Inhaltsverzeichnis
1. Allgemeine Erwachsenenbildung Seite 3
2. Erwachsenenalter bei Menschen mit geistiger Seite 3
Behinderung NA
3. Erwachsenenbildung bei Menschen mit geistiger Seite 5
Behinderung NA
3.1 Grundprinzipien für die Erwachsenenbildung Seite 8
3.2 Inhalte einer Erwachsenenbildung für Menschen Seite 9
mit geistiger Behinderung
3.3 Ziele der Erwachsenenbildung für Menschen Seite 10
mit geistiger Behinderung
Literaturverzeichnis Seite 12
2 NA
1. Allgemeine Erwachsenenbildung Der Begriff der Erwachsenenbildung lässt sich bis heute nicht allgemein definieren. „Je nach Epoche und Interesse wurde Bildung unterschiedlich definiert und bestimmt, und daher gibt es bis heute auch kein einheitliches Verständnis von Erwachsenenbildung.“ 1 Besondere Bedeutung hat sie im Zuge der Industrialisierung erlangt und wird heute als eine Selbstverständlichkeit betrachtet. Schon allein aufgrund des immensen Zuwachses an Wissen, des rasanten Fortschritts und industriellen Entwicklung verlieren ge lerntes Wissen und Erfahrungen schnell an Bedeutung. Es wird von Menschen erwartet, dass sie sich immer wieder umstellen und lernen. „Damit werden enorme Anforderungen gestellt, die dem Einzelnen nicht nur Schulwissen und berufliche Ausbildung, sondern auc h das Weiterlernen im Erwachsenenalter abverlangen“ 2 , da hiervon auch das eigene Fortkommen sowohl im private als auch im beruflichen Bereich abhängen.
Wichtig ist allerdings, dass Erwachsenenbildung nicht nur beruflichen Zwecken dienen soll, sondern auch denjenigen, „denen es auf ihre persönliche und gesellschaftspolitische Bildung, auf eine Weiterbildung im Interesse der Erziehungsaufgabe in der Familie, auch unabhängig von einem Arbeitsverhältnis, und auf eine entsprechende Gestaltung der wachsenden Freizeit ankommt“ 3 . So erstreckt sich die Bildung im Erwachsenenalter auf zahlreiche Bereiche, wie z.B. Religion, Fremdsprachen, Zeichnen, Fotografie, Ökologie, Ernährung, Eltern-, Familienbildung, Kultur und Kunst, Philosophie etc.
Erwachsenenbildung kann a lso verstanden werden als ein „ vielfältiges Spektrum von Bildungsangeboten, das sich bewusst an Erwachsene richtet und deren allgemeine Bedürfnisse nach Erweiterung des geistigen Horizontes ebenso aufgreift wie gezielte Erwartungen im Hinblick auf berufsbezogene Zusatzqualifikationen.“ 4
2. Erwachsenenalter bei Menschen mit geistiger Behinderung
Das Erwachsenenalter bei Menschen mit geistiger Behinderung erfährt erst in den letzten Jahren verstärktes Interesse, da die Zahl der Menschen mit Behinderung, die sehr alt werden, immer größer wird.
1
Theunissen, Georg: Erwachsenenbildung und Behinderung, S.25
2
Theunissen, Georg: Erwachsenenbildung und Behinderung, S.26
3
Theunissen, Georg: Erwachsenenbildung und Behinderung, S.27
4
Schaub, Horst; Zenke, Karl G.: Wörterbuch Pädagogik, S.188
3
Dies hängt hauptsächlich damit zusammen, dass viele Menschen mit Behinderung Opfer der Euthanasieaktionen der Nationalsozialisten wurden und die Lebenserwartung dieser Menschen früher geringer war als dies heute der Fall ist. Das Erwachsenenalter spielte keine große Rolle, da es kaum erwachsene Menschen mit Behinderung gab. Mittlerweile wächst jedoch die Zahl der Erwachsenen mit geistiger Behinderung, vor allem auch durch den medizinischen Fortschritt. Trotz allem wurde sehr lange gezweifelt, ob Menschen mit Behinderung jemals erwachsen werden können, oder ob sie doch immer ein Leben lang Kinder bleiben. „Lange Zeit wurde ihnen das Erwachsenwerden und –sein abgesprochen. Überbehütung, Fremdbestimmung und Kontrolle zeichneten das Leben dieser Menschen aus. Sie galten als untauglich ihren Alltag jemals selbständig zu bewältigen, sich um ihre Angelegenheiten zu kümmern, und auch als unfähig, diese je zu erlernen. “ 5 Allerdings lässt sich das Erwachsenwerden und –sein nicht einfach auf körperliche Merkmale reduzieren. Das Erwachsensein kann sehr stark beeinflusst werden durch eine Förderatmosphäre.
Nach H. Wohlhüter gibt es „ fünf qualitative Merkmale des Erwachsenwerdens behinderter Menschen:
(1) Erwachsenwerden beinhaltet die Zunahme der persönlichen Bewusstheit: Es ist für jeden Menschen bedeutsam, sich als Mann oder Frau wahrzunehmen und zu lernen, mit seiner Lebensgeschichte umzugehen. Der behinderte Mensch findet zu einem größeren Selbstbewusstsein, wenn er weiß, woher er kommt und was sein bisheriger Lebensweg war. Die behutsame Verarbeitung dieser Informationen führt zu mehr Selbstbewusstsein und Mündigkeit (2) Erwachsenwerden beinhaltet die Zunahme der Individualität: Jeder Mensch möchte ein individuelles Wesen sein. Auch der Mensch mit Behinderung möchte, dass man ihn in seiner Einmaligkeit anerkennt und seine individuellen Interessen, Wünsche, Bedürfnisse und Begabungen achtet.
(3) Erwachsenwerden beinhaltet die Möglichkeit des Sich-Entscheidens: Verantwortliches Handeln fußt auf dem Zugeständnis von Entscheidungsräumen. Erst wenn der behinderte Mensch in Fragen des Berufes, der Partnerschaft, des Wohnens usw. Wahlmöglichkeiten hat, sich festlegt und dementsprechend handelt, übernimmt er für sich selbst Verantwortung. Allerdings benötigt er Entscheidungshilfen.
(4) Erwachsenwerden beinhaltet die Zunahme der Selbständigkeit: Wenn der behinderte Mensch manchmal nicht vollends selbständig werden kann, so besteht doch die
5
Eder-Gregor, Beatrix: Bildung heißt Bilder erschaffen, S.361
4
Quote paper:
Christa Margelisch, 2005, Erwachsenenbildung bei Menschen mit geistiger Behinderung, Munich, GRIN Publishing GmbH
This text can be quoted and accessed from this url:
Embed
DOI
Coaching und seine Implikationen für die Soziale Arbeit
Essay, 18 Pages
Die Montessori-Therapie zwischen Montessori-Pädagogik und Heilpädagogi...
Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
Scholary Paper (Seminar), 42 Pages
Ästhetische Erziehung bei geistig behinderten Menschen
Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
Termpaper, 18 Pages
Das politische System Großbritanniens: Parteien und Wahlen
Politics - International Politics - Region: Western Europe
Presentation (Elaboration), 12 Pages
Vergleich des politischen Systems USA - BRD
Politics - Political Systems - General and Comparisons
Scholary Paper (Seminar), 15 Pages
Erich Kästners 'Emil und die Detektive': Ein Großstadtroman au...
German - Pedagogy, Didactics, Literature Studies
Termpaper, 28 Pages
Erwachsenenbildung: Bildungsinstrumente, Teilnahmemotive, Möglichkeite...
Pedagogy - Pedagogic Psychology
Scholary Paper (Seminar), 15 Pages
Bundesdeutsche Umweltpolitik - Vorgabe und Realität
Business economics - Economic Policy
Scholary Paper (Seminar), 24 Pages
Resozialisierung im Strafvollzug - Gesetz und Wirklichkeit
Diploma Thesis, 90 Pages
Das Schaukelmotiv in Effi Briest - Ein Vergleich zwischen Roman und fi...
German Studies - Comparative Literature
Scholary Paper (Seminar), 11 Pages
Betriebskosten in Kindertagesstätten - Effizienzanalyse zur öffentlich...
Organisation and Administration
Diploma Thesis, 107 Pages
Das Regierungssystem Großbritanniens
Politics - International Politics - Region: Western Europe
Termpaper, 18 Pages
Umweltpolitik in der Bundesrepublik Deutschland - Prinzipien, Ziele un...
Politics - Political Systems - Germany
Termpaper, 12 Pages
Christa Syperek has published the text Erwachsenenbildung bei Menschen mit geistiger Behinderung
Christa Syperek has uploaded a new text
Soziale Probleme von Menschen mit geistiger Behinderung
Fremdbestimmung, Benachteiligu...
Ernst Wüllenweber
Berufliche Bildung von Menschen mit geistiger Behinderung
Neue Wege zur Teilhabe am Arbe...
Christian Lindmeier, Stephan Hirsch
Wenn Menschen mit geistiger Behinderung trauern
Vorschläge zur Unterstützung
Charlene Luchterhand, Nancy Murphy, Regina Humbert
Sexualität und Beziehung bei Menschen mit einer geistigen Behinderung
Ein Hand- und Arbeitsbuch
Erik Bosch
Selbstbestimmung bei Menschen mit geistiger Behinderung?
Studie zur Theorie und Praxis ...
Jasmin Gutenberger
Mitwirkung von Menschen mit geistiger Behinderung
Schule, Arbeit, Wohnen
Werner Schlummer, Ute Schütte
Menschen mit geistiger Behinderung besser verstehen
Angeborene Syndrome verständli...
Marga Hogenboom, Eva Vogel
Herausforderndes Verhalten von Menschen mit geistiger Behinderung
Neue Wege der Begleitung und F...
Jacques Heijkoop, Mirjam Pressler, Reinhard Koch
0 comments