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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Geschichtliche Entwicklung der Italianismen 2
2.1 Rivalitäten zwischen Frankreich und Italien 3
2.2 Gegenbewegungen (Italophobie) 4
3. Italianismen in verschiedenen Sachbereichen 5
4. Linguistische Einflüsse auf das Französische Wortschatz 9
5. Schluss 10
6. Bibliographie 10
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1. Einleitung
Das Italienische gilt als einer der wichtigsten Sprachen, die das Französische und seinen Wortschatz sehr beeinflusst hat. Aufgrund der Kriege mit Italien in der ersten Hälfte des sechzehnten Jahrhundert gerät das Italienische immer mehr in Kontakt mit anderen Kulturen und Sprachen. Dadurch bilden sich neue Lebensweisen und vor allem im linguistischen Bereich verspürt man eine starke Dominanz des Italienischen in Frankreich. Gegenstand der Hausarbeit sind die in der französischen Sprache vorkommenden nominalen Italianismen. Unter Italianismen sollen alle aus dem Italienischen und seiner Varietäten stammenden Fremd- und Lehnwörter verstanden werden.
Bereits im elften Jahrhundert werden die ersten Italianismen im Französischen eingeführt. Durch den engen Kontakt beider Sprachen werden Ausdrücke in kulturellen, sprachlichen, militärischen und wirtschaftlichen Bereichen ins Französische übernommen. Nicht außer Betracht zu lassen ist der Einfluss des Italienischen in der Architektur und der Musik. Man kann bei dieser Analyse die linguistischen Einflüsse des Italienischen auf den französischen Wortschatz nicht unerwähnt lassen, denn sie spielen vor allem in der Suffigierung eine sehr große Rolle. Zuerst wird in Kapitel 2 „Geschichtliche Entwicklung der Italianismen“ berichtet, auf welche Art und Weise das Italienische in Frankreich eindrang. Außerdem wird die daraus resultierende französische Gegenbewegung im Punkt 2.1 und 2.2 analysiert. Im Kapitel 3 „Italianismen in verschiedenen Sachbereichen“ werden eine Reihe von Italianismen im Finanzwesen, in der Schifffahrt, in der Musik und in weiteren Bereichen vorgestellt, vor allem die des sechszehnten Jahr-hunderts. Schwerpunkte sind ihre kulturgeschichtliche Herkunft als Ergebnis französisch-italienischen Sprachkontaktes. Im Kapitel 4 soll die linguistische Beein- flussung der Italianismen in der französischen Sprache untersucht werden.
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2. Geschichtliche Entwicklung der Italianismen
Die gewaltige Flut der Italianismen, die in den französischen Wortschatz eingedrungen ist, ist dem sechzehnten Jahrhundert zuzuschreiben. Doch bereits im zwölften Jahrhundert lassen sich die ersten italienischen Ausdrücke nachweisen. In Pierre Guirauds „Les mots étrangers“ erfährt man, dass in diesem Jahrhundert Wörter wie coton, sucre, avarie, perle, vernigal und porphyre entlehnt werden. Aus dem folgenden Jahrhundert stammen lombard (Wucherer), die sich aufgrund der norditalienischen Geldverleiher, die in Europa tätig waren erklären lässt. Obwohl die Entlehnungen zu dieser Zeit sehr gering sind, haben sie trotzdem einen sehr großen Stellenwert, denn man kann daraus schließen, dass der Kontakt Italiens mit Frankreich sowohl im wirtschaftlichen als auch im Bereich der Schifffahrt sehr beträchtlich gewesen sein muss. In der darauffolgenden Periode scheint die Welle der Italianismen sich immer mehr auszubreiten. Dies hat verschiedene Motive. Bruno Migliorini betont in „Storia della lingua italiana“, dass Italien im vierzehnten und im fünfzehnten Jahrhundert seinen kulturellen Höhepunkt erreicht hat. Denn die Städte Norditaliens sind gegenüber den anderen europäischen Städten im Handel- und Bankwesen sehr weit voraus. Schließlich führen die dauernden militärischen Aktivitäten Armeen aus ganz Europa immer wieder nach Italien. Dadurch müssen sich die Angehörigen dieser Völker nicht nur mit der italienischen Kunst sondern auch mit der italienischen Kultur und Lebensweise konfrontieren. Über Lyon, das Zentrum des Handels mit Italien war, sind die meisten Ausdrücke entlehnt worden. Die Dichterschule von Louise Labé und Maurice Scève in Lyon weißt ebenfalls sehr enormen italienischen Einfluss. Allerdings verspürt das sechzehnte Jahrhundert die tatsächliche Explosion der Italianismen durch die häufigen Feldzüge Italiens in Frankreich. Migliorni erwähnt, dass die Vereinigung der französischen Monarchie mit der wirtschaftlich und finanziell mächtigen Familie der Medicis in Florenz von enormer Bedeutung ist. Der Sohn von François I., Henri II. heiratet 1533 Caterina de Medici. Aufgrund dieser Hochzeit sehen gewaltige Massen italienische Höflinge und Intellektuelle den richtigen Anlass dafür nach Frankreich auszuwandern. Bald dominieren sie
Arbeit zitieren:
Francesca Cangeri, 2005, Italianismen in der französischen Sprache, München, GRIN Verlag GmbH
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