Inhaltsverzeichnis
Titelseite 1
Inhaltsverzeichnis 2
I Einleitung 3
II Berlin und der Ost-West-Konflikt 3
1 Historischer Hintergrund 3
2 Währungsreform 4
3 Berlin-Blockade 5
III Berlin und der Weststaat 6
1 Ministerpräsidenten-Konferenzen 6
1.1 Die Rittersturz-Konferenz 7
1.2 Rüdesheimer Konferenz 8
2 Berlin und die Bundesrepublik 10
2.1 Sonderstatus für Berlin 10
2.2 Der Deutschlandvertrag und Berlin 11
IV Fazit 12
Anhang 16
Literaturverzeichnis 16
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I Einleitung
Berlin als Faktor der deutschen Westintegration von 1948 bis 1961 ist das Thema der vorliegenden Hausarbeit. Durch die Erarbeitung der Hausarbeit unternimmt der Autor den Versuch, die Rolle Berlins und seiner maßgeblichen politischen Akteure im Vorfeld der Gründung der Bundesrepublik und der folgenden Einbindung des Staates in die westlichen Sicherheitssysteme näher zu beleuchten. Ausgehend von einer historischen Betrachtung der politischen Geschehnisse in Deutschland und deren Wirkungen auf Berlin soll eine Bewertung des Berlinfaktors bei der vollzogenen
Westintegration erfolgen. Berlin als Kristallisierungspunkt der deutschen Frage spielte im Ost-West-Konflikt eine bedeutende Rolle. Aus dieser Lage heraus ergaben sich eine Vielzahl von Wirkungsmöglichkeiten, die einer näheren Betrachtung bedürfen. Die Berlinfrage hat seit der Wiedervereinigung 1990 ihre Aktualität verloren, weshalb der Forschungsstand auf diesem Gebiet seit dieser Zeit nahezu eingefroren ist. Dies ist ein Grund mehr, das Thema (wenn auch in der gebotenen kürze einer Hausarbeit) zu erörtern.
II Berlin und der Ost-West-Konflikt
In Berlin liefen die Fäden des Ost-West-Gegensatzes spürbar zusammen. Obgleich für Berlin im Gegensatz zu den anderen Teilen Deutschlands nach 1945 ein Viermächtestatus bestand, wurde doch durch die sektorale Teilung und den späteren Mau erbau die Konfrontation zwischen den gesellschaftlichen Systemen sichtbar.
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1 Historischer Hintergrund
Auf der Konferenz von Jalta (04. bis 11.02.1943) einigten sich die späteren drei Siegermächte USA, UDSSR und Großbritannien darauf, nach der vollständigen Besetzung Deutschlands das Land in Besatzungszonen einzuteilen. Für die zonale Einteilung wurden verschiedene Entwürfe diskutiert. Die endgültige Festlegung der Demarkationslinien wurde schließlich durch ein alliiertes
Abkommen vom 27.07.1945 festgelegt. Frankreich wurde eine eigene Besatzungszone zugeordnet.
Für die ehemalige Reichshauptstadt Berlin war verabredet worden, ein „interalliiertes Sondergebiet“ 1 , das von den vier Besatzern gleichberechtigt besetzt und verwaltet werden sollte, einzurichten . Für Berlin galt nunmehr eine gemeinsame Kommandantur, die auch in der vorläufigen Verfassung für Berlin manifestiert wurde. Im Oktober 1946 fanden Wahlen zur Stadtverordnetenversammlung für „Groß-Berlin“ statt. Die
demokratischen, antikommunistischen Parteien erreichten vier fünftel der Wählerstimmen.
Bis 1948 wuchsen die Spannungen zwischen den westlichen Siegermächten und der UDSSR. Ein schleichender
Aufweichungsprozess des gemeinsamen Oberkommandos über die Stadt war die Folge.
2 Währungsreform
Bis zum Januar 1948 verhandelten die vier Siegermächte über eine gemeinsame Währungsreform in allen Besatzungszonen. Die Verhandlungen scheiterten schließlich an der sowjetischen Forderung, eine deutsche Zentralbank und eine zentrale
1 Wetzlaugk, Udo: Berlin und die deutsche Fragee, S.19
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Finanzverwaltung für alle vier Zonen einzuführen. Somit entschieden sich die Westmächte, im Alleingang in ihren Gebieten die D-Mark einzuführen. Mit Rücksicht auf den Viermächtestatus Berlins wurde die Stadt zunächst ausgenommen. Die UDSSR quittierte dies mit Auszug aus dem alliierten Kontrollrat am 20.03.1948 2 und trat schließlich drei Monate später auch aus der gemeinsamen Kommandantur in Berlin aus. Der Tag der Einführung der Westwährung war der 20.06.1948. Kurze Zeit später wurde eine Währungsreform in der SBZ 3 improvisiert vollzogen. Für „Groß-Berlin“ erklärte die UDSSR am 23.07.1948 die „Ost-Mark“ als Zahlungsmittel. Die Reaktion der Westmächte war die Einführung der D-Mark in West-Berlin, diese galt neben der Ostwährung. Erst am 20.03.1948 galt die westdeutsche Währung als alleiniges Zahlungsmittel im Westteil der Stadt.
3 Berlin-Blockade
Am 20.06.1948 vollzogen die Westmächte in ihren drei Zonen (zunächst ohne Einbeziehung Berlins) eine Währungsreform, nachdem zuvor mehrere Anläufe für eine gesamtdeutsche Währung gescheitert waren. Die Einführung der D -Mark (West) bot der UDSSR einen Anlass für die Blockade West-Berlins. Am 24.06.1948 unterbrach die Sowjetunion die Lebensnotwendigen
Versorgungswege zu Lande und zu Wasser. Ziel war es zum einen, die westlichen Alliierten d azu zu veranlassen, die Stadt zu verlassen und zum anderen auf die Planungen zur Gründung ein es Weststaates bestehend aus den drei Besatzungszonen zu verzichten 4 . Diese Planungen wurden zuvor auf der sogenannten Londoner Konferenz, an der die drei Westmächte und die Benelux-
2 vgl.Benz, Wolfgang: Wirtschaftsentwicklung, S. 39
3 SBZ = Sowjetische Besatzungszone
4 Wetzlaugk, Udo: Die geteilte Stadt., S 10
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Arbeit zitieren:
Helge Zychlinski, 2004, Berlin als Faktor der deutschen Westintegration von 1948 bis 1961, München, GRIN Verlag GmbH
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