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Inhaltsverzeichnis
1. Betriebliche Abteilungen 2
1.1. Geschäftsstelle Nennslingen 2
1.2. Kreditmanagement Firmenkunden 3
1.3. Rechnungswesen und Controlling 3
2. Tätigkeiten 4
2.1. Übergeordnete ausbildungsspezifische Tätigkeiten 4
2.2. Tätigkeiten in der Geschäftsstelle 6
2.3. Tätigkeiten im Kreditmanagement Firmenkunden 7
2.4. Tätigkeiten im Unternehmensbereich Rechnungswesen und 9
Controlling
3. Wissenschaftliche Grundlagen 11
3.1. Rechtliche Grundlagen der Bankgeschäfte mit Kunden in einer 11
Sparkassen-Geschäftsstelle
3.1.1. Grundlagen des Gesellschaftsrechts 11
3.1.2. Bankgeschäfte mit Minderjährigen 11
3.1.3. Vertrag zu Gunsten Dritter 12
3.1.4. AGB-Recht 12
3.2. Bilanzanalyse und Unternehmensbewertung 13
3.2.1. Auswertung eines Jahresabschlusses anhand der Bilanzkennzahlen 13
3.2.2. Rechtliche Anforderungen bei der Anfertigung eines Kreditvertrages 14
3.3. Buchführung und Kostenrechnung 15
3.3.1. Verteilung von Gemeinkosten auf einzelne Kostenstellen 15
3 3 2 Bankenspezifische Deckungsbeitragsrechnung 16
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1. Betriebliche Abteilungen
1.1. Geschäftsstelle Nennslingen
Die Geschäftsstelle Nennslingen gehört zum Vertriebsteam Weißenburg und liegt in der Vertriebsdirektion Süd der Sparkasse Mittelfranken-Süd. Die Geschäftsstelle Nennslingen ist die so genannte Kopfstelle für zwei weitere Geschäftsstellen, nämlich Ettenstatt und Raitenbuch.
In der Geschäftsstelle Nennslingen sind noch sieben weitere Mitarbeiter, deren berufliche Qualifikation von Service-Kräften für den Schalterbereich, Kundenberater für Privatkunden, über einen Vermögensberater bis hin zum Finanzierungsberater für gewerbliche Kunden geht.
Die Aufgaben einer Sparkassengeschäftsstelle sind grob in das Dienstleistungsgeschäft, das Passivgeschäft, das Aktivgeschäft, das Wertpapiergeschäft, das Verbundgeschäft und die Immobilienvermittlung unterteilt.
Das Dienstleistungsgeschäft umfasst Aufgaben wie z.B. Ausführung von Überweisungen, Ein- und Auszahlungen sowie Umbuchungen von Konten, Sperren und Bestellen von Kundenkarten, Beantragung von Online-Banking, Erstellen von Bescheinigungen und dergleichen.
Das Passiv- bzw. Einlagengeschäft beinhaltet die Hereinnahme von Spareinlagen aller Art, sei es regelmäßiges Sparen oder eine Einmalanlage.
Im Aktivgeschäft werden Kredite und Darlehen in verschiedenen Formen an Kunden ausgegeben.
Im Verbundgeschäft tritt die Sparkasse als Vermittler ihrer Verbundpartner auf. Vorrangig sind hier die Bayrische Landesbausparkasse (LBS), die DEKA Fondsgesellschaft und die Bayern Versicherung zu nennen.
Während das Dienstleitungsgeschäft meistens über den Schalter abgewickelt wird und prozentual gesehen den größten Teil des täglichen Kundengeschäfts ausmacht, finden vor allem für das Aktiv-, Wertpapier- und Verbundgeschäft umfangreiche Beratungen in den Beratungszimmern der Geschäftsstelle statt. Im Falle einer Immobilienvermittlung wird der Kunde an die Immobilienspezialisten im Immo -Center in Weißenburg weitergeleitet. In jeder Sparkassengeschäftsstelle gibt es auch einen Selbstbedienungs - (=SB-) Bereich. In diesem sind Kontoauszugsdrucker, Geldautomat und Überweisungsterminal sowie immer öfter Einzahlungsautomaten rund um die Uhr für die Kunden zur Verfügung gestellt. Zu den Aufgaben der Geschäftsstelle gehört es, für die Betriebsfähigkeit der Automaten zu sorgen.
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1.2. Kreditmanagement Firmenkunden
Das Kreditmanagement ist die Nachfolgeabteilung des Marktes. Die organisatorische
Gliederung dieser Abteilung sieht wie folgt aus:
Kreditmanagement
Kreditsekretariat Kredit-Consult Kreditproduktion Kreditrevision Kreditabwicklung
Freie Berufe Geschäftskunden Bauen & Wohnen Bauträger
Kommunen Vermögende Kunden Konsumenten (privat)
Existenzgründer Landwirte
Abb. 1: Organigramm des Unternehmensbereichs Kreditmanagement de r Sparkasse Mittelfranken-Süd
Nachdem die Kundenberater am Markt in den Geschäftsstellen mit den Geschäftskunden
über Konditionen, Preise und Kredite verhandelt haben, stellen sie einen so genannten
Kreditbeschluss aus und reichen ihn weiter zum Kreditmanagement zur Bearbeitung. In der
Firmenkreditabteilung werden die wirtschaftlichen Verhältnisse anhand der vom Kunden
eingereichten Unterlagen wie Jahresabschluss oder Gewinnermittlung analysiert. Weiterhin
muss die Firmenkreditabteilung prüfen, ob gesetzliche Vorschriften eingehalten wurden.
Nach umfangreicher Bearbeitung werden schließlich die Verträge erstellt, die wiederum dem
Kundenberater zur Einholung der Unterschrift zugeschickt werden.
Außerdem muss die Firmenkreditabteilung in gewissen zeitlichen Abständen die
Werthaltigkeit von gestellten Sicherheiten, die aktuelle Kapitaldienstfähigkeit von
Kreditkunden überprüfen und laufend die wirtschaftlichen Verhältnisse anhand eingereichter
Unterlagen überwachen. Aus diesen Daten wird dann ein so genanntes Kreditrating erstellt,
das den Kunden in eine Ratingklasse einordnet. Anhand dieser Ratingklasse erhält der
Finanzierungsberater im Vertrieb einen Überblick über die Bonität des Kunden und das
Risiko, das die Sparkasse bei einer Darlehensausreichung an den Kunden eingeht.
1.3. Rechnungswesen und Controlling
Die Abteilungen Rechnungswesen und Controlling sind Teile des Unternehmensbereichs
Unternehmenssteuerung.
Zielsetzung der Abteilung Rechnungswesen ist es, mit einer funktionierenden und aktuellen
Finanzbuchhaltung die Grundlagen für den Jahresabschluss, die Ermittlung der
Unternehmenssteuern und das Controlling zu liefern.
Meldungen und amtliche Statistiken werden nicht nur fristgerecht erstellt, sondern auch auf
verwertbare Aussagen für die Sparkasse untersucht
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Im Sinne der Mindestanforderungen für Handelsgeschäfte (MaH) ist die Abteilung Rechnungswesen für die Aufgabenbereiche Abwicklung, Kontrolle und Rechnungswesen der Produktbereiche eigene Anlagen und eigene Derivate zuständig. Zielsetzung der Abteilung Controlling ist es, den Vorstand sowie alle übrigen mit Steuerungsaufgaben betrauten Organisationseinheiten bedarfsorientiert mit
Controllinginformationen zu versorgen, diese Informationen zu interpretieren und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Die Abteilung ist auch zuständig für das Controlling der Gesamtbankrisiken gemäß § 25 a KWG, der Risiken aus dem Kreditgeschäft gemäß den Mindestanforderungen für Kreditgeschäfte (MaK) sowie aus den Handelsgeschäften MaH.
2. Tätigkeiten
2.1. Übergeordnete ausbildungsspezifische Tätigkeiten
Seit dem 1. September 2002 absolviere ich eine vertraglich festgelegte Kombination aus Ausbildung zur Bankkauffrau mit IHK-Abschluss und Betriebswirtschaft-Studium an der Georg-Simon-Ohm Fachhochschule Nürnberg bei der Sparkasse Mittelfranken-Süd. Der zeitliche Ablauf dieser kombinierten Ausbildung sah bzw. sieht wie folgt aus:
Im ersten Jahr fand eine ganz normale Ausbildung bei der Sparkasse statt. Ich durchlief verschiedene Geschäftsstellen im Geschäftsgebiet und interne Abteilungen wie z.B. Marketing oder Nachbearbeitung.
Zweimal wöchentlich besuchte ich die Berufschule, wo ich in folgenden Fächern unterrichtet wurde: Kontoführung, Zahlungsverkehr, Kreditgeschäft, Auslandsgeschäft, Geld und Vermögensanlage, Rechnungswesen, Bilanzanalyse und Banken-Englisch. Nach diesem ersten Jahr nahm ich an der Zwischenprüfung zur Bankkauffrau der Industrie- und Handelskammer teil.
Außerdem fand im ersten Jahr zusätzlich einmal wöchentlich ein halber Tag innerbetrieblicher Unterricht statt.
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Dort habe ich grundsätzliche Dinge über den Betrieb kennen gelernt und habe vo r allem so genannte Verkaufsgespräche geübt, also Rollenspiele mit unserem Ausbildungsleiter. Im zweiten Jahr nahm ich das Studium an der FH auf, in den Semesterferien arbeitete ich im Betrieb.
Jetzt im dritten Jahr absolviere ich das Praxissemester. Einmal wöchentlich besuche ich die FH, die restlichen Tage in der Woche verbringe ich im Betrieb. Im vierten Semester erfolgt dann der Abschluss des Grundstudiums. Im vierten Jahr (= fünftes Semester) werde ich im November 2005 an der Abschlussprüfung zur Bankkauffrau der IHK teilnehmen, das zweite Praxissemester werde ich dann wiederum in der Sparkasse verbringen. Allerdings werde ich dann schon in einem Bereich tätig sein, in dem ich mir vorstellen kann, auch später nach dem Studium einmal zu arbeiten. Beispielsweise sind dies die Kreditabteilung, Revisionsabteilung, Firmenkundenberatung oder Unternehmenssteuerung.
Nach dem fünften Jahr werde ich dann das Studium mit der Diplomarbeit beenden.
Neben meinem Einsatz in den im Folgenden aufgeführten Abteilungen d er Sparkasse Mittelfranken-Süd nahm ich in meinem Praxissemester von August 2004 bis März 2005 an allen Schulungsveranstaltungen für Auszubildende teil, da ich die IHK -Abschlussprüfungwie oben aufgeführt - erst Ende 2005 absolvieren werde.
In regelmäßigen Abständen fanden innerbetriebliche Lehrgänge über Themen wie z.B. Marketing bei Banken, Versicherungen oder Wertpapiere statt. Des Weiteren wurde ich durch Verkaufstrainings mit Rollenspielen vor allem auf die mündliche Abschlussprüfung zur Bankkauffrau vorbereitet.
Zur Vorbereitung auf die schriftliche Abschlussprüfung der IHK dienten so genannte „Studienbriefe“. Da mir das zweite Berufschuljahr fehlt, das ich für die Ausbildung zur Bankkauffrau benötige, musste ich anhand von Studienbriefen der deutschen Sparkassenakademie insgesamt zwölf Klausuren zu ungefähr den selben Themengebieten wie die Fächer in der Berufschule schreiben. Ich bekam immer ca. 4 bis 6 Wochen Vorbereitungszeit, in der ich mir den Stoff selbstständig aneignen musste. Anschließend fand die Klausur von 90 Minuten statt. Diese zwölf Klausuren mussten im Zeitraum von September 2002 bis März 2005 abgeleistet werden. Auf die Zeit des Praxissemesters fielen vier Studienbriefe.
Arbeit zitieren:
Christina Hinterleitner, 2005, Praktikumsbericht BWL bei der Sparkasse, München, GRIN Verlag GmbH
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