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Inhaltsverzeichnis
1 Problemstellung und Definitionen 1
2 Analyse der Lernfelder des Ausbildungsberufs Veranstaltungskaufmann 2
2.1 Zielformulierungen im Bereich der Sozialkompetenzen 2
2.2 Zielformulierungen im Bereich des Problemlösens 3
3 Konkretisierung von zwei ausgewählten Zielformulierungen 5
3.1 Fähigkeit zur Artikulation der Bedürfnisse als Sozialkompetenz 5
3.1.1 Bestimmung der Bedürfnisse sowie der Rechte und Pflichten 5
3.1.2 Kommunikation der Bedürfnisse 6
3.1.3 Angemessenheit der Äußerung 7
3.2 Dialektisches Problemlösen anhand von Marketingmaßnahmen als
Problemlöseverfahren 9
3.2.1 Problemidentifikation und Ermittlung der Unternehmensziele 9
3.2.2 Entwicklung von Marketingkonzepten 10
3.2.3 Laufende Überprüfung und Anpassung von Marketingkonzepten 11
4 Zusammenfassung 12
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„Veranstaltungskaufmann/-kauffrau“
1 Problemstellung und Definitionen
Das Hessische Schulgesetz fordert in § 2 Absatz 3 die Schulen und die Schüler 1 auf, sich die „Fähigkeit zur Zusammenarbeit“ anzueignen, „Konflikte vernünftig und
friedlich zu lösen“ und die „Wahrnehmungs- .. und Ausdrucksfähigkeiten zu entfalten“. Daneben soll der Schüler befähigt werden, sich selbst Informationen zu
verschaffen, diese aus zuwerten und dabei Eigeninitiative und Kreativität zu ent- wickeln. Mit diesen Bildungs aufträgen der Schulen in Hessen wurde die Bedeutung der Sozialkompetenzen und der Methodenkompetenz vom Gesetzgeber ausdrücklich
hervorgehoben. Beide Kompetenzen sind Voraussetzung für die Handlungs kompe- tenz, also die Fähigkeit, in einer bestimmten Situation ein bestimmtes Ziel adäquat
und erfolgreich zu erreichen. 2
Unter Sozialkompetenz wird nachfolgend die Bereitschaft und die Fähigkeit des
Schülers bezeichnet, soziale Beziehungen zu leben und Krisen souverän zu bewälti- gen. Ein verantwortungs voller Umgang sowie eine offene Verständigung mit ande-
ren Menschen einschließlich sozialer Verantwortung und Solidarität gehört ebenso
zu den Tugenden einer vorbildlichen Sozialkompetenz. 3 Mit der Qualifikation Probleme lösen zu können, ist nachfolgend gemeint, dass der Schüler in der Lage ist, ein Problem eigenständig zu erkennen und es mit Hilfe von vertrauten, aber auch neuartigen Methoden alleine, zielorientiert und sachgerecht zu
bewältigen (Methodenkompetenz). 4 Voraussetzung zur eigenständigen Problemlö- sung ist dabei die Fachkompetenz, weshalb diese beiden Kompetenzen nicht strikt
voneinander zu trennen sind.
In vorliegender Arbeit wird der Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf
„Veranstaltungskaufmann/Veranstaltungskauffrau“ 5 vor dem Hintergrund dieser bei- den Schlüsselqualifikationen analysiert. Es wird im Abschnitt 2 quantifiziert, wie oft
1 Zur besseren Lesbarkeit wird künftig nur die maskuline Form verwendet.
2 Vgl. Bendel (2004), S. 70.
3 Vgl. Kultusministerkonferenz (2001), S. 4.
4 Vgl. Euler/Hahn (2004), S. 343-344.
5 Vgl. den Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf „Veranstaltungskaufmann/Veranstaltungskauf- frau“ der Kultusministerkonferenz in der Fassung vom 11.05.2001.
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im Rahmenlehr plan die Sozialkompetenzen sowie die Problemlösekompetenzen ange sprochen werden. Im konstruktiven Teil (Abschnitt 3) wird eine Zielformu- lierung des Lernfeldes 2 „Die Berufsausbildung selbstverantwortlich mitgestalten“ ausgewählt, um an diesem Beispiel die Artikulationsfähigkeit als eine der wich- tigsten Sozialkompetenzen aufzuzeigen, die die Berufsschule ihren Schülern vermit- teln soll. Zur Verdeutlichung der Problemlösekompetenz wird aus dem Lernfeld 4 „Märkte analysieren und Marketing-Instrumente anwenden“ ein Ziel präzisiert. Dabei ist dialektisches Problemlösen gefordert, wo – wie häufig in der Praxis – der Zielzustand nur ungenau festzulegen ist.
2 Analyse der Lernfelder des Ausbildungsberufs Veranstaltungskaufmann 2.1 Zielformulierungen im Bereich der Sozialkompetenzen In diesem Unterabschnitt wird untersucht, welche Ziele auf dem Gebiet der Sozial- kompetenz in den Lernfeldern des Ausbildungsberufs Veranstaltungskaufmann er- reicht werden sollen.
Das Lernfeld 1 sieht „Erkundungsaufträge als Teamaufgabe“ und verlangt von den Schülern daher die Bereitschaft zur Arbeit in der Gruppe. Daneben ist es Ziel der Ausbildung, dass mit Hilfe „angemessene[r] Präsentationsmedien, -techniken und -softwarelösungen“ anschauliche und zielgruppenbezogene Unternehmenspräsenta- tionen trainiert werden. Lernfeld 2 dient dazu, die Bewältigung von Konfliktsituatio- nen zu unterstützen, indem betriebliche Regelungen in das eigene Verhaltensmuster einfließen sollen. Damit wird das Leben in sozialen Beziehungen erleichtert. Dane- ben wird wiederum Teamfähigkeit verlangt, indem „gemeinsam mit .. Kolleginnen und Kollegen“ der Arbeitsplatz gestaltet werden soll. Außerdem soll der Schüler lernen, seine Bedürfnisse angemessen artikulieren zu können. In den Ausbildungs- inhalten des Lernfeldes 3 wird die Sozialkompetenz des Schülers nicht gefördert. Im Lernfeld 4 wird lediglich die Kommunikationsfähigkeit angesprochen, welche mit „moderner Kommunikations- und Informationstechnik“ vorangetrieben werden soll. Lernfeld 5 weist ebenfalls darauf hin, dass es für einen Veranstaltungs kaufmann not- wendig ist, sich selbständig unter Nutzung dieser aktuellen Medien Informationen beschaffen zu können. Die Korrespondenz kann dabei genauso in einer Fremd- sprache erfolgen. Das Lernfeld 6 weist keinen Bezug zur Erweiterung der Sozial- kompetenz auf. Lernfeld 7 hingegen hebt die Bedeutung der teamorientierten Zusam- menarbeit gleich dreimal hervor. Außerdem muss sich demnach – und nach dem
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achten Lernfeld – der Schüler wiederum der modernen Kommunikations- und Infor- mationstechnik bedienen können. Das Lernfeld 9 ist zum Großteil den Kundenge- sprächen gewidmet, indem diese der Schüler situations- und fachgerecht planen und „unter Beachtung kommunikationspsychologischer Aspekte und unter Anwendung von Kommunikationstechniken auch in einer Fremdsprache“ führen sollte. Dabei muss der Schüler auf Konfliktsituationen vorbereitet werden, welche er dann bei ange messener Freundlichkeit kundengerecht lösen kann. Nach Beschwerden und Re- klamationen muss der Auszubildende in der Lage sein, verlorenes Vertrauen des Kunden wieder herzustellen. Die restlichen Lernfelder 10 und 11 lassen die notwen- digen Sozialkompetenzen in der Arbeitswelt außer Acht.
Zusammengefasst ist festzustellen, dass die Sozialkompetenz im Rahmenlehr plan des Veranstaltungskaufmanns 15- mal angesprochen wird, wobei die Teamfähigkeit und die Kommunikations- bzw. Artikulationsfähigkeit mit je fünfmal am häufigsten vom Auszubildenden gefordert werden. Fremd sprachenkenntnisse und die Fähigkeit zur Lösung von Konflikten werden jeweils zweimal verlangt. Schließlich soll nach dem Willen der Kultusministerkonferenz die Präsentationsfähigkeit, welche immerhin einmal angesprochen wird, in der Ausbildung vermittelt werden.
2.2 Zielformulierungen im Bereich des Problemlösens Nach der Sozialkompetenz wird der Rahmenlehrplan auf die Anforderungen bezüg- lich des Problemlösens untersucht.
Das erste Lernfeld gibt vor, dass der Schüler den Prozess der betrieblichen Lei- stungserstellung und den funktionalen Zusammenhang von Aufgabenstrukturen im Sinne einer Synthese erschließen können soll. Schwachpunkte im Prozess sollten eigenständig analysiert werden. Schließlich ist der Schüler aufgefordert, verschiede- ne Formen der Unternehmensorganisation anhand eigener Kriterien zu evaluieren. Durchzuführende Präsentationen hat der Auszubildende ebenfalls zu kritisieren. Im Lernfeld 2 muss er die Aufgaben der an der dualen Berufsausbildung beteiligten Per- sonen darlegen und bewerten können. Außerdem sind eventuelle fachliche Konflikt- situationen in der Ausbildung zu analysieren. Schüler sollen eigene Lernstrategien entwickeln und die ihrem Lerntyp angemessenen Lern- und Arbeitstechniken anwen- den. Das Lernfeld 3 verlangt die systematische Einordnung des Unternehmens in die Umwelt. Der Schüler muss während der Ausbildung dazu befähigt werden, ein-
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Martin Kronawitter, 2005, Lernfelder: Veranstaltungskaufmann/-kauffrau, Munich, GRIN Publishing GmbH
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