Inhalt
1. Einleitung
2. Das 3x4-Baustein-Modell der didaktischen Gestaltung
von E-Learning nach K. Wilbers
2.1. Fragestellungen des Modells
2.2. Die Bausteine des Modells
2.2.1. Stakeholderanalyse
2.2.2. Design
2.2.3. Evaluation
3. Untersuchung des Modells auf die Berücksichtigung
g ängiger Implementationsstrategien
3.1. Interne Kommunikation
3.2. Lernkultur
4. Abschließende Zusammenfassung
5. Literatur
Die didaktisch fokussierte Implementation nach K. Wilbers vor
dem Hintergrund gängiger Implementationsstrategien
1. Einleitung
Der Begriff Implementation lässt sich nur schwer genau definieren, da man in der Literatur unterschiedliche Formulierungen des Begriffs findet. Eine gute Zusammenfassung verschiedener Begriffsbestimmungen liefert allerdings R. Alt, wenn er schreibt: „...dass der Implementierungsbegriff allgemein darauf verweist, dass ein konkretes Objekt zur Anwendung gebracht wird bzw. werden soll und dazu in einer bestimmten Art und Weise ein Handlungskomplex in räumlicher und zeitlicher Abgrenzung realisiert wird. Die Implementierung wird beeinflusst: von dem konkreten Implementierungsobjekt/ von der Umwelt, den Rahmenbedingungen und nicht zuletzt/ vom Handeln der Akteure, die unter den gegebenen Bedingungen agieren und dabei aus einem institutionellen Kontext Ressourcen und Bewertungsmaßstäbe entnehmen können.“ (Alt, S.9)
Implementation stellt sich also kurz gesagt dar, als ein komplexer Vorgang zur Einführung eines Objektes oder auch einer Bildungsmaßnahme. Eine erfolgreiche Implementierung streben folglich meist Unternehmen und Schulen an. Für den Implementationsprozess gibt es keine Patentlösungen, da er von Fall zu Fall höchst unterschiedlich verläuft und unvorhersehbare Unwägbarkeiten mit sich bringen kann. Man kann also lediglich Implementationsmodelle entwerfen, um gewisse Anhaltspunkte zu liefern. Mit einem solchen Modell befasst sich diese Arbeit. Es soll zunächst das sogenannte 3x4-Baustein-Modell der didaktischen Gestaltung von E-Learning kurz erläutert und kritisch hinterfragt werden. Anknüpfend daran, soll es dann um die Frage gehen, inwieweit in dem Modell gängige Implementationsstrategien berücksichtigt wurden. Danach folgt eine abschließende und zusammenfassende Betrachtung der Thematik. Das Ziel der Arbeit ist es folglich ein konkretes Implementierungsmodell vorzustellen und auf die
Berücksichtigung bestimmter, in der Wissenschaft als wichtig erkannter, Implementationsstrategien hin zu prüfen.
2. Das 3x4-Baustein-Modell der didaktischen Gestaltung von E-Learning nach K. Wilbers
Herr Wilbers ordnet sein Modell in drei großen Bausteinen mit je vier Unterbausteinen an: Stakeholderanalyse Evaluation -Ermittlung der Betroffenen und -Partner Beteiligten -Anspruchsanalyse -Instrumente -commitment -Konsens ⇐ ⇒ -Heft der Gestaltungsansprüche -lessons learned
Dabei beeinflussen sich scheinbar sowohl die drei großen Bausteine gegenseitig, als auch die jeweiligen Unterbausteine eines Großbausteins.
2.1. Fragestellungen des Modells
Für Wilbers geht es darum, bei der Anwendung seines Modells sehr gezielt vorzugehen, wozu er sich zu seinen Bausteinen jeweils eine konkrete Fragestellung überlegt: „Stakeholderanalyse: Wer sind die Betroffenen & Beteiligten? Welche Ansprüche haben sie? Wie lässt sich die Mitarbeit und Verpflichtung (commitment) der Betroffenen & Beteiligten gestalten? Wie lässt sich die Stakeholderanalyse im Heft der Gestaltungsansprüche verdichten?
Design: Wie lässt sich die Kompetenz der Institution im Umgang mit E-Learning entwickeln? Wie wird die Lernumgebung gestaltet? Wie lassen sich die
Gestaltungsvoraussetzungen für diese Lernumgebung sichern? Wie lässt sich der Erfolg des Transfers des Gelernten gewährleisten? Evaluation: Welche Partner werden in die Evaluation eingebunden? Welche Instrumente sollen zur Evaluation eingesetzt werden? Wie kann ein Konsens über die Evaluation erreicht werden? Welche Folgen sind für zukünftige Vorhaben zu ziehen (lessons learned)?“ (Wilbers, S.4)
Im Folgenden werden nun die einzelnen Bausteine ein wenig erläutert, um einen Einblick in die Vorgehensweise des Modells zu erhalten.
2.2. Die Bausteine des Modells
2.2.1. Stakeholderanalyse
Bei der Stakeholderanalyse geht es zunächst darum zu ermitteln, wer von der eigentlichen Implementation betroffen ist. Das englische Wort „stake“ bedeutet soviel wie Spieleinsatz oder Risiko, was sehr schön die Idee hinter dem Wort Stakeholderanalyse enthüllt. Es geht nämlich im übertragenen Sinne darum, wer bei dem Spiel E-Learning etwas zu gewinnen bzw. zu verlieren hat. Nach Wilbers unterscheidet man zwei Gruppen von Betroffenen und Beteiligten. Als erste und wichtigste Gruppe nennt er die sogenannten traditionellen Betroffenen und Beteiligten, also die Lerner oder die Trainer, die den pädagogischen Ankerpunkt des Konzeptes bilden. Die zweite Gruppe umfasst die nicht so direkt betroffenen Personen und wird als die Gruppe neuer Betroffener und Beteiligter bezeichnet. Darunter fallen beispielsweise die Marketingabteilung oder die Informationstechniker.
Als nächstes versucht man die Ansprüche der ermittelten Betroffenen und Beteiligten zu analysieren. Auf Seiten der neuen Betroffenen und Beteiligten nennt Wilbers drei Punkte, die auf deren Ansprüche Einfluss haben dürften. Es muss davon ausgegangen werden, dass die Welt des E-Business und Mobile-Commerce, sowie auch neue Technologien im Personalmanagement oder zum Management von Wissen, neue Ansprüche an E-Learning stellen und somit auch die Ansprüche all
Arbeit zitieren:
Dennis Wortmann, 2003, Die didaktisch fokussierte Implementation nach K. Wilbers vor dem Hintergrund gängiger Implementationsstrategien, München, GRIN Verlag GmbH
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