde Suter 1997 mit der Ehrengabe des Kantons Zürich und ein Jahr später für die französische Übersetzung mit dem Literaturpreis „Prix du premier roman étranger“ ausgezeichnet.6
Ab 2000 kamen Suters Romane im Zwei-Jahres-Rhythmus auf den Markt: 2000 wurde „Die dunkle Seite des Mondes“ herausgegeben. Suter thematisiert hier die Persönlichkeitsveränderung eines Anwaltes, der halluzinogene Pilze eingenommen hat. Zwei Jahre später erschien „Ein perfekter Freund“, in dem es um einen Journalisten geht, dem aufgrund einer Kopfverletzung die Erinnerung an die letzten fünfzig Tage fehlt. Der neueste Roman, „Lila, Lila“, wurde 2004 publiziert.
In seinen Werken macht Suter die oftmals verheerenden Folgen von Habgier und Verlogenheit zum Thema. Wiederholt verbindet er dies zu einer Art Krimi und oftmals sind gesellschafts- und medizinkritische Ansätze auszumachen. In allen vier Romanen wird der Identitätsverlust thematisiert. Die ersten drei Werke werden als „neurologische Trilogie“7 bezeichnet, denn in jedem geht es um einen Protagonisten, der „etwas auf den Kopf bekommt, eine Substanz isst, oder eine neurologische Krankheit hat“8 – Gedächtnisverlust, die Nebenwirkungen von psilocybinhaltiger Pilze und Alzheimer sind die Motive. „Lila, Lila“ hat keinen neurologischen Hintergrund, setzt aber die Reihe insofern fort, als dass die Hauptperson ebenfalls ungewollt in eine neue Identität gerät.
Im März 2004 wurde Martin Suter mit der Goldenen Diogenes Eule ausgezeichnet9 - „Ich sag immer, dass ich gern Bücher schreibe, die ich selber gern lesen würde“ äußert sich Suter zu seinem Erfolg.10
[...]
1 Suter: Lila, Lila, Zürich, 2004, S. 162
2 http://www.inkultura-online.de/lila.htm
3 http://www.plebs.ch/archiv/2004/04/lesen4.html
4 http://www.maigret.de/s_doc.php?uid=218
5 http://www.wikipedia.de
6 http://www.wikipedia.de
7 http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/kulturzeit/lesezeit/63376
8 http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/kulturzeit/lesezeit/63376
9 http://lesen.de/books/detail/-/isbn/3257063865
10 http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/kulturzeit/lesezeit/63376
Quote paper:
Juliane Ziegler, 2005, Martin Suter - Lila, Lila. Der Roman in der Kritik - Rezensionen zu 'Lila, Lila' im Vergleich, Munich, GRIN Publishing GmbH
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