Inhalt:
1. Rousseaus Erziehungsideal - Seite 2
2. Der Mensch - Seite 3
3. Die Erziehung - Seite 4
4. Ausblick - Seite 7
5. Quellen - Seite 8
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1. Rousseaus Erziehungsideal
Im Folgenden soll ein knappe Darstellung über die Erziehungsideale von Jean-Jacques Rousseau einen noch deutlicheren Blick auf die Ziele und Vorstellungen seiner Philosophie vom Umgang mit den Menschen und daraus abzuleitenden Erkenntnisse für die moderne Pädagogik geben.
Dazu werden die Schriften „Emile oder Über die Erziehung“ und „Diskurs über die Ungleichheit“ des schweizerischen Denkers genutzt und an gegebener Stelle zitiert.
Während im vorangegangenem Seminar bereits in umfangreichen Zügen erläutert wurde, dass sich Rousseau deutlich für die freie Entwicklung des Kindes einsetzt, Selbsttätigkeit und Lernen durch Erfahrung proklamiert und eine Art Anlagenentwicklung verfolgt, soll nun noch einmal genauer untersucht werden, ob diese Ideen, die viele Pädagogen, wie beispielsweise Friedrich Fröbel oder J. Heinrich Pestalozzi, stark beeinflussten, nur auf die zur seiner Zeit dringend zu renovierende Art des Schulunterrichts zu beziehen ist oder eine neue Art von Menschenbild aufdecken soll.
Dabei wird seine Idee der toleranten und psychologisch orientierten Kindererziehung keinesfalls als überholt und nur zeitgemäß betrachtet - sondern soll auch in Verbindung mit den Anforderungen eines modernen Schulunterrichtes gebracht werden.
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2. Der Mensch
Mit den Worten „Alles ist gut, wie es aus den Händen des Schöpfers kommt; alles entartet unter den Händen des Menschen“ (Rousseau, Emile, 67), beginnt und beschreibt Rousseau schon all seine Denkweise über den modernen Menschen seiner Zeit. In diesem kurzen Satz stellt er unmissverständlich fast den gesamten Inhalt des Diskurses über die Ungleichheit dar. In diesem Werk wird erlä utert, dass der durch Instinktlosigkeit und natürliche Mängel beschlagende Mensch in seiner Natur dennoch weit ansehnlicher und wünschenswerter erscheint, als in der bisher entwickelten Zivilisation. Dabei stehen die Tugenden und Fähigkeiten eines freien Willens und Geistes zusammen mit der (nach Rousseau) angeborenen Empathie im Vordergrund. Nirgends ist der Mensch aufrichtiger, ehrlicher, gerader und mitleidiger als in seinem Urzustand. Rousseau widerlegt sogar Hobbes mutmaßlichen Beweis, dass der Mensch von Natur aus böse sei - es ist falsch zu glauben, dass „er lasterhaft sei, da er die Tugend nicht kennt“ (Rousseau, Diskurs über die Ungleichheit, 137). Vielmehr sagt er, dass der Mensch sich in der Natur völlig wertneutral verhalte und durch sein angeborenes Mitleid und die Unkenntnis des Lasters sogar als gut zu betrachten sei; kurz: das Schlimmste, was dem Menschen passieren konnte war die Idee und Möglichkeit sich zu Gruppen oder gar Staaten zusammenzuschließen. Da dies aber offenbar historisch geschehen ist, was Rousseau dennoch als Fortschritt ansieht, da die Arbeitsteilung einen gewaltigen Zeit-, Kultur- und Fähigkeitengewinn mit sich brachte, will er nun in seinem Erziehungsroman zeigen, wie es dennoch möglich ist einen natürlich ehrlichen und tugendhaft reinen Menschen zu erziehen, der nicht durch Heuchelei und falsche Ideale verzogen wurde, die sich in einer Gesellschaft seiner Meinung nach zwangsläufig anfinden, weshalb er selbige auch so vehement ablehnt. Grundsätzlich betrachtet Rousseau den Menschen nach der französischen Aufklärungstradition als Teil oder Wesen der Natur. Verwunderlich ist es daher auch nicht, dass er seine Erziehung oft mit der eines Baumes oder Tieres vergleicht.
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Arbeit zitieren:
Christian Klager, 2003, Rousseaus Erziehungsideal, München, GRIN Verlag GmbH
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