Märchen
von: Christina Schulz
Klasse: 1,
Fach: Sachunterricht
Datum: 02.03.2005
Zeit: 8.40-9.30 Uhr
Inhaltsverzeichnis
1. Sachanalyse 3
1.1 Zum Begriff „Märchen“ 3
1.2 Die Gebrüder Grimm 3
1.3 Merkmale der Gattung „Märchen“ 4
2. Didaktische Analyse 6
2.1 Bedeutsamkeit des Unterrichtsinhaltes 6
2.1.1 Begründung der Lernaufgabe 6
2.1.2 Bedeutsamkeit des Unterrichtsinhaltes für die Schüler 8
2.1.3 Didaktische Reduktion 9
2.1.4 Schwierigkeitsanalyse 9
2.2 Stellung des Unterrichtsinhaltes im größeren Zusammenhang 10
3. Voraussetzungen für den Unterricht 10
3.1 Situation der Klasse 10
3.2 Externe Voraussetzungen 15
4. Formulierung der Lernziele 17
4.1 Grobziel 17
4.2 Feinziele 17
5. Überlegungen zur Methodik 18
5.1 Einstiegsmöglichkeiten 18
5.2 Artikulation 19
5.3 Sozial- und Aktionsformen 19
5.4 Medien 20
5.5 Unterrichtsprinzipien 21
6. Geplanter Unterrichtsverlauf 22
7. Literaturverzeichnis 25
1. Sachanalyse
1.1 Zum Begriff „Märchen“
Blickt man auf die gesellschaftliche Entwicklung der letzten 100 Jahre zurück, so stellt man große Veränderungen fest. Diese Veränderungen betreffen nicht nur die wirtschaftlichen Aspekte unserer Gesellschaft, sondern darüber hinaus auch die Gepflogenheiten ihrer „Mitglieder“. Lebensrhythmen haben sich dieser Entwicklung angepasst und verändert, doch einige Traditionen, wenn auch nicht alle, haben auch weiterhin bestand. Märchen, als eine Jahrhunderte alte Tradition, sind auch heute noch aktuelle Begleiter der kindlichen Entwicklung. Zum Begriff „Märchen schreibt die Encarta Enzyklopädie folgendes: „Märchen (zu Mär, von althochdeutsch maren: verkünden, rühmen), Erzählung mit phantastisch-wunderbaren Elementen ohne raumzeitliche Festlegung, zu deren Personal Zauberer, Hexen, Feen, Gnome, Drachen, redende Tiere, eingreifende Naturgewalten, verwunschene Menschen etc. gehören. Oftmals wird auf Figurenebene ein typisierender Kampf von Gut gegen Böse ausgetragen, wobei am Ende zumeist das Gute siegt. Dabei sind die Übergänge zu anderen Erzählformen (Legende, Schwank, Novelle usw.) oftmals fließend. Märchen wurden zunächst mündlich tradiert (Volksmärchen) und für den deutschsprachigen Raum von den Brüdern Grimm in ihren Kinder und Hausmärchen gesammelt“.
1.2 Die Gebrüder Grimm
Die Märchensammlung der Gebrüder Grimm ist die, mit großem Abstand, bekannteste, daher an dieser Stelle noch einige Informationen zu den Gebrüdern Grimm: „Grimm, Gebrüder, Jacob Ludwig Karl Grimm (1785-1863) und Wilhelm Karl Grimm (1786-1859), deutsche Literatur - und Sprachwissenschaftler, beide in Hanau am Main geboren und in Berlin gestorben. Mit ihren Werken gelten die Gebrüder Grimm, insbesondere Jacob Grimm, als eigentliche Begründer der germanischen Sprach- und Altertumskunde und der deutschen Philologie. (...) Bereits in frühen Jahren begannen die Gebrüder Grimm gemeinsam Sagen und Märchen zu sammeln, die sie in zwei bänden als Kinder- und Hausmärchen (1812-1815) veröffentlichten. In der siebten Auflage erschien diese Märchensammlung in erweiterter Form als 211 Märchen umfassende Ausgabe letzter Hand (1857). (...)“ (vgl. Microsoft Encarta Enzyklopädie). Zu den bekanntesten Märchen der Gebrüder Grimm gehören unter anderem „Frau Holle, Brüderchen und Schwesterchen, Rumpelstilzchen, Dornröschen, der Wolf und die sieben jungen Geißlein“, sowie „Rotkäppchen“.
1.3 Merkmale der Gattung „Märchen“
Da die Form des Märchens eine eigene Gattung darstellt, weist sie dementsprechend gattungsspezifische Merkmale auf, auf welche ich nun näher eingehen möchte. Die Welt in der die Märchen jeweils spielen ist besonderer Art. Die dinge in ihr erscheinen dem Leser verzaubert „und so in eine Märchenwelt eigener Prägung gestellt“ (Kinder spielen Märchen, S.11). Lebewesen sind innerhalb der Märchen nicht typisiert, das heißt diese werden nicht durch die Verwendung von Attributen auf bestimmte Muster festgelegt. Dies gilt ebenso für den Handlungsablauf, welcher mit „mit einfachen Aussagen, in straffer Abfolge, als geschlossene Einheit“ (Kinder spielen Märchen, S.12) einer Individualisierung keinen Raum bietet.
Innerhalb von Märchen ist es oft erforderlich, dass die Helden Hürden überwinden, wobei ihnen meist Wunschdinge oder auch Helfer zur Seite stehen. „Starre Formeln sind ebenso märchentypisch und kommen auch dem kindlichen Gemüt durch Konturschärfe und Wiederholung entgegen“ (Kinder spielen Märchen, S.12). So findet man den so genannten „Dreierrhythmus“, als beherrschendes Element in vielen Märchenszenen. Beispiel hierfür wären drei Gefahren oder drei Hindernisse, welche es zu überwinden gilt. Aber auch die dreifache wortgetreue Wiederholung von Szenen oder Sprüchen stellen typische Merkmale dar (vgl. Kinder spielen Märchen, S.13). Die Handlung des Märchens dreht sich zumeist um das Lösen von Rätseln, das Lüften von Geheimnissen, das Erfüllen von Aufgaben und das Finden von Verstecken. Die Zweiheit, als ein weiteres märchentypisches Kriterium, verdeutlicht sich beispielsweise in den so genannten „Schwarz-Weiß-Gegensätzen“. Diese zeigen sich innerhalb des Märchens in Form von „zwei Kontrahenten, gut und böse, alt und jung, Stark und schwach, Held und Unheld, klug und dumm...(...) (Kinder spielen Märchen, S.13). Die dargestellten Kontraste bewirken, dass eine moralische Lösung erforderlich ist „und ist in seiner Struktur dem menschlichen Alltagskampf recht nahe“ (Kinder spielen Märchen, S.13).
Die Formelhaftigkeit bestimmter, immer wieder auftauchender Sätze und Sprüche, gehört zu den offensichtlichen Gattungsmerkmalen. So finden sich hier beispielsweise die Formel für den Beginn eines Märchens, in Form von „Es war einmal...“, sowie der für den Schluss eines Märchens bekannte Satz „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute“. Die Verwendung dieser Formeln weist auf die Irrealität der Handlung hin, dies gilt auch für die nicht genaue zeitliche Festlegung des beschriebenen Geschehens (vgl. Kinder spielen Märchen, S.14).
2. Didaktische Analyse
2.1 Bedeutsamkeit des Unterrichtsinhaltes
2.1.1 Begründung der Lernaufgabe
[...]
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Christina Schulz, 2005, Märchen, Munich, GRIN Publishing GmbH
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