Swaparten und der Einsatz von Swaps zur Risikosteuerung im Kreditgeschäft Johannes Jansen 2005
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I I
Abbildungsverzeichnis II
1. Einleitung 1
1.1 Entstehung der Swaps 1
1.2 Einordnung der außerbörslich gehandelten Swaps 2
2. Zinsänderungsrisiken im Kreditgeschäft 3
3. Grundlagen des Zinsswaps 4
3.1 Strukturen eines Kuponswaps 5
3.2 Grundstruktur des Basisswap 8
4. Funktionsweise der Währungsswaps 9
5. Sonderformen und Variationen von Swaps 11
6. Entwicklung der Swapinstrumente 12
7. Fazit 13
Literaturverzeichnis 15
Anhang 16
I
Swaparten und der Einsatz von Swaps zur Risikosteuerung im Kreditgeschäft Johannes Jansen 2005
Abbildungsverzeichnis
ABBILDUNG 1 STRUKTUR DER DERIVATE 2
ABBILDUNG 2 BSP. FÜR EIN ZINSÄNDERUNGSRISIKO DURCH UNTERSCHIEDLICHE
ZINSFESTSCHREIBUNG 3
ABBILDUNG 3 BSP. FÜR EIN ZINSÄNDERUNGSRISIKO DURCH UNTERSCHIEDLICHE
FINANZIERUNGSKONDITIONEN 3
ABBILDUNG 4 TRENNUNG VON GRUNDGESCHÄFT SICHERUNGSGESCHÄFT 4
ABBILDUNG 6 STRUKTUR DER SWAPS 6
ABBILDUNG 7 BSP. AUSGANGSSITUATION FÜR EINEN SWAP 6
ABBILDUNG 8 KUPONSWAP (INTEREST-RATE SWAP) 7
ABBILDUNG 9 DARSTELLUNG PAYER RECIEVER-SWAP 7
ABBILDUNG 10 BSP. ZINSNETTING 8
ABBILDUNG 11 FLOATING TO FLOATING INTEREST-RATE SWAP (BASISSWAP) 8
ABBILDUNG 12 CROSS- CURRENCY SWAP (WÄHRUNGSSWAP) 10
ABBILDUNG 13 SYSTEMATIK FORWARD SWAP 11
ABBILDUNG 14 SYSTEMATIK SWAPTION 11
ABBILDUNG 15 VORLÄUFIG ERMITTELTER AUßERBÖRSLICHER DERIVATEUMSATZ IM
EURO- WÄHRUNGSGEBIET NACH INSTRUMENTEN IM TAGESDURCHSCHNITT
APRIL 2004 IN MRD. US- DOLLAR BZGL. NOMINALWERT 12
ABBILDUNG 16 SWAPVOLUMEN 2004 NACH WÄHRUNGEN UND KONTRAHENTEN 13
ABBILDUNG 17 SCHWANKUNG DER GELDMARKTSÄTZE VON 1960 1980 16
ABBILDUNG 18 SCHWANKUNG DER DEVISENKURSE /DM 1960 1980 16
ABBILDUNG 19 AUSSERBÖRSLICHE DERIVATE 17
ABBILDUNG 20 DERIVATE IM BÖRSENHANDEL SOWIE OTC- HANDEL 17
II
Swaparten und der Einsatz von Swaps zur Risikosteuerung im Kreditgeschäft Johannes Jansen [2005]
1. Einleitung
Die Veränderung der ökonomischen Rahmenbedingungen, die Schwankungen der Zinssätze und Wechselkurse auf den Kapitalmärkten, die durch die Inflation zu Beginn der 70er und 80er Jahre ausgelöst worden sind (siehe Anhang, Abb. 1 und Abb. 2), waren Auslöser für die Entwicklung neuer Finanzinstrumente. Die Finanzbranche kreierte immer wieder neue Finanzprodukte, die es möglich machen sollten, die durch die Volatilität 1 der Zinsen und Währungen und die damit verbundenen möglichen Währungs- und Zinsänderungsrisiken zu minimieren. Diese Entwicklung setzt sich bis heute fort, wobei zu beobachten ist, dass gerade in der heutigen wirtschaftlichen Situation eine effektive Risikovorsorge zu den primären Unternehmenszielen gehören muss.
Grundsätzlich gibt es eine Vielzahl an Instrumentarien, denen sich besonders Banken bedienen um aktives Risikomanagement zu betreiben. Diese Arbeit erarbeitet die wesentlichen Merkmale von Zins- und Währungsswaps und deren wichtigsten Variationen und Bedeutung für eine Bank; respektive eine Pfandbriefbank. Durch Szenarien und Grafiken soll die Einsatzmöglichkeit von Swaps, vor allem im Kreditgeschäft, verdeutlicht und erklärt werden. Kapitel 2 behandelt das Thema „Zinsänderungsrisiken im Kreditgeschäft“, in Kapitel 3 und 4 werden die Grundstrukturen von Zins- und Währungsswaps erläutert. Im weiteren geht diese Arbeit auf einige Sonderformen und die Entwicklung der Swapinstrumente ein.
1.1 Entstehung der Swaps
Im Jahre 1980 wurden die ersten Swaps als Sicherungsinstrument gehandelt. Seit dem wächst deren Bedeutung in der Finanzwelt nicht nur für Banken. Der Begriff „Swap“ kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt „Tauschgeschäft“. 2 Die Grundidee des Swaps ist die Anwendung der Theorie der komparativen Kostenvorteile von David Ricardo (1772- 1823) 3 . Die Theorie, die sich ursprünglich auf den Güteraustausch im internationalen Warenverkehr bezieht, lässt sich problemlos auf die internationale Finanzwelt übertragen. Die komparativen Kostenvorteile sind größtenteils auf die unterschiedlichen Bonitätseinschätzungen bzw.
1 Volatilität = Die Volatilität ist das Maß für die relative Schwankungsbreite und damit für das Kursrisiko eines Wertpapiers innerhalb eines bestimmten Zeitraums
2 Vgl. Beike, R. / Schlütz, J., Finanznachrichten lesen, verstehen, nutzen: ein Wegweiser durch Kursnotierungen und Marktberichte, 2. Aufl., Stuttgart 1999, S. 261
3 Vgl. Thiel, T., Quantifizierung des Risikopotentials innovativer Swapinstrumente, Bergisch Gladbach
1993, S. 12f
1
Swaparten und der Einsatz von Swaps zur Risikosteuerung im Kreditgeschäft Johannes Jansen [2005]
Marktzugangsmöglichkeiten der einzelnen Kontraktpartner zurückzuführen. 1 Auch das entsprechende Rating spielt eine wichtige Rolle. Aus diesen Unterschieden lassen sich leicht Gewinne arbitrieren. Diese Ausarbeitung beschränkt sich allerdings auf den Einsatz von Swaps als Instrument des Risikomanagements.
1.2 Einordnung der außerbörslich gehandelten Swaps
Zins- und Währungsswaps gehören zu der Gruppe der Derivate, genauer gesagt zu den Zinsderivaten. Derivate (lat. derivare = ableiten) sind Produkte, die von anderen Finanzinstrumenten (z.B. Aktien, Rentenpapiere, etc.) abgeleitet wurden und deren Preis, bzw. Kurs auch durch die Wertentwicklung der zu Grunde liegenden Basiswerte bestimmt wird. 2 Der Derivatemarkt lässt sich in börsengehandelte und nicht börsengehandelte Derivate, den sog. OTC- Geschäften, aufteilen, was die nachfolgende Grafik veranschaulicht.
OTC-Geschäfte sind finanzielle Transaktionen zwischen Finanzmarktteilnehmern die im außerbörslichen Handel abgeschlossen werden. OTC steht dabei für den englischen Begriff "Over The Counter“. Der OTC-Handel heißt auf Deutsch „Tafelgeschäft“. Fast alle gehandelten Swaps gehören zu den so genannten OTC-Geschäften. Die an der Börse gehandelten Swaps spielen heutzutage kaum noch eine Rolle. Ein großer Vorteil der OTC-Geschäfte ergibt sich daraus, dass die Marktteilnehmer die Modalitäten selbstständig aushandeln, folglich können Verträge an die Bedürfnisse der Kontrahenten angepasst werden. Demzufolge sind OTC- Produkte flexibel und bieten dadurch ein breites Einsatzgebiet. 4
1 Vgl. Wöhe, G., Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 21. neubearb. Aufl., München
2002, S. 723
2 Vgl. Gondring, H., (Hrsg.), Immobilienwirtschaft, München 2004, S. 888
3 Eigene Grafik in Anlehnung an: Eller, R., (Hrsg.), Modernes Risikomanagement, Wiesbaden 2002, S.120
4 Vgl. Bankakademie, Risikomanagement im Real Estate Banking Teil 2, S256
2
Swaparten und der Einsatz von Swaps zur Risikosteuerung im Kreditgeschäft Johannes Jansen [2005]
2. Zinsänderungsrisiken im Kreditgeschäft
Im Kreditgeschäft gibt es eine Vielzahl von Risiken, die dem Unternehmen entweder Gewinne oder Verluste bringen können. Ein Kreditnehmer fällt aus, eine EDV System fällt aus, eine Zahlung kann nicht ausgeführt werden oder die Zinsen steigen rapide an. Jeder dieser Fälle stellt eine andere Art des Risikos für ein Kreditinstitut dar. Insgesamt werden vier große Risikokategorien unterschieden: das Adressrisiko, das Liquiditätsrisiko, diverse operationelle Risiken und das Marktrisiko, zu denen auch das Währungs- und Zinsänderungsrisiko gehören. 1 Eines der Hauptrisiken im Kreditgeschäft ist das sog. Zinsänderungsrisiko. Das Zinsänderungsrisiko bei Festzinsvereinbarungen stellt für Kreditinstitute ein Problem dar, wenn die Zinsbindung einer Bilanzposition der Aktivseite (beispielsweise eine eigene Investitionstätigkeit am Kapitalmarkt oder eine Forderung an Kunden aufgrund von Darlehensgewährung) kürzer als diejenige der Refinanzierung ist (s. nachfolgende Abbildung).
Abbildung 2 - Bsp. für ein Zinsänderungsrisiko durch unterschiedliche Zinsfestschreibung 2
Für Kreditinstitute entsteht auch bei variablen Konditionsabsprachen im Aktivgeschäft das Risiko, einer Änderung des Zinsniveaus nicht gleichzeitig oder nicht in gleichem Ausmaß im Passivgeschäft d.h. bei der Refinanzierung durchsetzten zu können - z.B. wenn eine Bank ein Darlehen vergibt und dieses fest verzinst, die Refinanzierung für dies Darlehen allerdings variabel verzinst wird.
Abbildung 3 - Bsp. für ein Zinsänderungsrisiko durch unterschiedliche Finanzierungskonditionen 3
1 Vgl. Eller, R., a.a.O., S.17
2 Eigene Grafik
3 Eigene Grafik
3
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Johannes Jansen, 2005, Swap-Arten und der Einsatz von Swaps zur Risikosteuerung im Kreditgeschäft, Munich, GRIN Publishing GmbH
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