Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis II
1. Einleitung 03
2. Definitionen 04
2.1 Globalisierung 04
2.2 Transnationale Konzerne 04
2.3 Strategische Allianzen 05
3. Staatliche Vorraussetzungen 05
4. Auslandsdirektinvestitionen 06
4.1 Perspektiven der Transnationalen Konzerne 06
4.2 Perspektiven des Heimatlandes 07
4.3 Perspektiven des Gastlandes 07
5. Einfluss Transnationaler Konzerne 08
6. Kontrollmöglichkeiten Transnationaler Konzerne 09
7. Der Sonderfall Medien 11
7.1 Interessen der Medienunternehmen 11
7.2 Interessen der internationalen Politik 11
8. Transnationale Konzerne - Eine unkontrollierte Bedrohung? 12
Literaturverzeichnis XIV
II
1. Einleitung
Im Zuge der Globalisierung wurden die Handelsschranken und Staatsmonopole beseitigt, die staatliche Regulierungen verringert. Es bildeten sich Transnationale Konzerne, die weltweit agieren und die Weltwirtschaft lenken. Transnationale Unternehmen und strategische Allianzen üben Einfluss auf nationale und internationale Politik aus. Welche Mittel hat die Wirtschaft in die (internationale) Politik einzugreifen? Welche Auswirkungen hat dies? Wie können Wirtschaftsakteure im internationalen Beziehungsgeflecht kontrolliert werden?
Die vorliegende Arbeit diskutiert die Kontrollmöglichkeiten der politischen Akteure. Wie viel Kontrolle ist nötig? Wer soll die Transnationalen Konzerne kontrollieren? Wie kann man sie kontrollieren?
Im zweiten Kapitel wird zunächst eine (Arbeits-) Definition der verwendeten Begriffe Globalisierung, Transnationale Konzerne und Strategische Allianzen vorgenommen. Im darauf folgenden Abschnitt werden die staatlichen Voraussetzungen für internationales wirtschaftliches Agieren aufgezeigt, ohne die die Wirtschaft nicht handlungsfähig wäre. Das vierte Kapitel stellt die verschiedenen Perspektiven der einzelnen Akteure bezüglich der Auslandsdirektinvestitionen dar. Damit wird ersichtlich, wer welche Interessen verfolgt. Anschließend wird der Einfluss der Wirtschaftsunternehmen auf die politischen Rahmenbedingungen des jeweiligen Heimat- bzw. Gastlandes und auf die internationale Politik diskutiert. Wird der Staat in seiner Funktionsfähigkeit durch den Einfluss von Transnationalen Konzernen geschwächt? Das sechste Kapitel hinterfragt die Kontrollmöglichkeiten über Transnationale Unternehmen unter Bezug auf die vorangegangenen Informationen. Verlieren die Staaten an Einfluss? Im Kapitel sieben wird der Sonderfall Medien beleuchtet. Die Medien werden gesondert betrachtet, da sie eine wichtige Position im internationalen politischen und wirtschaftlichen Geschehen einnehmen. Wie nehmen die Medien Einfluss auf Politik und Gesellschaft?
Anschließend werden alle Argumente zusammengefasst dargestellt, um ein Fazit zu ziehen und ungeklärte bzw. offene Fragen vorzutragen.
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2. Definitionen
Globalisierung ist ein stets aktuelles Thema. Der Begriff Globalisierung besitzt verschiedene Definitionen, da er aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven gesehen werden kann. In dieser Arbeit wird Globalisierung politikwissenschaftlich nach Dieter Nohlen definiert. Ähnlich verhält es sich mit dem Begriff Transnationale Konzerne bzw. Transnationale Unternehmen. Diese Definition erfolgt nach Frank Pfetsch. Strategische Kooperationsnetze sind neue Formen wirtschaftlichen Zusammenarbeitens und haben erst in den letzten Jahren Anwendung gefunden.
2.1 Globalisierung
Ursprünglich ist der Begriff Globalisierung der Ökonomie zuzuordnen. Politikwissenschaftlich nach Nohlen wird unter Globalisierung „… die zunehmende Verflechtung der Ökonomien (…) sowie … der Finanzmärkte …“ 1 verstanden. Die Gründe sind Zollsenkungen, Ausbau des Freihandels sowie die Liberalisierung des Kapitalmarktes. Darüber hinaus bezeichnet Globalisierung Prozessabläufe der Kommunikation, der Produktion von Waren und Dienstleistungen sowie Probleme der Internationalen Sicherheit und der organisierten Kriminalität. Im Folgenden wird die Dynamik des Begriffes noch deutlicher: „Im Kern (ist Globalisierung) die rapide Vermehrung und Verdichtung grenzüberschreitender gesellschaftlicher Interaktionen, die in räumlicher und zeitlicher Hinsicht die nationalen Gesellschaften immer stärker miteinander verkoppeln.“ 1
Nohlen bezeichnet es als charakteristisch, das Globalisierung derzeit vorrangig von oben durch Transnationale Konzerne und vom Welthandel vorangetrieben wird.
2.2 Transnationale Konzerne
Da es sich um private Wirtschaftsunternehmen handelt, werden Transnationale Konzerne (gleichbedeutend mit dem Begriff Transnationale Unternehmen) als nichtstaatliche internationale Akteure, die Tochtergesellschaften in zwei oder mehreren Ländern kontrollieren, bezeichnet. Sie haben ihren Hauptsitz im Mutterbzw. Heimatland, der die Zentrale des Unternehmens darstellt. Die
1 Nohlen, Dieter: „Globalisierung“. In: Nohlen, D.; Schultze, R.-O. (Hrsg.), Lexikon der Politikwissenschaft
Band 1. Theorien, Methoden, Begriffe. München 2002, S. 293
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Tochterunternehmen befinden sich in so genannten Gastländern. Transnationale Unternehmen sind in den verschiedensten Wirtschaftssektoren wie Rohstoffindustrie (Erdöl, Landwirtschaft, Bergbau), verarbeitende Industrie, Medien inklusive Kulturindustrien (Film, DVD, Video) und Finanzdienstleistungen tätig. Die Struktur Transnationaler Konzerne ist meist hierarchisch und unterliegt einer zentralen Leitung. 2
2.3 Strategische Allianzen
Strategische Allianzen sind Kooperationen von mindestens zwei rechtlich selbstständigen Unternehmen, die eine zeitlich befristete Zusammenarbeit eingehen. Im Unterschied zu Transnationalen Unternehmen bleiben die Partner autonom. Der Zusammenschluss dient der Aufarbeitung von Wissensdefiziten durch gegenseitiges Lernen. Strategische Allianzen sind in allen Wirtschaftsektoren vertreten. Eine andere Form der Zusammenarbeit wird als Joint-Venture bezeichnet, die die Gründung eines neuen Unternehmens von konkurrierenden Firmen vorsieht. Ausländische Konzerne gehen beispielsweise Allianzen mit ansässigen oder heimischen Firmen im Gastland ein. Im weiteren Verlauf der Arbeit wird nicht speziell näher auf die Strategischen Allianzen eingegangen. 3. Staatliche Voraussetzungen
Jeder Staat muss Voraussetzungen für wirtschaftliches Handeln schaffen. Eine Grundvoraussetzung ist die Gewährleistung von Eigentumsrechten. Wirtschaft und Staat müssen voneinander getrennt sein. Der Staat schafft hierzu die Rahmenbedingungen. Diese finden sich beispielsweise in der Bundesrepublik Deutschland vorrangig im Grundgesetz und Arbeits- und Sozialgesetzen wieder. Eine weitere Grundvoraussetzung ist die Existenz einer Währung. Des Weiteren besteuert der Staat die wirtschaftliche Tätigkeit. Diese stellt für ihn die wichtigste Einnahmequelle dar. Daraus lässt sich ableiten, dass für den Staat die Niederlassung Transnationaler Unternehmen auf seinem Territorium von großer Bedeutung ist. Er bietet Subventionen oder Steuervergünstigungen bei
2 Pfetsch, Frank R.: Internationale Politik, Stuttgart 1994, S. 78
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Arbeit zitieren:
Katrin Landgraf, 2004, Transnationale Konzerne - Kontrollmöglichkeiten der politischen Akteure, München, GRIN Verlag GmbH
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