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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Frühere Versionen des L’Infinito 4
3. Interpretation von Leopardis L’infinito 5
4. Leopardis Definition des Infinito 9
5. Schluss 11
6. Bibliographie 12
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1. Einleitung
Die eigenen Erfahrungen und das Verlangen Gefühle, Erinnerungen, Eindrücke und Empfindungen zu erzählen, bilden die Basis für die neuartige Poesie Giacomo Leopardis, die mit Enthusiasmus in den idilli Ausdruck finden. Es sind Gedichte, in denen es kaum historische oder kulturelle Bezüge gibt, sondern die der inneren Gefühlslage Raum zum Ausdruck geben. Das Idyll weißt äußere Beschreibungen der Umwelt auf, um somit die innere Gemütslage des Dichters zu beschreiben. Leopardi wählt l’idillio um von einer freien Poetik Gebrauch zu machen, damit er in der Lage ist, jene unaussprechlichen Gefühle ans Licht zu bringen.
L’Infinito ist also Giacomo Leopardis bestes Beispiel eines Idylls, das zwischen dem Frühling und dem Herbst des Jahres 1819 verfasst wurde und es gilt als Leopardis perfekteste lyrische Dichtung, da es frei von intellektualistischen Eingriffen ist. Es wird als das tiefgründigste Gedicht Leopardis bezeichnet, da es viel von seinem eigenen Seelenleben preisgibt. In seinem Ursprung befinden sich weder eine mystische Hingabe, noch ein aus schließlich besinnliches Auftreten und auch keine heftigen und instinktiven Gefühlsausbrüche. Indem der Dichter einen konkreten Zustand bewältigt, findet er den Mut, sich über die Vernunft zu stellen, um die Unendlichkeit des Raums und der Zeit zu erfassen. Es ist das erste Idyll, das von Leopardi im Mailänder Nuovo Ricoglitore veröffentlicht wurde. Leopardi vermittelt in diesem Gedicht mehr als je zuvor das tiefe Einsamkeitsgefühl voller gelassenem und würdevollem Schmerz. Die Landschaft, die Teil einer vertrauten und ländlichen Umgebung ist, dient als Hintergrund für die Erfahrungen seiner Seele. Leopardis Leid nimmt eine kosmische Dimension an, als ob durch seine Traurigkeit die schmerzerfüllte Stimme der ganzen Menschheit in aller Welt und durch alle Jahrhunderte hindurch, zum Ausdruck kommen würde. Die ewige Natur scheint ruhig und unerschütterlich gegenüber den Tränen und der resignierten Melancholie der Sterblichen zu sein. Der Ort der Meditation Leopardis ist der Monte Tabor in Recanati, aber in seinem Gedicht erscheint er weit von der Realität entfernt zu sein, denn wir befinden uns in einer Fantasiewelt. Dennoch führt der abseits gelegene Ort nochmals die Einsamkeit und die Zurückgezogen- heit des Dichters vor Augen.
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2. Frühere Versionen des L’Infinito
Caro luogo a me sempre fosti benché ermo e solitario,
e questo verde lauro che gran parte cuopre dell’orizzonte allo sguardo mio. Lunge spingendosi l’occhio gli si apre dinanzi interminato spazio vasto orizzonte per cui si perde l’animo mio e nel silenzio infinito delle cose e nella amica quiete par che si riposi se pur spaura. E al rumor d’impetuoso vento e allo stormir delle foglie delle piante a questo tumultuoso fragore l’infinito silenzio paragono. 1
Sempre caro mi (è) fu quest’ermo colle
E questa siepe che da tanta pate De l’ultimo orizzonte (che) il guardo (sparte) esclude. Ma sedendo e mirando interminato Spazio di là da quella e sovrumani Silenzi, e interminabil quiete Già nel pensier mi fingo ove per poco
Il cor non si spaura. E come il vento Odo soffiar tra queste piante io quello Infinito silenzio a questa voce Vo comparando. 2
Vergleichen wir diese zwei früheren Versionen von Leopardis L’Infinito, die aus Tutte le opere di Giacomo Leopardi von Francesco Flora stammen, mit der Version von L’Infinito der Canti von Leopardi 3 kann man feststellen, dass die Version III nicht in Versform ist, sondern ein Prosagedicht darstellt. Man kann auch feststellen, dass hier das Ende fehlt, welches später von Leopardi
1 Giacomo Leopardi, Argomenti di idilli III e IV, in: Tutte le opere di Giaocomo Leopardi, a cura di Franceso Flora, Roma 1956, p. 376-377.
2 Siehe Referenz 1
3 Giacomo Leopardi, Canti a cura di Niccoló Gallo e Cesarfe Gàrboli. Giulio Einaudi editore. Torino, 1967.
Arbeit zitieren:
Francesca Cangeri, 2005, Zu: Giacomo Leopardi - "L'Infinito", München, GRIN Verlag GmbH
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