Gliederung
1. Unterrichtsplanung 3
Thema der Einheit 3
Ziel der Unterrichtseinheit 3
Prozessuales Ziel der Einheit 3
Thema der Stunde. 3
Stundenziel 3
Teilziele. 3
Prozessuales Ziel der Stunde. 4
Individualziel.......................................................................................................................... 4
2. Anmerkung zur Lerngruppe 4
Allgemeines. 4
Sozialverhalten 4
Lern - und Arbeitsverhalten 5
Lern - und Leistungsstand 5
3. Didaktische Überlegungen 5
Gegenwarts - und Zukunftsbedeutung 5
Fach 5
Zug änglichkeit. 6
Bezug zu den Rahmenrichtlinien 6
Didaktische Reduktion 6
4. Sachstrukturanalyse. 7
Sache (sportfachlicher Bezug) 7
Sache (Bezug zur Fachrichtung) 7
5. Lernausgangslagen / Individuelle Lernausgangslagen. 8
Lernvoraussetzungen. 8
6. Pädagogische Konsequenzen 9
P ädagogische Konsequenzen und Differenzierungsmaßnahmen (PK) 9
7. Methodische Überlegungen. 10
Arbeits - und Sozialformen 10
Medienwahl. 10
Ritual 11
Literatur. 12
8. Anhang 13
Struktur der Einheit 14
Verlaufsplanung 15
F örderplan für X 16
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Thema der Einheit Die Sprunggrätsche.
Ziel der Unterrichtseinheit
Die Schülerinnen und Schüler sollen, je nach individuellem Leistungsstand, das Übergrätschen an unterschiedlichen Geräten lernen.
Prozessuales Ziel der Einheit
Die Schülerinnen und Schüler sollen ihr kooperatives Verhalten (Schwerpunkt: Sportregeln einhalten) verbessern, indem sie während der Kleingruppenarbeit die Stoppkarte beachten und Laufwege einhalten.
Thema der Stunde
Die Bewegungsverbindung des Absprungs vom Reutherbrett und die Grobform der Sprunggrätsche.
Stundenziel
Die Schülerinnen und Schüler sollen die Sprunggrätsche erlernen, indem sie durch unterschiedliche Aufgabenstellungen und Aufbauten, je nach individuellem Leistungsstand, Absprung, Grätschbewegung und Landung üben. Anhand erarbeiteter Kriterien sollen die Bewegungsabläufe miteinander verbunden und als kombinierter Bewegungsablauf durchgeführt werden.
Teilziele
Die Schülerinnen und Schüler sollen…
Prozessuales Ziel der Stunde
Die Schülerinnen und Schüler sollen ihr kooperatives Verhalten (Schwerpunkt: Sportregeln einhalten: Die Stoppkarte und Wendepunkte beachten.) innerhalb der Kleingruppenarbeit verbessern, indem sie... PZ …die Bedeutung der Stoppkarte und Wendepunkte erläutern.
Individualziel
Da das Unterrichtsthema für X angstbesetzt ist, gilt für sie das Individualziel in der Gruppe zu bleiben und sich nicht dem Sportunterricht zu entziehen. Um sie in die Gruppe zu integrieren, soll sie die Funktion des Mannschaftskapitäns übernehmen (siehe individueller Förderplan).
Allgemeines
Die Klasse 7 setzt sich aus elf Mädchen und sechs Jungen im Alter von 13 -15 Jahren zusammen. Im August 2003 wurde diese neu gebildet. Ich unterrichte die Klasse seit August 2004 wöchentlich je zwei Stunden in Deutsch und zwei Stunden in Sport. Eine der Sportstunden ist angeleitet.
Sozialverhalten
In Unterrichtssituationen ist das Sozialverhalten der Klasse sehr unterschiedlich. In Ansatzpunkten gelingt ein konzentriertes Erarbeiten von Inhalten. Häufiger sind Ermahnungen notwendig, um leise und konzentriert miteinander arbeiten zu können. Die Schülerinnen und Schüler zeigen ein Gemeinschaftsgefühl, das ein Arbeiten in unterschiedlichen Sozialformen zulässt. In unstrukturierten Situationen des offenen Unterrichtsbeginns kommt es häufiger zu Streitereien zwischen einzelnen Schülerinnen und Schülern.
C. fehlt häufig und fast immer im Sportunterricht. Sie hat deshalb kaum Anschluss an das Unterrichtsgeschehen. T. ist in seinem Verhalten auffällig, da er während des freien Unterrichtsbeginns häufig anderen den Ball wegnimmt und dies zu Streit führt. Es fällt ihm schwer ruhig sitzen zu bleiben und zuzuhören. Mehrere Aufforderungen meinerseits sind fast immer notwendig, damit er auf Anweisungen reagiert. Kommt es zu größeren Problemen, soll T. sein Verhalten nach dem Unterricht im persönlichen Gespräch reflektieren. J. provoziert u. a. T. häufig, was in aggressiven Auseinandersetzungen endet. In der Klassengemeinschaft hat sie eine Außenseiterrolle, das ihr Verhalten maßgeblich beeinflusst. P. macht meist einen „verträumten“ Eindruck und wendet sich häufiger vom Unterrichtsgeschehen ab.
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Darüber hinaus kommt es durch Gespräche mit D. und P. häufig zu Unterrichtsstörungen in Gesprächssituationen. D. benötigt viel Aufmerksamkeit und Bestätigung von der Lehrkraft. Ihr fällt es schwer, allgemeine Verhaltens- und Gesprächsregeln einzuhalten. Deshalb kommt es häufiger zu aggressiven Auseinandersetzungen oder Unterrichtsverweigerungen.
Lern- und Arbeitsverhalten
Der Großteil der Schülerinnen und Schüler kann in Partnerarbeit oder Kleingruppen zusammenarbeiten. Jedoch ist es für die Lerngruppe notwendig, kooperative Verhaltensweisen zu erlernen und zu verbessern, um gemeinsam an unterschiedlichen Aufbauten des Lernzirkels trainieren zu können. Die meisten Kinder lassen sich motivieren und arbeiten an den Inhalten mit. D. verweigert häufig die Mitarbeit auf Grund ihrer motorischen Unfertigkeiten und Bewegungsängsten. P. wendet sich häufiger von Aufgabenstellungen ab und führt „Privatgespräche“.
Lern- und Leistungsstand
In Bezug auf das unterrichtliche Vorgehen sind die Schülerinnen und Schüler ansatzweise in der Lage, anhand einer schriftlichen Anleitung einen Bewegungsablauf bzw. eine Übung zu erarbeiten. Aufgrund ihrer sozialen Strukturen ist es aber notwendig, das kooperative Verhalten (Schwerpunkt: Einhalten von Sportregeln) zu verbessern, um den Sportunterricht weiterhin zunehmend offener und effektiver organisieren und gestalten zu können. In Bezug auf die Sprunggrätsche ist davon auszugehen, dass die gesamte Klasse bereits Vorerfahrungen im bisherigen Sportunterricht der verschiedenen Klassenstufen gesammelt hat. Jedoch ist ihnen die Sprunggrätsche als differenzierte und turnerische Form unbekannt (siehe dazu Seite 7).
Große Schwierigkeiten beim Übergrätschen über den Sprungbock haben C., C., J., D. und P. auf Grund ihrer körperlichen Konstitution.
T., T., M., R., P. und C. können über kleinere Geräte grätschen, haben jedoch Schwierigkeiten bei höheren Geräten.
D. und M. sind in der Lage über höhere Geräte zu grätschen und die dazugehörige Technik zu erlernen.
Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung
Fach
In der heutigen Alltagswelt der Schülerinnen und Schüler bieten sich immer weniger Gelegenheiten motorische Grunderfahrungen zu sammeln. Dadurch wird das Erarbeiten sportartspezifischer Fertigkeiten erschwert. Zusätzlich treten Defizite im Haltungs- und Stützapparat der Kinder auf (besonders stark ausgeprägt sind diese bei P., D., J. und P.).
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Im Bereich des Turnens werden vielseitige sportmotorische Grundeigenschaften (Schnell- und Maximalkraft, Beweglichkeit und spezielle Ausdauer) und koordinative Fähigkeiten (Gleichgewicht, Gewandtheit, Orientierungssinn und insbesondere das koordinative Verbinden von Bewegungsabläufen) geschult. Turnerische Aktivitäten können zu einer Verbesserung der genannten Defizite führen. Der Grätschsprung (auch Stützsprung) gewährleistet, dass sich die Kinder intensiv bewegen und Erfolgserlebnisse durch das Erfahren persönlicher Lernfortschritte erleben. Stützsprünge sind geeignet das Bewegungsrepertoire der Kinder zu erweitern und besonders die Sprunggewandtheit zu verbessern.
Zugänglichkeit
Das Überspringen von Hindernissen in Form des Grätschsprungs bzw. des Stützsprungs birgt einen hohen Aufforderungscharakter in sich und motiviert auch uninteressierte Kinder. Ungeübte Kinder können Stützsprünge turnen, da das Abdrücken vom Reutherbrett nur wenig Kraft erfordert. Zudem ist eine Differenzierung, angemessen jeden Leistungsstandes, durch das Variieren der Geräte und der verstellbaren Höhe der Geräte möglich. Das Thema ist weniger angstbesetzt, da die Schülerinnen und Schüler in Probehandlungen auf dem Gerät sitzen bleiben können und den Bewegungsablauf nicht zwingend zu Ende turnen müssen.
Bezug zu den Rahmenrichtlinien
Entsprechend der Rahmenrichtlinien der Schule für Lernbehinderte -Sport- sollen die bis zur vierten Klasse erworbenen Grundfertigkeiten des Gerätturnens in ihrer Qualität verbessert und gefestigt werden (vgl. Niedersächsisches Kultusministerium 1987, S. 61). Ab dem siebten Schuljahr müssen die Schülerinnen und Schüler mindestens ein Stützsprung über ein Sprunggerät erlernen (vgl. ebd., S. 61). Die Sprunggrätsche ist dem Bereich des Springens zuzuordnen, der in Stützsprünge, Grätsche, Aufhocken und Hocken unterteilt werden kann. Als Übungs- und Anwendungsformen werden das Überspringen verschiedener Geräte und Übungsfolgen an Gerätebahnen genannt (vgl. ebd., S. 63). Das Abspringen kann „mit und ohne Absprunghilfen“ thematisiert werden (Niedersächsisches Kultusministerium 1987, S. 63).
Didaktische Reduktion
Um die Grobform der Sprunggrätsche über einen Sprungbock in der siebten Klasse durchführen zu können, wurde diese auf drei wesentliche Merkmale reduziert. Die Schülerinnen und Schüler sollen drei fachliche Aspekte beachten: Beidbeiniger Absprung vom Reutherbrett, beidhändiges Aufstützen, Landung mit beiden Füßen auf der Matte. Auf die Flugphase vor dem Aufstützen und nach dem Abdrücken der Hände vom Gerät wurde bewusst verzichtet. Für schwächere Kinder besteht die Möglichkeit, nach dem Absprung nicht über das Gerät zu grätschen, sondern darauf sitzen zu bleiben.
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Sache (sportfachlicher Bezug)
Die Sprunggrätsche zählt zu den Grundstützsprüngen im Geräteturnen. Der Bewegungsablauf der Grätsche kann trotz seines ganzheitlichen Bewegungsablaufs in unterschiedliche Phasen unterteilt werden. Der Anlauf ist ein kontinuierlicher Steigerungslauf von ca. 10-12 Metern Länge. Mit dem Anlauf erreicht der Turner die notwenige Horizontalgeschwindingkeit für den Ansprung. Während des Anlaufens richtet sich die Konzentration auf den darauf folgenden Bewegungsablauf des Grätschsprungs. Daher ist das Beachten und Einhalten der Sportregeln: 1. Am Anstellpunkt anstellen. 2. Die Wendepunkte beider Laufwege beachten. 3. Den Anlaufweg nicht kreuzen von besonderer Bedeutung, um den Sprung innerhalb der Kleingruppenarbeit ausführen zu können und Unfälle zu vermeiden. Der Ansprung erfolgt auf das Reutherbrett mit einem weiten flachen Schritt. Die Schülerinnen und Schüler sollen dabei das erste Kriterium des beidbeinigen Aufsprungs im vorderen Drittel des Sprungbretts umsetzen. Beim Ansprung wird die horizontale Beschleunigung des Körpers abgebremst. Während der Streckung des Körpers beim Absprung werden die Arme von unten nach vorne- oben geschwungen, um in einer Schräghalte abgebremst zu werden. Mit dem Lösen vom Sprungbrett beginnt die erste Flugphase mit gestreckter Körperhaltung. Um das zweite Kriterium umzusetzen, müssen die Schülerinnen und Schüler mit gestreckten Armen die Hände schulterbreit auf das Gerät aufsetzen. Die erste Flugphase ist beendet. Während der kurzen Abdruckphase werden die Beine auseinander gegrätscht und die Drehbewegung im Schulterbereich unterstützt. Nach einem schnellkräftigem Abdruck, wenn der Schultergürtel etwa senkrecht über den stützenden Armen liegt, wird die zweite Flugphase eingeleitet. In dieser Phase wird durch Aufrichten des Oberkörpers und schließen der gestreckten Beine die Landung vorbereitet. Die Schülerinnen und Schüler sollen das dritte Kriterium umsetzen, indem sie mit beiden Füßen auf der Matte landen. Die Landung wird mit einem Abfedern in den Fuß-, Knie- und Hüftgelenken vollzogen. Der Oberkörper bleibt aufrecht und die Arme werden in Seit- oder Hochhalte fixiert.
Sache (Bezug zur Fachrichtung)
Für die Lerngruppe ist es notwendig, kooperative Fähigkeiten in Bezug auf das Beachten und Einhalten von Sportregeln (Stoppkarte / Wendepunkte) zu verbessern und innerhalb der Kleingruppenarbeit praktisch umsetzen zu können. Eine weiterführende Öffnung des Unterrichts wird erst durch die zunehmende Kooperationsfähigkeit und der damit verbundenen Teamfähigkeit der Schülerinnen und Schüler möglich, welche mit dem Einhalten von Sportregeln verbunden ist. Ein kooperatives Arbeitsverhalten ist im Sportunterricht aber auch fächerübergreifend von enormer Bedeutung, um den Unterricht effizienter gestalten und organisieren zu können.
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Arbeit zitieren:
2005, Die Sprunggrätsche an verschiedenen Stationen + Individueller Förderplan, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
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