Inhaltsverzeichnis
Java Web Start Quick Start Manual 1
Einleitung 1
Lizenzbestimmungen 1
Architektur 2
Vorteile für den Anwender 2
Vorteile für den Entwickler 2
Startvorgang.....................................................................................................................................................................2
Java Network Launching Protocol (JNLP) 4
Kodierung von JNLP -Dateien 6
Das JNLP-API 6
BasicService 7
DownloadService 7
FileOpenService und FileSaveService 7
ClipboardService 8
PrintService 8
PersistenceService...........................................................................................................................................................8
ExtensionInstallerService...............................................................................................................................................8
Vorbereiten des Web-Servers 8
Microsoft Internet Information Server (IIS) 9
Apache Web-Server 10
Installation auf dem Client 10
Probleme bei der Installation.......................................................................................................................................10
Zusammenarbeit mit anderen Deployment-Technologien 11
Applikationsentwicklung 11
Erstellen eines Projekts mit JBuilder 6 11
Web Application erstellen 12
Archive Builder 13
Applikation erstellen 17
JavaDoc Wizard 18
Web Start Launcher 21
Projekteinstellungen ändern 22
Entwicklung der Applikation 22
Hinzufügen der Web Start Bibliothek 23
Testen mit dem Apache Web-Server 24
Debuggen von JWS Applikation 26
HTML-Dokument anpassen 27
Sicherheitseinstellungen 28
Unsignierte Applikationen 28
Signierte Applikationen 29
Testzertifikate.................................................................................................................................................................30
Signieren von JAR-Dateien 32
Support von SUN 32
Häufig gestellte Fragen (FAQ) 32
Supportdatenbank..........................................................................................................................................................33
Forum..............................................................................................................................................................................33
JWS Anwendungsmanager 33
Allgemein........................................................................................................................................................................33
Verknüpfungsoptionen.................................................................................................................................................34
II
Java 35
Erweitert 35
Root-Zertifikate 36
Beispielprogramm 37
Texteditor........................................................................................................................................................................37
BasicService 37
DownloadService 37
FileOpenService und FileSaveService 39
ClipboardService 40
PrintService 40
PersistenceService.........................................................................................................................................................41
ExtensionInstallerService.............................................................................................................................................42
Quelltext 42
Application.java.............................................................................................................................................................42
JButtonNoFocus.java....................................................................................................................................................43
MainFrame AboutBox java 44
MainFrame java 46
PrintableDocument java 64
Fazit 67
Inhalt der CD........................................................................................................................ 68
Index ........................................................................................................................................ 69
III
Java Web Start Thomas Wetzlmaier
Java Web Start – Quick Start Manual
Einleitung
Die Verwendung von Software ohne administrative Kosten für Verteilung und Wartung auf
einer Vielzahl von Clients gewinnt in einer vernetzten Welt immer mehr an Bedeutung.
Erste Ansätze verwendeten HTML Benutzerschnittstellen um auf zentral laufenden Web-
Applikationen z uzugreifen. Diese Technologie ist bestenfalls für einfache Anwendungen
denkbar, da sich mittels HTML komplexere Benutzerschnittstellen bzw. Funktionalität nicht
realisieren lassen.
Der nächste Schritt waren in HTML-Seiten eingebettete Java Applets. Im Vergleich zu den
Möglichkeiten, die HTML bietet, können Applets auf ein reiches User-Interface
zurückgreifen. Damit trat Java den Siegeszug auf dem Client an. Applets werden über das
Netzwerk herunter geladen und dann in einer geschützten Umgebung - der Sandbox –
ausgeführt. Bei der Ausführung sind Applets aus Sicherheitsgründen and die Umgebung des
Browsers gebunden. Somit werden bestimmte sicherheitsrelevante Funktionen, wie z.B. der
Zugriff auf das lokale Dateisystem des Clients, unterbunden.
Während die Applets wieder von den Web-Seiten verschwanden, verbreitete sich die Java-
Technologie auf dem Server in rasender Geschwindigkeit. Web-Services spielten eine
wic htige Rolle in der letzten Zeit. Verlorenen Boden auf dem Client versucht SUN nun in
jüngster Zeit durch das Java-Plugin und Java Web Start (JWS) wieder gut zu machen.
JWS – SUN’s Referenzimplementierung eines JNLP (Java Network Launching Protocol)
Clients - ist eine plattformunabhängige, webzentrierte Deployment-Technologie, welche
Installation, Update und Launch einer Java-Applikation aus einer Web-Seite heraus „with a
single click“ ermöglicht. Auch dem „Write Once, Run Everywhere“ Paradigma wird durch
die Plattformunabhängigkeit von Java Rechnung getragen. Ein weiterer Vorteil gegenüber
den Applets ist die clientseitige Cache, sodass die Anwendung auch offline zur Verfügung
steht und nicht erneut herunter geladen werden muss. JWS bietet zudem eine intelligente
Technologie, um Applikationen automatisch über das Netz zu aktualisieren.
Lizenzbestimmungen
Java Web Start ist wie Java kostenlos. Es darf nur komplett und unverändert verbreitet
werden. Neben den üblichen Bestimmungen wie den Haftungsausschluss für Schäden findet
sich eine bedenkliche Stelle über automatische Downloads. Diese sind der Sicherheit nicht
förderlich. Vor allem wenn sie ohne dem Wissen des Benutzers erfolgen.
Java Web Start Thomas Wetzlmaier
Architektur
Vorteile für den Anwender
Der Anwender kann eine komplette Anwendung aus einer Web-Seite heraus über einen
simplen Hyperlink aktivieren. Diese Aktivierung kann von einem beliebigen Browser aus
erfolgen. Der Anwender muss sich nicht selbst um den Download der Applikation, deren
Speicherort und das automatische Cachen der J AR-Dateien kümmern. Java Web Start
übernimmt all diese Aktionen automatisch.
Einmal herunter geladen, kann eine Applikation auch direkt über eine Verknüpfung auf dem
Desktop gestartet werden, außerdem legt Java Web Start auf Wunsch für jede verwendete
Applikation eine eigene Verknüpfung auf dem Desktop an.
Der Java Web Start Anwendungsmanager verwaltet zentral alle JWS-Applikationen und hat
ein plattformneutrales Look&Feel (siehe auch JWS Anwendungsmanager auf Seite 33). Java
Web Start wurde zu nächst auf Windows-Plattformen, Linux und Solaris-Umgebungen
unterstützt. In zwischen gehört es bei Mac OS X 10.1+ bereits standardmäßig zur Installation
des Betriebssystems dazu.
Ein sehr nützliches Feature für den Anwender ist das automatische Zwischenspeichern einmal
herunter geladener Applikationen sowie das automatische Update der Applikationen, welches
vom Entwickler zentral über den Web-Server gesteuert werden kann.
Trotz dieser Vorteile bleibt die Sicherheit dabei nicht auf der Strecke: Anfangs läuft jede
Applikation in der Sandbox ab und kann bestimmte Funktionalitäten nur mit Zustimmung des
Benutzers aus führen - es sein denn, die Applikation wurde signiert (siehe auch Signieren von
JAR-Dateien auf Seite 32). Dann hat sie vollen Zu griff auf das Client-System und kann
beispielsweise auch auf die Festplatte des Clients zugreifen.
Vorteile für den Entwickler
Eine großes Problem war bisher, dass auf den Client-Systemen unterschiedliche Java Runt ime
Environments (JRE) installiert sein konnten oder Packages fehlten. Dies wird durch Java Web
Start gelöst. Java Web Start garantiert, dass für jede Applikation die passende JRE existiert
und installiert, sollte dies nicht der Fall sein, automatisch die benötigte Version der JRE nach.
Auf dem Server muss dafür keine weitere Software installiert werden, um die Basis-
Funktionalität für Java Web Start in Anspruch zu nehmen. Es muss lediglich der neue MIMI-
Type konfiguriert werden (siehe Vorbereiten des Web-Servers auf Seite 8), um den Server
Java Web Start fähig zu machen. Das Java Network Launching Protocol (JNLP) ermöglicht
dies. JNLP bildet die Grundlage der Java Web Start Software und wurde im Java Community
Process entwickelt.
Startvorgang
Aus der Sicht des Anwenders ist lediglich ein einziger Klick auf einen Link in einem HTML-
Dokument notwendig, um eine Applikation zu starten. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese
Applikation bereits auf dem System installiert wurde, in einer älteren Version vorliegt oder
neu installiert werden muss.
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Java Web Start Thomas Wetzlmaier
In Abbildung 1 ist der Start von Java Web Start Programmen zu sehen, die durch den Klick
im Browser aktiviert werden. Der Browser assoziiert mit dem JNLP MIME-Type die Java
Web Start Software u nd diese beginnt automatisch mit dem Download oder Update der
Applikation. Kurze Zeit später wird die Applikation gestartet.
Abbildung 1: Startvorgang einer JWS Applikation
Im Hintergrund läuft folgendes ab:
• Durch den Klick auf den Link zu einer .jnlp-Datei startet der Web Browser
automatisch Java Web Start.
• Java Web Start zeigt sofort den Splash Screen an.
• Nun wird überprüft, ob bereits alle Ressourcen der aktuellen Version auf dem System
vorhanden sind. Ist dies der Fall, wird die Applikation sofort gestartet.
• Wenn nicht alle Ressourcen vorhanden sind oder ein Update verfügbar ist, werden
zunächst die fehlenden Ressourcen herunter geladen bzw. aktualisiert. Während des
Download-Vorgangs werden dem User die Wartezeit und die bereits herunter geladen
Teile der Applikation angezeigt. Nachdem alle notwendigen Ressourcen vorliegen,
wird die Applikation von Java Web Start aus geführt.
Per Voreinstellung fragt Java Web Start nach dem zweiten Start einer Applikation, ob
automatisch eine Verknüpfung auf dem Desktop eingerichtet wer den soll. Wenn dies bejaht
wird, kann der Anwender die Applikation von nun an sogar direkt über den Desktop
aktivieren und muss nicht den Java Web Start Anwendungsmanager oder einen Browser zum
Starten benutzen.
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Java Web Start Thomas Wetzlmaier
Java Network Launching Protocol (JNLP)
Die Java Network Launching Protocol (JNLP) Spezifikation ist die Grundlage vo n Java Web
Start. Der JNLP-Client wird als Software bezeichnet, welche diese Spezifikation
implementiert. Genau genommen ist Java Web Start lediglich SUN’s
Referenzimplementierung eines JNLP-Clients, d.h. es gibt bereits weitere Implementierungen
wie z .B. das Open-Source-Projekt Open JNLP. Die Spezifikation kann unter
http://java.sun.com/products/javawebstart/download-spec.html herunter geladen werden.
Die wesentlichen Konzepte der Spezifikation sind:
• Ein webzentriertes Applikations-Modell ohne offensichtliche Installations-Phase,
welches ebenso transparente und inkrementelle Updates der Applikation ermöglicht.
• Ein Protokoll, durch welches eine Applikation mittels einer JNLP-Datei auf einem
Web-Server an einen beliebigen JNLP-Client (z.B. Java Web Start) übertragen und
ausgeführt werden kann.
• Eine Laufzeit-Umgebung für die Applikation, in der sowohl eine sichere Umgebung
für nicht signierte Anwendungen (Sandbox) als auch eine unbeschränkt Umgebung
enthalten ist, anhand derer der uneingeschränkte Festplattenzugriff möglich ist.
Dadurch wird es praktisch möglich, im Internet abgelegte Java-Archive in den Classpath mit
aufzunehmen und dann die Applikation zu starten. Dies würde dem folgenden (natürlich nicht
wirklich funktionierenden) Aufruf einer im Internet abgelegten Java-Applikation entsprechen:
java -jar -classpath www.meinserver.com/editor.jar
Diese Möglichkeit stellt damit die Basis-Funktionalität eines JNLP-Clients dar JNLP geht
aber noch einen Schritt weiter und ermöglicht z.B. das Festlegen der JRE Version, welche
von der Applikation benötigt wird.
Abbildung 2: Aufbau der JNLP-Datei
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Java Web Start Thomas Wetzlmaier
Im Folgenden wird die JNLP-Technologie, die JNLP-Datei sowie deren Aufbau und Inhalt
(siehe Abbildung 2) erklärt. Die JNLP-Datei ist ein XML-Dokument, in dem in den meisten
Fällen eine Applikation beschrieben wird, die durch einen JNLP-Client über das Internet
gestartet werden kann. Diese JNLP-Datei wird auch als Application Descriptor bezeichnet.
Jeder Application Descriptor bezieht sich genau auf eine Applikation und beschreibt unter
anderem die benötigte Version der JRE und gibt die Start-Klasse der Applikation an.
Hier als Beispiel die vom Web Start Launcher Wizard erstellte JNLP-Datei:
Das
1.
JNLP-Client zur Anzeige verwendet werden können.
2.
anzufordern. Wird dieses Element weggelassen, wird die Applikation automatisch in
der Sandbox ausgeführt.
3.
4. Zuletzt ist entweder <
application-desc>,
vorkommen. Eine JNLP-Datei, in der
wird, nennt man einen Application Descriptor. Wenn
Extension-Descriptors wird benötigt, um die von der Applikation benötigten
zusätzlichen Packages anzugeben. Diese Erweiterungen werden dann im
Bereich durch
Als Attribut im JNLP-Tag wird die Codebase eingetragen, wodurch alle weiteren URLs
relativ angegeben werden können. Wichtig ist, dass sich in der JNLP-Datei selbst keinerlei
binäre Daten befinden. Binäre Daten (JAR-Dateien, Icons) werden über URLs aus der Datei
verlinkt. Grob ist dieses Beispiel in die Sektionen
Applikation gemacht, die vom JNLP-Client verwendet werden um etwa die Beschreibung
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Java Web Start Thomas Wetzlmaier
anzuzeigen oder einen Link zur Homepage des Anbieters zu schalten. Im
Bereich werden die benötigte Version der JRE und das Java-Archiv mit den Programmklassen
angegeben. Im letzten Teil wird die Start-Klasse angegeben, die die main-Methode enthält.
Vorsicht: Manche Web-Server, wie z.B. Apache, interpretieren URLs als case sensitive.
In diesem Fall muss auf Groß-/Kleinschreibung geachtet werden.
Bei diesem vereinfachten Beispiel ist der Sic herheits-Aspekt noch außen vor gelassen.
Deshalb würde diese Applikation automatisch innerhalb der Sandbox von Java Web Start
ablaufen und hätte nur nach jeweiliger Zustimmung des Anwenders Zugriff auf die
verschiedenen Funktionalitäten außerhalb der Sandbox (Zwischenablage, lokales
Dateisystem, Socket Verbindungen zu fremden Servern usw.). Um der Applikation den vollen
Zugriff zu gewähren, müsste noch ein
hinzugefügt werden und die JAR-Datei müsste signiert werden.
Listing 2: Sicherheitseinstellungen
Weitere Informationen bezüglich des Aufbaus der JNLP- Datei sind unter der Adresse
http://java.sun.com/products/javawebstart/docs/developersguide.html#jnlp zu finden.
Kodierung von JNLP-Dateien
JNLP-Dateien müssen mit dem Zeichensatz UTF-8 kodiert sein. Manche Editoren speichern
Textdateien zum Beispiel unter Verwendung von Unicode ab. Mit dem Hilfsprogramm
native2ascii, das im JDK enthalten ist, kann die Kodierung nachträglich geändert werden.
native2ascii -reverse -encoding UTF8
Das JNLP-API
Dieses API stellt den Applikationen zusätzliche Services zur Verfügung. Das JNLP-Package
(javax.jnlp) steht den Anwendungen automatisch über den JNLP-Client zur Verfügung, muss
also nicht als zusätzliche Ressource übertragen werden.
Java Web Start Thomas Wetzlmaier
Tabelle 1: Verfügbare Service-Klassen
Um mit den Services arbeiten zu können, benutzt man die lookup()-Methode der Klasse
ServiceManager. Diese Klasse kann ebenfalls eine Liste der auf dem Client-System
vorhandenen Services ausgeben, (ServiceManager.getService.Names()). Von den acht in der
Spezifikation enthaltenen Services müssen vom JNLP-Client lediglich drei Services zwingend
implementiert sein (siehe Tabelle 1). Das JNLP Developer's Pack inklusive einer
ausführlichen Dokumentation ist unter http://java.sun.com/products/javawebstart/download-
jnlp.html verfügbar.
BasicService
Der BasicService (javax.jnlp.BasicService) wird von jedem JNLP-Client angeboten und steht
allen Applikationen zur Verfügung. Dieser Service beinhaltet Methoden, um mit der Client-
Umgebung zu interagieren, ähnlich wie der AppletContext bei einem Java Applet. Über die
Methode isOffline() kann die Applikation feststellen, ob bereits eine Internet-Verbindung
besteht und - wenn diese bereits existiert - z.B. über die showDocument() Methode eine URL
in dem Standard-Webbrowser des Systems aufrufen. Die Methoden des BasicService lassen
sich also sehr gut dazu verwenden, um beispielsweise im Hilfe-Menü der Applikation Links
zur Homepage der Applikation oder zu einer Online-Hilfe zu schalten.
DownloadService
Mit diesem Service (javax.jnlp.DownloadService) kann eine Applikation kontrollieren, ob
benötigte Ressourcen bereits im Cache vorliegen und diese bei Bedarf zum Download
anfordern. Ebenfalls k önnen Ressourcen wieder aus dem Cache mit der Methode
removeResource() entfernt werden. In den JNLP Files können für bestimmte Ressourcen so
genannte „lazy downloads“ definiert werden. Diese Ressourcen werden dann erst geladen,
wenn die darin verborgene Funktionalität auch wirklich zum ersten Mal benötigt wird. Mit
den Methoden in dieser Klasse können noch nicht herunter geladene Ressourcen gefunden
und bei Bedarf nachinstalliert werden.
FileOpenService und FileSaveService
Der FileOpenService und der FileSaveService ( javax.jnlp.FileOpenService,
javax.jnlp.FileSaveService) ermöglichen speziell den nicht signierten Applikationen, welche
in der Sandbox ausgeführt werden, trotzdem den Zugriff auf das lokale Dateisystem. Über die
Methoden der Klasse können einzelne Zugriffe auf das Dateisystem erfolgen. Um den vollen
Zugriff ab dem Start der Applikation zu erlangen, muss in der JNLP-Datei unter
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Java Web Start Thomas Wetzlmaier
der Tag
Applikation mit dem Jarsigner-Tool signiert werden. Die Methoden openFileDialog() bzw.
saveFi1eDialog() geben bei Zustimmung des Anwenders ein FileContents-Objekt zurück,
über welches z.B. ein InputStream auf die referenzierte Datei erzeugt werden kann.
ClipboardService
Wie der Name bereits sagt, ermöglicht diese Klasse ( javax.jnlp.ClipBoardService) den
Zugriff auf die Zwischenablage des Systems. Bevor man die beiden Methoden setContents()
bzw. getContents() jedoch benutzen kann, wird der JNLP-Client einen Sicherheitshinweis
einblenden, der über die Risiken informiert.
PrintService
Über den PrintService (javax.jnlp.Print service) können Druckaufträge über den JNLP-Client
weiterverarbeitet werden. Nach der Zustimmung des Anwenders wird der Druckauftrag (ein
Pageable oder Printable-Objekt) in die Warteschlange des Druckers eingereiht.
PersistenceService
Um kleine Datenmengen (z.B. die Benutzer-ID) auf dem Client dauerhaft zu speichern, bietet
sich der PersistenceService an. Ähnlich wie Cookies können damit kleine Datenpakete auf
dem Client abgelegt wer den, auf die nur die Applikation zugreifen kann, die die Daten
abgelegt hat. Die Schlüssel (Keys) zu den gespeicherten Werten (Values) bilden dabei URLs,
welche anhand der Codebase einer Applikation erzeugt werden ( z.B.
www.meinserver.com/apps/App1). Um anderen Applikationen, die über den gleichen Host zur
Verfügung gestellt werden, Zugriff auf diese Daten zu gewähren, müssen die Daten mittels
eines Keys, der oberhalb des Verzeichnisses der Applikation liegt, abgelegt werden.
Beispielsweise könnte die Applikation einst ihre Daten unter dem Key
www.meinserver.com/apps/ speichern. Damit kann auch eine zweite Applikation
(www.meinserver.com/apps/App2), die vom gleichen Host aus gestartet wurde, auf diese
Daten zugreifen. Mit Hilfe der Methoden get(), create() und delete() können die jeweiligen
Einträge verwaltet werden. Die Spezifikation sieht für alle abgespeicherten Daten einer
Applikation mindestens 128 KB vor.
ExtensionInstallerService
Ein Extension Installer ist eine Java-Applikation, die plattformabhängigen Code und
Einstellungen für eine Applikation installiert. Über den Extensionlnstaller Service
(javax.jnlp.ExtensionlnstallerService) kann die Fortschrittsanzeige verändert werden, um den
Anwender über den Status der Installation zu informieren. Ebenso kann mit diesem Service
der JNLP-Client darüber informiert werden, an welchem Ort im lokalen Dateisystem sich die
installierten Ressourcen befinden. Die installierten Dateien müssen dabei nicht zwingend in
den Verzeichnissen des JNLP-Clients liegen.
Vorbereiten des Web-Servers
Die Vorbereitung des Web-Servers beschränkt sich auf die Konfiguration des MIME Type für
JNLP-Dateien. Dies ist erforderlich, weil der Web-Server im HTTP Response den MIME
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Java Web Start Thomas Wetzlmaier
Type an den Browser zurückliefert. Als Folge des Fehlenden MIME Type wird die JNLP-
Datei als Text im Browser angezeigt.
Microsoft Internet Information Server (IIS)
Die Konfiguration des IIS erfolgt mittels Microsoft Management Console (MMC). Die
Einstellungen gemäß Abbildung 3 vorgenommen.
Abbildung 3: Konfiguration des Internet Information Servers
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Java Web Start Thomas Wetzlmaier
Apache Web-Server
Der Apache Web-Server ist ein unter Unix weit verbreiteter Web-Server der unter
http://www.apache.org/dist/httpd/ kostenlos herunter geladen werden kann. Zum Eintragen
des MIME- Type muss die Datei
Upload der Datei mittels FTP ist auf den ASCII Mode zu achten.
Folgender Eintrag ist erforderlich:
Listing 3: Eintrag in die Datei mime.types
In der Datei web.xml kann ebenfalls der MIME-Type eingestellt werden.
Listing 4: Eintrag in die Datei web.xml
Installation auf dem Client
Java Web Start kann kostenlos v on SUN’s Web-Seite
(http://java.sun.com/products/javawebstart/index.html) wahlweise mit oder ohne Java
Runtime Environment (JRE) herunter geladen werden. Der Client benötigt dazu das JRE
Version 1.2.2 oder höher und läuft unter Windows 95/98/NT/2000/ME/XP, Solaris und Red
Hat Linux (x86 Prozessoren).
Probleme bei der Installation
Fehlerhafte Installation
Falls während der Installation die Fehlermeldung „Fehlerhafte Installation“ erscheint, wurde
Java Web Start nicht richtig konfiguriert. Die Konfigurationsdatei
hat in etwa folgenden Inhalt, der gegebenenfalls manuell angepasst werden kann.
Listing 5: Inhalt der Datei javaws.cfg
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Java Web Start Thomas Wetzlmaier
Der Eintrag
javaws.cfg.jre.default=
Nummerierung beginnt bei 0.
Netscape 6
Bei manche n Versionen des Netscape 6 Browsers muss der MIME-Type manuell unter
Bearbeiten -> Einstellungen -> Navigator eingetragen werden. Dazu muss der MIME-Type
application/x-java-jnlp-file mit der Datei
Zusammenarbeit mit anderen Deployment-Technologien
Java Web Start arbeitet nicht mit anderen Deployment-Technologien wie Microsoft SMS
Server zusammen.
Applikationsentwicklung
Grundsätzlich werden Java Web Start Applikationen genau so wie Stand-Alone
Applikationen entwickelt.
SUN nennt im Web Start Tutorial zwei Punkte die beachtet werden sollen:
• Die Applikation muss als Menge vo n JAR-Dateien ausgeliefert werden
• Alle Ressourcen wie Bilder usw. müssen in einer JAR-Datei verpackt werden, die mit
der getResource() Methode geladen werden
Diese Punkte sollten aber generell bei der Entwicklung von Applikationen beachtet werden.
Besonderheiten von JWS Applikationen
• Kein Zugriff auf das lokale Dateisystem
• Alle JAR Dateien müssen vom selben Host herunter geladen werden
• Netzwerkverbindungen sind nur zu dem Host erlaubt, von dem die Applikation
stammt
• Es kann kein Security Manager installiert werden
• Keine Verwendung von Native Bibliotheken
• Beschränkter Zugriff zu System-Properties. Die Applikation hat Lese- und
Schreibzugriff auf alle System-Properties, die in der JNLP-Datei angegeben werden,
sowie Lesezugriff auf alle Properties auf die ein Applet Zugriff hat.
Will eine Applikation unbeschränkten Zugriff auf den Rechner, so müssen alle JAR-Dateien
signiert werden. (siehe Signieren von JAR-Dateien auf Seite 32)
Erstellen eines Projekts mit JBuilder 6
Ab der Version 6 bietet JBuilder (nur Professional und Enterprise) spezielle Unterstützung bei
der Entwicklung von JWS Applikationen. Im Folgen wird erklärt, wie eine Projektvorlage für
Java Web Start erstellt wird.
Seite 11
Arbeit zitieren:
Thomas Wetzlmaier, 2002, Java Web Start, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
DOI
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Studienarbeit, 28 Seiten
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
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Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
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