Inhaltsverzeichnis
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1. Einleitung 1
2. Allgemeine Systemtheorie 1/2
2.1 Entwicklung der Systemtheorie in der Soziologie 2/3
2.1.1 Parsons Strukturfunktionalismus 3-5
3. Luhmanns Theorie sozialer Systeme 5/6
3.1 die funktional-strukturelle Theorie 6-8
3.2 Autopoiesis 8/9
3.3 Kommunikation 9/10
4. Zusammenfassung 10/11
Literaturhinweise 12
II
1. Einleitung
In dieser Arbeit möchte ich einen kurzen Umriss der Systemtheorie von Niklas Luhmann geben. Ich werde als erstes kurz auf die Entstehungsgeschichte des Begriffes der Systemtheorie eingehen. Im Folgendem werde ich die Theorie von Talcott Parsons erläutern, der sich als erster mit diesem komplexen Themengebiet in der Soziologie befasst hat. Außerdem war er ein Jahr lang der Dozent von Luhmann und zu Beginn dessen Studiums auch sein Vorbild.
Im zweiten Teil beschäftige ich mich dann mit Niklas Luhmann und seinem Ansatz ein universell gültiges, hochkomplexes, allgemeines Theorie-Modell aufzustellen. Die Entwicklung seiner Theorie begann eigentlich schon vor seinem Soziologiestudium und wurde auch nach Erscheinen des ersten Buches mit diesem Schwerpunkt ständig weiter bearbeitet. Dadurch ist eine in sich sehr komplexe Theorie entstanden, der man in dem Umfang einer solchen Arbeit nicht gerecht werden kann. Wie schon gesagt werde ich einen Umriss seiner Theorie geben. Dabei werde ich auf die grundlegenden Elemente eingehen und deren Zusammenhänge erlä utern. Dazu gehört der Begriff ‚soziales System’ und seine Ab-grenzung von anderen Systembegriffen sowie die System / Umwelt Differenz. Außerdem erläutere ich die Begriffe ‚Komplexität’ und ‚Sinn’ in Luhmanns Sprachgebrauch. Im Anschluss werde ich auf die Autopoiesis des sozialen Systems eingehen und als letzten Punkt werde ich noch kurz die Kommunikation als Letztelement des sozialen Systems beschreiben.
2. Allgemeine Systemtheorie
Der Begriff ‚Systemtheorie’ kommt ursprünglich aus den Naturwissenschaften. Entstanden ist er um 1930 in der Biologie. Zu dieser Zeit gab es eine Kontroverse zwischen der Biologie und der Physik. Letztere versuc hte die Welt deduktiv zu beschreiben, sie leitete also das Einzelne vom Al lgemeinen ab. Während dieses Verfahren in der Physik sehr gut anwendbar war, sah sich die Biologie nicht imstande das Leben auf rein physikalische und chemische Abläufe als Begründungen zu reduzieren. Daher erfolgte eine Verschiebung in der Beobachtung vom Einzelphänomen zum System. Von da an wurde der lebende Organismus als Ganzes betrachtet und nicht nur seine einzelnen Bestandteile.
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Die erste Veröffentlichung zu diesem Themenbereich erfolgte 1950. Der Zoophysiologe Ludwig von Bertalanffy formulierte in seiner „Allgemeinen Systemtheorie“ die Theorie über ,,die Organisationsform der komplexen Wechselbeziehung zwischen einzelnen Elementen." (Kneer / Nassehi 1997: 21). Er macht dabei zwei Unterscheidungen, die später auch in der Soziologie eine wichtige Rolle spielen. Zunächst wird zwischen organisierter und unorganisierter Komplexität unterschieden. Bei organisierter Komplexität stehen die einzelnen Elemente, z.B. die Organe eines lebenden Organismus’, in einer Wechselbeziehung zueinander, während sie bei einer unorganisierten Komplexität linear miteinander verkettet sind, d.h. ein Einzelphänomen ist von einem anderen abhängig. Die zweite Unterscheidung wird zwischen offenen und geschlossenen Systemen gemacht. Dabei wird nochmals zwischen System und Umwelt unterschieden. Das geschlossene System ist nach innen stabil und hat keinen Kontakt nach außen. Dagegen hat ein offenes System regelmäßige Austauschprozesse mit seiner Umwelt. Daher ist bei diesem System ein inneres Gleichgewicht nicht immer gewährleistet, welches jedoch bei einem geschlossenen System durch dessen Stabilität dauerhaft erreicht wird. Ein offenes System hält sich durch Veränderungen in seinem Inneren am Leben. Der Beobachter kann dabei jedoch nur sehen welche äußeren Einflüsse (Input) auf das System wirken und wie es darauf reagiert (Output). Was genau im Inneren des Systems geschieht bleibt dem Beobachter jedoch verborgen. Daher spricht man von einem black-box-Verfahren, d.h. allein das System entscheidet, was in seinem Inneren abläuft und wie es die Inputs verarbeitet. Bei offenen Systemen spricht man daher auch von selbstorganisierten Systemen (vgl. Kneer / Nassehi 1997: 21f).
2.1 Die Systemtheorie in der Soziologie
Der erste Soziologe, der sich mit der Systemtheorie als Themengebiet auseinander gesetzt hat, war Talcott Parsons. Er wurde 1902 in Colorado, USA geboren und starb 1979 in München. Er studierte in Massachusetts und verbrachte anschließend einige Jahre in London und an der Universität in Heidelberg. Ab 1927 hatte er eine Stelle an der Harvard University in Cambridge, Massachusetts angenommen und arbeitete dort ab 1939 als Professor. Er galt als Vermittler zwischen europäischer und amerikani-
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Arbeit zitieren:
Sonja Stallmann, 2003, Die Systemtheorie von Niklas Luhmann, München, GRIN Verlag GmbH
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