GLIEDERUNG
Einleitung S 1
1 Die Funktion der pädagogischen Metaphorologie S 2
2 Die Räumlichkeit der pädagogischen Metaphorologie S 3
2.1 Die etymologische Bestimmung von „Erziehung“ S 3
2.2 „Erziehung“ als Bewegung in eine bestimmte Richtung S 3
2.3 „Erziehung“ als Einwirkung S 3
2.4 „Erzieher“ als Wächter S 4
3 Räumliche Metaphorologie und der menschliche Körper S 4
3.1 Gründe für die Dominanz des räumlichen Denkens in der Pädagogik S 4
3.2 Körper und Erkenntnis S 5
3.3 Körper und pädagogische Raummetaphorologie S 6
4 Räumliche Metaphorologie und Subjektivität S 7
Zus ammenfassung S 9
Anhang S I I
1
EINLEITUNG
In Anlehnung an das im Seminar gehaltene Referat zum Thema „Grundzüge einer pädagogischen Metaphernlehre“ soll in der vorliegenden Abhandlung noch einmal zusammenfassend dargestellt werden, welche Funktionen einer pädagogischen Metaphorologie zukommen, inwiefern es sich bei der pädagogischen Metaphorologie um eine räumliche Metaphorologie handelt, welcher Zusammenhang zwischen der räumlichen Metaphorologie und der menschlichen Körperlichkeit besteht und ob die Raummetaphorik dem Gegenstand der Pädagogik gerecht werden kann.
Am Ende der Arbeit soll die Erkenntnis stehen, was eine pädagogische Metaphorologie zu leisten vermag und was nicht.
2
1 Die Funktionen der pädagogischen Metaphorologie
Metaphern dienen grundsätzlich als Mittel der Erkenntnis. 1 Wenn wir beispielsweise über
Abstrakta nachdenken, deren Wesen für uns nicht fassbar ist, wir also nicht verstehen bzw.
erkennen, was sie bezeichnen, das Verständnis ihres Wesens allerdings von Nöten ist, so
nutzen wir Metaphern, um den Verständnis- bzw. Erkenntnisprozess zu fördern.
Auch bzw. insbesondere die Erziehung ist ein solches Abstraktum. Was ist Erziehung? Was
macht Erziehung aus? Diese Fragen sind weder eindeutig zu beantworten, noch ist der Begriff
der Erziehung wissenschaftlich ausreichend begrifflich definiert. 2 Was bleibt, ist die
metaphorische Darstellung dessen, was Erziehung ist, um ein Verständnis dafür entwickeln zu
können.
Daraus resultiert eine w eitere Funktion von Metaphern. So sind sie auch Hilfsmittel, um
Theoriefähigkeit auf dem Gebiet von Erziehung und Unterricht herzustellen. 3 Insbesondere
auf diesem Gebiet nämlich ist erkennbar, dass, wie oben bereits erwähnt, exakte
wissenschaftliche Definitionen, die allgemeine Zustimmung als quasi letzte Wahrheiten
finden, schlicht fehlen. Kommunikation über das Gebiet von Unterricht und Erziehung muss
aber dennoch möglich sein. Diese Kommunikation verläuft also auf der Basis einer
pädagogischen Metaphorologie und zwar einer sehr pleomorphen. Naturmetaphorik,
Formungs- und Bildungsmetaphorik, Handwerks- und Dienstleistungmetaphorik, Architektur-
und Baumetaphorik, Licht- und Blickmetaphorik, Reinigungs- und Wurzelmetaphorik, usw.:
die Anzahl der Metaphern, die Kommunikation über Erziehung ermöglichen, ist riesig und
vielfältig sind die Arten der Metaphern.
Doch wird bei Gebrauch dieser Metaphern oft nur der Eindruck erweckt, dass man eindeutig
über etwas spricht; in Wirklichkeit aber resultiert aus der Auslegungsbedürftigkeit von
Metaphern 4 , dass Eindeutigkeit bei dieser metaphorischen Kommunikation nie garantiert
werden kann. Die Aufgabe, die sich für die Pädagogen stellt, wird klar:
„Erst die Verwandlung pädagogischer Metaphern in echte Begriffe könnte die
Pädagoginnen und Pädagogen zu einer professionellen Gemeinschaft
zusammenfügen“ 5 .
1Vgl. Herzog 2002, S. 14.
2Vgl. ebd., S. 62.
3Vgl. ebd., S. 14.
4Vgl. ebd., S. 17.
5Ebd., S. 68.
Arbeit zitieren:
Doreen Friebe, 2004, Pädagogische Metaphorologie, München, GRIN Verlag GmbH
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