Inhaltsübersicht
Inhaltsverzeichnis. IV
Abbildungsverzeichnis. VII
Abk ürzungsverzeichnis VIII
1 Herausforderung Wissen. 1
2 Theoretische Grundlagen: Qualität und Wissen. 5
3 Wissensmanagement - eine Einführung 14
4 Grundlagen der Jahresabschlussprüfung. 32
5 Maßnahmen zur Qualitätssicherung. 43
6 Zusammenführung von Qualitätssicherung und Wissensmanagement 55
7 Bestandsaufnahme: Wissensmanagement in der Qualitätssicherung. 68
8 Schlussbemerkungen und Ausblick. 83
Anhangsverzeichnis 86
Literaturverzeichnis. 97
Rechtsquellenverzeichnis. 107
III
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis. VII
Abk ürzungsverzeichnis VIII
1 Herausforderung Wissen. 1
1.1 Einführung 1
1.2 Problemstellung 3
1.3 Zielsetzung 3
1.4 Aufbau und Struktur der Arbeit 4
2 Theoretische Grundlagen: Qualität und Wissen. 5
2.1 Der Qualitätsbegriff 6
2.1.1 Begriffsbestimmung. 6
2.1.2 Qualität und Management 7
2.1.3 Qualität und Wissen 7
2.2 Annäherung an den Wissensbegriff 7
2.2.1 Arbeitsdefinitionen für Daten, Information und Wissen. 9
2.2.2 Grenzen menschlichen Wissens. 10
2.2.3 Wissen als Ressource 11
2.3 Zusammenfassung der theoretischen Grundlagen 13
3 Wissensmanagement - eine Einführung 14
3.1 Notwendigkeit eines Wissensmanagements 14
3.2 Grundverständnis für das Wissensmanagement. 15
3.3 Umfeld des Wissensmanagements. 17
3.3.1 Daten- und Informationsmanagement. 17
3.3.2 Qualitätsmanagement. 18
3.4 Ansätze im Wissensmanagement. 20
3.4.1 Wissensspirale nach NONAKA/TAKEUCHI 20
3.4.1.1 Wissensarten 21
3.4.1.2 Wissenserzeugung. 22
3.4.1.3 Die Wissensbasis einer Organisation 24
3.4.2 Bausteine des Wissensmanagements nach PROBST ET AL. 26
3.5 Aufgaben und Zielkategorie des Wissensmanagement. 30
3.6 Zusammenfassung. 31
IV
4 Grundlagen der Jahresabschlussprüfung. 32
4.1 Tätigkeitsbereich des Wirtschaftsprüfers im Allgemeinen 34
4.2 Wahl des Abschlussprüfers 35
4.3 Aufgaben und Ziele der Jahresabschlussprüfung. 35
4.4 Ablauf und Umfang der Prüfung. 35
4.5 Qualitätsverständnis in der Jahresabschlussprüfung. 37
4.5.1 Funktionen der Abschlussprüfung 38
4.5.2 Pflichten des Abschlussprüfers und Prüfungsgrundsätze 39
4.5.3 Die Risiken der Abschlussprüfung 41
4.6 Zusammenfassung. 42
5 Maßnahmen zur Qualitätssicherung. 43
5.1 Hintergründe und Einordnung 43
5.2 Anforderungskatalog an die Qualitätssicherung 44
5.3 Interne Maßnahmen 45
5.3.1 Qualitätssicherung in der Praxisorganisation. 46
5.3.2 Qualitätssicherung bei der Abwicklung einzelner Aufträge 48
5.3.3 Interne Nachschau. 49
5.4 Externe Qualitätskontrolle 50
5.5 Problembereiche. 52
5.6 Zusammenfassung. 53
6 Zusammenführung von Qualitätssicherung und Wissensmanagement 55
6.1 Rahmenbedingungen. 57
6.1.1 Fokussierung des Qualitätsbegriffes 57
6.1.2 Qualitätsphilosophie als Basisebene für Wissensmanagement. 58
6.1.3 Etablierung einer wissensorientierte Unternehmenskultur 60
6.2 Wissensmanagementsysteme - ein Überblick 61
6.2.1 Office Automation Systems 62
6.2.2 Groupware. 63
6.2.3 Internet 63
6.2.4 Intranet und Extranet. 64
6.3 Wissensnetzwerke 65
6.4 Zusammenfassung. 67
V
7 Bestandsaufnahme: Wissensmanagement in der Qualitätssicherung. 68
7.1 Wissensmanagement im Wirtschaftsprüferunternehmen. 69
7.1.1 Intranet in der Wirtschaftsprüferpraxis 69
7.1.2 DATEV WissIntra. 70
7.1.3 E-Mail-Kommunikation. 71
7.2 Optimierungspotentiale durch Wissensmanagement 72
7.2.1 Typische Schwachstellen in Wirtschaftsprüferunternehmen 73
7.2.2 Wissensmanagement in der Praxisorganisation 74
7.2.2.1 Praxisführung und Konfliktpotentiale. 75
7.2.2.2 Aufbau- und Ablauforganisation der Wirtschaftsprüfer-Praxis 77
7.2.2.3 Qualifikation und Information 78
7.2.2.4 Wissensmanagement in der Fort- und Weiterbildung. 79
7.2.3 Wissensmanagement in der Auftragsabwicklung 80
7.2.4 Interne Nachschau und Peer-Review-Verfahren. 82
8 Schlussbemerkungen und Ausblick. 83
8.1 Schlussbemerkungen. 83
8.2 Ausblick 85
Anhangsverzeichnis 86
Literaturverzeichnis. 97
Rechtsquellenverzeichnis. 107
VI
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Wachsende Bedeutung des Wissens
Abb. 2: Struktur der Arbeit
Abb. 3: Aufwertung von Daten zu Information
Abb. 4: Stufen der Wissenspyramide.
Abb. 5: Wissenslebenszyklus.
Abb. 6: Die Wissenstreppe nach NORTH.
Abb. 7: Problemfelder des Wissensmanagements
Abb. 8: Verflechtung von Qualitäts- und Wissensmanagement
Abb. 9: Wissensmanagementansätze in der ökonomischen Literatur.
Abb. 10: Formen der Wissensumwandlung
Abb. 11: Spirale der Wissensschaffung im Unternehmen
Abb. 12: Bausteine des Wissensmanagements
Abb. 13: Wissensintensitätsportfolio
Abb. 14: Hauptprozesse im Wissensmanagement
Abb. 15: Die berufsständischen Richtlinien der Wirtschaftsprüfer
Abb. 16: Die Risiken der Abschlussprüfung
Abb. 17: Die internen Maßnahmen zur Qualitätssicherung.
Abb. 18: Die Maßnahmen der Qualitätssicherung im Überblick.
Abb. 19: Praxis-Modell des Wissensmanagement.
Abb. 20: Kreislauf der Qualitätsphilosophie von Abschlussprüfungen.
Abb. 21: Zusammenhang von Internet, Intranet und Extranet.
Abb. 22: Typische Schwachstellen in der Prüfungsdurchführung.
VII
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung Abs. Absatz Art. Artikel Aufl. Auflage Bd. Band BGBl. Bundesgesetzblatt BGH Bundesgerichtshof BGHZ Bundesgerichtshofentscheidungen in Zivilsachen bspw. beispielsweise BWL Betriebswirtschaftslehre bzw. beziehungsweise ca. circa DIN Deutsches Institut für Normung DSWR Datenverarbeitung, Steuer, Wirtschaft, Recht (Zeitschrift) e.V. eingetragener Verein EDV Elektronische Datenverarbeitung EN Europa-Norm EPS Entwurf IDW Prüfungsstandard et al. et alteri f. folgende ff. fortfolgende GewO Gewerbeordnung GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung GoA Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfungen HGB Handelsgesetzbuch HGrG Haushaltsgrundsätzegesetz Hrsg. Herausgeber http hyper-text-transfer-protocol i.S.d. im Sinne des i.d.R. in der Regel i.V.m. in Verbindung mit IDW Institut der Wirtschaftsprüfer IDW-PH Institut der Wirtschaftsprüfer - Prüfungshinweis
VIII
IDW-PS Institut der Wirtschaftsprüfer - Prüfungsstandard IKS Interne Kontrollsysteme Inc. Incorporated company ISA International Standard on Auditing ISO International Standardisation Organisation IT Informationstechnologie IuK Information- und Kommunikation Jg. Jahrgang Jh. Jahrhundert KMU Klein- und mittelständische Unternehmen KonTraG Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich MaBV Makler- und Bauträgerverordnung Nr. Nummer o.V. ohne Verfasser OAS Office Automation Systems PCAOB Public Company Accounting Oversight Board Prof. Professor RGBl. Reichsgesetzblatt S. Seite SEC Die Securities and Exchange Commission SOA Sarbanes-Oxley Act u.a. und andere UFW Ulmer Forum für Wirtschaftswissenschaften US United States USA United States of America vgl. vergleiche VO Verordnung Vol. Volume WMS Wissensmanagementsysteme WPg Die Wirtschaftsprüfung (Zeitschrift) WpHG Wertpapierhandelsgesetz WPK Wirtschaftsprüferkammer WPO Wirtschaftsprüferordnung www world wide web z.B. zum Beispiel
IX
1 Herausforderung Wissen
„Ist nun Wissensmanagement wiederum eine neue Mode, die lediglich dem Kaiser neue Kleider bzw. dem Management der Organisation einen neuen Namen verleiht und den Beratern die Kassen füllt? Nein, es ist die Rückbesinnung auf das, was in einer Organisation steckt, was sie aus eigener Kraft leisten und womit sie in einer Wissensgesellschaft bestehen kann. Es geht um die Nutzung des Wissens als Produktionsfaktor neben oder sogar noch vor Grund und Boden, Arbeit und Kapital.“ 1
1.1 Einführung
So wie die Agrargesellschaft von der Industriegesellschaft abgelöst wurde, so zeichnet sich gegenwärtig der Übergang in eine Wissensgesellschaft ab, die gekennzeichnet ist durch Komplexität, Dynamik und stetiger Zunahme von Wissen. 2 Noch nie war so vielen Menschen Wissen zugänglich. Jeden Tag werden ungeheure Mengen an Wissen auf neuen Feldern und bestehendes Wissen weiter in die Tiefe entwickelt. Die Vision der Wissensgesellschaft besticht durch fortwährende Wissensgenerierung und die Suche nach neuen Problemlösungen. Schlagwörter wie vernetztes, ganzheitliches und integriertes Denken und Handeln sind ihr Charakteristikum.
Gewissheit herrscht darüber, dass die Gesellschaft derzeit und auch zukünftig wesentliche Strukturveränderungen vollziehen wird. Die neuen digitalen Systeme sind dabei die treibenden Kräfte. Ebenso herrscht Gewissheit darüber, dass Wissen einen zentralen Faktor in dieser Struktur einnehmen wird. 3 Eine Wissensgesellschaft zeichnet sich dadurch aus, dass wissensbasierte Operationen in Strukturen und Prozessen einer Gesellschaft vorrangig sind. 4 Der Umgang mit Wissen ist also von hoher Relevanz für die Gesellschaft und insbesondere für die Unternehmen des 21. Jahrhunderts und zieht tief greifende Veränderungen mit sich. Eine Untersuchung des Fraunhofer Instituts unterstützt diese These, bei der die Mehrheit der befragten Unternehmen angab, dass der Anteil des Wissens am Wertschöpfungsprozess bereits mehr als 50% beträgt. 5 Diese Entwicklung wird auch
1 Vgl. Hill [Wissensmanagement, 1997], S. 12.
2 Vgl. Sanden [Implementierung, 2001], S. 67.
3 Vgl. Schiava [Wissensmanagement, 1999], S. 34.
4 Vgl. Deking [Intellectual Capital, 2003], S. 4 f.
5 Vgl. Bullinger/Wörner/Prieto [Wissensmanagement, 1998], S. 12 f.
1
durch Abbildung 1 dargestellt, in der zu erkennen ist, dass Wissen als Produkti-onsfaktor im Vergleich zu den anderen Faktoren zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Die intellektuelle Leistung als Kapital, deren Umsetzung und aktive Formung zeichnet die wissensbasierte Unternehmung aus. 6 Wichtiger Baustein dafür ist der erhebliche Fortschritt der IuK-Technologie der letzten Jahre. So ermöglichen z.B. intelligente Datennetze, Satellitenübertragungs- und navigationssysteme, Telematiksysteme oder Mobilfunknetze einen schnellen und preiswerten Transport von Daten, Informationen und Produkten. 7 Diese Entwicklung ist für jeden spürbar, ob bei der Gestaltung des täglichen Arbeitsplatzes, bei der täglichen Arbeit oder Freizeit am PC sowie bei der nicht mehr weg zu denkenden Nutzung des Internets für das Privat- und Berufslebens.
Dieses einleitende Kapitel vermittelt einen ersten Überblick über die vorliegende Arbeit. Es soll dargestellt werden, warum eine Auseinandersetzung mit Wissensmanagement generell von Bedeutung ist, um auf dieser Basis die Zielsetzung und die Themenabgrenzung der Arbeit zu konkretisieren und die methodische Vorgehensweise darzulegen.
6 Vgl. Lack [Wissen, 2004], S. 16.
7 Vgl. Deking [Intellectual Capital, 2003], S. 6.
2
1.2 Problemstellung
Wissensmanagement ist gegenwärtig ein hoch aktuelles Thema in Wissenschaft und Wirtschaft. Die aufgezeigten Entwicklungen machen klar, dass Wissensmanagement nicht nur als eine vorübergehende Modeerscheinung, sondern als wesentlich für zukünftige wirtschaftliche Erfolge zu betrachten ist. In einer immer komplexer werdenden Wirtschaftswelt, in der es vor allem auf rasche und gezielte Informationen sowie funktionierende Kommunikation ankommt, wird Wissen immer mehr zu einem wichtigen Produktionsfaktor. Um Wissen aber effizient nutzen und entwickeln zu können, bedarf es eines umfassenden Managements. Das beinhaltet sowohl eine notwendige technische Infrastruktur, als auch die Berücksichtigung der Prozesse einer Organisation sowie ihrer Unternehmenskultur.
Diesen Entwicklungen kann sich auch der traditionell orientierte Berufsstand der Wirtschaftsprüfer auf Dauer nicht entziehen, denn auch sie werden immer mehr mit einem Umfeld steigender Dynamik, wachsender Komplexität und zunehmenden internationalen Wettbewerb konfrontiert. Folglich ist der richtige Umgang mit der Ressource Wissen auch in der Wirtschaftsprüfung eine zentrale Voraussetzung für dauerhaften Unternehmenserfolg und konstante Qualität zu erbringender Leistungen.
1.3 Zielsetzung
Ausgehend von der Themenstellung und der kurz skizzierten Rahmensituation des Wandels der Industriegesellschaft zu einer Wissensgesellschaft ist es das Ziel dieser Arbeit, im Rahmen einer Bestandsaufnahme darzulegen, welchen Beitrag die Einbindung von Wissensmanagement in die Qualitätssicherung bei der Jahresabschlussprüfung zur Verbesserung der Qualität leisten kann. Dabei soll zum einen herausgearbeitet werden, inwieweit diese Thematik bereits Beachtung oder Anwendung in der Arbeit der Wirtschaftsprüfer gefunden hat. Zum anderen sollen vor diesem Erkenntnishintergrund Bereiche in dem breit gefächerten Sektor der Qualitätssicherung aufgezeigt werden, in denen durch Wissensmanagement mögliche Effizienzsteigerungen und Verbesserungspotentiale zu erzielen sind, wobei die dargestellten Möglichkeiten lediglich als Vorschlag theoretisch diskutiert werden, um zu zeigen, wie eine gezielte Verbesserung der Qualität von
3
Abschlussprüfungen zu erreichen ist. Detaillierte Regelungen für eine Umsetzung in der Praxis werden jedoch nicht näher betrachtet.
1.4 Aufbau und Struktur der Arbeit
Die Arbeit ist in die folgenden in Abbildung 2 dargestellten Kapitel gegliedert, wobei in den einzelnen Kapiteln grundlegende Annahmen und Entscheidungen diskutiert und getroffen werden, die im späteren Verlauf nicht mehr zur Diskussion stehen.
Dabei erfolgt die Erarbeitung der Thematik „Einbindung des Wissensmanagements in die Maßnahmen zur Qualitätssicherung bei der Jahresabschlussprüfung“ zunächst theoretisch, indem im Kapitel 2 die theoretischen Grundlagen für eine erste Orientierung und Einführung in die beiden Themenbereiche Qualität und Wissen als wesentliche Bausteine der Arbeit gelegt werden. Danach folgt im Kapitel 3 eine erste theoretische Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex Wissensmanagement. Neben einer begrifflichen Abgrenzung zum Umfeld, werden auch die zwei wesentlichen Ansätze des Wissensmanagements näher dargestellt und insbesondere aufgezeigt, was nach derzeitigem Stand der Forschung unter Wissensmanagement zu verstehen ist.
Im Kapitel 4 erfolgt die Erarbeitung des Themengebietes Jahresabschlussprüfung mit besonderer Fokussierung auf den Bereich Qualitätssicherung, der aufbauend auf die in diesem Kapitel dargestellten theoretischen Grundlagen im Kapitel 5 weiter erörtert wird. Dabei werden die derzeitigen Maßnahmen der Qualitätssicherung in der Jahresabschlussprüfung explizit dargestellt und mögliche Problembereiche aufgezeigt. Im Kapitel 6 erfolgt die Zusammenführung der Qualitätssicherung in der Jahresabschlussprüfung mit dem Problemfeld Wissensmanagement. Hier werden auch die wichtigsten Wissensmanagementsysteme erläutert, auf denen die Betrachtungen des folgenden Kapitels aufbauen. Kapitel 7 wird zum einen die Frage erörtern, inwieweit Wissensmanagement bereits Bestandteil der Arbeit der Wirtschaftsprüfer im Hinblick auf die Qualitätssicherung ist und zum anderen werden Optimierungspotentiale aufgezeigt, die eine Einbindung des Wissensmanagement als sinnvoll erscheinen lassen. Im letzten Kapitel werden die wichtigsten Ergebnisse thesenartig zusammengefasst und wird zugleich ein Ausblick auf mögliche weiterführende Untersuchungen gegeben.
4
2 Theoretische Grundlagen: Qualität und Wissen
Ziel der folgenden Ausführungen ist es, zunächst den Untersuchungsgegenstand anhand theoretischer Grundlagen einzuordnen. Dazu werden die beiden Themenbereiche Qualität und Wissen als wesentliche Bausteine der Arbeit näher betrachtet. Dies ist notwendig, um eine erste Orientierung zu erhalten. Zunächst erfolgt eine Einordnung des Qualitätsbegriffes, danach eine Annäherung an das Problemfeld Wissen.
5
2.1 Der Qualitätsbegriff
Qualität beginnt im Kopf eines jeden Mitarbeiters. Es ist auch künftig davon auszugehen, dass sie entscheidend für die Unternehmensentwicklung in einem sich verschärfenden internationalen Verdrängungswettbewerb sein wird. 8 Damit entscheidet die Qualität der Leistungserstellung auch für den Berufsstand der Wirtschaftsprüfer zunehmend über Wachstum und Bestand der jeweiligen Unternehmen. 9 Diese Tatsache wird vor allem auch dadurch verschärft, dass Wirtschaftsprüferleistungen, insbesondere bei der Jahresabschlussprüfung, infolge ständiger Veränderungen der Prüfungsgegenstände sowie zunehmender Normen einem hohen Maß an Komplexität und Dynamik unterliegen. 10 Somit ist die Feststellung, dass Qualität besonders für kleine und mittlere Praxen zu einem Überle-bensfaktor geworden ist, nicht überzogen.
2.1.1 Begriffsbestimmung
Da der Begriff Qualität der Jahresabschlussprüfung weder gesetzlich, noch in der Berufssatzung der Wirtschaftsprüferkammer (WPK) definiert ist, 11 wird zunächst von einem allgemeinen Qualitätsbegriff ausgegangen. Eine weltweit gültige Definition des Begriffes Qualität liefert die 1986 eingeführte Norm DIN ISO 8402. Demnach ist „Qualität […] die Gesamtheit von Eigenschaften und Merkmalen einer Einheit bezüglich ihrer Eignung, festgelegte und vorausgesagte Erfordernisse zu erfüllen“. 12 Während Qualität traditionell als eine Eigenschaft von Produkten oder Dienstleistungen verstanden wurde, erstreckt sich der Qualitätsbegriff nach dieser Norm über das gesamte Unternehmen. Somit treten neben den Kundenanforderungen auch die Anforderungen von Mitarbeitern, Kapitalgebern und Öffentlichkeit, an deren Erfüllung sich die umfassende Qualität eines Unternehmens misst. 13
In der vorliegenden Arbeit wird die ISO-Qualitätsdefinition zu Grunde gelegt, da sie auf der einen Seite ausreichend Raum zu Interpretation lässt und andererseits das ISO-Qualitätssicherungssystem auf dieser Definition basiert.
8 Vgl. z.B. Pfeifer [Qualitätsmanagement, 2001], S. XXXI.
9 In der vorliegenden Arbeit werden die Begriffe Wirtschaftsprüfungsunternehmen und Wirt-
schaftsprüfer-Praxis synonym verwendet.
10 Vgl. Marten/Quick/Ruhnke [Wirtschaftsprüfung, 2003], S. 428.
11 Vgl. Marten/Quick/Ruhnke [Wirtschaftsprüfung, 2003], S. 428.
12 Hodel [Organisationales Lernen, 1998], S. 98 f., i.V.m. o.V. [Online-Lexikon, 2005], online.
13 Vgl. o.V. [Online-Lexikon, 2005], online.
6
2.1.2 Qualität und Management
Die Verpflichtung zu herausragenden Qualitätsleistungen verlangt einerseits, dass die Führungsebene vorbildlich und verantwortlich die Qualität der eigenen Arbeit wahrnimmt und dieses für die Mitarbeiter wahrnehmbar macht, dass ihr Führungsstil, ihre Entscheidungsfindungsprozesse und ihre Zielplanungen immer an entsprechenden Qualitätsmaßstäben gemessen werden. Wirtschaftsprüfer-Praxen werden im zunehmenden Verdrängungswettbewerb zukünftig nur dann an der Spitze mithalten können, wenn ein ganzheitliches Qualitätsbewusstsein und ein darauf abgestimmtes Handeln mit angepassten Strukturen beherrscht und praktiziert wird. 14
2.1.3 Qualität und Wissen
Auch im Qualitätsgeschehen nimmt der Mensch eine zentrale Stellung ein. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass gut ausgebildete und hoch motivierte Mitarbeiter die tragende Säule jeglichen unternehmerischen Wirkens sind. Exzellente Qualität ist somit nur mit exzellent ausgebildeten und geschulten Mitarbeitern zu erreichen. Hierzu bedarf es eines umfassenden Aus- und Weiterbildungsprogramms, das notwendiges Faktenwissen vermittelt. Gleichzeitig müssen dadurch aber auch Rahmenbedingungen geschaffen werden, um dieses Wissen in Handlungskompetenz umzusetzen. 15
2.2 Annäherung an den Wissensbegriff
In der wissenschaftlichen Literatur gibt keine einheitliche Erklärung zum Begriff Wissen, sondern werden verschiedene Auffassungen und Definitionen vertreten. In englischsprachigen Publikationen wird synonym der Begriff knowledge verwendet. Die Schwierigkeit liegt dabei sowohl im jeweiligen Sprachgebrauch als auch innerhalb einer Sprache, in der unterschiedlichen Belegung des Begriffes. Je nach Fragestellung, Interessenschwerpunkt oder Kenntnisstand wurden verschiedene Vorstellungen zum Begriff Wissen entwickelt. Somit herrscht über den Wissensbegriff keine einheitliche Auffassung und das Erkenntnisobjekt der jeweiligen Disziplin bestimmt die Definition. 16
14 Vgl. Pfeifer [Qualitätsmanagement, 2001], S. XXXIII.
15 Vgl. Pfeifer [Qualitätsmanagement, 2001], S. XXXI.
16 Vgl. Probst/Raub/Romhardt [Ressource, 2003], S. 32 f.
7
Um sich dem Begriff Wissen sowie dessen Verarbeitung und Nutzung weiter zu nähern, bedarf es zunächst einer klaren Definition. Eine häufig in der Literatur zitierte liefern PROBST ET AL. Demnach ist Wissen die „[...]Gesamtheit der Kenntnisse und Fähigkeiten, die Individuen zur Lösung von Problemen einsetzen. Dies umfasst sowohl theoretische Erkenntnisse als auch praktische Alltagsregeln und Handlungsanweisungen. Wissen stützt sich auf Daten und Informationen, ist im Gegensatz zu diesen jedoch immer an Personen gebunden. Es wird von Individuen konstruiert und repräsentiert deren Erwartungen über Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge.“ 17 Um eine eindeutige Begriffsbestimmung von Wissen zu gewährleisten, ist eine Abgrenzung zu den in der Definition aufgeführten Begriffen Daten und Informationen vorzunehmen.
Nach REHÄUSER/KRCMAR werden aus Daten dann Informationen, wenn sie in einen Problembezug eingeordnet werden. Somit sind Informationen Kenntnisse über Sachverhalte, die zur Entscheidung und Zielerreichung benötigt werden. 18 PROBST ET AL. beschreiben diesen Zusammenhang der Begriffe als einen Anreicherungsprozess. Danach werden aus Zeichen durch Syntaxregeln Daten, welche in einem bestimmten Kontext interpretierbar sind und so für den Empfänger In-formationen darstellen. 19
DAVENPORT/PRUSAK untergliedern diesen Anreicherungsprozess darüber hinaus in verschiedene Methoden wie in Abbildung 3 dargestellt. Durch diese kann eine
17 Probst/Raub/Romhardt [Ressource, 2003], S. 23. Eine Auswahl weiterer Wissensdefinitionen ist
im Anhang I aufgelistet.
18 Vgl. Rehäuser/Krcmar [Unternehmen, 1996], S. 4.
19 Vgl. Probst/Raub/Romhardt [Ressource, 2003], S. 46.
8
Aufwertung von Daten zu Informationen erreicht werden. Informationen haben stets einen hypothetischen Charakter und führen aufgrund ihrer Unvollständigkeit somit immer zu einer von Unsicherheit getragenen Entscheidung. Sie bleibt so lange unsicher, bis die damit aufgebaute Hypothese mit Sicherheit widerlegt oder bestätigt werden konnte. 20 Informationen dienen damit dem Wissensaufbau und sind Basis für die Entscheidungsfindung.
Da Daten und Informationen aufeinander aufbauen, entscheidet ihre Auswahl darüber, welche Qualität Wissen erlangt. 21 Schließlich entsteht Wissen durch die Vernetzung von Informationen und deren Nutzung in einem bestimmten Handlungskontext. 22
Grundlage für das weitere Verständnis ist somit die Erkenntnis, dass Wissen aus Daten und Informationen resultiert. Dabei hat Wissen primär keinen absoluten, statischen und formal logischen Charakter. Es ist vielmehr als dynamischer, stark subjektiver Prozess zu verstehen, der durch eine implizite und eine explizite Komponente gekennzeichnet ist, die in Abschnitt 3.4.1.1 noch näher erläutert wird. 23
2.2.1 Arbeitsdefinitionen für Daten, Information und Wissen
Die Ausführungen zur Annäherung an den Wissensbegriff verlangen als Grundlage für das weitere Verständnis klare abgeleitete Arbeitsdefinitionen, als Gerüst für den in Kapitel 3 thematisierten Problembereich Wissensmanagement. Daher sollen für diese Arbeit folgende Definitionen gelten:
• Daten sind undifferenzierte Fakten ohne Kontext.
• Informationen sind Daten, die durch Kategorisierung eine Struktur aufweisen und in einem bestimmten Kontext stehen.
• Wissen entsteht aus Informationen, die einen persönlichen, subjektiven Bezug aufweisen und in bisherige Erfahrungen integriert wurden. Es existiert immer eine subjektive Vorstellung von der Wirklichkeit und einem bestimmten Handlungsfeld.
20 Vgl. Lack [Wissen, 2004], S. 27.
21 Vgl. Lack [Wissen, 2004], S. 26.
22 Vgl. Probst/Raub/Romhardt [Ressource, 2003], S. 24 f.
23 Vgl. Gehle/Mülder [Wissensmanagement, 2001], S. 20.
9
Wissen stellt somit die nächst höhere Stufe auf der Wissenspyramide dar, wie Abbildung 4 verdeutlichen soll.
2.2.2 Grenzen menschlichen Wissens
Durch Zunahme wissensfähiger Erkenntnisse sowie durch eine aktive Anwendung dieses Wissens hat der Mensch über Jahrhunderte erkannt, dass diese ausbaufähige Ressource förderungswürdig ist und jedem Einzelnen einen qualitativ höheren Lebens- und Wissensstandard bieten kann. 24 Nach MALIK führt Wissen somit zu einem Zustand, der den Wissensträger aufgrund seines Bewusstseins befriedigt. Die Wissensbegrenzung liegt dabei im Schwierigkeitsgrad der Sachverhalte und Problemlösungen. Die Konsequenz, die sich daraus für das menschliche Verhalten ergibt, ist die Notwendigkeit, ein Höchstmaß an Wissen und somit Erfahrung zur Anwendung zu besitzen. Vor allem bei komplexeren Aufgabenstellungen können so durch das vorhandene Potential verschiedene Alternativen und Lösungsansätze gefunden werden. 25 Weiter geht MALIK davon aus, dass Wissen immer eine zukunftsgerichtete und bedarfsorientierte Momentaufnahme ist und Hilfestellungen in der strategischen Entscheidungsfindung sichert. Durch die Anwendung von Wissen und das Zusammentragen von komplexen Problemstellungen können Entscheidungsszenarien bewältigt werden. 26 Wissen allein kann allerdings niemals das Gelingen oder die Wahrhaftigkeit der Problemlösung garantieren. 27 Es muss ständig kritisch analysiert, überprüft und neu erarbeitet werden. 28 Aus dieser Erkenntnis und auch aus den Erfahrungen gescheiterter Lösungen werden die künftigen Handlungsalternativen auf einer qualitativ höheren Wissensebene
24 Vgl. Lack [Wissen, 2004], S. 19.
25 Vgl. Malik [Strategie, 2000], S. 207.
26 Vgl. Lack [Wissen, 2004], S. 20.
27 Vgl. Malik [Strategie, 2000], S. 207.
28 Vgl. Lack [Wissen, 2004], S. 21.
10
abgeleitet. Dadurch wird sowohl die Wissensqualität als auch die daraus ableitbare Entscheidungsfähigkeit gesteigert. 29
2.2.3 Wissen als Ressource
Im Zuge der vorliegenden Arbeit soll der Begriff Wissen auf einen wirtschaftlich relevanten Wissensbegriff eingegrenzt werden. Wissen dient hier in einem erwerbswirtschaftlichen Kontext als Einsatz zur Resultaterzielung. Das ergibt sich insbesondere aus der Erkenntnis von Wissen als Rohstoff; ein Rohstoff, der sich selbst ständig grundlegend wandelt: 30
• Wissen veraltet heute wesentlich schneller als vor 100 Jahren. • Wissen hat bspw. durch das Internet eine allgegenwärtige Logistik gefunden und ist jederzeit weltweit digital verfügbar. • Wissen dominiert die grundlegenden Austauschmechanismen und ist zudem auch Produkt.
Diese unsichtbare Ressource stellt einerseits einen bedeutenden strategischen Wettbewerbsfaktor dar und ist andererseits zum vierten Produktionsfaktor in der Wissensgesellschaft geworden. 31 Räumliche Begrenzungen im Umgang mit Wissen werden immer unbedeutender. Jeder kann beispielsweise im Internet nach Informationen oder Dienstleistungen suchen und dabei feststellen, dass Ländergrenzen dabei unwesentlich sind. Neben den zeitlichen und räumlichen Veränderungen im Umgang mit Wissen spüren Unternehmen auch einen materiellen Wandel: die Bedeutung von materiellen Vermögenswerten verringert sich. Während traditionelle Unternehmen aus einer Ansammlung von Vermögenswerten bestehen, lösen bei einem wissensintensiven Unternehmen intellektuelle Werte die materiellen ab. 32 Um der Ressourcenaufdeckung und -pflege gerecht zu werden, bedarf es einer intensiven Auseinandersetzung mit den zukünftigen Chancen und Risiken. Die Vorteile richtig auszuschöpfen und das Wissen zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, in der richtigen Konstellation und vor allem in der entsprechenden Qualität einzusetzen, ist zu einer entscheidenden Führungs- und Mana-
29 Vgl.Malik [Strategie, 2000], S. 207.
30 Vgl. Schiava [Wissensmanagement, 1999], S. 31.
31 Vgl. Lack [Wissen, 2004], S. 22.
32 Vgl. Sanden [Implementierung, 2001], S. 69.
11
gementaufgabe geworden. Im Vordergrund steht dabei, bedingt durch die sich permanent verkürzende Halbwertszeit der Wissenserlangung, ständig aktuell informiert zu sein und die Transformation von Wissen voranzutreiben. 33 Als Inputfaktor fließt Wissen in die Erstellung von Leistungen ein und verkörpert damit das qualitative und quantitative Leistungspotential einer Organisation. Somit ist Wissen in seinen vielfältigen Formen eine notwendige Ressource zur Bereitstellung materieller Güter und Dienstleistungen. Mit zunehmender Komplexität dieser steigt auch der Anteil des Wissens am Leistungsprozess. 34 Als Output-faktor am Ende des Leistungsprozesses einer Organisation kann Wissen zu einem marktfähigen Produkt oder einer Dienstleistung werden. Die heutigen Leistungen stellen oft so genannte Leistungssysteme dar, die sowohl einen materiellen als auch einen Dienstleistungs- und einen Wissensanteil besitzen. Da eine klare Trennung beider Anteile oft nicht möglich ist, sind diese Leistungen besser anhand ihrer Wissensintensität zu erläutern. Unter den klassischen wissensintensiven Leistungen ist hierbei das Beratungsgeschäft zu verstehen. 35 Die Bewirtschaftung von Wissen umfasst ebenso verschiedene Lebensphasen wie die Bewirtschaftung physisch fassbarer Produkte. HERBST beschreibt die einzelnen zu durchlaufenden Phasen wie in Abbildung 5 dargestellt.
Entscheidend bei der Interpretation des Wissenslebenszyklus ist die Tatsache, dass eine Deckung der Lücke zwischen Wissensangebot und Wissensnachfrage angestrebt wird. HERBST beschreibt den Zyklus als einen lebendigen Prozess, weil
33 Vgl. Lack [Wissen, 2004], S. 25.
34 Vgl. Deking [Intellectual Capital, 2003], S. 37.
35 Vgl. Deking [Intellectual Capital, 2003], S. 37.
12
Entwicklungen voranschreiten, bei denen neues Wissen entsteht und das alte Wissen ablöst. 36
2.3 Zusammenfassung der theoretischen Grundlagen
In den bisherigen Ausführungen wurde als Basis dieser Arbeit sowohl der Qualitätsbegriff vorgestellt als auch ein erstes Grundverständnis für den Begriff Wissen entwickelt. Dabei wurde dargelegt, dass beide Faktoren entscheidend für die Entwicklung eines Unternehmens sind und dass dies besonders auch für Wirtschaftsprüfer-Praxen gilt, die sich zunehmend auch in einem internationalen Wettbewerb sehen müssen. Qualität und Wissen bedingen sich gegenseitig, da nur ein großes Repertoire der Ressource Wissen gewährleisten kann, dass auch ein qualitativ herausragendes Ergebnis erzielt wird. Der wichtigste Faktor ist in diesem Zusammenhang der Mensch, denn nur er kann Wissen generieren und in einen Handlungskontext aus bestehenden Erfahrungen setzen. In diesem Zusammenhang wurden die Begriffe Zeichen, Daten und Informationen in Bezug auf den Wissensbegriff abgegrenzt und wurde zugleich herausgearbeitet, dass diese Begriffe in einer hierarchischen Beziehung zueinander stehen und aufeinander aufbauen. Abschließend zum zweiten Kapitel zeigt die Abbildung 6 diesem Zusammenhang in der oft verwendeten Metapher einer Treppe noch einmal gut auf. Die niedrigere Stufe ist hierbei immer Voraussetzung für die nächst höhere Stufe.
36 Vgl. Herbst [Erfolgsfaktor], S. 13 f.
13
3 Wissensmanagement - eine Einführung
Seit Mitte der 90er Jahre gewinnt Wissensmanagement als ganzheitlicher Ansatz zur Verbesserung der Prozesseffizienz und der Anpassungsfähigkeit an ständig wechselnde Anforderungen zunehmende Bedeutung, insbesondere für Unternehmen und Organisationen. 37 Dabei weist die Idee des Wissensmanagements durchaus Ähnlichkeiten zu früheren Initiativen, wie bspw. Qualitätsoffensiven im Total Quality Management, einem umfassenden Qualitätsmanagement, auf. 38 Es liegt nahe, Wissensmanagement-Aktivitäten integriert mit anderen Interventionen zu betrachten, die im Unternehmen ohnehin geplant oder bereits durchgeführt werden, so dass sich insgesamt ein niedrigerer Gesamtaufwand ergibt und bessere Erfolgsaussichten durch Synergieeffekte bestehen.
Daher erfolgt in diesem Kapitel eine Auseinandersetzung mit der Thematik Wissensmanagement. Auf eine Darstellung verschiedener Definitionen wird dabei verzichtet. 39 Vielmehr soll ein Grundverständnis für dieses Problemfeld entwickelt werden, indem auch das Umfeld von Wissensmanagement näher betrachtet und entsprechend abgrenzt wird. Im Abschnitt 3.4 erfolgt dann eine Auseinandersetzung mit zwei etablierten Ansätzen des Wissensmanagements, die das Grundgerüst für die Anwendung und Umsetzung in der Praxis bilden. Darauf aufbauend werden die Aufgaben und Ziele eines Wissensmanagements erläutert.
3.1 Notwendigkeit eines Wissensmanagements
Die Notwendigkeit von Wissensmanagement ergibt sich aus der Bedeutung der Ressource Wissen. Aber: „Wissen ist noch kein Wissensmanagement.“ 40 Erst durch die methodische Bearbeitung des Wissens im Unternehmen werden Erfolge und Verbesserungen erreicht. Die Informationsflut wächst immer schneller.
37 Vgl. Abecker [Geschäftsprozesse, 2002], S. 1.
38 Vgl. Abecker [Geschäftsprozesse, 2002], S. 3. Zur weitergehenden Vertiefung der Thematik vgl.
bspw. Masing [Handbuch, 1999], S. 36 ff.
39 Beispiele für verschiedene Funktionen des Wissensmanagements sind im Anhang II aufgelistet.
40 Schiava [Wissensmanagement, 1999], S. 55.
14
Arbeit zitieren:
Maik Keppel, 2005, Einbindung des Wissensmanagements in die Maßnahmen zur Qualitätssicherung bei der Jahresabschlussprüfung - eine Bestandsaufnahme, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
State-of-the-Art und Bedarf von Business Intelligence
Bibliothekswissenschaften, Information Science
Diplomarbeit, 96 Seiten
Geschäftsprozessoptimierung am Beispiel einer Hotel-Einkaufsabteilung
Informatik - Wirtschaftsinformatik
Hausarbeit, 46 Seiten
Führungsinformationen auf Grundlage des Data Warehouse-Konzeptes von S...
Möglichkeiten & Grenzen
Informatik - Wirtschaftsinformatik
Diplomarbeit, 69 Seiten
Möglichkeiten zur unternehmensweiten Harmonisierung von Stammdaten
Diplomarbeit, 77 Seiten
Business-Intelligence - Eine Übersicht über Systeme, Methoden und Leis...
Informatik - Wirtschaftsinformatik
Seminararbeit, 13 Seiten
Air Transportation Deregulation
Ingenieurwissenschaften - Luft- und Raumfahrttechnik
Hausarbeit, 8 Seiten
Sourcing Strategien in der Automobilindustrie
BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik
Seminararbeit, 35 Seiten
Konzept für den modularen Aufbau eines Warenwirtschaftssystems für ein...
Informatik - Angewandte Informatik
Diplomarbeit, 149 Seiten
Supplier Collaboration - Der Weg vom traditionellen Einkauf zum Supply...
BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik
Studienarbeit, 58 Seiten
CRM-Implementierungen erfolgreich planen und umsetzen
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Diplomarbeit, 88 Seiten
Strategische und operative Beschaffung
BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik
Seminararbeit, 53 Seiten
Die Zukunft des World Wide Web- Semantic Web und Web 2.0
Informatik - Internet, neue Technologien
Examensarbeit, 56 Seiten
Methoden der Lieferantenauswahl und Lieferantenbewertung als Optimieru...
BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik
Studienarbeit, 35 Seiten
Die Wissensdatenbank als Grundlage des Krisenmanagements
BWL - Personal und Organisation
Magisterarbeit, 193 Seiten
Maik Keppel hat den Text Einbindung des Wissensmanagements in die Maßnahmen zur Qualitätssicherung bei der Jahresabschlussprüfung - eine Bestandsaufnahme veröffentlicht
Maik Keppel hat einen neuen Text hochgeladen
Maßnahmen und Erfahrungen der EXIST III geförderten Gründungsinitiativ...
Bericht der wissenschaftlichen...
Marianne Kulicke, Friedrich Dornbusch, Michael Schleinkofer
Die Akkreditierung fachkundiger Stellen und Zertifizierung für Träger ...
Rechtliche Probleme und möglic...
Christoph Roos
Bestandsaufnahme und Qualitätssicherung der forensisch-psychiatrischen...
Abschlußbericht des Landesmode...
F J. M. Fegert
Luca Andrea Degunda (CH) / Kar...
Gisela Clement, Michael Schneider, Elizabeth Volk
Jahresabschlussprüfung in Form eines Joint Audit's
Eine fallstudienbasierte Wirku...
Julia Severus
0 Kommentare