2
1 Einleitung 3
2 Das Neue Testament 4
2.1. Epochale Einordnung. 4
2.2. Aufbau / Inhalt des Neuen Testaments. 5
3 Beispiele 6
3.1. Die Witwe die einen Richter herausforderte (LK 18, 1-8 ) 6
3.2. Die Wahl der Sieben (Apg 6, 1-6) 8
3.3. Das Scherflein der Witwe (MK 12, 41-44), (LK 21, 14) 9
3.4. Der Jüngling zu Nain (LK 7, 11-17) 10
3.5. Die Heilung einer blutflüssigen Frau (LK 8, 40) 11
3.6. Von den Witwen (Tim 5, 3ff) 12
4 Fazit und Kernaussagen 14
4.1. Widerstand 14
4.2. Überschreiten der gesellschaftlichen Rolle. 15
4.3. Vorbildfunktion. 15
4.4. Glaube. 15
4.5. Auslöser - Funken der das Feuer entzündet. 16
5 Literaturverzeichnis 17
3
1 Einleitung
Im Neuen Testament sind Frauen wie auch Männer in die Ereignisse der damaligen Zeit eingebunden. Sie kommen gleichsam im Neuen Testament und seinen Gleichnissen vor. Die bedeutendste Frau der Bibelgeschichte ist Maria, die Mutter Jesu.
Maria ist Sinnbild der Frauen im Neuen Testament und überstrahlt meist alles andere Feminine, sofern sie nicht gleichsam durch die dominierende Männerwelt überstrahlt wird. Es ist aber noch von einer Vielzahl anderer Frauen und insbesondere Witwen in den Ereignissen die Rede, die die Geschehnisse der Bibel und dieser Zeit veränderten.
Die Witwen treten meist nicht offen aus den Ereignissen hervor, sondern werden vielmehr fast beiläufig, nur am Rande als solche bemerkt. Aber warum wurde ein Unterscheidung zwischen den Witwen und Frauen vollzogen? Lag dies an ihrer gesellschaftlichen Stellung, an Glaubensüberzeugungen, an der Schreibweise des Autors oder haben gerade die Witwen eine besonders herausragende Bedeutung, die sich dem Leser nicht auf den ersten Blick erschließt?
Diese Fragen sollen in der folgenden Abfassung des Themas Witwen im Neuen Testament angesprochen werden und es soll auch versucht werden, diese anhand verschiedener Exegesen zu beantworten. Insbesondere wird Wert darauf gelegt, dass Thema nicht neuzeitlich zu interpretieren, sondern vielmehr im Kontext zur damaligen Zeit zu halten. Innerhalb des geschichtlichen Rahmens lassen sich demnach nur schwer Parallelen zur Gegenwart ziehen.
Es wird zur Darstellung eine nicht abgeschlossene Anzahl von Bibelstellen erläutert, in denen Witwen in Handlungen eingebunden sind.
4
2 Das Neue Testament
2.1. Epochale Einordnung
„Das neue Testament ist das Zeugnis einer alles umfassenden Heilsbotschaft“ 1 , welche von Jesus Christus berichtet. Dies ist im Gegensatz zum Alten Testament eine Momentaufnahme der Christenheit, da sich das Neue Testament zeitlich nur auf ein paar Jahrzehnte erstreckt. Im Unterschied dazu beinhaltet das Alte Testament „ein etwa tausend Jahre umfassendes Geschehen“ 2 .
Zu unterscheiden sind im Neuen Testament zwei Zeiträume: Zum einen der Zeitraum, in dem die Handlung der Texte stattfindet und zum anderen der Zeitraum, in dem diese niedergeschrieben wurden. 3
Einen genauen Zeitpunkt für den Beginn der Handlung lässt sich nicht genau festlegen, jedoch ist sicher, dass sie in der Zeit der Herrschaft Herodes des Großen ihren Anfang genommen hat. Diese erstreckte sich auf die Jahre 40 bis 4 v. Chr. Das älteste Ereignis, welches sich noch einigermaßen sicher belegen lässt, „ist die zweijährige offene Haft des Paulus in Rom um 60 n. Chr“. 4
Die älteste Aufzeichnung bezieht sich auf das Jahr 48 n. Chr. jedoch kann gegenüber der frühsten kein genauer Zeitpunkt genannt werden. 5 Die Entstehung der Handlung des Neuen Testaments bezieht sich nicht nur auf den Raum Palästina. Die Bezeichnung Christen ist, nach Apg 11, 26, erst-
1 Westermann,Claus: Abriß der Bibelkunde. 13. Aufl. Stuttgart: Calwer Verlag 1991. S. 143
2 Ebd. S.143.
3 Theologie kompakt. Neues Testament. Hrsg. von Gottfried Orth. Stuttgart: Calwer Verlag 2003. S. 15.
4 Ebd. S. 15.
5 Ebd. S. 15-16.
5
mals im syrischen Antiochien aufgekommen, und das letzte Ereignis fand, wie schon genannt, in Rom statt. 6
Weiter ist zu bemerken, dass die überwiegend beteiligten Personen und alle Verfasser im Neuen Testament Juden sind. Die Urschrift dessen wurde in Griechisch abgefasst, was auf die Eroberung des Orients durch Alexander den Großen zurückzuführen ist, bei der die so genannte Hellensiche Kultur sich verbreitet hat.
Die politische und militärische Macht wird im Neuen Testament durch das Imperium Rom ausgeübt.
2.2. Aufbau / Inhalt des Neuen Testaments
Das Neue Testament besteht aus folgenden Teilen: 7
− den Evangelien von Markus, Matthäus, Lukas und Johannes, − den Paulusbriefen, − der Apostelgeschichte, − den katholischen Briefen, − den Hebräerbriefen − und der Johannesoffenbarung.
Die Apostelgeschichte und das Lukasevangelium werden als das lukanische Doppelwerk zusammengefasst. Als älteste Schriften des Neuen Testaments gelten die Paulusbriefe. Die älteste Nennung Jesu ist jedoch in den Evangelien zu finden.
Die Apostelgeschichte ist eine Fortsetzung des Lukasevangeliums. Sie berichtet über die Zeit von 30 n. Chr. bis 60 n. Chr. 8
6 Ebd. S. 16.
7 Ebd. S. 37.
8 Die Apostelgeschichte. http://www.reformiert- online.net/t/de/bildung/bibelkunde/nt/lek5/index.jsp (21.03.2005).
Arbeit zitieren:
Angelika Benninger, 2005, Witwen im Neuen Testament, München, GRIN Verlag GmbH
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