1. Inhaltsverzeichnis
1.1. Vorwort S 3
1.2. Kurzgeschichte des Internet S 4
1.2.1. Definition S 4
1.2.1.Kurzgeschichte des Chats S 4
1.2.3. Chat-Technologien S 5
1.2.3.1. Eigenheiten des Text-Chats S 7
1.2.3.2. Ökonomie der Text-Chats S 8
1.3. Befragung zur Sprache beim Chatten S 8
2. Weiterer Forschungsstand S 9
3. Methoden S 12
3.1. Die Stichprobe S 12
3.2. Die Repräsentativität von Stichproben S 13
4. Forschungsfragen und Hypothesen S 13
5. Codebogen S 14
5.1. Codebuch S 15
6. Screen-shots vom Channel: Eingangsfoyer www chat at
15.05.04./16 :07 ) S 17
6.1. Screen-shots vom Channel: All-Over 40 auf www chat at
(29 05 04 /15 :07 ) S 18
7. Auswertung der Inhaltsanalyse per Excel S 19
8. Graphische Darstellung der Ergebnisse des Eingangsfoyer S 19
8.1. Graphische Darstellung der Ergebnisse des All-Over 40 Channel S 19
9. Signifikanztest S 20
9.1. Der Modalwert (Modus) S 21
9.2. Der Median S 21
9.3. Das arithmetische Mittel S 21
9.4. Die Standardabweichung S 22
9.5. Der T-Test S 22
9.6. Kreuztabelle S 23
9.7. Mittelwertstabelle S 23
10. Interpretation und Diskussion der Ergebnisse S 23
11. Literaturverzeichnis S 25
2
1.1. Vorwort
In der Abschlussarbeit von STEP V soll nun das in STEP III erarbeitete Forschungskonzept, sprich die Forschungsfragen mit den dazugehörigen Hypothesen in die Praxis umgesetzt werden. Aufgabe der Abschlussarbeit von STEP III war es, ein Forschungskonzept zu erstellen, jedoch ohne eigentliche Forschungsarbeit. Nun soll die Theorie in die Praxis umgesetzt werden und aktiv geforscht, bzw. gearbeitet werden.
Ziel dieser Abschlussarbeit soll eine Untersuchung der „Online-Kommunikation“ sein.
Natürlich ist dieses Thema der „Online-Kommunikation“ viel zu komplex, deshalb beschränkt sich die Arbeit ganz spezifisch auf Chat-Kommunikation. Nicola Döring spricht an dieser Stelle von „ textbasierte r Interaktion mit anderen Nutzern.“ 1
Diese Art von Kommunikation ist vermittelt, sie bedient sich einer Zuhilfenahme eines Hilfsmittel. In diesem Fall ist das Hilfsmittel der Computer, bzw. die Online-Verbindung (DFÜ-Verbindung). Alle
Massenkommunikationsmittel gelten als vermittelte Kommunikation, so auch der Chat 2 .
Anhand der im Codebogen aufgelisteten Analysekriterien, soll der unter österreichischen Jugendlichen sehr beliebte www.chat.at, der unter der URL: http://www.abacho.at/ (15.05.2004) auf zu finden ist, untersucht werden. Der Forschungsablauf beschränkt sich dabei nicht auf Zeit, es soll also kein Vergleich oder sonstiges angestellt werden, sondern es soll eine
1 Döring, Nicola (1999): „Sozialpsychologie des Internet. Die Bedeutung des Internet für Kommunikationsprozesse, Identitäten, soziale Beziehungen und Gruppen.“ Göttingen, S. 33.
2 Vgl. Fremmer, Gabriele (1992): „Das Online-Handbuch: Die Unterstützung des Benutzers in der Mensch-Computer-Interaktion.“ Diss. Univ. München, S.11.
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Momentaufnahme erstellt werden. Es werden also an einem zufälligen Tag, zu einer zufälligen Zeit, zufällig viele Chat- Sätze beobachtet und analysiert.
1.2. Kurzgeschichte des Internet
Die Geschichte des uns heute bekannten Internet geht ins Jahr 1969 zurück. Zwischen den USA und der damaligen UdSSR herrschte der Kalte Krieg. Um schneller und besser Informationen über gegnerische Angriffe austauschen zu können, entwickelten Wissenschafter der USA ein dezentrales Computernetzwerk. Dieses dezentrale Computernetzwerk war somit der erste Vorgänger des Internet.
In den frühen 70er Jahren zeigten auch Universitäte n Interesse an diesem Netzwerk, mit dem Informationen und Ergebnisse zwischen den einzelnen Universitäten ausgetauscht werden können.
Vor ca. 10 hielt das Netzwerk, also das Internet, Einzug in das Berufsleben und in den Privatbereich. Einem Siegeszug stand somit nichts mehr im Wege 3 .
1.2.1.Kurzgeschichte des Chats
Die Geschichte des Chats beginnt ebenfalls im Jahre 1969 und zwar genau am 29. 10. 1969. Damals versuchte ein Student das Wort „LOGIN“ von einer Universität an eine andere zu übermitteln. Obwohl der Versuch Aufgrund einer Systemüberlastung scheiterte, ist dies die Geburtsstunde des Chats. Was damals eine Weltsensation war, gehört heute zum Alltag. Kommunikation per Chat erfolgt computervermittelt, also zwischen Computern, mittels einer Datenfernverbindung. Michael Beißwenger spricht vom Chat, als die „innovativste Kommunikationsform des Internets“, da sie
3 Vgl. Geisler, Markus(1999): „Chat - eine computervermittelte Kommunikationsform im Spannungsfeld zwischen Schriftlichkeit und Mündlichkeit“. DA, Univ. Wien, S.13-15.
4
nahezu synchron verläuft, also ohne zeitliche Verzögerung oder Unterbrechung. 4
1.2.2. Definition
Hier soll kurz definiert werden, was es mit dem Wort „Chatter“ auf sich hat. Aus diesen Definitionen lassen sich im Allgemeinen die Probleme des Chats ableiten, die dann später analysiert werden sollen, wie z.B.: Trivialität, Schnelligkeit,….
„Chatter“
Ø To click together rapidly, as the teeth in shivering.
Ø To talk rapidly and trivially; blather. Ø To make rapid and indistinct sounds, as a monkey or a squirrel. Ø To clatter or vibrate while operating improperly as a power tool. Ø To utter in a trivial or chattering manner. 5
1.2.3. Chat-Technologien
Im Laufe der Zeit haben sich neue Chat-Technologien und Typen entwickelt. Einen guten Überblick über die Chat-Welt Deutschlands findet sich z.B.: unter http://www.webchat.de/ (2.7.2004) Nicola Döring führt drei grosse Kategorien an, nach denen Chats kategorisiert werden können:
4 Vgl. Beißwenger, Michael(Hrsg.)(2001): „Chat-Kommunikation. Sprache, Interaktion, Sozialität&Identität in synchroner computervermittelter Kommunikation. Perspektiven auf ein interdisziplinäres Forschungsfeld“. Stuttgart, ibidem Verlag, S.9-16.
5 Webster`s Dictionairy including Thesaurus of Synonyms & Antonyms (1992). PAMCO Publishing Company, Inc. Chicago; Illinois (o.S.). zit. n.: Chlanda, Nicole (1999): „Auf der Virtuellen Suche nach der verlorenen Kompetenz?“. DA, Univ. Wien, S.22.
5
Ø Video-Chats: Hier wird eine visuelle Komponente eingeführt. Mittels Webcams können sich die Chatter sehen
Ø Grafik-Chats: Wie der Name schon sagt, werden hier Grafiken in den Chat-Ablauf mit einbezogen. So chattet man z.B.: vor irgendwelchen Grafiken und nimmt ebenfalls eine graphische Form an; dies kann 2D als auch 3D sein.
Ø Text-Chats: Dies ist eigentlich der gängigste und einfachste Chat-Typ. Text -Chats sind rein text basierend und können mit Emoticons ergänzt werden 6 .
Diese von Döring aufgestellten Gattungen können jedoch aufgrund der jeweiligen einzelnen Channels noch mal unterteilt werden. So finden sich z.B.: beim Text -Chat www.chat.at (2.7.2004) den ich dann nachher noch genauer untersuchen werde, insgesamt 23 verschiedene Chat-Channels. Angefangen vom Foyer, über Erotik, bis hin zu Finanzen und Business.
Es kann also zwischen Channels mit einem spezifischen Thema und Channels mit freier Themenwahl unterschieden werden. Döring spricht an dieser Stelle von:
Ø On-Topic: Dies sind all jene Channels und Chats, die ein bestimmtes Thema vorgeben, wie z.B.: Reisen oder Auto. Ø Off-Topic : Unter diese Kategorie fallen die Themenlosen Channels, wie u.a. das Eingangsfoyer eines Chats. Dieses gibt kein spezielles Thema vor, hier wird über alles gechattet 7 .
6 Vgl. Döring, Nicola(1999b): „Sozialpsychologische Chat-Forschung: Methoden, Theorien, Befunde“ in: Beißwenger, Michael(Hrsg.)(2001): „Chat-Kommunikation. Sprache, Interaktion, Sozialität&Identität in synchroner computervermittelter Kommunikation. Perspektiven auf ein interdisziplinäres Forschungsfeld“. Stuttgart, ibidem Verlag, S.141-179.
7 Vgl. Döring, Nicola(1999b): „Sozialpsychologische Chat-Forschung: Methoden, Theorien, Befunde“ in: Beißwenger, Michael(Hrsg.)(2001): „Chat-Kommunikation. Sprache, Interaktion, Sozialität&Identität in synchroner computervermittelter Kommunikation. Perspektiven auf ein interdisziplinäres Forschungsfeld“. Stuttgart, ibidem Verlag, S.147.
6
1.2.3.1. Eigenheiten des Text-Chats
Da der von mir untersuchte Chat ein Text -Chat ist, ist es erforderlich, einige Besonderheiten dieses Typs an zu führen.
Das auffälligste Merkmal dieser Text-Chat ist sicherlich die Verwendung von graphostilistischen Mitteln. Dies sind u.a. Emoticons, Akronyme und Verbstämme.
Ø Emoticons: damit sind alle Zeichen gemeint, mit denen man Emotionen ausdrücken kann. J=lachendes Gesicht, L=trauriges Gesicht, X-[=tot, :-X= Küsschen geben, :-D=lautes lachen…. Ø Akronyme: ein aus den Anfangsbuchstaben mehrerer Wörter gebildetes Wort, z.B.: 2U=an dich, 4U=für dich, LOL=laughing out loud, ROFL=rolling on floor laughing…. Ø Verbstämme: UUUUPS, UUUUUUII, AAAAUUUU 8 ,….
Mit diesen graphostilistischen Mitteln versuchen die einzelnen Chatter die Grenzen des Text-Chats zu überwinden, und eine reale Face-to -Face Kommunikation zu simulieren. Am Häufigsten wird natürlich der Standard-Smiley verwendet. Er ist leicht zu produzieren und allgemein als Symbol der Freude verständlich. Akronyme und Verbstämme treten seltener auf, da die meisten Akronyme in Englisch und eher schwer verständlich sind 9 .
8 http://www.web-akronym.de/ (2.7.2004)
9 Diekmannshenke, Hajo(1999a): „Politiker im Chatroom.“ in: Beißwenger, Michael(Hrsg.)(2001): „Chat-Kommunikation. Sprache, Interaktion, Sozialität&Identität in synchroner computervermittelter Kommunikation. Perspektiven auf ein interdisziplinäres Forschungsfeld“. Stuttgart, ibidem Verlag, S.241-245.
7
Arbeit zitieren:
Mag. Herbert Bahl, 2005, Chat-Analyse, München, GRIN Verlag GmbH
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