Abbildungen zugeordnet werden müssen. Die erfolgreich bestimmten Regionen sollen gleichzeitig geographisch verortet werden.
Danach geht es mit zwei Texten auf Seite 106 weiter, wo die durch die Unit führende Rahmenhandlung um das Geographieprojekt der Schüler Jenny, Nick und Ben einsetzt. Der erste Text ist aufgrund der dort erstmals auftauchenden Formulierung „not… either“ von besonderem Interesse. Da diese Konstruktion den Schülern erfahrungsgemäß noch lange Schwierigkeiten bereitet (sie weichen nur allzu gern auf „too“ aus), möchte ich sie über ein von mir vorbereitetes Übungsblatt entlasten und vertiefen.
Im Anschluss lese ich zusammen mit der Klasse den zweiten Text. Das Thema Reisebüro nütze ich, um die Schüler - in Anlehnung an eine im Buch vorgeschlagene, aber meiner Meinung nach wenig praktikable Übung - einen kurzen Text über eine besondere Urlaubserfahrung verfassen zu lassen. Die Auswertung erfolgt noch in der selben Stunde.
2. Bemerkungen zur Klasse
Die Klasse 6a besteht aus 26 Schülern - 14 Mädchen und 12 Jungen. Ich habe sie in Deutsch und Englisch unterrichtet und als sehr lebhafte Klasse wahrgenommen, die auch über einen hohen Leistungsstand verfügt.
Ein starker Unruhepol der Klasse ist Lukas, den ich als hochintelligenten und witzigen Jungen kennen gelernt habe. Lukas fühlt sich fachlich oft unterfordert und langweilt sich dementsprechend schnell, was er dann auch offen kundtut. Dabei stört er weniger das Unterrichtsgeschehen als vielmehr seine direkten Tischnachbarn. Kevin, einer der leistungsschwächsten Schüler der Klasse, wurde deshalb auch zu seinem eigenen Wohl von Lukas weggesetzt. Da ich persönlich einen sehr guten Draht zu Lukas habe, versuche ich stets, seinen Esprit gewinnbringend in den Unterricht zu integrieren. Das große Sorgenkind der Klasse ist Verena. Als ich mein Praktikum begonnen habe, wurde ich vom Klassenlehrer darüber informiert, dass sie sich zunehmend aus dem Unterrichtsgeschehen ausgeblendet habe und die freiwillige Mitarbeit mittlerweile komplett verweigere. Da ich sie mittlerweile besser kenne, vermute ich, dass Verena über wenig Selbstvertrauen verfügt und sich folglich schnell durch Misserfolge entmutigen lässt. Im Verlauf des Praxissemesters habe ich mich also besonders darum bemüht, Verena zur Mitarbeit zu motivieren, indem ich sie regelmäßig so aufgerufen
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habe, dass ihr Erfolge sicher waren. Ihre Teilnahme am Unterricht hat sich seitdem signifikant verbessert.
3. Didaktische Analyse
Gemäß Bildungsplan 1 sollen in Klasse 6 die Kenntnisse und Fertigkeiten in den Kategorien Wortschatz, Grammatik, Text und Landeskunde vertieft werden. Besonderer Wert wird hierbei auf Hören und Sprechen, Lesen und Schreiben sowie Übersetzen gelegt.
In dieser Stunde finden all diese Themen ihre Berücksichtigung. Die Erweiterung des Wortschatzes ist durch eine Vokabeleinführung meinerseits gewährleistet. Nachdem die Aussprache eines neuen Wortes geübt worden ist, soll dessen Bedeutung durch die Interpretation meiner Hinweise von den Schülern selbst erschlossen werden. Grammatisch steht diese Stunde die neue Konstruktion „not… either“ im Mittelpunkt, die ich anhand von Übersetzungssätzen einführe und übe. Die Schüler sind hier aufgefordert, die Ausgangssätze vorzulesen, deren Übersetzung gemeinsam mit mir mündlich zu erarbeiten und anschließend schriftlich festzuhalten. Außerdem werden neue Texte gelesen, inhaltlich erschlossen und als Schreibanlass genützt. Hierbei können die Schüler auf bereits Gelerntes zurückgreifen, müssen es aber in einem neuen Kontext anwenden. Bei Vokabelengpässen stehe ich als „Lexikon“ zur Verfügung, wobei ich je nach Wichtigkeit einer Vokabel entscheide, ob ich diese als für die gesamte Klasse verbindlich erkläre. Landeskundlicher Stundeninhalt ist Great Britain and the sea - a project.
4. Methodische Analyse
Das Klassenzimmer der 6a besitzt eine große Karte der British Isles, die sich an einer anderen Wand als die Tafel befindet. Diesen Vorzug mache ich mir zum Beginn der Stunde zu Nutze, indem ich mich zur Landkarte bewege, um dort die kurze, nur als
1 Baden-Württembergischer Bildungsplan für das allgemein bildende Gymnasium 2004, S. 110-112
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Einstieg gedachte, geographische Analyse Großbritanniens durchzuführen. Die ungewohnte Verortung meiner Wenigkeit schafft Aufmerksamkeit - genauso wie sich eine große Landkarte optisch reizvoller als ein klein gedruckter Text präsentiert. Zunächst lasse ich die Schüler die einzelnen Mitgliedsstaaten Großbritanniens aufzählen: England, Scotland, Wales und Northern Ireland. Vorwissen ist an dieser Stelle nicht zwingend notwendig, da alle Bezeichnungen und Grenzlinien der Karte entnommen werden können. Hier erkundige ich mich, warum die Republic of Ireland nicht Bestandteil des Vereinigten Königreiches ist (wohl wissend, dass Lukas, der politisch und historisch für sein Alter sehr gut gebildet ist, sicherlich eine Antwort darauf hat). Auch wenn diese Information vom Bildungsplan nicht verlangt wird, ist es meiner Meinung nach spannend, vorhandenes Zusatzwissen von Schülern einzuholen. Dem lasse ich eine Wiederholung und Erweiterung des Vokabulars folgen, indem ich mich nach den Namen der Bevölkerungsgruppen erkundige, die in den einzelnen Ländern leben: the English, the Scots, the Welsh und the Irish. Ich sammle die Begriffe an der Tafel, wie folgt:
Die Aussprache der Begriffe übe ich, indem ich vorspreche und die Klasse nachsprechen lasse. Danach rufe ich einzelne Schüler auf und zeige auf das Wort, das ausgesprochen werden soll. Auf diese Weise bekomme ich Feedback und erhalte die Aufmerksamkeit der Klasse.
Mit Verweis auf die Karte erkundige ich mich im Anschluss nach der Schwierigkeit, die auftritt, wenn ich mit dem Auto von Deutschland nach England gelangen möchte. Die Schüler sollten dann erkennen, dass England als Bestandteil einer Insel nicht direkt mit dem Auto zu erreichen ist. Daraufhin erkundige ich mich nach Möglichkeiten, den Ärmelkanal zu überqueren. Hier sind verschiedene Antworten denkbar (by plane, by ship / boat, by train). Sobald die Schüler aber gedanklich bei der Schifffahrt angelangt sind, nütze ich den Augenblick, um auf die Projektion meiner Vokabelfolie (siehe Anlage) zu wechseln. (Den Tageslichtprojektor habe ich bereits in der Pause in Stellung gebracht.) Diese beginnt thematisch passend mit dem dem Begriff „a ferry“. Auf meiner Folie arbeite ich mit Verbildlichungen und englischen Erklärungen der
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Arbeit zitieren:
Florian Andelfinger, 2005, Lesson Plan: Great Britain and the sea - a project (6th grade), München, GRIN Verlag GmbH
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