I
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis II
1 Einführender Teil 1
2 Konsumentenverhalten bei asymmetrischer Information 2
2.1 Hidden Characteristics 2
2.1.1 Der Markt für Gebrauchtwagen 2
2.1.2 Adverse Selektion 4
2.1.3 Mögliche Gegenmaßnahmen zum Abbau von
asymmetrischen Informationen 5
2.1.4 Generalisierung: Signaling und Sreening 6
2.2 Hidden Action 11
2.2.1 Das Phänomen des Moral Hazards 12
2.2.2 Moral Hazard
am Beispiel des Versicherungsmarktes 12
3 Fazit 14
Literaturverzeichnis 15
II
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 und Abbildung 2 in Anlehnung an Pindyck, R.S.; Rubinfield, D.L.: Microeconomics, Fourth Edition, Upper Sadle River, NJ, 1998, S.627
Abbildung 3 in Anlehnung an Katz, M.; Rosen, H.S.: Microeconomics, Third Edition, Boston,Mass.: McGraw-Hill, 1998, S.581
1
1 Einführender Teil
In den klassischen Analysen der Mikroökonomik wird angenommen, dass die Marktteilnehmer über einen identischen Informationsstand verfügen, dass also vollkommene
Markttransparenz vorliegt. Haltbar ist diese Annahme zum Beispiel, wenn die Qualität eines Gutes leicht feststellbar ist. Güter von hoher Qualität und Güter von geringer Qualität werden durch den Marktmechanismus einen
Preisunterschied aufweisen, der den Qualitätsunterschied wiederspiegelt. Ist die Qualität jedoch nur mit großem Aufwand zu ermitteln und verursacht Informationskosten, muss die Annahme von symmetrischer Informationsverteilung in vielen Fällen aufgehoben werden. 1 Die Annahme vollkommener Information aller Marktteilnehmer ist nur dann zu halten, wenn die Märkte kompetitiv sind. Liegen dagegen nicht-kompetitive, d.h. unvollkommene Marktstrukturen vor, kann nicht mehr davon ausgegangen werden, dass alle ökonomisch relevanten Merkmale (z.B. Qualität) in den Preisen verarbeitet sind. 2 In vielen ökonomischen Situationen sind die Informationen asymmetrisch verteilt, generell kann hier zwischen zwei Fällen unterschieden werden: im ersten, in Abschnitt 2.1 behandelten Fall, ist eine Seite über bestimmte
Eigenschaften der anderen Seite im Unklaren („hidden characteristics“). Der zweite Fall besteht darin, dass ein Marktteilnehmer über bestimmte Handlungen eines anderen Marktteilnehmers im Unklaren ist („hidden
actions“). Diesem Phänomen widmet sich der Abschnitt 2.2.
1 Vgl. dazu Varian, H., Einführung in die Mikroökonomik, 2001,
S.628.
2
2 Konsumentenverhalten bei asymmetrischer Information
2.1 Hidden Characteristics
2.1.1 Der Markt für Gebrauchtwagen
Asymmetrische Informationen wurden erstmalig in der berühmten Arbeit von G. Akerlof 32 untersucht. Als Beispiel wählte er den Gebrauchtwagenmarkt.
Typischerweise können Verkäufer die Qualität eines Gebrauchtwagens viel besser einschätzen, als die Käufer. Folglich liegt hier eine ungleiche Informationsverteilung vor.
Zunächst wird angenommen, dass die Gebrauchtwagen nur zwei unterschiedliche Qualitäten aufweisen, „gute“
Qualität („Plum“ 41 ) und „schlechte“ Qualität („Lemon“ 4 ). Käufer und Verkäufer haben unterschiedliche Kauf-/ Verkaufsbereitschaften für die unterschiedlichen
Qualitäten. Nehmen wir an, dass die Käufer bereit sind, für eine „Lemon“ 2000 GE 52 zu zahlen und die Verkäufer zu diesem Preis auch bereit sind zu verkaufen. Für eine „Plum“ würden die Käufer 6000 GE ausgeben, die Verkäufer würden dieses akzeptieren. Entscheidend ist, dass die Käufer im Gegensatz zu den Verkäufern nicht wissen, ob es sich um einen Wagen guter Qualität oder um einen Wagen schlechter Qualität handelt. Nehmen wir weiterhin an, dass der Anteil der Wagen guter Qualität und der Wagen schlechter Qualität jeweils 50% beträgt, kann man annehmen, dass die Käufer nur bereit sind den Erwartungswert zu zahlen. Dieser beträgt 4000 GE und liegt damit unter der Verkaufsbereitschaft der Verkäufer von Autos guter Qualität. Als Konsequenz davon
3 Akerlof, G. , „The market For Lemons: Quality Uncertainty And The
Market Mechanism“, The Quarterly Journal Of Economics, 84, 1970,
S.488-500.
4 „Plum“ und „Lemon“ sind amerikanische, umgangssprachliche
Begriffe für ein gutes Autos bzw. für ein schlechtes Auto.
5 GE = Geldeinheit, PE = Periodeneinheit, ME = Mengeneinheit.
Arbeit zitieren:
Torben Bartz, 2003, Konsumentenverhalten bei asymmetrischer Information, München, GRIN Verlag GmbH
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