Basel II - Bedeutung für mittelständige Unternehmen
von: Nick Hertel
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Hintergründe der Eigenkapitalvereinbarung von Basel 2
2.1 Inhalte von Basel I und II 3
2.2 Die drei Säulen des neuen Basler Akkords 3
2.2.1 Mindestkapitalanforderungen 5
2.2.2 Überprüfung durch die Aufsicht 7
2.2.3 Marktdisziplin 7
3. Rating – Ein Instrument des Konzeptes von Basel II 8
3.1 Hintergründe zum Rating 8
3.2 Ratingkriterien für mittelständige Unternehmen 10
3.2.1 Auswirkungen von Ratings auf den Mittelstand 11
4. Konsequenzen für mittelständige Unternehmen 13
5. Zusammenfassende Betrachtung und Schlussfolgerungen 15
Literaturverzeichnis 16
1. Einleitung
Die aktuelle Finanzwirtschaft ist durch die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einem starken Wandel unterworfen. Der Wettbewerbs- und Kostendruck zwingt die Kreditinstitute immer größere Risiken bei sinkenden Zinsmargen einzugehen. Der daraus resultierende Handlungsbedarf ist eine Herausforderung sowie eine Chance der Kreditinstitute kosteneffizienter zu arbeiten. Folglich ist ebenfalls der Mittelstand Deutschlands betroffen. Zum Beispiel gestaltet es sich bereits heute schon schwierig für Existenzgründungen eine entsprechende Finanzierung zu erhalten. Die Bonität des Kreditnehmers wird immer mehr bei der Gestaltung der Konditionen in den Fordergrund treten. Durch die Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) werden die Kreditinstitute gezwungen sein, zukünftig ihre Kreditvergabe explizit durch Eigenkapitalunterlegungen rechtfertigen zu müssen. Damit wird eine risikoadäquate Absicherung ihrer Aktivitäten gewährleistet. Diese Seminararbeit beschäftigt sich mit dem Inhalt von Basel II. Hauptschwerpunkte stellen die Themen Rating und die Bedeutung für den Mittelstand dar. Aus der Tagespresse ist vielfach zu entnehmen gewesen, dass Kredite durch Rating teurer und knapper werden. Allerdings kann es auch als Herausforderung und Chance für den Mittelstand in Deutschland gesehen werden.
2. Hintergründe der Eigenkapitalvereinbarung von Basel
„Gerät eine Bank in Zahlungsschwierigkeiten, betrifft das nicht nur die Bank selbst, sondern auch ihre Kunden und jene Banken, die mit dem von der Pleite bedrohten Institut gemeinsame Geschäfte machen. Die Sorge vor einer solchen volkswirtschaftlichen Kettenreaktion veranlasste den Baseler Ausschuss – ein Gremium aus Vertretern von Zentralbanken und Bankenaufsichten – 1988, die nach ihrem Konferenzort benannten Richtlinien Basel I zu erlassen. “1
2.1 Inhalte von Basel I und II
Mit Basel I wurden zwei grundlegende Ziele verfolgt. Zum einen sollte das internationale Bankwesen mit einer ausreichenden Eigenkapitalsauslastung versehen sein und es sollten sich gleichartige Wettbewerbsbedingungen einstellen. 2 Der 1988 erlassene Basler Akkord (Basel I) sieht eine Mindestkapitalausstattung von pauschal 8 % vor. 3 Diese Vereinbarung geht davon aus, dass jeder Schuldner die gleiche Bonität aufweist und jeder Kredit damit das gleiche Risiko birgt. Allerdings haben sich die Finanzmärkte stark geändert und es wurde Kritik an der pauschalen Mindestkapitalausstattung laut. Durch Basel II will man jetzt eine Harmonisierung des Finanzmarktes erreichen. Es sollen Rahmenbedingungen für die Konditionsgestaltung bei Krediten geschaffen werden, gleichzeitig soll die Transparenz gefördert und die Stabilisierung des Finanzmarktes erreicht werden. Basel II richtet sich nicht nur an Institute und Behörden, sondern auch verstärkt an die klein- und mittelständigen Unternehmen in Deutschland. Vorgesehen ist es, die Eigenkapitalsunterlegung den Risiken und der Bonität des Schuldners anzupassen. Zukünftig sollen nicht nur das Kredit- und Marktrisiko mit Eigenkapital unterlegt werden, sondern ebenfalls die operationalen Risiken. Die daraus resultierenden Kreditrisiken sollen, in bewerteter Form, Basis für die Eigenkapitalunterlegung sein und nicht mehr, wie bei Basel I, die pauschale Eigenkapitalvereinbarung von 8%. Der neue Basler Akkord (Basel II) soll voraussichtlich im Jahr 2006 in Kraft treten. 4
Abbildung 1: Chronologie zum Basler Akkord I und II [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
2.2 Die drei Säulen des neuen Basler Akkords
[...]
1 Aus Handelsblatt/Wirtschaft&Politik – Ausgabe 195 vom 10.10.2003 Artikel: Basel II von Silke Kerstin
2 Vgl. Dr. Holger Berndt: Statement zu Basel II – Homepage des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes http://www.sparkasse.de/artikel/0,4705,15818,00.html Stand: 17.11.2003
3 Vgl. Bundesbank -Basler Ausschuss: Angaben zum Basler Akkord (Basel II) Stand: 17.11.2003 http://www.bundesbank.de/bank/bank_basel_saeule.php#saeule2
4 Bundesbank – Basler Ausschuss: Angaben zum Basler Akkord (Basel II) Stand: 17.11.2003 http://www.bundesbank.de/bank/bank_basel.php
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Nick Hertel, 2004, Basel II - Bedeutung für mittelständige Unternehmen, Munich, GRIN Publishing GmbH
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