Inhaltsverzeichnis:
Abbildungsverzeichnis 3
A Einführung 4
B Definitionen 4
B 1 Arbeitsbewertung 4
B 2 Lohngerechtigkeit 5
C Zweck der Arbeitsbewertung 5
C 1 Geschichtliches 5
C 2 Zweck der Arbeitsbewertung 6
D Methoden der Arbeitsbewertung 6
D 1 Das Prinzip der Reihung und Stufung 7
D 1 1 Summarische Verfahren 7
D 1 1 a Das Rangfolgeverfahren 7
D 1 1 b Das Lohngruppenverfahren 9
D 1 2 Analytische Verfahren 11
D 1 2 a Feststellung und Gewichtung der
Anforderungsarten 11
D 1 2 b Das Rangreihenverfahren 15
D 1 2 b)a Rangreihenverfahren mit
getrennter Gewichtung 15
D 1 2 b)b Rangreihenverfahren mit
gebundener Gewichtung 17
D 1 2 c Das Stufenverfahren 18
E Zusammenfassung und Fazit 20
Literaturverzeichnis 21
2
Abbildungsverzeichnis:
Abbildung 1 Verfahren zur Arbeitsbewertung Abbildung 2 Beispiel Rangfolgeverfahren Abbildung 3 Auszug aus dem Lohnrahmenabkommen der
Abbildung 5 Abbildung 6 Abbildung 7 Arbeitsschwere Abbildung 8 Bewertungstafel für Arbeitsschwere 3
A Einführung
In Zeiten der immer lauter werdenden Rufe nach Lohngerechtigkeit ist die Arbeitsbewertung ein wichtiges Instrument, um die Höhe eines anforderungsorientierten Entgeltes zu bestimmen.
Durch sie besteht die Möglichkeit ein Entgelt für einen Arbeitsplatz festzulegen, welches nicht auf der Person des Arbeitnehmers beruht, sondern rein auf den Arbeitsplätzen des Unternehmens mit ihren individuellen Schwierigkeitsgraden. Die Unternehmen haben somit ein Instrument zur Hand, die Arbeitsschwierigkeit in die Entlohnung einfließen zu lassen und das Entgelt besser zu differenzieren und somit zu mehr Lohngerechtigkeit beizutragen. In dieser Seminararbeit wird auf den Zweck der Arbeitsbewertung eingegangen, die verschiedenen Verfahren der Arbeitsbewertung mit ihren Vor- und Nachteilen werden aufgezeigt und es werden Beispiele zu den einzelnen Verfahren gegeben.
B Definitionen
B 1 Arbeitsbewertung
„Mit Hilfe der Arbeitsbewertung werden die Anforderungen einer Arbeit oder eines Arbeitsplatzes im Verhältnis zu anderen Arbeiten oder Arbeitsplätzen nach einem einheitlichen Maßstab bestimmt. 1 “ Die Leistungen oder Qualifikationen des Arbeitnehmers spielen bei der Arbeitsbewertung keine Rolle, sie ist somit von der Person des Arbeitnehmers unabhängig. Die Arbeitsbewertung ist die Grundlage für die Ermittlung eines anforderungsorientierten Arbeitsentgelts 2 .
1 Hentze Joachim, Personalwirtschaftslehre 2, 6. Auflage, Stuttgart 1995, S. 75
2 vgl. Hentze Joachim, Arbeitsbewertung und Personalbeurteilung, Stuttgart 1980, S. 2
4
B 2 Lohngerechtigkeit
Lohngerechtigkeit ist die möglichst gerechte Verteilung der Löhne und Gehälter der Arbeitnehmer. Es gibt keine absolute Lohngerechtigkeit, da objektive Maßstäbe zu ihrer Beurteilung fehlen. Als Arbeitgeber kann man lediglich versuchen, einer vom Arbeitnehmer subjektiv empfundenen Lohnungerechtigkeit entgegenzuwirken, indem man die relative Lohngerechtigkeit herstellt.
Diese relative Lohngerechtigkeit ist das Ergebnis der individuellen Verhandlungen zwischen Arbeitgeber und den Arbeitnehmern bzw. deren Organisationen und setzt sich aus mehreren T eilen zusammen, der Anforderungsgerechtigkeit, der Qualifikationsgerechtigkeit, der Leistungsgerechtigkeit, der Marktgerechtigkeit und der Sozialgerechtigkeit 3 .
C Zweck der Arbeitsbewertung
C 1 Geschichtliches
Vor dem zweiten Weltkrieg wurden die Arbeitnehmer nach ihrer Qualifikation entlohnt bspw. durch die Unterteilung in gelernte, angelernte und ungelernte Arbeitnehmer. Dies wurde allerdings zum Problem, als im zweiten Weltkrieg in der Rüstungsindustrie die Massenproduktion eingeführt wurde und die im Akkordlohn arbeitenden un- und angelernten Arbeitnehmer mehr Entgelt erhielten als die gelernten Arbeitnehmer im Zeitlohn. Dies führte bei den gelernten Arbeitnehmern zu einem Lohnungerechtigkeitsempfinden und somit zu schlechter Arbeitsmoral. Infolgedessen wurde der Lohngruppenkatalog Eisen und Metall verbreitet, der das Einkommen von der Qualifikation der Arbeitnehmer löste und es an die Arbeitsschwierigkeit anknüpfte. Dieser Lohngruppenkatalog hatte zum Ziel die Lohngerechtigkeit wieder herzustellen 4 .
3 vgl. Olfert/Steinbuch, Personalwirtschaft 9. Auflage, Leipzig 2001, S. 328
4 vgl. Ridder, Hans-Gerd, Personalwirtschaftslehre, Stuttgart, 1999, S. 358
5
C 2 Zweck der Arbeitsbewertung
Durch den Lohngruppenkatalog benötigten die Unternehmer ein Mittel die Arbeitsschwierigkeit zu messen, was nach dem zweiten Weltkrieg zur Verbreitung der Arbeitsbewertung führte.
Der Zweck der Arbeitsbewertung liegt darin, ein anforde-rungsorientiertes Entgelt, durch die Verknüpfung von Arbeitsschwierigkeit und Entgelt, zu ermöglichen und somit zur Lohngerechtigkeit beizutragen.
D Methoden der Arbeitsbewertung
„Unter Methoden der Arbeitsbewertung sind systematische Verfahren zu verstehen, die der Gewinnung und Verarbeitung von Informationen über die Anforderungen einer Arbeit oder eines Arbeitsplatzes an Personen dienen 5 .“ Es werden summarische und analytische Verfahren zur Entgeltbestimmung unterschieden, diese können durch das Prinzip der Reihung oder das Prinzip der Stufung quantifiziert werden.
Neben den eben genannten Verfahren gibt es auch Mischformen, welche jedoch meist von Unternehmen individuell gestaltet werden und sowohl summarische, als auch analytische Elemente enthalten. Auf Mischtypen wird in dieser Arbeit jedoch nicht genauer eingegangen.
Abb. 1: Verfahren zur Arbeitsbewertung
5 Hentze Joachim, Arbeitsbewertung und Personalbeurteilung, Stuttgart 1980, S. 60
6
Quote paper:
Markus Mayr, 2005, Methoden der Arbeitsbewertung als Grundlage einer anforderungsorientierten Entgeltgestaltung, Munich, GRIN Publishing GmbH
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