Inhaltsverzeichnis
1 Einführung 3
2 Überblick der sprachlichen Landschaft in Südtirol 4
2.1 Geographischer Aspekt 4
2.2 Historischer Aspekt 4
2.3 Bevölkerung und Sprachgruppen 5
3 Domänen des Sprachgebrauchs in Südtirol 7
3.1 Familie 8
3.2 Religion 8
3.3 Bekannte und Freunde 10
3.4 Beruf 12
3.5 Medien 13
4 Zusammenfassung 15
5 Literaturverzeichnis 16
5.1 Internet Links 16
5.2 Literatur 16
1 Einführung
Das Südtirol ist neben Val d’Aosta und Friuli Venezia Giulia eine der drei in Italien bestehenden autonomen Regionen, die eine weit fortgeschrittene Unabhängigkeit besitzen. Die rechtlichen Grundlagen für das südtirolische Modell der Autonomie, das als gelungenes Beispiel dafür angesehen wird, wie Minderheitenkonflikte gelöst werden können 1 , wurden mit dem Gruber-de Gasperi-Abkommen 1946 geschaffen. In dieser bilingualen Symbiose (das Ladinische wird aufgrund der geringeren Sprecherzahl, weniger als 4 ,2% der gesamten Bevölkerung 2 aus der folgenden Analyse ausgeschlossen) werden das Italienische und das Deutsche in verschiedenen Situationen in unterschiedlichem Maße verwendet.
Primäres Ziel dieser Auseinandersetzung besteht in der Beschreibung der wichtigsten Domänen des Sprachgebrauchs in Südtirol. Dabei werden Deutsch und Italienisch einbezogen und zur besseren Transparenz auch teilweise tabellarisch dargestellt. Nach Fishman 3 beschreibt die Domänenanalyse die wichtigsten Lebensbereiche des Sprachgebrauchs, wie z.B.: Familie, Freundschaft, Religion, Beruf, Erziehung und Bildung. Es handelt sich um die Frage: „Wer spricht zu wem bei welcher Gelegenheit in welcher Sprache?“ 4 Sekundär geht diese Arbeit auf den geographischen und historischen Aspekt ein und schildert die sprachliche Landschaft in Südtirol. Es wird versucht den gegenwärtigen Status Quo von Südtirol zu konkretisieren: Wie kam es dazu, dass in Südtirol zwei (drei) Sprachen gesprochen werden? Wie weit erstreckt sich der südtirolische Sprachraum? Wie stehen dort prozentual Italienisch und Deutsch zueinander? Anschließend werden die Ergebnisse dieser Auseinandersetzung in einem Fazit zusammengefasst.
1 Vgl. Egger 2001, S.:11
2 Astat, statistisches Jahrbuch 1998 3 Vgl. Fishman 1972 zittiert nach: Egger 2001, S.:180 4 Egger 2001, S.: 180
3
2 Überblick der sprachlichen Landschaft in Südtirol
In diesem Kapitel wird auf den geographischen und historischen Aspekt der sprachlichen Landschaft in Südtirol eingegangen. Weiterhin werden die Bevölkerung und die Sprachgruppen dargestellt.
2.1 Geografischer Aspekt
2.2 Historischer Aspekt
Das im 1919 an Italien gefallene Südtirol war nicht von jeher ein Teil des altösterreichischen Kronlandes. Der Status dieses Gebietes änderte sich häufig im Laufe der Geschichte.
Ab 7000 v. Chr. sind menschliche Spuren nachweisbar und das Gebiet wurde von Römern nach 25 v. Chr. erobert. In Südtirol selbst nahm die Zahl der römischen Siedlungen zu und die Bevölkerung wurde allmählich christianisiert und rätoromanisiert. 7 Mit dem Untergang des Römischen Reiches drangen Langobarden, Franken, Slawen und Bajuwaren auf das Gebiet. Nach dem Tod Karls des Grossen kamen „Unterland u nd Überetsch an Trient während das restliche Südtirol dem
5 Microsoft Encarta Professional 2005
6 http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdtirol (27.06.2005)
7 Vgl. http://www.suedtirol-reisen.com/geschichte/geschichte.html (26.06.2005)
Herzogtum Bayern zufiel. Es wurde damit ein Teil des Deutschen Reiches.“ 8 Zum ersten Mal wird Tirol 1271 unter Meinhard II als selbständige Herrschaft Tirol benennt. Im Jahre 1363 wird Tirol an Rudolf IV von Habsburg übergeben. Seit dem
17. Jahrhunderts befindet sich Tirol im politischen Abseits. 1796 wurde das Land von
französischen Truppen bedroht, „es wurde der Verteidigungszustand ausgerufen und das "göttliche" Bündnis mit dem "Allerheiligsten He rzen Jesu" verkündet.“ 9 In den Jahren 1805 und 1809 siegten die Tiroler unter Andreas Holzer die Bayern und Franzosen in drei Schlachten am Berg Isel und wurden dann schließlich in der vierten Schlacht am 01.11.1809 total vernichtet. Nach der Napoleons Niederlage 1814/1815 wurde Tirol an Österreich angeschlossen.
Zur Trennung des Tirols kam 1919 nach dem Vertrag von St. Germain (10.09.1919): Südtirol wurde Italien zugesprochen und in den 20er und 30er Jahren setzte eine starke Italienisierung dieser Region an. Mit der Berliner Vereinbarung musste die deutschsprachige Bevölkerung Südtirols bis zum 31.12.1939 optieren, ob sie italienisch wird oder in das Deutsche Reich auswandern wollte. Wer nicht optierte, bekannte sich automatisch zur Beibehaltung der italienischen Staatsbürgerschaft. In der damaligen Atmosphäre stimmten 86 %!!! der Südtiroler für das Verlassen der Heimat. Der Zweite Weltkrieg vereitelte jedoch die Durchführung dieses Projektes, und die meisten Südtiroler konnten in ihrer Heimat bleiben. 10 Der heutige Status Quo wurde mit dem Gruber-de Gasperi- Abkommen vom 1946 geregelt. Durch den Pariser Vertrag erhielt Südtirol ein Autonomiestatus und die deutschsprachige Minderheit wurde unter Schutz gestellt.
2.3 Bevölkerung und Sprachgruppen
In Süd tirol werden drei verschiedene Sprachen repräsentiert: Deutsch, Italienisch und Ladinisch. Das Ladinische kommt aber nur ganz marginal vor und beschränkt sich auf eine ganz geringe Zahl der Sprecher.
Laut der Volkszählung von 2001 leben in Südtirol 460.635 Einwohner, davon „erklärten sich 287.503 Personen als Angehörige der deutschen Sprachgruppe, 116.941 als Angehörige der italienischen Sprachgruppe, 18.434 als Angehörigen der
8 Ebenda
9 Ebenda
10 Vgl. Gricolli 1997, S.:78-79
5
Quote paper:
Pawel Broda, 2005, Die Domänen des Sprachgebrauchs am Beispiel Südtirols, Munich, GRIN Publishing GmbH
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So genießt Südtirol
Heinrich Gasteiger, Wieser Heinrich, Helmut Bachmann
Gudi
?? naja.
es war wohl eher Andreas HOFER der gegen die Franzosen gekämpft hat und nicht HOLZER.
on Friday, November 25, 2005-