Inhalt
1. Einleitung
2. Begriffsklärung
2.1. Altruismus
2.2. Egoismus
2.3. Moral
2.4. Ethik
3. Sozialpsychologische Beispiele für das gegenseitige
Verhältnis von Altruismus und Egoismus
3.1. Gefangenen-Dilemma
3.2. Allmende-Klemme
4. Regelkreis moralisch/ ethischen Handelns
5. Kulturelles Verhalten
6. „Wodurch kann eine vertikale Koppelung geregelt
werden ?“
6.1. Lösungsvorschlag von Freud
6.2. Kritik an Freuds Modell
6.3. Alternative
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7. Geforderte Ethiken 7.1. Matrix-Ethik
7.2. Ethik der Verantwortung des Kollektivs
8. „Was beeinflusst heute die Entwicklung von Ethik?“ 8.1. Machtstrukturen 8.2. Manipulation durch Medien
9. Abschließende Zusammenfassung
10. Literatur
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1. Einleitung
Im Zuge der zunehmenden Globalisierung und des grenzenlosen Siegeszuges der Medien, sehen wir uns Tag für Tag immer mehr Sinneseindrücken und Gedankeneinflüssen gegenüber. Es mag die Frage gestattet sein, wie wir es überhaupt noch schaffen die Informationsflut, mit der wir täglich konfrontiert werden, zu bewältigen. War das Leben unserer frühen Vorfahren noch von Instinkten fest geregelt worden und somit beispielsweise die Jagd das Mittel um den Hunger zu stillen, so sieht sich das Individuum in der Gegenwart einer Vielzahl von Möglichkeiten gegenüber, die im genannten Beispiel vom Einkauf im Supermarkt bis hin zum Essengehen im Restaurant reichen.
Diese gewachsene Vielfalt unseres psychischen Systems bereichert sicherlich unser Leben, aber stellt uns dennoch vor ein Problem, das Problem der richtigen Auswahl. Was also kann uns bei dieser Auswahl aus der enormen Vielfalt helfen? Wir benötigen so etwas wie Entscheidungsgrundsätze, feste Werte, die es uns ermöglichen zwischen richtig und falsch zu unterscheiden. „Mit dem Begriff „Entscheidung“ verbinden wir im allgemeinen mehr oder weniger überlegtes, konfliktbewusstes, abwägendes und zielorientiertes Handeln.“ (Jungermann, S. 3) Klar muss dabei sein, dass Entscheidungen nicht punktuelle Ereignisse sind, sondern eher Prozesscharakter haben. (vgl. Froitzheim, S. 11 ff.) Dies führt uns weiter zum Begriff der „Ethik“, die nichts anderes darstellt, als den Ordner, in dem sich bestimmte Werte zusammenfinden, die unsere Entscheidungsfindung prägen.
Das Ziel dieser Arbeit soll es nun sein, Ethik unter dem Aspekt der Regelungstauglichkeit für unser psychisches System zu beleuchten. In einem ersten Schritt sollen dazu die Begriffe Altruismus, Egoismus, Moral und Ethik geklärt und ihre Beziehung zueinander aufgezeigt werden. Es schließt sich ein Exkurs an, welcher das Ziel verfolgt die gegenseitige Bedingtheit von Altruismus und Egoismus genauer zu betrachten. Anschließend wird ein Regelkreis moralisch/ ethischen Handelns skizziert, der zum Verständnis der Begrifflichkeiten beitragen soll. Der
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nächste Schritt soll den Übergang zu dem darstellen, was Ethik vermeintlich zu beeinflussen in der Lage ist, nämlich Verhalten. In der Folge wird der Frage nachgegangen, wodurch ein Verhalten, das kommende Generationen gedanklich miteinbezieht, geregelt werden kann. Anknüpfend daran werden die heute geforderten Ethiken nähergebracht und diskutiert. In einem letzten Kapitel soll ein kurzer Blick auf die Entwicklungseinflüsse der heutigen Ethiken geworfen werden, bevor dann abschließend nochmals die wichtigsten Ideen der Arbeit zusammengefasst werden sollen.
2. Begriffsklärung
2.1. Altruismus
Der Begriff „Altruismus“ steht für Uneigennützigkeit und drückt somit die Tendenz aus, „... das Wohlergehen, die Interessen und das Überleben anderer über das Eigenwohl, das Selbstinteresse und das eigene Überleben zu stellen.“ (Zimbardo, S. 434) Beispiele für altruistisches Handeln wären ganz allgemein Situationen, in denen man „die Schuld auf sich nimmt“ um andere vor einer Bestrafung zu bewahren oder im konkreten Alltagsleben selbstverständlich die Beziehung zwischen einer Mutter und ihrem Kind. Die Mutter stellt im Normalfall immer das Wohl ihres Kindes an die oberste Stelle und somit deutlich höher als ihr eigenes Wohl.
2.2. Egoismus
„Egoismus“ stellt das Gegenteil von „Altruismus“ dar und bezeichnet somit „...eine Haltung, in der die Verfolgung eigener Zwecke vor anderen (gemeinsamen) Zwecken als das zentrale handlungsbestimmende Motiv gesehen wird.“ (Meyers Grosses Taschenlexikon, S. 43)
Übertragen auf das oben genannte Beispiel, kann man sagen, dass man egoistisch handelt, wenn man „die Schuld jemandem zuschiebt“ um selbst nicht bestraft zu werden. Egoismus begegnet uns in unserem Alltagsleben ständig, mag es der Vordrängler an der Supermarktkasse sein oder der rücksichtslose Autofahrer, der uns die Vorfahrt nimmt.
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Arbeit zitieren:
Dennis Wortmann, 2005, Altruismus und Egoismus: "Ethik" als Regelungssystem, München, GRIN Verlag GmbH
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