Gesellschaftsbegriff nach Theodor W Adorno André Bloemen Björn Cebulla
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Biographie 3
3 Die Frankfurter Schule 6
4 Der Gesellschaftsbegriff 7
5 Kernaussagen Adornos 8
5.1 Aussage I 8
5.2 Aussage II 9
5.3 Aussage III 10
6 Kritischer Rückblick 12
7 Literaturverzeichnis 13
Gesellschaftsbegriff nach Theodor W. Adorno André Bloemen, Björn Cebulla
1 Einleitung
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Gesellschaftsbegriff nach Theodor W. Adorno. Als Basis hierfür dient der von Adorno veröffentlichte Text „Gesellschaft“, erschienen in den „Gesammelten Schriften“, Bd. 8, S. 9 – 19. Zunächst wird auf die Biographie des Autors eingegangen und sein Leben im Wirkungskreis der Frankfur- ter Schule erläutert, um anschließend im Lichte dieser Erkenntnisse die zentralen Aussagen des oben genannten Te xtes kritisch zu diskutieren.
2 Biographie 1
Wir erachten es für sinnvoll, die Biographie Adornos ausführlich darzustellen, da so sein Wirken auch im Lichte seiner verschiedenen Lebensabschnitte besser verdeut- licht wird.
Am 11. September 1903 wird Theodor Wiesengrund Adorno als Sohn des Wein- händlers Wiesengrund und seiner Frau, der italienischen Sängerin Maria Calvelli- Adorno, in Frankfurt am Main geboren. Während seiner Gymnasialzeit schließt er Freundschaft mit dem späteren Sozialwissenschaftler und Filmtheoretiker Siegfried Kracauer (1889-1966). Von 1921-1923 studiert Adorno Philosophie, Soziologie, Psy- chologie und Musiktheorie in Frankfurt am Main. Zu seinem Freundeskreis gehören in der Studienzeit auch Max Horkheimer und Walter Benjamin. Adorno arbeitet paral- lel zum Studium für die Zeitschrift „Neue Blätter für Kunst und Literatur". 1924 pro-
1 Vgl. www.dhm.de/lemo/html/biografien/AdornoTheodorW/
2 Microsoft: Encarta Enzyklopädie 2004 (CD-ROM)
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Gesellschaftsbegriff nach Theodor W. Adorno André Bloemen, Björn Cebulla
moviert T.W. Adorno in Frankfurt/Main bei Hans Cornelius (1863-1947) über „Die Transze ndenz des Dinglichen und Noematischen in Husserls Phänomenologie" und steht d amit noch ganz in der Tradition der transzendentalen Erkenntnistheorie. 1925/26 widmet sich Adorno einem Studium der Musiktheorie und Kompositionslehre bei Alban Berg (1885-1935) und Arnold Schönberg in Wien. Er verfasst schriftstelle- rische und kompositorische Arbeiten.
1929/1930 ist Adorno Redakteur der Kulturzeitschrift „Anbruch“. 1931 habilitiert sich Adorno bei Paul Tillich mit der Arbeit „Kierkegaard, Konstruktion des Ästhetischen" und hält seine Antrittsvorlesung über „Die Aktualität der Philosophie", die stark von Benjamin beeinflusst ist. Im Zuge der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahre 1933 wird Adorno, wie allen jüdischen Dozenten, die Lehrbefugnis entzogen. Aufgrund der politischen Entwicklung in Deutschland emigriert Adorno 1934 nach Oxford und arbeitet hier als Dozent am Merton College. 1937 heiratet Adorno Gretel Karplus. 1938 wandert Adorno in die USA aus und wird offizielles Mitglied des nach New York übergesiedelten Instituts für Sozialforschung. 1942 siedelt er nach Kalifo r- nien über, um dort zusammen mit Max Horkheimer an der „Dialektik der Aufklärung" zu arbeiten. In den Jahren 1944-1949 leitet er das Research Project on Social Disc- rimination in Los Angeles. Gemeinsam mit Max Horkheimer veröffentlicht Adorno 1947 in den USA die „Dialektik der Aufklärung", die erst 1969 in Deutschland er- scheint. In dem ebenso berühmten wie umstrittenen Werk suchen die Verfasser eine Antwort auf die Frage, warum die Menschheit, anstatt in einen wahrhaft menschli- chen Zustand einzutreten, in eine neue Art von Barbarei versinkt. 1949 kehrt Adorno nach Deutschland zurück und erhält eine außerplanmäßige Professur für Sozialphi- losophie an der Universität Frankfurt/Main. Parallel dazu leitet er gemeinsam mit Horkheimer das wiedereingerichtete Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main. Er veröffentlicht die Schrift „Philosophie der neuen Musik". Im Jahre 1950 ist Adorno einer der Mitverfasser einer empirisch fundierten, soziologischen Studie: „Der autoritäre Charakter". Diese Studie beschreibt den Zusammenhang von Autoritäts- gläubigkeit und Faschismus. In den folgenden Jahren beschäftigt sich Adorno ve r- stärkt mit den Methodenfragen der Soziologie. 1951 veröffentlicht Adorno die Schrift „Minima Moralia. Reflexionen aus dem beschädigten Leben". 1952 referiert Adorno neben anderen bei den sogenannten Kölner Mittwochsgesprächen zum Thema „Die kulturelle und soziale Strukturveränderung im geeinten Deutschland". 1956 erhält
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André Bloemen, Björn Cebulla, 2004, Gesellschaftsbegriff nach Theodor W. Adorno, Munich, GRIN Publishing GmbH
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